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Hybrid => Toyota => Auris 2 Hybrid (2013 - heute) => Thema gestartet von: Andi_mit_i am 09. März 2020, 11:56

Titel: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 09. März 2020, 11:56
Wie der eine oder andere im Honda Jazz Hybrid Bereich mitbekommen hat endete meine Fahrt mit diesem tollen und praktischen Auto mit 180.000km auf dem Kilometerzähler nachdem mir jemand an einer roten Ampel hinten reingefahren ist. Es ist zum Glück niemand was passiert, aber der Schaden war so hoch, dass es ein wirtschaftlicher Totalschaden war.  :'(
Honda Jazz Hybrid - Erfahrungen aus der Praxis (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,1509.msg154589.html#msg154589)

Eigentlich hatte ich geplant meinen Honda Jazz noch einige Jahre zu fahren bis der Hybrid-Nachfolger, der diesen Sommer auf den deutschen Markt kommt, als Gebrauchter zu vernünftigen Preisen erhältlich ist. Da ich jetzt kurzfristig gezwungen war ein neues Auto mir zu kaufen ging es an die Suche was es werden soll. Einen direkten Nachfolger des Jazz hat Honda leider bei uns nicht als Hybrider auf den Markt gebracht, damit entfiel die logische Nachfolge.  :icon_doh:  Bis der echte Hybrid-Nachfolger bezahlbar ist konnte ich auch nicht warten und ich brauche keinen Neuwagen mit entsprechenden Wertverlust in den ersten Jahren. Der Honda CRV, den es mit interessanten Hybridantrieb gibt, wollte ich nicht, ich will keinen des sinnlosen und unpraktischen Stadtpanzer rumfahren. Damit hatte mich Honda wegen ihre Produktpolitik als Kunden (evtl. nur vorübergehend) verloren.  :icon_no_sad:

Was bleibt sonst am Markt.  :-/  Am liebsten wäre mir ein Auto wie der Honda Jazz oder früher die Mercedes A-Klasse gewesen, außen möglichst klein (Poloformat), innen aber viel Platz (Golfklasse) und v.a. ein gut nutzbarer Innenraum ohne Stufen und zerklüftete Ecken. Dazu natürlich ein stufenloser Hybridantrieb. Wer das mal gefahren ist und genossen hat will nicht mehr weg.  :-)

Nachdem es kein entsprechendes Auto gibt war die Suche nach ansprechenden Alternativen eröffnet. Am ehesten vom Auto her hätte in Skoda Fabia Kombi gepasst, aber leider nicht mit Hybridantrieb verfügbar. EIn Toyota Yaris Kombi wäre auch ein Traum gewesen, gutes Hybridsystem, aber nicht als Kombi verfügbar. Andere Hersteller bieten auch keine entsprechenden Fahrzeuge an. Damit blieb mir nur die Klasse nach oben zu wechseln um innen nicht eingeklemmt sitzen zu müssen und ausreichend Kofferraum zu haben (als Eishockeyspieler und Bergsteiger der auch mit Freunden auf Hochtouren geht brauche ich ausreichend Platz).  :nrv:

An diesem Punkt bin ich wieder bei Toyota gewesen und habe mir den Auris genauer angesehen. In der Nicht-Kombi-Ausstattung war mir der Kofferraum zu mager. Außen Golf und innen ein Polokofferaum muss auch nicht sein, blieb also nur als Kombi. Ich sag hier bewusst "Kombi", weil ich diese unselige Marketing-Geschwurbel eines "Touring Sport" hasse. Die Kombivariante ist zwar schon deutlich größer als was ich eigentlich wollte, dafür hat man einen hohen Nutzwert.

Der Auris an sich ist aktuell eine gute Wahl, da er noch in großen Mengen am Gebrauchtwagenmarkt verfügbar ist und durch den Nachfolger Corolla wohl auch deutlich günstiger geworden ist. Das Toyota-HSD ist erprobt und die Marke an sich hat den Ruf von hoher Qualität. Damit sehe ich einen gebrauchten Toyota Auris als die beste Alternative.

Ich habe mich mindestens eine Woche im Internet umgesehen und auch gelernt welche unterschiedlichen Modelle und Ausstattungsvarianten es gibt. Erstaunt war ich vor allem, dass am Anfang der Tempomat nicht serienmäßig verbaut wurde. Da ich über die Jahre sehr viel mit Tempomat gefahren bin eine unverzichtbare Ausstattung.

Was war mir noch wichtig?
Mein Jazz-Hybrid hatte ein Panoramadach, dass ich über die Jahre schätzen und lieben gelernt habe. Es bringt enorm viel Licht ins Innere und bei meinen Fahrten in die Berge ist es ein Genuss nach oben zu blicken und die Berglandschaft zu genießen. Ich habe es über die Jahre immer als "Gute-Laune-Dach" bezeichnet, weil die helle Stimmung im inneren einfach gute Laune erzeugt.  ;D  Damit war das Panoramadach für mich auch sehr wichtig, wenngleich nicht ein absolutes Muss, zumal es die Auswahl an Gebrauchtwagen deutlich eingeschränkt hat.

Weiter habe ich auch über diese Forum gelernt, dass die Halogenscheinwerfer des Auris nicht das gelbe vom Ei sind und dass die neuen LED-Scheinwerfer sehr gut bewertet wurden. Einer der Mietwagen den ich nach dem Unfall hatte war ein vollausgestatteter Corsa mit LED-Scheinwerfer. Die tolle Ausleuchtung hat mich dazu bewogen möglichst einen Auris mit LED-Scheinwerfer zu bekommen, weil ich eine gute Ausleuchtung auch sicherheitsrelevant halte. Eine Kollision mit einem Fuchs wenige Wochen vor dem Unfall hat mir gezeigt, dass eine bessere Ausleuchtung vielleicht erreicht hätte dass ich das Tier etwas eher gesehen hätte und die Kollision etwas verringern hätte können.

Zudem wollte ich einen Auris nach dem Facelift zumal dort einiges noch optimiert wurde und die Ausstattung etwas mehr umfasst.
Die Suche nach einen gebrauchten Auris mit möglichst maximal um die 50.000 km auf dem Zähler mit den gewünschten Ausstattungen war schon relativ eingeschränkt. Entweder nur sehr teuer (>20k€) oder nicht im Großraum München verfügbar was eine Besichtigung sehr verkomplizierte.  Ich war schon darauf auf das Panoramadach zu verzichten und einen Auris in München mir anzuschauen, als ich mich dann doch entschied einem Gebrauchten bei Berlin die Chance zu geben der alle Kriterien erfüllte.

Ich rief bei dem Gebrauchtwagenhändler an und erkundigte mich ob das Fahzeug noch verfügbar und ob eine Besichtigung und Probefahrt möglich ist. Zudem habe ich gefragt ob es möglich ist das Fahrzeug solange zurückzuhalten bis ich zur Besichtigung in einigen Tagen vorbeikommen kann, da ich Zug/Flug buchen müsste und nicht vor Ort stehen will mit dem Hinweis, dass das Fahrzeug weg ist. Nachdem mir der Händler das auch versichert hat war ich positiv gestimmt, eigentlich läuft ja alles wie gewünscht. Flüge wurden gebucht (danke Easyjet-Konkurrenz auf München-Berlin waren auch Lufthansa-Flüge nur wenige Tage davor günstig zu haben, so günstig dass sich eine lange Zugfahrt nicht lohnt). Ich entschied mich auch einen Rückflug zu buchen, da ich mir nicht den Druck auflegen wollte das Auto unbedingt kaufen zu müssen weil ich mich sonst um einen Rückfahrmöglichkeit kurzfristig kümmern müsste. Da der Händler das Fahrzeug "im Auftrag" verkaufte (wurde in der Anzeige klar gekennzeichnet und auch von ihm im Telefonat eindeutig darauf hingewiesen) habe ich mir auch noch einen Kfz-Gutachter aus der Umgebung besorgt der mich bei der Besichtigung und Probefahrt begleitet. Da ich eher Laie bin was Autos angeht war ich froh um seine Expertise bzgl. möglicher Problempunkte am Auto oder unvollständiger Dokumentation.

Schließlich war der Tag der Besichtigung gekommen. Mit Flugzeug und Mietwagen bin ich vor Ort eingetroffen und wurde herzlich vom Händlerehepaar empfangen. Bereits am Telefon waren die beiden wirklich sehr nett und sympathisch und habe mir viele Bedenken genommen. Dennoch, bei solchen Geldbeträgen darf man sich darauf nicht verlassen und ich war froh als der sehr nette Gutachter eingetroffen ist (wer im Raum Berlin einen sucht kann ich ihn empfehlen: Kfz-Gutachter☑️ Dipl.-Ing. (FH) Fuchs ☑️ Berlin ▶️ 030 20846772 (https://ingbuero-fuchs.de) ).

Wir gingen die korrekte Dokumentation durch (scheckheftgepflegt, mit 3+2 Jahre Garantie und damit noch einer gültigen Garantie von einem Jahr), sahen uns das Auto genau an und machten eine kurze Probefahrt. Alles hat wunderbar gepasst und war wie im Inserat angegeben und auch der Gutachter hatte keinerlei Dinge die es zu beanstanden gab.  :applaus:

Damit war die Entscheidung getroffen und ich habe den Kauf bestätigt und das Geld bei einer Bank besorgt. Mit den Zulassungsdokumenten bin ich dann erleichtert am Abend heim nach München geflogen.  :-)

Die Tage danach habe ich die Zulassung vorgenommen und bin nocheinmal nach Berlin geflogen und diesmal mit dem ÖPNV zum Händler der mich am S-Bahnhof abgeholt hat. Vor Ort wurden meine Kennzeichen montiert und die Sommerreifen eingeladen (Winterreifen waren dabei und bereits montiert, was mich natürlich erfreut hat, da man in Bayern nicht ohne Winterreifen fahren will).
Und ich startete die Fahrt mit meinem neuen Toyota Auris Touring Sports Hybrid (nennen wir mal den offiziellen Namen, auch wenn ich ihn nicht mag) in der Executive-Ausstattung samt Panoramadach  ;D  mit knapp 52500km auf dem Zähler mit der ersten Fahrt auf der A9 zurück nach München.  :-)

Damit beginnt hier im Forum mein Dasein als Auris-Fahrer wo ich meine Erfahrungen wie schon beim Honda Jazz teilen werde.  ;)
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 09. März 2020, 16:48
Da meine Tochter wg Familienzuwachs schweren Herzens ihren geliebten JazzHybrid durch ein geräumigeres Fahrzeug ersetzen muss, ist sie unter ähnlichen Kriterien auf der Suche.
Und tatsächlich stellt sich nochmals heraus, was für ein geniales Fahrzeug der JazzHybrid ist. Außen kompakt und innen im Verhältnis richtig groß. Ein sehr angenehmer Hybridantrieb, lebendig, komfortabel und sparsam, richtig schwierig, etwas Entsprechendes zu finden.

Der Auris TS ist wg des Reboarders für das Kleinkind bzw das kommende Geschwisterchen bereits zu eng, der Corolla TS reicht dafür mit Mühe und Not :-(
Der 1,8 l-Toyota-HSD wirkte auf sie wie "Schlaftablette" im Vergleich zum Jazz, das Panoramadach vermisst sie schmerzlich. Will man das im Corolla TS haben, muss man die höchste Ausstattungsvariante und den 2,0 l-Motor nehmen :-(
Warum gibt's nicht einen JazzHybrid-Kombi??? Das ist die Frage aller Fragen in diesem Zusammenhang.  So verliert Honda eben seine hochzufriedenen Kund/-inn/-en, selbst schuld ...
Also nochmals ein Lob auf den JazzHybrid  :applaus:

Und @Andi_mit_i einen herzlichen Glückwunsch und stets gute Fahrt sowie Dank für den netten (Wechsel-)Bericht!
Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 09. März 2020, 20:44
Der 1,8 l-Toyota-HSD wirkte auf sie wie "Schlaftablette" im Vergleich zum Jazz, das Panoramadach vermisst sie schmerzlich. Will man das im Corolla TS haben, muss man die höchste Ausstattungsvariante und den 2,0 l-Motor nehmen :-(

Vom Fahrgefühl her kommt mir der Auris verglichen mit dem Jazz auch etwas "zäh" vor. Vermute aber, dass es an dem Pedalweg liegt der wohl besonders im Eco-Modus diesen Effekt erzeugt. Auch trägt dieses völlig entkoppelte Verhalten zwischen Gaspedal, Motorgeräusch und Beschleunigung dazu bei. Wenn man beherzter reintritt kommt man schon ganz gut vorwärts, nur will man das ja nicht unbedingt, weil das den Verbrauch hochtreibt.

