Zum Hauptinhalt springen
Thema: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi  (3645-mal gelesen)
0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 60
@Andi_mit_i
Ah, gut, danke, jetzt verstehe ich viel besser, was Du meinst!
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, zumal Du es detailreich und einleuchtend begründest!

Zweifellos ist der JazzHybrid ein geniales Fahrzeug! Und was Du mit "außen wie ein Polo, innen wie in Golf" schreibst, hat mich vor vielen Jahren beim AUDI A2, einem leider auch alternativlos eingestellten Fahrzeug :-(  überzeugt!
Damals fand ich den Golf V so grottenhässlich, dass ich mich trotz jahrelanger "Golftradition" nicht zum Kauf entschließen konnte. Da wurde es der A2, der abgesehen von seiner technischen Langzeitstabilität bis zum letzten Tag ein überzeugendes Konzerpt für mich darstellte. Und bereits damals hatte ich als Alternative bzw Nachfolgefahrzeug den Honda Jazz im Visier!
Einzig der dann als Nachfolgemodell tatsächlich erworbene Prius 2 konnte den A2 in fast jeder Hinsicht (außer Außenmaße, da war er uns ein bisschen groß) überbieten!

Gruß!
JoAHa

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 61
Zweifellos ist der JazzHybrid ein geniales Fahrzeug! Und was Du mit "außen wie ein Polo, innen wie in Golf" schreibst, hat mich vor vielen Jahren beim AUDI A2, einem leider auch alternativlos eingestellten Fahrzeug :-(  überzeugt!

Das mit dem Audi A2 kann ich gut verstehen. Der Bruder meiner damaligen Freundin hatte einen 3 Liter-A2 den ich auch ein paarmal fahren durfte. Da waren Verbräuche um 2,5L/100km (Diesel) tatsächlich möglich wenn man vorsichtig gefahren ist. Am meisten hat mir da gefallen, dass die Automatik beim loslassen des Gaspedals den Motor ausgeschaltet hat und auf Leerlauf gegangen ist, d.h. man ist dann völlig geräuschlos und ausgekuppelt dahingerollt. Dann einmal leicht auf das Gaspedal und die Automatik hat den Motor wieder eingekuppelt und man konnte mit Motorbremse nun rollen. Erst wenn man mehr gebremst hat haben dann die Radbremsen zugemacht.

Das ausgekuppelte dahinrollen würde ich mir auch bei den Hybridern wünschen. So muss man jetzt entweder mit dem Fuß behutsam arbeiten und versuchen den Rollpunkt zu erwischen oder mit der Hand auf N zu gehen.

Als ich dann auch ein Auto gesucht habe war der 3L A2 auch in der Endauswahl. Aber in der 3L-Version konnte man nicht die Rückbank umlegen, damit war für mich der A2 aus dem Rennen. Zudem hat mir die CVT-Automatik vom damaligen (Nicht-Hybrid-) Jazz zusammen mit den Magic Seats begeistert. Endlich entspanntes Fahren mit niedrigen Drehzahlen.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 62
Die höheren Temperaturen der letzten Wochen bringen bei mir schön niedrigere Verbräuche. Mittlerweile bekomme ich meinen Auris auf um die 4,0 L/100km (Anzeige im Hybridassistant) hin wenn ich fahre. Gebe ich mir Mühe und die Strecke und der Verkehrszustand erlauben es geht es auch noch drunter.

Am Sonntag war ich wieder für eine Wanderung in den Bergen hinter dem Tegernsee. Diesmal zu zweit, nachdem es jetzt erlaubt ist mit einem Bergpartner aus einem fremden Haushalt eine Tour zu gehen und auch eine Fahrgemeinschaft zu machen. Daher bin ich an diesem Tag nicht optimiert spritsparend gefahren (d.h. bis 120km/h auf der Autobahn wenn der Verkehr es erlaubt), habe aber dennoch einen Verbrauch von 4,3 L/100km (nach Hybridreporter) hinbekommen. Bin sehr zufrieden.  :-)

Auch an diesem Tag bei der Hinfahrt teilweise Stockungen von Holzkirchen bis zum Tegernsee, aber mit dem Toyota-Hybridsystem bleibe ich völlig entspannt. Durch den ausreichend groß dimensionierten Akku bleibt der Benziner da normalerweise aus. Beim Jazz-Hybrid hat mich das immer mehr geärgert, dass der Motor regelmäßig wieder angegangen ist, weil entweder der kleine Akku schon wieder leer war oder man aus dem Stillstand anfahren musste.

Auch diesmal war am Ende eine kleine Steigung dabei, es ging vom Tegernsee hoch bis zum Parkplatz bei der Sutten-Seilbahn, das sind ungefähr 200 Höhenmeter. Die Steigung ist nicht so groß, runter konnte ich alles mit dem Generator rekuperieren und so einige Kilometer danach noch elektrisch fahren.