Gestern bin ich zu meinen Eltern und habe die zu einer kleinen Runde in die Berge mitgenommen. Am Ende des Tages waren es gesamt etwas über 260km und der BC zeigte 4,0 L/100km an. Und das bei Temperaturen von maximal 10°C unter Tags und 0°C am Abend. Auch wenn ich noch nicht wirklich weiß wie groß die Abweichung vom Realverbrauch ist sieht das schon mal sehr gut aus. Mit dem Jazz wäre ich bei dieser Runde und mit drei Personen an Bord vermutlich nicht hingekommen. Das zeigt mir was das Toyota-HSD für Potential hat und was man mit dieser tollen Technik erreichen kann.  :applaus:
Bin schon gespannt was an warmen Tagen im Sommer möglich ist.  :-)

Zudem habe ich in Kufstein in Österreich für unglaubliche 1,09 EUR/L  Superbenzin vollgetankt. Kann mich nicht erinnern wann ich so günstig getankt habe. Im wenige Kilometer benachbarten Deutschland lagen die Preise gestern bei 1,30 EUR/L aufwärts.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: hungryeinstein am 09. März 2020, 20:47
Wenn das so weitergeht habe ich bald den einzigen Jazz Hybrid.
Drei abgegebene Fahrzeuge in nur einem halben Jahr, wenn einer auch unfreiwillig. :icon_nixweiss:
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: teilzeitstromer am 09. März 2020, 21:26
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Auto  :applaus:
und zur Problemlosen Abwicklung.

Dann haben wir ja bis auf die Farbe fast das gleiche Auto  :-)

Und für die Jahreszeit sind deine Verbräuche doch schon richtig gut.

Bei mir lügt der BC ziemlich konstant um etwa 0,3l/100km zu seinen Gunsten  ;)
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 10. März 2020, 13:45
@Andi_mit_i
Tolle Beobachtungen, die ich nur unterstreichen kann! Auch ich bin überzeugt, dass das entkoppelte Geschwindigkeits- und Drehzahlniveau ein wesentlicher Faktor der Wahrnehmung ist, der sich bemerkbar macht und auf Dauer völlig relativiert. Der Auris oder der Corollla 1,8 sind nominell in der Beschleunigung auf 100 km/h ca 1 sec schneller unterwegs ... aber was soll man gegen "gefühlt lahm" sagen? ;-)

Und sehr gute Fahrwerte,  ja, das HSD hat Potential, deswegen halte ich es auch  für so genial!  :applaus:

@hungryeinstein
Das mit dem freiwiligen Abgeben des JazzHybrid wäre im Sinne meiner Tochter zu korrigieren: freiwilllig gibt sie ihn nicht ab, sondern "notgedrungen" und sehr traurig, wobei sie sich auf den Familienzuwachs natürlich auch sehr freut! ;-)

Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Jorin am 11. März 2020, 05:57
Immer, wenn ich einen Auris als Ersatzwagen hatte, fiel mir dessen Lethargie auch auf. Trotz gleichem Antrieb ist der deutlich, wirklich spürbar lahmer als ein Prius 3. Sogar der Prius 4 fährt sich flotter und wacher. Ich glaube, der Auris ist einfach so. Das liegt nicht nur am entkoppelten Gefühl, denn das habe ich seit gut 11 Jahren immer.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: bgl-tom am 11. März 2020, 07:04
Vom Fahrgefühl her kommt mir der Auris verglichen mit dem Jazz auch etwas "zäh" vor. Vermute aber, dass es an dem Pedalweg liegt der wohl besonders im Eco-Modus diesen Effekt erzeugt.
Dieses Gefühl kenne ich, wenn ich einen Auris oder P4 als Werkstattersatzwagen fahre, während der Yaris zur Durchsicht ist.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 13. März 2020, 14:13
Mit den ersten wärmeren Tagen über 10°C sinken auch die Verbrauchswerte auf der täglichen Fahrt zur Arbeit weiter. Diese Woche habe ich eine BC4,2 l/100km hinbekommen. Es wird.  :-)

Mir gefällt zudem das Auto immer mehr. Ich lerne alles was geboten wird zu schätzen und lerne wohl auch langsam mit dem Antriebssystem umzugehen.

Was ich gegenüber dem Jazz-Hybrid schlechter finde:
- Anzahl an Ablagen vorne. Besonders der Becherhalter vorne links am Luftauslaß war perfekt gelegen.
- Die Größe des Autos, aber da kann der Auris letztendlich nichts dafür, dass er in einer Kategorie höher ist.
- Die Tachoanzeige war deutlich besser zu lesen, die Unterteilung besser. Der vom Auris geht bis zu einem völlig sinnlosen Geschwindigkeitswert, dafür gibt es keine klar sichtbare Marke für Tempo 50 was deutlich wichtiger wäre.

Was ist besser als beim Jazz:
- Fahrersitz. Deutlich bequemer und langstreckentauglicher.
- Parksensoren und Rückfahrkamera. Der Jazz ist zwar außen klein, aber so richtig ein Gefühl für die Ausmaße habe ich nie bekommen. Gerade vorne konnte ich immer sehr schlecht abschätzen wie weit er geht weil die Schnauze sehr kurz war und man vom Fahrersitz aus überhaupt nicht sehen konnte wo sie endet. Der Auris ist unhandlich, aber dank der Sensoren und Kamera einfacher einzuparken.
- Die LED Scheinwerfer geben eine hervorragende Ausleuchtung in der Nacht. Für mich ein deutlicher Sicherheitsgewinn. Der Fernlichtassistent ist soweit auch ganz brauchbar.
- Die Radioqualität des DAB-Radio ist recht gut, auch lässt sich ein USB-Stick mit viele Musikstücke deutlich angenehmer benutzen. Beim Jazz konnte man weder suchen noch einzelne Alben/Interpreten auswählen. Hier bietet das System deutlich mehr komfort. Klar, optimal ist es nicht, aber für mich schon ein deutlicher Fortschritt.
- Das schlüssellose Schließsystem ist sehr praktisch. Gerade wenn man die Hände voll hat vermisse ich es nicht nach dem Schlüssel in der Hosentasche zu kramen.

Was ich nicht verstehe ist, warum man den Schalter für den Parkassistenten links unter dem Lenkrad angeordnet hat, den für das ESP-System (wie auch immer es Toyota nennt) zwischen den Sitzheizungen. Umgekehrt würde das doch viel mehr Sinn machen, da man einen Parkassistenten wohl häufiger benutzt als das ESP-System ausschaltet.

Die ersten Bergabfahrten mit der "B"-Stufe haben auch gut funktioniert. Bin mal gespannt wenn ich erstmals ein längeres sehr steiles Stück in den Bergen abfahren.

Insgesamt bin ich jedenfalls schon sehr zufrieden.

Frage: Kann man irgendwie die Zeit, welche die Innenbeleuchtung nach dem Ausschalten des Systems/Motor noch brennt etwas verlängern? Mir ist das etwas zu kurz solange ich meine Sachen vor dem Aussteigen zusammenkrame.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: teilzeitstromer am 13. März 2020, 21:52
Programmierbare Funktionen (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,5703.msg89204.html#msg89204)

Zitat
Zeit bis zum Erlöschen der Innenbeleuchung
Standard: 15 sek.
Individuell: 7,5 sek.; 30 sek.
(Je nach Ausstattung auch über Menü möglich)

Bei meinem wird die Einstellung im Menü nicht angezeigt.
Dann wirst du es wohl beim Händler machen lassen müssen.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 13. März 2020, 23:02
Programmierbare Funktionen (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,5703.msg89204.html#msg89204)

Bei meinem wird die Einstellung im Menü nicht angezeigt.
Dann wirst du es wohl beim Händler machen lassen müssen.

Ich habe auch nichts im Menü gefunden. Verstehe ich gar nicht wieso man sowas nicht dem Kunden überlässt. Das ist wirklich eine harmlose Einstellung... Naja, dann halt das nächste Mal beim Händler.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: juger am 14. März 2020, 15:31
Fahre öfters meinen Auris in Power Modus, er fährt schon anders (los) und ich habe Gefühl ein 'normaes' Auto zu steuern. Auf Gas trete ich doch moderat, so wirklich mehr Verbrach habe ich nicht festgestellt.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: xose am 14. März 2020, 18:56
bgl-tom
 Dieses Gefühl kenne ich, wenn ich einen Auris oder P4 als Werkstattersatzwagen fahre, während der Yaris zur Durchsicht ist.

Das Gefühl, die eigene Intuition, kann stimmen - oder auch nicht. ;)

https://www.adac.de/_ext/itr/tests/autotest/at4918_toyota_auris_1_8_hybrid_life/toyota_auris_1_8_hybrid_life.pdf
Toyota Prius: 100.000-Kilometer-Dauertest - autobild.de (https://www.autobild.de/artikel/toyota-prius-100.000-kilometer-dauertest-15449975.html)
https://www.adac.de/_ext/itr/tests/autotest/AT5695_Toyota_Yaris_1_5_Hybrid_Comfort/Toyota_Yaris_1_5_Hybrid_Comfort.pdf
xose
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 29. März 2020, 22:39
Mittlerweile habe ich meinen Auris einen Monat. Langsam gewöhne ich mich an den Umstieg und fühle mich immer heimischer. Durch die Corona-Krise bin ich seit 2 Wochen im Homeoffice und fahre daher kaum mehr mit dem Auto. Normalerweise kommen durch die täglichen Fahrten zur Arbeit (fast 50km hin und zurück) und Fahrten zum Sport oder in die Berge zum Wandern einige Kilometer zusammen. Aber zur Zeit sind es fast keine Kilometer. Einzig ein Großeinkauf für mich und meine Eltern und die Fahrt um den Einkauf vorbeizubringen (45km einfach) sind angefallen. Aber bei den letzten Fahrten und Temperaturen über 10°C bin ich dann doch auf einen BC von etwas über vier gekommen, sehr ermutigend. Es ist mindestens so gut wie mit dem Jazz nach vielen Jahren Fahrerfahrung. Bin gespannt wie weit ich den Auris noch runterbekommen werden.

Zusammen mit den ganzen Parksensoren und der Rückfahrkamera komme ich auch immer besser mit den doch größeren Ausmaßen zurecht. Der Sitzkomfort und die Langstreckentauglichkeit ist jedenfalls deutlich höher als beim Jazz, der große Kofferraum sehr angenehm. Bei den Fahrten zu meinen letzten Eishockeytrainings vor dem vorzeitigen Saisonende war jedenfalls der Platz im Kofferraum angenehm groß. Auch bei einer Bergwanderung mit Freunden war der große Kofferraum sehr praktisch, man musste nicht platzsparend die Rucksäcke verstauen.

Ich schaue nach wie vor regelmäßig bei Autoscout und Mobile rein und stelle fest, was für ein gutes Angebot ich genutzt habe. Ein vergleichbares Auto mit der Ausstattung und zusätzlich noch gültiger Garantie und einen Satz Winterreifen ist zu diesem Preis nicht zu bekommen. Ähnliche Fahrzeuge sind in der Regel mehrere tausend Euro teurer.   :-)
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: KSR1 am 30. März 2020, 23:01
Danke, ich verfolge das mit Interesse.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 31. März 2020, 21:38
Im Honda-Jazz-Thread habe ich den Tipp mit dem Thread im Priusforum bekommen:

Das mit dem Jazz tut mir leid. :mst:
"Die besten Tipps", tja.
Es ist schon so, daß sich die Modelle unterscheiden. Aber viele allgemeingültige Tipps wie flotte Kurvenfahrt, Grillblocking usw.: 3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760) Der Threadersteller fuhr einen Prius 3, aber ohne vielfältige Beteiligung wäre es nicht zu ca. 2500 Beiträgen gekommen. ;) Wenn Du die Zeit hast, wirst Du dort vermutlich 2000 Beiträge lesen, die Dich nicht interessieren, aber ich fand es damals spannend und hatte mich mit dem Prius 2 beteiligt, mit dem ich ein Jahr mal konsequent gefahren bin und den Normverbrauch von 4,3l/100km knapp geschafft hatte: Benzinverbrauch: Toyota - Prius - Prius II, NHW20 - Spritmonitor.de (https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/432516.html?period=on&sdate=01.01.2014&edate=31.12.2014) .

LG
Klaus
Honda Jazz Hybrid - Erfahrungen aus der Praxis (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,1509.msg154903.html#msg154903)

Vielen Dank für diesen Link. In den vergangenen Wochen habe ich mich durch den ganzen langen Thread durchgearbeitet, etliches nur überflogen aber auch einiges begierig aufgenommen. Denke mal, wie man theoretisch einen Toyota HSD spritsparend fährt habe ich einigermaßen begriffen. Jetzt geht es darum das "gelernte" in der Praxis umzusetzen.

Der Thread ist auf jedem Fall interessant, aber leider gehen viele richtig gute Infos etwas unter. Ich habe während dem durchlesen mir einige für den Auris interessante Beiträge rausgeholt. Die sollte man sich auf jedem Fall durchlesen wenn man was lernen will.

Auch ein Dankeschön an die jeweiligen Beitragschreiber dort die so ihr Wissen und die Erfahrung weitergeben!

Warmlaufvorgang Auris:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=450#248434)

Verbrauch Auris:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=450#248461)

Erfahrungen Auris:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=480#248561)

Bergfahrten:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=780#262277)

Akkuladezustandsanzeige:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=825#263568)

Super Highway Mode:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=1260#286829)

Optimiertes Fahren, Spritspartipps HSD:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=1275#286887)
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=2040#331562)
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=2055#331699)
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=2055#331700)
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=2115#336825)
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=2190#339884)

Statistiken:
3,8 Liter/100km, d.h. besser als der Normverbrauch - PRIUSforum (http://www.priusfreunde.de/portal/index.php?option=com_kunena&Itemid=117&func=view&catid=28&id=189760&limit=15&limitstart=2130#337522)
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Negus am 01. April 2020, 11:20
Fahre öfters meinen Auris in Power Modus, er fährt schon anders (los) und ich habe Gefühl ein 'normaes' Auto zu steuern.

Ich fahre mit meinem Yaris HSD im ECO. Beim Beschleunigen gehe ich eher grobmotorisch mit dem Gaspedal um, deshalb merke ich keinen Unterschied. Der Cargraf besitzt einen Auris Hybrid und führt ein Tagebuch (nicht wörtlich nehmen) auf Youtube. In einem Video hat er auch die Beschleunigungszeiten im ECO- und Powermodus gemessen. Ein Unterschied war nicht vorhanden, wahrscheinlich auf Grund von Meßtoleranzen war er im ECO-Modus sogar einen Hauch schneller.http://www.youtube.com/watch?v=fxNoqen4zPM&list=PLe8msfVrKBPditgXHvK0V1GR-92RiRRv7&index=20&t=0s
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: juger am 01. April 2020, 12:53
vor Auris habe ich 4 Jahre Yaris gefahren und finde die Modi ziemlich unterschiedlich funktionieren. Auch nutze ich im Auris EV-Mode öfter, mit Yaris konnte ich aus dem Hof im Normalmode ohne Verbrenner rausfahren, Auris schaltet den Benzinmotor auf gleicher Strecke aber ein (auch wenn Batterie gleich so viel zeigt).
Ein Toyota Mechaniker meinte, Powermode im Auris ist 'normal Auto' - Normal und Eco Modi reduzieren die Leistung. :-/
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 01. April 2020, 13:53
Ich fahre mit meinem Yaris HSD im ECO. Beim Beschleunigen gehe ich eher grobmotorisch mit dem Gaspedal um, deshalb merke ich keinen Unterschied. Der Cargraf besitzt einen Auris Hybrid und führt ein Tagebuch (nicht wörtlich nehmen) auf Youtube. In einem Video hat er auch die Beschleunigungszeiten im ECO- und Powermodus gemessen. Ein Unterschied war nicht vorhanden, wahrscheinlich auf Grund von Meßtoleranzen war er im ECO-Modus sogar einen Hauch schneller.http://www.youtube.com/watch?v=fxNoqen4zPM&list=PLe8msfVrKBPditgXHvK0V1GR-92RiRRv7&index=20&t=0s

Wenn man das Gaspedal voll durchtritt macht es keinen Sinn im ECO- oder Normal-Modus weniger Leistung abzugeben als was möglich ist. Voll durchtreten bedeutet in diesen Modi auf jedem Fall eher ein Notfall wo man die Power braucht (Überholvorgang, AB-Auffahrt). Alles andere wäre fahrlässig gefährlich! Daher ist es logisch dass sich der Vollgasfall nicht vom Power-Modus unterscheidet.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 01. April 2020, 17:43
@Andi_mit_i

Was für eine beeindruckende Fleißarbeit, alle Achtung! :applaus:

Du machst aus dem Sparhobby eine echte Wissenschaft! Bin gespannt, zu welchen Spar-Leistungen Du Dein neues Wunderauto noch bringen wirst?! :-D

Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Francek am 01. April 2020, 17:51
Ein Toyota Mechaniker meinte, Powermode im Auris ist 'normal Auto' - Normal und Eco Modi reduzieren die Leistung. :-/

 
Diese Aussage steht im Widerspruch zu den mir bekannten Aussagen von Toyota zum HSD der 3. Generation. Der Eco-Modus -und nur dieser- beschränkt demnach lediglich die maximale Inverter-Spannung. Damit steht im Hochgeschwindigkeitsbereich, wo die Gegeninduktion aus MG2 aufgrund der hohen Drehzahlen hoch ist, etwas weniger Leistung zur Verfügung. Aber auch nur dort und auch nur im Eco-Modus. Bei normalen Fahrgeschwindigkeiten bis hin zur moderaten Autobahngeschwindigkeit wären damit alle drei Modi bzgl. ihrer maximalen Leistungsentfaltung identisch, im Hochgeschwindigkeitsbereich zumindest noch "normal" und "Power". Dass man das Pedal hierfür unterschiedlich treten muss, steht auf einem anderen Blatt.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 01. April 2020, 19:27
@Andi_mit_i

Was für eine beeindruckende Fleißarbeit, alle Achtung! :applaus:

Du machst aus dem Sparhobby eine echte Wissenschaft! Bin gespannt, zu welchen Spar-Leistungen Du Dein neues Wunderauto noch bringen wirst?! :-D

Gruß!
JoAHa

Was ich da in diesem langen Thread bei Priusfreunde so gelesen habe gibt es da ganz andere Kaliber bzgl. Spritsparen und Wissenschaft.  ;D

Aber ein großer Unterschied zwischen Jazz-Hybrid und Auris-Hybrid ist, dass man gut beschleunigen soll um möglichst spritsparend zu fahren. Beim Jazz habe ich niedrige Verbräuche nur durch ganz sanftes Beschleunigen hinbekommen. Am Anfang tu ich mir da jetzt noch etwas schwer, irgendwas sträubt sich bei mir gegen stärkeres Beschleunigen.  ;D

Bin jedenfalls auch gespannt was man aus dem Toyota-System rausholen kann. Zumal das Auto ja auch größer und schwerer ist.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: KSR1 am 01. April 2020, 21:50
Diese Aussage steht im Widerspruch zu den mir bekannten Aussagen von Toyota zum HSD der 3. Generation. Der Eco-Modus -und nur dieser- beschränkt demnach lediglich die maximale Inverter-Spannung.
So ist es, 500V statt 650V. Danke für die Ausführung, kannte ich so nicht oder habe es wieder vergessen.
Was ich da in diesem langen Thread bei Priusfreunde so gelesen habe gibt es da ganz andere Kaliber bzgl. Spritsparen und Wissenschaft.  ;D

Aber ein großer Unterschied zwischen Jazz-Hybrid und Auris-Hybrid ist, dass man gut beschleunigen soll um möglichst spritsparend zu fahren. Beim Jazz habe ich niedrige Verbräuche nur durch ganz sanftes Beschleunigen hinbekommen. Am Anfang tu ich mir da jetzt noch etwas schwer, irgendwas sträubt sich bei mir gegen stärkeres Beschleunigen.  ;D

Bin jedenfalls auch gespannt was man aus dem Toyota-System rausholen kann. Zumal das Auto ja auch größer und schwerer ist.
Abwarten, wie sich das bei Dir mit den Spar-Ambitionen entwickelt. ;)
Beim HSD ist die Drosselklappe eh meistens weitgehend offen. Und was ich immer sage: es gibt keine Vollastanreicherung. :icon_blah: Trotzdem würde ich nicht "pedal to the metal" beschleunigen. Vielleicht interessant: Wirkungsgrad – Prius Wiki (http://www.priuswiki.de/index.php?title=Wirkungsgrad)
Wie schwer ist Dein TS?
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: juger am 02. April 2020, 23:08
@ Francek, vielleicht  könntest du erklären wie funktioniert dann Power mode, Auris ist in PWR spürbar anders, schon beim Losfahren
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Francek am 03. April 2020, 06:41
Natürlich läuft er in PWR spürbar anders. Allerdings bezieht sich der Unterschied nicht auf die verfügbare Maximalleistung, sondern auf das Ansprechverhalten im Teillastbereich und bei Lastwechseln. Hier wird einerseist durch eine andere Pedalkennlinie Agilität vorgetäuscht, andererseits durch schnelleres Zuschalten sowie verstärktes Bereithalten des jeweils komplementären Antriebsteils auch tatsächlich zusätzliche Agilität vorgehalten: Im Verbrennerbetrieb wird der "elektrische Turbo", also die elektrische Unterstützung früher und stärker hinzugezogen, umgekehrt geht der Verbrenner seltener aus und wird generell auf höheren Drehzahlen gehalten, so dass bei Lastwechseln der verbrennungsmotorische Leistungsaufbau zügiger vonstatten geht.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 07. April 2020, 10:55
Was mir in den letzten Wochen, in denen ich kaum fahre und das Auto nur am Straßenrand geparkt ist, auffällt, die Bremsscheiben verrosten deutlich weniger/langsamer als beim Jazz. Es ist zwar im Moment sehr trocken, aber beim Jazz war bereits nach 2-3 Tagen Pause schon eine ordentliche Rostschicht und beim Losfahren ein ordentliches knacken und starke Schleifegeräusche bei den ersten Bremsvorgängen. Scheinbar sind die Scheiben beim Auris deutlich bessere Qualität.  :applaus:
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 08. April 2020, 23:23
Heute bei schönen warmen Frühsommerwetter Einkäufe für mich und meine Eltern erledigt und die Einkäufe zu ihnen gefahren. Insgesamt 100km Strecke und am Ende eine BC3,9. So gefällt mir das schon gut. Dabei habe ich zuerst zwei Kurzstrecken zum Supermarkt zurücklegen müssen (jeweils 1-1,5km) bei denen der Flammenwerfermodus aktiv war, der trotz 20°C unschöne BC9,x nach 2,5km zurückgelassen hat die ich dann auf den ersten 50km zu meinen Eltern abarbeiten musste. Am Ende eine gerade so BC3,9 bei der Ankunft. Abends dann bei der Rückfahrt (bei dann 10°C) eine ebenso knappe BC3,9.  :applaus:
Nach 350km seit dem letzten Tanken ist jedenfalls eine BC4,0 drauf. Da ich momentan recht wenig fahre bin ich mal gespannt wann ich das nächste Mal tanke, mit der Restkilometeranzeige würde ich aktuell auf 970km kommen. Was diese Anzeige wirklich wert ist sehe ich noch. Beim Jazz wurde zuerst recht viel angezeigt, was dann am Ende ziemlich dahingeschmolzen ist bevor die Tankwarnung angegangen ist. Allerdings konnte man bei einer Restanzeige von 0km auch noch 100-150km fahren...

Experimentiert habe ich mal den Leerlauf über ein Schalten auf N unter 70km/h. Das gefällt mir sehr gut, dass man mit dem Toyota HSD mal wirklich rollen kann ohne jeglicher Energieverschwendung. Sowas habe ich bisher überall vermisst. Einzig der 3L-Audi A2 hatte sowas seinerzeit. Da ist gerollt nachdem man vom Gaspedal gegangen ist. Erst als man die Bremse leicht betätigt hat hat der Computer wieder eingekuppelt und mit Motorbremse gearbeitet. Fand ich eine noch schönere Lösung.
Aber das bewusste rollen dürfte auf bekannten Strecken sehr viel bringen. :-)

Spritsparpotential am habe ich am Auto jedenfalls eh noch. Zum einen sind jetzt noch die Winterreifen drauf und die habe ich glaube ich nur mit 2,5bar aufgepumpt. Wenn ich auf Sommerreifen gehe werde ich vermutlich auch mal den Druck erhöhen, auch wenn die breiteren Sommerreifen nicht gerade zum Spritsparen gemacht sind.
Außerdem wurde bei mir bei der letzten Inspektion 5W30-Motoröl eingefüllt, da achte ich bei der nächsten Inspektion dass ich 0W20 bekomme. Gegebenenfalls kaufe ich das Öl selber.
Auch ist das Kühlerblocking natürlich ein Thema nachdem ich mich eingelesen habe. Aber dazu muss ich mich vorher um einen OBD-Stecker und den Hybridassistent kümmern. Da ich Sommer wie Winter in die Berge fahre will ich genau wissen was die Kühlwassertemperatur macht.