Einzig gewundert hat mich die Batterieanzeige im Hybrid Assistant, die war bei 78% und das Symbol rot. Laut Doku bedeutet rot allerdings "Low: forced engine recharge will kick on if condition will persist".  :-/
Lag das vielleicht daran, dass das System beim Runterrollen wieder in den Stage 1 zurückgefallen ist? Nachdem Losfahren hat er natürlich noch die Kühlwassertemperatur kurz auf 40°C hochgeheizt und ist dann in Stage 2 gegangen. Der Motor war dann aus und die Kühlwassertemperatur ist während der ganzen Abfahrt auf 30°C wieder runtergegangen. Erst unten im Ort an einer Einmündung wo ich stehenbleiben musste hat er dann wieder gestartet und einen neuen Heizzyklus begonnen. Kommt vielleicht im Stage 1 mit einer hohen Akkufülle dann die rote Farbe der Anzeige?

Gestern habe ich Zeit gehabt alle Reifen auf 2,8 bar zu füllen (vorher waren die bei 2,5-2,6). Komforteinbußen habe ich danach keine gespürt. Mal sehen ob ich den Verbrauch damit noch weiter senken kann.
Sobald ich wieder regelmäßig in die Arbeit fahre werde ich mich dann auch an das Grillblocking machen. Nur will ich dazu vorher etwas Gefühl für die Verbräuche auf einer täglich wiederkehrenden "Referenzstrecke" habe.
Und dann noch bei der nächsten Inspektion 0W20 für den Motor verlangen... dann sollte ich alle wichtigen Punkte erledigt haben.  ;D

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 63
Das die Batterieanzeige bei >75% rot wird ist normal.
Je nach Ladegeschwindigkeit und Temperatur wechselt die Anzeige zwischen 76% und 78% auf rot. Dann wenn die Elektronik meint, dass der Akku voll ist.
Das ist der Bereich in dem der Motor (Verbrenner) dann auch im Stand nicht mehr ausgeht und Strom verbraucht. Alternativ kann man den Strom dann meist auch sinnvoll mit der Klima verbrauchen-

Das liegt eher nicht an den Stages. Das ist eher ein undokumentiertes Feature des Hybrid Assistenten.

 

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 64
@teilzeitstromer: Danke für die Infos! Beruhigt mich schon mal dass alles so ist wie es sein soll. Dass der Motor auch irgendwann mal nicht ausgegangen ist habe ich auch gemerkt, aber mir erstmal nichts weiter dabei gedacht. Aber jetzt wo du es schreibst ist es mir klar.

Gibt es eigentlich irgendwelche Methoden den Akku vor einer Bergabfahrt sinnvoll leerzusaugen? Bei höheren Geschwindigkeiten braucht man ja nicht mit dem EV Modus kommen.

Wenn ich eh weiß, dass die nächste Bergabfahrt den Akku mehr als komplett füllt wäre es ja sinnvoll vorher den Akku möglichst leer zu bekommen und die Energie darin sinnvoll zu verbrauchen, ansonsten verheize ich am Ende der Abfahrt nur wieder was mit den Scheiben.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 65
Sinnvoll den Akku leersaugen geht um Klassen besser mit dem Corolla  :-P

Mit dem Auris schafft man da meist nicht sinnvoll.
Mit kaltem Motor ist bei ~30km/h schluss mit dem EV-Mode.
Elektrisch fahren geht dann halt nur mit Eco-Meter max. knapp unter dem Strich bei Eco.

Du könntest versuchen auf dem Weg nach oben den Akku schon möglichst leer zu kriegen.
Must aber aufpassen ihn nicht zu leer zu machen weil sonst der Motor bei Abfahrt zwangsweise wegen niedrigem Akkustand anspringt.

Und meist ist der Akku eh zu klein um alle Energie vom bergrunterrekupieren aufzunehmen  :icon_daumendreh2:

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 66
Ich weiß nicht ob es erstrebenswert ist, den Akku "mit Gewalt" leer zu fahren. Einerseits Streß für den Akku. Andererseits kann es passieren, daß der Akku zu früh leer wird und der Benziner die Zwangsaufladung startet, somit einen überdurchschnittlichen Verbrauch hat. Andererseits kann es passieren, daß er anschließend auch bergab zunächst sein verbrauchsintensives Programm abspult. Die Elektronik weiß leider nicht, das es in der Situation kontraproduktiv ist.
Nach meiner Erfahrung kann man den Akkustand in einem gewissen Rahmen ohne EV beeinflussen, durch gezielte Betätigung des Fahrpedals. Nicht wie weit man durchtritt, sondern auch wie schnell: z.B. nach einer Kehre langsam aber schon mit Nachdruck drauf treten bleibt m.E. das System länger auf dem elektrischen Zweig. Mag man umgekehrt den Akku nicht zu sehr leeren, weil die Strecke anspruchsvoll steil ist, tritt man schnell durch, ggf. sogar etwas weiter als nötig und lupft dann wieder etwas. Dadurch schnellt die Drehzahl des Benziners hoch und bleibt so, wenn man etwas Gas wegnimmt, die Last aus dem Akku sinkt dabei. Ob das bei Deinem Auris TS noch so ist weiß ich nicht. Beim Prius 2 war das sehr ausgeprägt und bei meinem etwas älteren CT (zum Auris) ist das Prinzip auch anwendbar.