Ich fühle mich jedenfalls im Auto immer wohler. Und die LED-Scheinwerfer sind echt top wenn es dunkel ist. Auch habe ich mich mit dem schlüssellosen ein- und aussteigen anfreunden können. :-)
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: KSR1 am 09. April 2020, 15:07
Am Ende eine gerade so BC3,9 bei der Ankunft. Abends dann bei der Rückfahrt (bei dann 10°C) eine ebenso knappe BC3,9.  :applaus:
Nach 350km seit dem letzten Tanken ist jedenfalls eine BC4,0 drauf. Da ich momentan recht wenig fahre bin ich mal gespannt wann ich das nächste Mal tanke, mit der Restkilometeranzeige würde ich aktuell auf 970km kommen. Was diese Anzeige wirklich wert ist sehe ich noch. 
Da der Auris TS dem Prius und CT200h einige Gemeinsamkeiten hat wage ich die kühne Prognose: das Delta zwischen BC-Anzeige und echtem Schnitt wird bei 7% liegen. Auch wenn außer mir (und alupo) niemand in Prozenten rechnen mag: ich denke bei BC 4,0l/100km wirst Du dann bei *Trommelwirbel* 4,3l/100km landen, gerundet. BC5,0 würde gerundet schon 5,4 entsprechen. Daraus resultierenden Meldungen in Foren "der BC schwindelt irgendwo zwischen 0,2 Litern und 0,4 Litern". Eigentlich kein Hexenwerk...
Bei Restreichweite Null wurden in dem Thread zum Prius 3 wie schon mit dem 2 im gelben Forum teilweise noch über 150km gefahren. Ich traue mich das mit dem CT nicht, tanke unter 100km+. Aber bisher war mein Maximum auch 37,5 Liter, die ich getankt habe. Ich meine ich hätte gut über 40 Liter Tankvolumen, aber da bin ich nicht sicher.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: MGLX am 09. April 2020, 20:03
Bei 60km unter 0 Restreichweite wurde ich auch langsam feige und unser Forenchef @Jorin ist auch schon mal mit leerem Tank liegen geblieben, wenn ich mich richtig entsinne ;D
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: teilzeitstromer am 09. April 2020, 21:55
Der Flammenwerfermodus haut halt immer rein, da kann man nicht viel machen.
Mit Winterreifen komme ich auch nicht unter die 3,9l/100km nach BC. Das wird mit Sommerreifen aber besser.
Taste dich langsam an die Restreichweite ran, ich habe diesen Winter ein paar mal geschwitzt weil ich von Sommerverhältnissen ausgegangen war. Da wurde es dann enger als ich wollte. Aber auch da hilft der Hybrid Assistant. Da gibt es die Anzeige des Tankinhalts in Litern  :-)

Aber das bewusste rollen dürfte auf bekannten Strecken sehr viel bringen. :-)
Rollen lassen bring generell was.

Spritsparpotential am habe ich am Auto jedenfalls eh noch. Zum einen sind jetzt noch die Winterreifen drauf und die habe ich glaube ich nur mit 2,5bar aufgepumpt. Wenn ich auf Sommerreifen gehe werde ich vermutlich auch mal den Druck erhöhen, auch wenn die breiteren Sommerreifen nicht gerade zum Spritsparen gemacht sind.
Bei mehr als 2,6 bar fangen die Winterreifen an sich in der Mitte mehr abzufahren. Da ist vom Druck her nicht mehr viel zu holen.
Die Sommerreifen kannst du auf mindestens 2,8bar aufpumpen. Ich hatte dann immer noch das Problem, dass sich die Außenseiten auf der Vorderachse mehr abfahren. Das kommt davon wenn man vor Kurven wenig bremst.  :icon_daumendreh2:

Außerdem wurde bei mir bei der letzten Inspektion 5W30-Motoröl eingefüllt, da achte ich bei der nächsten Inspektion dass ich 0W20 bekomme. Gegebenenfalls kaufe ich das Öl selber.
5W30 machen die Werkstätten halt rein wenn man nix sagt.

Auch ist das Kühlerblocking natürlich ein Thema nachdem ich mich eingelesen habe. Aber dazu muss ich mich vorher um einen OBD-Stecker und den Hybridassistent kümmern. Da ich Sommer wie Winter in die Berge fahre will ich genau wissen was die Kühlwassertemperatur macht.
Der Sommer ist die perfekte Zeit um sich ans Grillblocking ranzutasten. Immer ein bisschen zumachen und sehen wie es sich verhält.
Ich fahre mittlerweile im Sommer dauerhaft mit ca. halb geschlossenen unteren Kühlergrill. Im Winter dann komplett zu.

Ich fühle mich jedenfalls im Auto immer wohler. Und die LED-Scheinwerfer sind echt top wenn es dunkel ist. Auch habe ich mich mit dem schlüssellosen ein- und aussteigen anfreunden können. :-)
Schön das du dich mit dem Auto wohlfühlst. Die LED-Scheinwerfer sind schon gut, aber dann fahr besser nicht den Corolla Probe  ;)
An das Keyless System kann man sich echt gewöhnen. Beim Firmenwagen stecke ich mittlerweile aus Reflex den Schlüssel in die Tasche und muss ihn dann wieder hervorkramen.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 10. April 2020, 00:47
Der Flammenwerfermodus haut halt immer rein, da kann man nicht viel machen.

Im normalen nicht-Corona-Alltag würde ich solche Fahrten auch nicht machen, da kaufe ich wöchtenlich auf der Heimfahrt von der Arbeit ein, da ist der Motor dann noch warm wenn ich dann den letzten Kilometer nach Hause fahre. Nur momentan bekomme ich das nicht anders hin. Da muss ich leider das Benzin verheizen.

Mit Winterreifen komme ich auch nicht unter die 3,9l/100km nach BC. Das wird mit Sommerreifen aber besser.

Heute war ich noch nach Feierabend auf einer kleinen Bergwanderung (meine Bergsucht musste gestillt werden  ::) ). Nach ca. 100km hin und zurück hatte ich eine 3,8 L/100km nach BC.  ;D
Hin waren es 4,2 L/100km (Autobahn und generell Höhenunterschied) und zurück 3,4 L/100km (etwas länger, dafür nur Landstraße und Stadt mit Tempo 30/50). Es wird jedenfalls und am rollen finde ich immer mehr Spaß. Ich bin auch beim Jazz-Hybrid immer wieder mal auf N gegangen und hab das Auto rollen lassen. Bei hohen Geschwindigkeiten konnte man so auch den Verbrauch optimieren, auch wenn der Motor bei dem immer im Leerlauf sinnlos weitergerödelt hat.

Taste dich langsam an die Restreichweite ran, ich habe diesen Winter ein paar mal geschwitzt weil ich von Sommerverhältnissen ausgegangen war. Da wurde es dann enger als ich wollte. Aber auch da hilft der Hybrid Assistant. Da gibt es die Anzeige des Tankinhalts in Litern  :-)

Ich habe eigentlich nicht den Ehrgeiz das auszutesten, in der Regel tanke ich (zumindest in einem normalen Sommer) immer so, dass ich auf meinen regelmäßigen Bergtouren in Österreich voll tanke. Da ist es deutlich günstiger und ich komme eh durch. Geht es vorher aus tanke ich immer so viel, dass ich gut zur Tour komme.

Rollen lassen bring generell was.
Bei mehr als 2,6 bar fangen die Winterreifen an sich in der Mitte mehr abzufahren. Da ist vom Druck her nicht mehr viel zu holen.
Die Sommerreifen kannst du auf mindestens 2,8bar aufpumpen. Ich hatte dann immer noch das Problem, dass sich die Außenseiten auf der Vorderachse mehr abfahren. Das kommt davon wenn man vor Kurven wenig bremst.  :icon_daumendreh2:

Danke für den Hinweis mit dem Druck der WR. Ich tausche schon seit vielen Jahren bei jedem Wechsel die Vorder- und Hinterreifen um die Abnutzung gleichmäßiger hinzubekommen. Davor hatte ich auch immer einen stärker abgefahrenen Satz.

5W30 machen die Werkstätten halt rein wenn man nix sagt.

Schon komisch. Ich habe ja auch die ganzen Beiträge und Diskussionen zu diesem Thema in diversen Foren gelesen. Wenn man es weiß, dann regelt man das vorher.

Der Sommer ist die perfekte Zeit um sich ans Grillblocking ranzutasten. Immer ein bisschen zumachen und sehen wie es sich verhält.
Ich fahre mittlerweile im Sommer dauerhaft mit ca. halb geschlossenen unteren Kühlergrill. Im Winter dann komplett zu.

Erstmal diesen OBD-Stecker und Hybrid Assistent besorgen und dann brauche ich auch eine Handyhalterung. Nur da siehts im Auris etwas schwierig aus wo man das Handy sinnvoll hinbekommt.
Bei dem OBD-Stecker muss ich mich aber zuerst noch in den Foren einlesen welche es gibt und welche was bringen. Es gibt ja welche mit WLAN, das wäre mir lieber da ich Bluetooth im Handy deaktiviert habe und eigentlich keine Lust habe noch einen weiteren Energieverbraucher anzuschalten. Und jedesmal vor der Autofahret BT anschalten und danach wieder ausschalten tu ich mir nicht an. WLAN ist aber immer an und wenn der Stecker genauso gut ist wäre das für mich eine sinnvolle Alternative. Aber erstmal informieren was Sinn macht.

Schön das du dich mit dem Auto wohlfühlst. Die LED-Scheinwerfer sind schon gut, aber dann fahr besser nicht den Corolla Probe  ;)

Ich hatte mal einen Opel Insignia mit Matrix-Licht als Leihwagen. Das war auch ein sehr feines System. Aber bin dennoch sehr zufrieden mit dem was die Auris-LEDs schaffen. Gegenüber den Hybrid-Jazz ein große Upgrade. Auch bin ich mit dem Fernlichtassistent zufrieden. In der Regel ist er schneller als. ;)
Mir ist gestern aber ein komisches Verhalten damit aufgefallen. Sobald man die Schaltung auf N stellt und rollt geht das Fernlicht wieder aus. Legt man wieder D ein geht es wieder an. Damit hat der Fernlichtassistentenprogrammierer wohl nicht gerechnet dass Fahrer während der Fahrt auf N schalten...  ::)

An das Keyless System kann man sich echt gewöhnen. Beim Firmenwagen stecke ich mittlerweile aus Reflex den Schlüssel in die Tasche und muss ihn dann wieder hervorkramen.

Ich finde es superpraktisch wenn ich auf Bergtouren bin. Ich kann den Schlüssel bereits im Rucksack verstauen und danach dann absperren. Wenn ich von der Tour komme kann ich gleich den Kofferraum aufmachen ohne dass ich den Rucksack abstelle und den Schlüssel suche. Die netten Spielereien verwöhnen einem immer mehr. Und mit jedem neuen Auto braucht man diese ganzen kleinen Helferlein... es wird immer schwieriger und teurer. :-[
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: N1301 am 10. April 2020, 09:22
....Und jedesmal vor der Autofahret BT anschalten und danach wieder ausschalten tu ich mir nicht an....
Brauchst Du BT nicht für die Freisprecheinrichtung?
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: KSR1 am 10. April 2020, 14:52
Bei 60km unter 0 Restreichweite wurde ich auch langsam feige und unser Forenchef @Jorin ist auch schon mal mit leerem Tank liegen geblieben, wenn ich mich richtig entsinne ;D
Ich werde nervös sobald bei mir die orange Warnleuchte angeht. Also vor RRW=0.
Jorin war in Gedanken: der P2 vorher hatte 45 Liter im Tank, der P4 nur noch 43 Liter. Er kannte seinen Verbrauch und hat die falsche tatsächliche Reichweite angenommen, weil eben 2 Liter Vorrat in der Kalkulation gefehlt haben. Ärgerlich, aber kommt in den besten Häusern vor, wie man gesehen hat.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 10. April 2020, 15:07
Warum machst Du Dir überhaupt die Mühe mit dem in N schalten?
Wenn Du das System kennst und eingermaßen feinmotorisch fit bist, kannst Du auch mit dem Gaspedal so einfühlsam umgehen, dass Du im Roll-Modus fährst, ohne andauernd diese "Zauberei" mit Hin- und Herschalten zu veranstalten.
Probier' doch einfach mal aus, ob sich das wirklich lohnt? Wg 0,0x l/100 km würde ich mir das nicht antun.

Und was den Reifendruck angeht, würde ich auch erst mal ausprobieren, wieviel härter sich das Fahrverhalten anfühlt und ob die ohnehin schon mit den breiteren Reifen verbundene Komforteinbuße noch durch höheren Druck (sowie damit einhergehende stärkere Beanspruchung des Fahrwerks) gesteigert werden muss, nur um ein kleines bisschen Verbrauchseinsparung zu erreichen?

Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 10. April 2020, 16:54
....Und jedesmal vor der Autofahret BT anschalten und danach wieder ausschalten tu ich mir nicht an....
Brauchst Du BT nicht für die Freisprecheinrichtung?


Ich bin ein Gegner von Telefonate des Fahrers während der Fahrt, da es nicht für die Verkehrssicherheit förderlich ist. So wichtig ist kein Telefonat dass es während der Fahrt stattfinden muss.

Warum machst Du Dir überhaupt die Mühe mit dem in N schalten?
Wenn Du das System kennst und eingermaßen feinmotorisch fit bist, kannst Du auch mit dem Gaspedal so einfühlsam umgehen, dass Du im Roll-Modus fährst, ohne andauernd diese "Zauberei" mit Hin- und Herschalten zu veranstalten.
Probier' doch einfach mal aus, ob sich das wirklich lohnt? Wg 0,0x l/100 km würde ich mir das nicht antun.

Ich hab es schon gesehen, dass man das auch irgendwie mit dem Fuß hinbekommt. Aber ich bin scheinbar nicht feinfühlig genug um das regelmäßig und ohne Anzeige hinzubekommen. Und in der Regel habe ich nicht die Energieflußanzeige im Display. Da geht es einfacher auf N zu gehen, dass kann man blind machen und die rechte Hand muss ja eh sonst nichts machen.
Aber vielleicht lerne ich ja noch über die nächsten Monate/Jahre das auch mit dem Fuß blind hinzubekommen.


Und was den Reifendruck angeht, würde ich auch erst mal ausprobieren, wieviel härter sich das Fahrverhalten anfühlt und ob die ohnehin schon mit den breiteren Reifen verbundene Komforteinbuße noch durch höheren Druck (sowie damit einhergehende stärkere Beanspruchung des Fahrwerks) gesteigert werden muss, nur um ein kleines bisschen Verbrauchseinsparung zu erreichen?

Gruß!
JoAHa

Das muss ich dann mal sehen wenn ich soweit bin.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 11. April 2020, 14:55
Du wirst es nach und nach lernen und ins Gefühl kriegen! Bin ich fast sicher!

Selbst meine Frau, die den Verbrauch ursprünglich gar nicht im Focus hatte, ist eine richtige Verbrauchsfetischisten geworden, und unser alter Prius wurde immer sparsamer über die Jahre - vermutlich, weil Fahrer/-in und System immer besser aufeinander eingespielt waren ;-)

Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Jorin am 12. April 2020, 07:48
Ich muss jetzt mal ganz doof fragen: Wieso muss hier BT immer wieder bei Beginn der Fahrt aktiviert werden?
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: TecMar am 12. April 2020, 08:09
Er meint am Handy, mich hat es aber auch immer genervt Bluetooth manuell anzuschalten.. Mittlerweile gibt es aber bei Android zb. Eine Funktion die deine GPS Ortung überwacht und man kann sagen bei verlassen des Hauses/Arbeit ect. Bluetooth an oder Abschalten ect.. Braucht zwar eine Minute bis es das tut aber funktioniert. Mich stört es eher das trotz verbundenem Handy die Musik nicht automatisch gestartet wird obwohl im Radio der Titel ect. Angezeigt.. Dann lädt er dauerhaft und es kommt nix.. Muss dann immer am Handy auf Play drücken damit das Radio das checkt.. Auch die Suche klappt mal und mal nicht.. Bei Amazon zb. Gibt's gar keine Suche und beim Standard Player schon aber die Klappt nur Sporadisch am Radio...

Naja das Thema hatten wir ja schon zu genüge.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Jorin am 12. April 2020, 16:49
Ach so. Hatte mich schon gewundert, wieso der Auris immer das Telefon verliert.  ;D

Ich hab BT immer an...
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 18. April 2020, 21:49
Hab mir heute eine neue Dashcam in meinen Auris verbaut. Nachdem es zuviele Verkehrsteilnehmer gibt die meinen dass die Regeln nur eine Empfehung sind ist es mir wichtig einen zuverlässigen Zeugen an Bord zu haben der mir genau zeigt wie der Verkehr vor und während eines Unfalls unterwegs war.

Habe mich für die Vantrue S1 entschieden da mir die Bildqualität sehr wichtig ist.
VANTRUE: High-end Dash Cam for Your Drive (https://vantrue.net/Goods/detail/gid/68.html)

Ich habe sie rechts von dem Kasten mit den Sicherheitssensoren an die Windschutzscheibe montiert. Vom Fahrersitz ist sie nicht sichtbar und verdeckt somit auch nichts vom Sichtfeld, das im Vergleich mit dem Honda Jazz schon relativ bescheidene Dimensionen hat.

Positiv erstaunt war ich, dass man beim Auris relativ einfach und ohne Beschädigungen die meisten Abdeckungen wegbekommen oder zumindest wegbiegen kann um die Kabel dahinter verlegen zu können. Das nervigste sind die drei Plastikstecknieten (oder wie die Dinger auch heißen) die den Dachhimmel am Kofferaum festhalten. Bei denen hilft wohl nur Gewalt und Hoffen dass sie nicht so kaputt sind dass sie danach wieder so fest stecken um den Dachhimmel festzuhalten. Momentan zapfe ich den Strom vom Steck an den Rücksitzen ab. Mal sehen ob ich das noch sauberer mache und statt den Stecker alles in der Konsole sauber verdrahte. War heute aber zu faul um da noch mehr zu machen. Für den Moment reicht es und nachdem der Stecker eine zusätzliche USB-Buchse hat letztendlich sogar ein Mehrwert für die Mitfahrer.

Habe danach noch eine Testfahrt gemacht um zu sehen wie die Bildqualität und Benutzung ist. Dabei bin ich mal nicht in die Hügel rausgefahren sondern im flachen Umland um München gewesen. Ich habe mich bemüht möglichst sparsam zu fahren aber auch nicht als gefährliches Verkehrshindernis auf der Straße unterwegs zu sein. Autobahnen habe ich gemieden, die Temperaturen lagen um die 20°C, also auch sehr optimal. Am Ende stand eine 3,6 L/100km auf dem BC. Viel weniger dürfte bei realistischer Fahrweise mit den Winterreifen und dem 5W30-Öl auf unbekannten Strecken nicht mehr möglich sein. Auf sehr bekannten Strecken kann man sicher noch mehr rausholen wenn man genau weiß wann und wie man Gas gibt und wo man Rollen lässt und bremst.

In dieser Woche werde ich vermutlich auf die Sommerreifen wechseln, da sehe ich dann ob man noch was rausholen kann. Werde dann auch wieder volltanken um die nächste Tankfüllung ungefähr auf den Reifenwechsel zu legen.

Bin aber alles in allem sehr zufrieden mit dem Auris. Das Rollen lassen in N finde ich inzwischen sehr entspannt. Mit dem Fuß bekomme ich den Zustand kaum hin und muss dann deutlich konzentrierter sein. Den Schalthebel auf N zu stellen und danach wieder auf D geht dagegen blind.

Ungewöhnlich finde ich nach wie vor gegenüber dem Jazz-Hybrid die unterschiedlichen nicht-autotypischen Geräusche. Ein Fiepen der Hochvolttechnik, ein Summen oder Knacken von irgendwelchen Servos oder Pumpen beim An-/Ausschalten, stehenbleiben usw. aber man gewöhnt sich an alles.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: juger am 19. April 2020, 08:12
'Den Schalthebel auf N zu stellen und danach wieder auf D geht dagegen blind.' - im Auris würde ich es eher Joystick nennen, leider in Corolla gibt's wieder einen Riesenhebel. Ich finde es ziemlich nicht einfach N zu fangen- wie klappt es bei dir blind?
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: TecMar am 19. April 2020, 11:02
Musste denn ungedingt eine Heckkamera dabei sein oder hätte auch eine Einzelne vorne gereicht? den was Qualität angeht ist die S1 jetzt nicht so der Hit. die 70mai Pro wäre wenn auch eine Vorne gereicht hätte die bessere wahl gewesen.. zudem hat die 70mai Pro sogar eine Abstandswarnung wenn man zu nah auffährt oder einer reinzieht.. Plus Parkplatzüberwachung.


https://youtu.be/857vP9fgCkQ?t=173
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 19. April 2020, 12:57
'Den Schalthebel auf N zu stellen und danach wieder auf D geht dagegen blind.' - im Auris würde ich es eher Joystick nennen, leider in Corolla gibt's wieder einen Riesenhebel. Ich finde es ziemlich nicht einfach N zu fangen- wie klappt es bei dir blind?

Ich habe doch einen Auris? Da muss man den kleinen Hebel einfach nur nach links schieben und kurz halten. Oder wie ist die Frage zu verstehen?  :icon_wp-question:

Musste denn ungedingt eine Heckkamera dabei sein oder hätte auch eine Einzelne vorne gereicht? den was Qualität angeht ist die S1 jetzt nicht so der Hit. die 70mai Pro wäre wenn auch eine Vorne gereicht hätte die bessere wahl gewesen.. zudem hat die 70mai Pro sogar eine Abstandswarnung wenn man zu nah auffährt oder einer reinzieht.. Plus Parkplatzüberwachung.

Auf jedem Fall will ich auch hinten eine Kamera haben. Mein Jazz-Hybrid wurde z.B. im Februar an der roten Ampel von hinten zerstört. Die Fahrerin hat nichts abgestritten und ich hatte noch zwei Mitfahrer an Bord, daher war das Videomaterial nicht notwendig. Die Qualität muss ausreichen um Nummernschilder zu erkennen, ich mach die Aufnahmen nicht um sie aufzuheben, sondern rein um bei einem Unfall Beweismaterial zu haben. Dis S1 hat auch eine Parkplatzüberwachung, aber ich habe das nicht aktiv, da ich die Batterie nicht leersaugen will und Unmengen an unötiges Datenmaterial erzeuge.
Ich sehe zudem keinen Sinn in zusätzliche Abstandswarnungen, das sehe ich selber was vor mir abgeht und der Auris schreit ja auch wenn man auf ein Hindernis zufährt.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Bert B. am 20. April 2020, 09:38
eine Dashcam nach vorn hat man auch zB mit der Navi-App "Magic Earth". Die Aufzeichnungsdauer kann man einstellen, sowohl die für die Fahrt als auch für den Unfall-Fall und das Abstellen (wobei das eigentlich keinen Sinn macht, wenn man das Smartfon nicht im Auto lässt).
Die Anzeigen und Ansagen finde ich schon prima, mir fehlt allerdings die Ausgabeoption via Bluetooth. Das geht bisher nur als BT-Anruf.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 25. April 2020, 13:07
Ein Update zu meinem Auris. Mitte der Woche habe ich auf Sommerreifen gewechselt. Statt den dünneren Winterreifen jetzt die breiteren Executive-Standard-Sommerreifen. Mal sehen wie sich der Verbrauch mit denen entwickelt.

Zudem habe ich mir inzwischen auch einen OBD-Adapter besorgt. Habe mich jetzt doch für die Bluetooth Variante OBDLink LX entschieden da nach den verschiedenen Foreneinträgen die Performance deutlich besser sein soll als bei der WLAN-Variante. Schalte ich halt BT immer wieder an und aus. Zusätzlich habe ich auch noch eine Brodit-Halter für die Lüfterdüsen in der Mitte bestellt. Da der Halter noch nicht gekommen ist habe ich das Smartphone provisorisch vor der Lüfterdüse befestigt. Ein Stück einer nicht mehr benötigten Gummitürdichtung mit etwas doppelseitigen Klebeband oberhalb des Navi-Bildschirms befestigt und ein kleiner Draht um den USB-Anschluß an der rechten Lüfterdüse festzuhalten. Damit rutscht während der Fahrt nichts runter und man sieht gut hin.


Dazu Hybrid Assistant und Hybrid Reporter runtergeladen und auch noch den Tyre Assistant geholt. Sehr praktisch, so konnte ich nach dem Reifenwechsel auch gleich überprüfen ob die Reifendruckkontrollsystem funktioniert. Zuerst hat der TA nur zwei der Sommerreifen entdeckt. Nach ein bißchen Rumdrücken auf dem Knopf beim Handschuhfach waren dann die Werte von allen vier Reifen vorhanden. Und das System hat sich bisher nicht gemeldet. Scheinbar passt alles. Man liest ja über teils enorme Probleme dass diese komische System vernünftig funktioniert. Finde jedenfalls die direkte Anzeige der Werte in der App einen Riesengewinn. Verstehe nicht warum Toyota die Werte nicht irgendwo direkt ausgibt zumal sie ja vorliegen.

Gestern dann mal die erste längere Fahrt mit Hybrid Assistant und die Auswertung mit dem Reporter danach. Auch sehr interessant wenngleich mit die Fülle an Daten noch ziemlich erschlägt und ich den Wald vor lauter Bäume kaum sehe.

Ich bin von München bis zum Spitzingsee gefahren. Interessant war für mich das Verhalten auf dem Steilstück (auf ca. 4 km geht es knapp 400 Höhenmeter rauf/runter). Rauf geht der Verbrauch wie erwartet zum Abschluß nochmal richtig nach oben. An die Ausgabe des exakten Verbrauchs über den HR muss ich mich auch noch gewöhnen: Hinfahrt 4,76 L/100km



Die Kühlwassertemperatur geht auf 95°C hoch bei 17°C Umgebungstemperatur (ohne Grillblocking, das wird nochmal interessant mit Bergfahrten). Auch heizt sich der MG von knapp 75°C innerhalb kurzer Zeit auf ca. 90°C auf. Wie das dann wohl alles aussieht mit einem vollen Auto (4 Personen und Gepäck für eine Hochtour) bei einer Bergfahrt im Hochsommer?  :-/





Auf der Rückfahrt erwartungsgemäß ein niedrigerer Verbrauch, verliere ich von Start zum Ende über 500 Höhenmeter:  3,37 L/100km.
Insgesamt ein Realverbrauch um die 4,0 L/100km wobei ich ein beträchtliches Stück auch auf der Autobahn gefahren bin (mit 90km/h mit Abstand zwischen den LKWs). Damit habe ich immerhin den angegebenen Realverbrauch des Autos gerade so hinbekommen.  :-)

Bin insgesamt sehr zufrieden zumal ich auf der Rückfahrt auf den ersten Kilometer einiges von der Energie in den Bremsen verheizen musste. Der SOC war nach der Abfahrt vom Spitzingsattel innerhalb kurzer Zeit gefüllt. Ich habe dann auf "B" geschaltet und immer wieder gebremst. Mal sehen wie das auf längere Pässe sein wird. Evtl. tut das aber auch den Bremsen mal ganz gut richtig genutzt zu werden? Vielleicht sollte ich da erst recht nicht auf "B" gehen und noch härter bremsen? Muss ich alles noch lernen...



Durch das schnelle Aufladen des SOC hat er sich wohl auch erhitzt. Bei 37°C hat sich der Batterielüfter hinten bemerkbar gemacht und einige Zeit gearbeitet bis er 35°C hinbekommen hat. Den habe ich bisher noch überhaupt nicht gehört.



Ist jedenfalls sehr interessant was man sich alles ausgeben und analysieren kann. Da werde ich zukünftig jede Fahrt mal genauer anschauen und versuchen daraus zu lernen. Jedenfalls gefällt mir die Technik sehr gut, das ist wirklich eine neue Welt beim Autofahren.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 01. Mai 2020, 16:43
Zwei Fotos von meinem Auris. Darauf kann man erkennen, dass eine dunkle Lackierung zur Blütenstaubzeit nicht optimal ist. Man kann aber auch erkennen, dass "titaniumblau mica" wie sich die dunkle Lackierung schimpft tatsächlich nicht schwarz ist...

Dort wo die Sonne direkt reflektiert kann man sogar diesen mica-Effekt sehen, ein Metallic-Glimmer in bunten Farben.
Wäre es nicht ein Gebrauchtwagen den ich nicht nach der Farbe ausgesucht habe würde ich mir sowas nie nehmen wenn es sogar einen beträchtlichen Aufpreis kostet. Ich mag eh lieber knallige und kräftige Farben als diesen ganzen langweiligen dunklen und grauen Einheitsbrei der auf den Straßen unterwegs ist. Das reißt auch kein "mica-Effekt" raus, den könnte man sich auch sparen.  :-/



Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: juger am 02. Mai 2020, 11:24
'..als diesen ganzen langweiligen dunklen und grauen Einheitsbrei der auf den Straßen unterwegs ist.' - da bin ich auch voll dabei, verstehe nicht warum in Europa die farblos-langweiligen schwarz-grau-dunkelgrau- anthrazitgrau Autos bevorzugt werden. Mein Auris (2015) sieht eigentlich so wie auf deinen Fotos, heisst aber jeansblau (etwas heller oder einfach anders genannt?), die Farbe gefält mir aber sehr, Blütenstaubzeit ändert daran nichts.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 02. Mai 2020, 15:24
'..als diesen ganzen langweiligen dunklen und grauen Einheitsbrei der auf den Straßen unterwegs ist.' - da bin ich auch voll dabei, verstehe nicht warum in Europa die farblos-langweiligen schwarz-grau-dunkelgrau- anthrazitgrau Autos bevorzugt werden. Mein Auris (2015) sieht eigentlich so wie auf deinen Fotos, heisst aber jeansblau (etwas heller oder einfach anders genannt?), die Farbe gefält mir aber sehr, Blütenstaubzeit ändert daran nichts.

Erkennt man bei dir einen Blauton wenn mal nicht die Sonne voll auf den Lack knallt? Bei mir sieht das im normalen Alltag eher wie irgendwas-dunkelgrau-schwarzes aus. Farbe sehe ich in der Grundfarbe praktisch nicht. Erst ganz nah am Lack erkennt man die blau-rosa-Metallicsprenkel.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: tom1963 am 02. Mai 2020, 16:36
Medley 125 i-get ABS Piaggio - Piaggio.com (https://www.piaggio.com/de_DE/Modelle/Medley/piaggio-medley/piaggio-medley-125-abs/)

Für den "Verkehrsinfarkt" käme für mich immer noch ein praktischer PIAGGIO oder HONDA Großradroller in Frage  :-)
Schaut Euch mal diese Farben an > verstehe die Italiener nicht gerade dieses 125er Modell verkauft sich doch wie  :applaus:
Eine weitere Farbpalette dürfte in der technisierten Fabrikation doch bei den Auto- und Zweiradherstellern nicht so
aufwendig sein. Oder haben wir uns schon damit abgefunden ?  :-/  Schade....

tom
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: juger am 02. Mai 2020, 21:17
@Andi - blau ist bei normaler Beleuchtung immer erkennbar, bei Sonnenlicht auch deutlich Jeanston - finde deswegen die Farbebezeichnung gut passend. Dieser Auris ist eine Design-Edition - lt.Toyota-Verkäufer wurden in EU vergleichsweise nicht viele davon verkauft.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 03. Mai 2020, 22:58
Die Brodit-Smartphone-Halterung ist eingetroffen und ich habe sie heute eingebaut.

Da ich die Stromversorgung der Halterung verdeckt einbauen wollte habe ich etliche Blenden entfernt und das Stromkabel dahinter nach unten geführt. Wieder war ich erstaunt wie gut sich auch die Blende an der Mittelkonsole beim Auris demontieren. Beim Jazz waren die Befestigungsstellen so widerspenstig, dass ich nach der Hälfte abgebrochen haben um die Blende nicht zu beschädigen. Wollte da eigentlich einige ausgefallene Leuchten der Integralbeleuchtungen austauschen.

Wo die Befestigungsstellen der Blende sind konnte ich vorher dieser Installationsanleitung für das Navi entnehmen. Auf Seite 5 sind die 8 Rasterstellen der Blende eingezeichnet.
https://www.toyota-tech.eu/aimuploads/eb069beb-c530-4c1e-9b43-8c427e87e5e6/Auris_LHD_T2wGP_PZ490_00334_AIM_003_401_1.pdf

Die Blende hängt dann noch über die Stromverbindungen für den Warnblinklichtschalter und für die Uhr und die Airbag-Warnanzeige rechts. Ich habe sie nicht weiter entfernen müssen, mir hat es gereicht um das Stromkabel von hier in das Instrumentenbrett zu verlegen. Vom demontierten Handschuhfach aus kann man dann ganz gut das Kabel hinten runterziehen.


Das Stromkabel habe ich dann bis runter zum 12V-Stecker vor den Hintersitzen geführt. Unter der Mittelarmlehne ist genug Platz um sowohl den 12V auf 5V Konverter zu verbauen und die Kabel zu verlegen. Man muss hier nur aufpassen alles so sauber zu verlegen und mit Kabelbinder zu sichern dass man nicht an die Mechanik der Handbremse kommt.

Danach alle Blenden wieder aufstecken und die Brodit-Halterung montieren. Das Kabel passt ganz gut dahinter ohne dass ich irgendwo eine Kerbe reingemacht habe. Die Halterung passt am Ende dann auch wunderbar vor den rechten Mittellüfter. Die Schalter vom Lüfter sind links davon frei erreichbar und die Hälfte vom rechten Lüfter ist nach wie vor offen. Für mich ein guter Kompromiss.



Mit eingesetzten Smartphone (mein gutes 5 Jahre altes Samsung S5mini) sieht dass dann so aus:


Von der Ergonomie wunderbar, Position ist sehr gut, es wird nichts verdeckt und das Smartphone sitzt fest drinnen. Durch die Stromzuführung ist es jetzt auch immer gut geladen und ich kann den Hybridassistent wunderbar nutzen.


Danach habe ich noch getestet wie gut mein Mountainbike in den Auris passt. Die Länge ist hier kein Problem, sondern die Höhe. Erst wenn der obere Kofferaumboden und der darunter liegende Staukasten Platz machen ist ausreichend Freiheit nach oben vorhanden so dass es reinpasst. Wer kein Panoramadach mit dem Rollo hat könnte vielleicht mehr Platz haben.



Die Kofferaum-Gummi-Schutzboden habe ich nach vorne geschoben um die Sitzrückseite zu schützen. den Staukasten habe ich nur 90° gedreht um zu sehen ob die Höhe dann reicht. Wenn ich wirklich mit MTBs mal auf Fahrt gehe wird es natürlich gesichert, besser aufgeräumt und manches zuhause gelassen. Es war ein reiner Test. Zumindest weiß ich, dass ich zwei MTBs nebeneinander hinten reinbekomme, muss allerdings manches rausbauen.

Allerdings muss ich da dann schon neidisch an den Jazz denken. Dort ist einfach deutlich mehr Innenraumhöhe vorhanden.


Von der Länge her war es zwar sehr knapp aber es hat gereicht. Und mit gerade mal 4 Meter Außenlänge haben dennoch zwei MTBs ohne viel Tetris da reingepasst. Der Auris ist über einen halben Meter länger, macht da aber mehr Probleme wegen der niedrigeren Höhe.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: koarli am 04. Mai 2020, 07:43
eine kurze Zwischenfrage:
sind das 29er MTB?

ich transportiere mein 29er immer liegend, aber das muss ich mal ohne Zwischenboden testen.

Danke & Grüße

Koarli
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: TecMar am 04. Mai 2020, 12:26
Ist die Position der Brodit Klemme so gewollt? den normalerweise gehört sie ja weiter nach Rechts und wird zwischen Armatur und Lüftung geklemmt.

Auris 2014-x Zeigt her eure Handyhalterungen (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,7709.msg131897.html#msg131897)

Welche Halterung hast du den genommen? deine sieht deutlich kürzer aus bei der Montageplatte.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 04. Mai 2020, 14:13
eine kurze Zwischenfrage:
sind das 29er MTB?

ich transportiere mein 29er immer liegend, aber das muss ich mal ohne Zwischenboden testen.

Danke & Grüße

Koarli

Nein, das ist ein 26er MTB. Liegend würde es auch bei mir problemlos reinpassen. Wenn man zwei MTB mitnehmen will ist das stehend deutlich besser. Weiß nicht ob man zwei übereinandergelegt reinbekommt. Dürfte dann auch ein furchtbares gepfriemel sein.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 04. Mai 2020, 14:20
Das ist das Modell 855164. Genau die für den Auris 2 FL. Und die Halterung ist auch so montiert wie beschrieben und auch auf dem Foto auf der Produktseite zu sehen.
Brodit ProClip 855164 für Toyota Auris / Auris Full Hybrid / Corolla |... (https://www.brodit24.de/Brodit-ProClip/Toyota/Auris/Brodit-ProClip-855164-fuer-Toyota-Auris-Auris-Full-Hybrid.html?a=2016)

Deine dürfte das Modell 213514 sein, das klemmt man rechts außen hin. Finde ich persönlich zu weit entfernt.
Brodit EXTRA ProClip 213514 für Toyota Auris / Auris Full Hybrid | online kaufen (https://www.brodit24.de/Brodit-ProClip/Toyota/Auris/Brodit-EXTRA-ProClip-213514-fuer-Toyota-Auris.html?a=2016)

Mein Modell lässt sich überall dort platzieren wo der Lüfter ist. Wer will kann die Halterung so auch an den linken Lüfter bauen, was ich aber unpraktisch finde da man dann als Fahrer die Lüfterwirkung deutlich verliert.

Ist die Position der Brodit Klemme so gewollt? den normalerweise gehört sie ja weiter nach Rechts und wird zwischen Armatur und Lüftung geklemmt.

Auris 2014-x Zeigt her eure Handyhalterungen (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,7709.msg131897.html#msg131897)

Welche Halterung hast du den genommen? deine sieht deutlich kürzer aus bei der Montageplatte.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 10. Mai 2020, 14:39
War diese Woche wieder für kleine Wanderungen in den Bergen unterwegs. Diesmal war der Startpunkt am Sudelfeld auf etwas über 1000 Meter, daher ein weiterer Test für mich ob der Bergtauglichkeit des Auris und der Toyota-Technik.

Die hohen Temperaturen von um die 25°C bei der Hinfahrt zeigen dass sich die Hybridtechnik damit sehr wohl fühlt und der Verbrauch sich weiter senkt. Von München bis Bayrischzell war es möglich den Verbrauch gemäß Hybrid Assistent auf um die 4,0 L/100km zu halten. Auf der Autobahn habe ich mich auf gemütliche 90km/h im weiten Abstand zwischen den LKWs  auf der rechten Spur gehalten. Anschließend ein Stau mit Stop-and-Go über mehrere Kilometer zwischen Miesbach und Hausham. Auch hier war ich froh das Toyota-System zu haben. Große Teile der Schleichfahrt gingen rein elektrisch. Leider war die Strecke so lange, dass einmal der Benzinmotor angesprungen ist um den Akku wieder zu laden. Da die ganze Strecke vor mir ein schwarzer Honda Jazz Hybrid gefahren bzw. gestanden hat war mir noch mehr der Vorteil der Toyota-Technik bewusst. Beim Jazz mit seinem kleinen Akku wäre das elektrisch fahren ziemlich schnell zu Ende gewesen und bei jedem Anfahren würde der Benziner anspringen. Dennoch finde ich den Jazz-Hybrid "sympathischer" als den Auris...  :icon_herzen02:
Die letzten steilen Kilometer von Bayrischzell zum Sudelfeld ging dann der Verbrauch logischerweise ordentlich nach oben. Über 5 Kilometer geht es 300 Höhenmeter hoch und der Verbrauch von 4,0 L/100km nach 80km Fahrt nochmal hoch auf 4,5 L/100km. Die Batterie-Temperatur lag am Ende des Anstiegs bei 35°C und das Motorkühlwasser hatte einen Peak von 95°C.

Bei der Rückkehr ca. 3 Stunden später hatte die Batterie eine Temperatur von 41°C. Ohne Kühlung hat sich wohl die Hitze innen wohl noch weiter gesteigert.  Bei der anschließenden steilen Abfahrt war der SOC ungefähr auf halben Weg runter schon bei 80% und damit voll. Durch das weitere schnelle Laden hat sich die Temperatur in kurzer Zeit bis auf 47°C erhöht, erst danach ist die Temperatur auf der weiteren Rückfahrt die nächste halbe Stunde auf 35°C runtergegangen.

Interessant war für mich beim Bergabfahren auch das Verhalten des Tempomaten. Solange er noch den SOC laden konnte hat er das auch gemacht, als er dann voll war hat er automatisch die Motordrehzahl zum Bremsen hochgefahren. Ohne Tempomat habe ich dann in den B-Modus geschaltet, musste aber dennoch gut in die Bremsen steigen damit die Fahrt nicht zunimmt. Wie eine längere steile Passabfahrt aussieht wird auch noch eine interessante Erfahrung. Zumindest schleife ich so wohl mal die Bremsscheiben gut ab und verhindere den Gammel darauf.  ;)

Schön ist wenn man in München über die A995 reinkommt und den Mittleren Ring Süd fährt. Vor dem Autobahnende kann man ab der Tempo 80 Beschränkung bis runter zur Isar mit dem Auris ohne Benzin zu verbrennen dahinfahren, insgesamt 4 Kilometer ohne Abgase. Zuerst rollen lassen, vor dem McGraw-Graben die 60km/h elektrisch halten, dann wieder in den Graben rollen lassen um am Ende die Tempo 50 zu erreichen die man wegen dem Blitzer auch halten sollte. Aus dem Graben elektrisch mit 50km/h raus bis zum Candidtunnel halten und dann runter zur Isar mit 60km/h wieder rollen lassen. So macht Hybrider-Fahren Spaß.  ;D

Auf der Rückfahrt habe ich das nächste Mal vollgetankt. Nach 885km haben 35,49L E10 reingepasst, entspricht damit einen Verbrauch von realen 4,0 L/100km. Damit bin ich sehr zufrieden und erreiche so den Listenverbrauch den Autos.  :-)

Viel Sparpotential beim Fahren gibt es bei mir nicht mehr. Größtenteils waren es wegen Homeoffice nur längere Strecken >50km und sehr sparsame Fahrweise weil ich meistens alleine unterwegs war. Wenn das Homeoffice endet werde ich wieder täglich zur Arbeit fahren und da ich die Hinfahrt in der früh mache wird der Verbrauch automatisch steigen. Ebenfalls wurden die Kontaktbeschränkungen gelockert und so werde ich sicher wieder einige Bergtouren mit einem Bergpartner zusammen unternehmen. Wenn mann zu zweit im Auto unterwegs ist fahre ich dann in der Regel auf Autobahnen 120km/h, da man pro Kopf ja den Verbrauch eh halbiert und Mitfahrer nicht immer 90km/h auf der rechten Spur so toll finden.

Insgesamt habe ich mich jedenfalls an das sparsame Fahren im Auris gewohnt, der Hybridassistent hilft da sehr viel um noch die Feinheiten auszunutzen. Aber es gibt sicher noch Optimierungsmöglichkeiten ohne Beeinträchtigungen im alltäglichen Betrieb. Mal sehen was noch machbar ist, ich muss jedenfalls rumexperimentieren.

Wo noch Sparpotential vorhanden ist, wären eine geringfügige Anhebung des Reifenluftdrucks. Momentan ist der irgendwo bei 2,6-2,7 und es fährt sich sehr komfortabel, da könnte ich mich mal rantasten wann der Komfort spürbar leidet. Desweiteren werde ich mich sicher an das Thema Grillblocking machen sobald ich wieder die täglichen Fahrten zur Arbeit mache, bei den kürzeren Strecken am kühleren Morgen ist der Effekt sicher am Größten und mit den täglichen Fahrten kann man auch deutlich besser experimentieren. Der letzte Punkt ist das 0W-20 Motoröl bei der nächsten Inspektion. Da werde ich davor genau drauf achten dass ich das bekomme.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 10. Mai 2020, 18:24
Danke für den sehr detaillierten Bericht!

Was mich interessiert: warum ist der JazzHybrid "sympathischer"? Das würde ich gern verstehen, falls es erklärbar ist!
Ich finde immer die elektrischen Phasen und darunter besonders auch sie Stauphasen mit dem HSD besonders sympathsich, weil lautlos und abgasfei!

Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: koarli am 10. Mai 2020, 19:11
Wie eine längere steile Passabfahrt aussieht wird auch noch eine interessante Erfahrung. Zumindest schleife ich so wohl mal die Bremsscheiben gut ab und verhindere den Gammel darauf.  ;)


Servus Andi,

mach dir da keinen Kopf, ich bin mit der Kiste seit fast 5 Jahren sehr viel in den Alpen unterwegs, der macht das schon...
und nebenbei: ich fahre immer mit 2,8 bar, aber Komfort ist natürlich relativ
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 10. Mai 2020, 22:03
Danke für den sehr detaillierten Bericht!

Was mich interessiert: warum ist der JazzHybrid "sympathischer"? Das würde ich gern verstehen, falls es erklärbar ist!
Ich finde immer die elektrischen Phasen und darunter besonders auch sie Stauphasen mit dem HSD besonders sympathsich, weil lautlos und abgasfei!

Gruß!
JoAHa

Ohne Zweifel ist das Toyota HSD des Auris um Längen besser als das Mild-Hybrid-System vom Jazz. Das "sympathisch" ist eher emotional. Der Auris ist (mit Ausnahme der genialen und erprobten Hybridtechnik) aus meiner Sicht einfach ein "normales Auto". Als Kombi in der Golf-Klasse fällt er nicht auf, er ragt nicht raus aus der Masse und fällt auch nicht ab. Einfach ein 08/15-Auto (mit Ausnahme der Hybrid-Technik und Toyota-Zuverlässigkeit) wie viele andere. Er ist wie der car-graf in seinen Youtube-Videos immer sagt völlig unauffällig, er macht das was er soll absolut zuverlässig und ohne Ärger.

Der Honda Jazz war dagegen aus meiner Sicht genial. Man hat mit minimalen Außenmaße (Pologröße) es geschafft einen riesigen Innenraum (Golfklasse) hinzubekommen der mit seinen Magic-Seats sogar viele Kombis in den Schatten stellt. Ich erlebe das gerade wie schwierig es ist ein MTB in den Auris-Kombi reinzubekommen verglichen mit dem Jazz. Zudem war/ist das Mild-Hybrid-System vom Jazz sehr effizient obwohl es verglichen mit der Toyota-Technik sehr einfach gegenüber ein herkömmliches Auto aufgebaut ist.
Das Instrumentenbrett vom Jazz hat mir auch deutlich besser gefallen. Sehr ergonmische Schalter (Klimaregler) und Regler (Lautstärke vom Radio), übersichtliche Anzeigen. Und vor allem viele sehr praktische Ablagen (das ist ein großer Minuspunkt beim Auris). Auch war es im Jazz deutlich luftiger und heller mit seinen großen Scheiben. Der Auris ist leider dem Standard-Panzer-Design zum Opfer gefallen mit kleinen Fenster und engen Innenraum. Hätte ich nicht das Panoramadach wäre ich wahrscheinlich nicht so zufrieden.

An vielen "praktischen Stellen" hat sich Honda einfach mehr ausgedacht und intelligentere Lösungen gefunden als andere Hersteller. Und das ist es was mir den Jazz sympathischer macht. Der Auris ist dagegen ein solides und gutes aber relativ emotionsloses Arbeitstier. Toyota hat dagegen leider nicht noch das bißchen mehr an Gehirnschmalz und Ressourcen reingesteckt um manche etwas unglücklichen Lösungen zu verbessern. Die einzige Ausnahme wie gesagt das hervorragende Hybridsystem von Toyota.

Aber alles jammern auf höchsten Niveau. Vergleiche mit einem nicht-japanischen Auto brauchen wir gar nicht erst anfangen.  ;D
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 10. Mai 2020, 22:06
Servus Andi,

mach dir da keinen Kopf, ich bin mit der Kiste seit fast 5 Jahren sehr viel in den Alpen unterwegs, der macht das schon...
und nebenbei: ich fahre immer mit 2,8 bar, aber Komfort ist natürlich relativ

Ich mach mir auch wenig Sorgen, die Technik von Toyota ist da einfach zu ausgereift als dass sich da Probleme ergeben sollten. Man erfindet ja nicht mit jedem Modell das Rad vom neuen wie es andere machen.

Trotzdem bin ich gespannt wie sich die Temperaturen und der Bremsverschleiß auf den Bergtouren im Sommer entwickeln. Aber da man mit diesen effizienten Hybridern eh eher Probleme mit verrottenden Bremsen hat (war bei meinem Jazz ein Dauerproblem hinten) tut es denen sicher ganz gut immer wieder mal gut zupacken zu dürfen.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 11. Mai 2020, 13:06
@Andi_mit_i
Ah, gut, danke, jetzt verstehe ich viel besser, was Du meinst!
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, zumal Du es detailreich und einleuchtend begründest!

Zweifellos ist der JazzHybrid ein geniales Fahrzeug! Und was Du mit "außen wie ein Polo, innen wie in Golf" schreibst, hat mich vor vielen Jahren beim AUDI A2, einem leider auch alternativlos eingestellten Fahrzeug :-(  überzeugt!
Damals fand ich den Golf V so grottenhässlich, dass ich mich trotz jahrelanger "Golftradition" nicht zum Kauf entschließen konnte. Da wurde es der A2, der abgesehen von seiner technischen Langzeitstabilität bis zum letzten Tag ein überzeugendes Konzerpt für mich darstellte. Und bereits damals hatte ich als Alternative bzw Nachfolgefahrzeug den Honda Jazz im Visier!
Einzig der dann als Nachfolgemodell tatsächlich erworbene Prius 2 konnte den A2 in fast jeder Hinsicht (außer Außenmaße, da war er uns ein bisschen groß) überbieten!

Gruß!
JoAHa
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 11. Mai 2020, 17:03
Zweifellos ist der JazzHybrid ein geniales Fahrzeug! Und was Du mit "außen wie ein Polo, innen wie in Golf" schreibst, hat mich vor vielen Jahren beim AUDI A2, einem leider auch alternativlos eingestellten Fahrzeug :-(  überzeugt!

Das mit dem Audi A2 kann ich gut verstehen. Der Bruder meiner damaligen Freundin hatte einen 3 Liter-A2 den ich auch ein paarmal fahren durfte. Da waren Verbräuche um 2,5L/100km (Diesel) tatsächlich möglich wenn man vorsichtig gefahren ist. Am meisten hat mir da gefallen, dass die Automatik beim loslassen des Gaspedals den Motor ausgeschaltet hat und auf Leerlauf gegangen ist, d.h. man ist dann völlig geräuschlos und ausgekuppelt dahingerollt. Dann einmal leicht auf das Gaspedal und die Automatik hat den Motor wieder eingekuppelt und man konnte mit Motorbremse nun rollen. Erst wenn man mehr gebremst hat haben dann die Radbremsen zugemacht.

Das ausgekuppelte dahinrollen würde ich mir auch bei den Hybridern wünschen. So muss man jetzt entweder mit dem Fuß behutsam arbeiten und versuchen den Rollpunkt zu erwischen oder mit der Hand auf N zu gehen.

Als ich dann auch ein Auto gesucht habe war der 3L A2 auch in der Endauswahl. Aber in der 3L-Version konnte man nicht die Rückbank umlegen, damit war für mich der A2 aus dem Rennen. Zudem hat mir die CVT-Automatik vom damaligen (Nicht-Hybrid-) Jazz zusammen mit den Magic Seats begeistert. Endlich entspanntes Fahren mit niedrigen Drehzahlen.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 20. Mai 2020, 10:20
Die höheren Temperaturen der letzten Wochen bringen bei mir schön niedrigere Verbräuche. Mittlerweile bekomme ich meinen Auris auf um die 4,0 L/100km (Anzeige im Hybridassistant) hin wenn ich fahre. Gebe ich mir Mühe und die Strecke und der Verkehrszustand erlauben es geht es auch noch drunter.

Am Sonntag war ich wieder für eine Wanderung in den Bergen hinter dem Tegernsee. Diesmal zu zweit, nachdem es jetzt erlaubt ist mit einem Bergpartner aus einem fremden Haushalt eine Tour zu gehen und auch eine Fahrgemeinschaft zu machen. Daher bin ich an diesem Tag nicht optimiert spritsparend gefahren (d.h. bis 120km/h auf der Autobahn wenn der Verkehr es erlaubt), habe aber dennoch einen Verbrauch von 4,3 L/100km (nach Hybridreporter) hinbekommen. Bin sehr zufrieden.  :-)

Auch an diesem Tag bei der Hinfahrt teilweise Stockungen von Holzkirchen bis zum Tegernsee, aber mit dem Toyota-Hybridsystem bleibe ich völlig entspannt. Durch den ausreichend groß dimensionierten Akku bleibt der Benziner da normalerweise aus. Beim Jazz-Hybrid hat mich das immer mehr geärgert, dass der Motor regelmäßig wieder angegangen ist, weil entweder der kleine Akku schon wieder leer war oder man aus dem Stillstand anfahren musste.

Auch diesmal war am Ende eine kleine Steigung dabei, es ging vom Tegernsee hoch bis zum Parkplatz bei der Sutten-Seilbahn, das sind ungefähr 200 Höhenmeter. Die Steigung ist nicht so groß, runter konnte ich alles mit dem Generator rekuperieren und so einige Kilometer danach noch elektrisch fahren.

Einzig gewundert hat mich die Batterieanzeige im Hybrid Assistant, die war bei 78% und das Symbol rot. Laut Doku bedeutet rot allerdings "Low: forced engine recharge will kick on if condition will persist".  :-/
Lag das vielleicht daran, dass das System beim Runterrollen wieder in den Stage 1 zurückgefallen ist? Nachdem Losfahren hat er natürlich noch die Kühlwassertemperatur kurz auf 40°C hochgeheizt und ist dann in Stage 2 gegangen. Der Motor war dann aus und die Kühlwassertemperatur ist während der ganzen Abfahrt auf 30°C wieder runtergegangen. Erst unten im Ort an einer Einmündung wo ich stehenbleiben musste hat er dann wieder gestartet und einen neuen Heizzyklus begonnen. Kommt vielleicht im Stage 1 mit einer hohen Akkufülle dann die rote Farbe der Anzeige?

Gestern habe ich Zeit gehabt alle Reifen auf 2,8 bar zu füllen (vorher waren die bei 2,5-2,6). Komforteinbußen habe ich danach keine gespürt. Mal sehen ob ich den Verbrauch damit noch weiter senken kann.
Sobald ich wieder regelmäßig in die Arbeit fahre werde ich mich dann auch an das Grillblocking machen. Nur will ich dazu vorher etwas Gefühl für die Verbräuche auf einer täglich wiederkehrenden "Referenzstrecke" habe.
Und dann noch bei der nächsten Inspektion 0W20 für den Motor verlangen... dann sollte ich alle wichtigen Punkte erledigt haben.  ;D
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: teilzeitstromer am 21. Mai 2020, 07:59
Das die Batterieanzeige bei >75% rot wird ist normal.
Je nach Ladegeschwindigkeit und Temperatur wechselt die Anzeige zwischen 76% und 78% auf rot. Dann wenn die Elektronik meint, dass der Akku voll ist.
Das ist der Bereich in dem der Motor (Verbrenner) dann auch im Stand nicht mehr ausgeht und Strom verbraucht. Alternativ kann man den Strom dann meist auch sinnvoll mit der Klima verbrauchen-

Das liegt eher nicht an den Stages. Das ist eher ein undokumentiertes Feature des Hybrid Assistenten.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 22. Mai 2020, 22:51
@teilzeitstromer: Danke für die Infos! Beruhigt mich schon mal dass alles so ist wie es sein soll. Dass der Motor auch irgendwann mal nicht ausgegangen ist habe ich auch gemerkt, aber mir erstmal nichts weiter dabei gedacht. Aber jetzt wo du es schreibst ist es mir klar.

Gibt es eigentlich irgendwelche Methoden den Akku vor einer Bergabfahrt sinnvoll leerzusaugen? Bei höheren Geschwindigkeiten braucht man ja nicht mit dem EV Modus kommen.

Wenn ich eh weiß, dass die nächste Bergabfahrt den Akku mehr als komplett füllt wäre es ja sinnvoll vorher den Akku möglichst leer zu bekommen und die Energie darin sinnvoll zu verbrauchen, ansonsten verheize ich am Ende der Abfahrt nur wieder was mit den Scheiben.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: teilzeitstromer am 23. Mai 2020, 07:24
Sinnvoll den Akku leersaugen geht um Klassen besser mit dem Corolla  :-P

Mit dem Auris schafft man da meist nicht sinnvoll.
Mit kaltem Motor ist bei ~30km/h schluss mit dem EV-Mode.
Elektrisch fahren geht dann halt nur mit Eco-Meter max. knapp unter dem Strich bei Eco.

Du könntest versuchen auf dem Weg nach oben den Akku schon möglichst leer zu kriegen.
Must aber aufpassen ihn nicht zu leer zu machen weil sonst der Motor bei Abfahrt zwangsweise wegen niedrigem Akkustand anspringt.

Und meist ist der Akku eh zu klein um alle Energie vom bergrunterrekupieren aufzunehmen  :icon_daumendreh2:
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: KSR1 am 24. Mai 2020, 22:58
Ich weiß nicht ob es erstrebenswert ist, den Akku "mit Gewalt" leer zu fahren. Einerseits Streß für den Akku. Andererseits kann es passieren, daß der Akku zu früh leer wird und der Benziner die Zwangsaufladung startet, somit einen überdurchschnittlichen Verbrauch hat. Andererseits kann es passieren, daß er anschließend auch bergab zunächst sein verbrauchsintensives Programm abspult. Die Elektronik weiß leider nicht, das es in der Situation kontraproduktiv ist.
Nach meiner Erfahrung kann man den Akkustand in einem gewissen Rahmen ohne EV beeinflussen, durch gezielte Betätigung des Fahrpedals. Nicht wie weit man durchtritt, sondern auch wie schnell: z.B. nach einer Kehre langsam aber schon mit Nachdruck drauf treten bleibt m.E. das System länger auf dem elektrischen Zweig. Mag man umgekehrt den Akku nicht zu sehr leeren, weil die Strecke anspruchsvoll steil ist, tritt man schnell durch, ggf. sogar etwas weiter als nötig und lupft dann wieder etwas. Dadurch schnellt die Drehzahl des Benziners hoch und bleibt so, wenn man etwas Gas wegnimmt, die Last aus dem Akku sinkt dabei. Ob das bei Deinem Auris TS noch so ist weiß ich nicht. Beim Prius 2 war das sehr ausgeprägt und bei meinem etwas älteren CT (zum Auris) ist das Prinzip auch anwendbar.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 28. Mai 2020, 15:36
Gestern habe ich es geschafft den SOC auf 37% leerzufahren.  ::)
War auf einer kleinen Bergtour. Der Parkplatz war eine langgezogene ansteigende Forststraße. Vor mir zwei Mountainbiker (echte, mit Schweiß statt Strom) nebeneinander, rechts war viel zugeparkt, so dass ich nicht überholen konnte. So bin ich dann ca. 400 Meter hinter denen ungefähr 50-60 Höhenmeter mit ca. 5km/h nach oben geschlichen. Da der E-Motor das übernommen hat wurde der Akku richtig leergelutscht. Aber prinzipiell gut, ich bin leise gewesen und hab keine Abgase erzeugt.  :applaus:
Das einzig weniger schöne war die Temperatur des MG, die ging laut Hybrid Reporter auf 106°C rauf...   :icon_neutral_new:

Schön war wieder, dass ich von den 300 Höhenmeter vom Parkplatz bis runter ins Tal fast alles in den Akku reinbremsen konnte. Der war zwar dann ziemlich im Stress um in kurzer Zeit von 37% auf 80% gefahren zu werden, aber es ist schön dass man diese ganze Energie weiternutzen kann. Das nächste Dorf im Tal wurde dann damit rein elektrisch durchfahren.
Alles hat nicht reingepasst, auf den letzten Abfahrtshöhenmeter musste ich bremsen, aber das schadet den Bremsscheiben sicher nicht.  ;)

Nach einigen Bergtouren in den letzten Wochen sehe ich, dass ich auf Real-Verbräuche von um die 4,0 L/100km hinbekomme wenn ich allein unterwegs bin, Autobahnen meide bzw. nicht schneller als 90km/h fahre. Zusammen mit anderen Bergkameraden fahre ich dann bis zu 120km/h und komme auf Realverbräuche um die 4,5-4,7 L/100km.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden damit, damit unterbiete ich den Hybrid-Jazz um bis zu einen halben Liter und das mit einem größeren und schwereren Auto.

Gerade eben habe ich mich über den EV-Modus gefreut. Ich bin Laternenparker und bekomme normalerweise direkt vor meiner Wohnung einen Platz. Gestern Abend war der besetzt und ich musste etwas abseits parken. Nachdem er heute wieder frei war bin ich schnell elektrisch die paar Meter auf "meinen" Platz gefahren. Ohne EV-Modus würde ich sowas nie machen, weil es völlig irrsinnig ist wegen der paar Meter einen kalten Motor laufen zu lassen. Aber so bekommt man diesen kurzen Transfer praktisch gratis.  :-)
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 28. Juni 2020, 17:48
Nachdem ich in den vergangenen Wochen wieder angefangen habe in die Arbeit zu fahren und etliche Fahrten zu Bergtouren dazu gekommen sind mal wieder ein Update von meiner Seite.

Dass das Toyota HSD nicht optimal für den Betrieb in den Bergen ist, habe ich in einem eigenen Thread durchdiskutiert:
Toyota HSD und steiles Bergabfahren? (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,8647.0.html)

Aus meiner Sicht wünschenswert wäre, dass Toyota auf die magere Motorbremse bei langsamen Geschwindigkeiten und vollem SOC im Handbuch hinweisen würde. Wenn man damit unerwartet das erstmal damit konfrontiert wird, ist es ein ziemlich ungutes Gefühl, wenn man auf einmal nur noch die Bremsen verheizen kann.

Inzwischen weiß ich von der Problematik und kann mich darauf einstellen. Entsprechend versuche ich bereits vor der Abfahrt den SOC möglichst leer zu bekommen und fahre bei längeren Abfahrten wo der SOC garantiert vollläuft (je nach Ladung des SOC vor der Abfahrt würde ich ab so 200-300 Höhenmeter davon sprechen) und ein Tempo von unter 50km/h gefahren werden muss bereits von Anfang an in B und bremse ordentlich um auch Energie in den Scheiben zu verheizen. Solange der SOC noch aufnahmefähig ist können dann die Scheiben deutlich besser wieder abkühlen. Auch kann man auf solchen Strecken völlig bedenkenlos die Klimaanlage hochschalten und den Innenraum richtig kühlen um weitere Energie zu verbrauchen.  ;)

Erlaubt die Straße auch Geschwindigkeiten mehr als 50km/h tritt durch die dann stärkere Motorbremse diese Problematik in geringem Umfang auf.

Eine Abfahrt z.B. vom Zirler Berg von Seefeld ins Inntal oder vom Achensee ins Inntal sind kein Problem, da kann man bis auf die engen Serpentinen locker auch mit 70 km/h fahren und muss nur gelegentlich mal abbremsen. Andere Strecken wie bei der steileren und kurvigeren Rossfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden muss man etwas mehr aufpassen um die Bremsen nicht zu überhitzen.

Die schmale Straße von Wattens im Inntal in das Wattental war auch kein Problem, sie ist recht gut ausgebaut und hat immer wieder flachere Passagen wo auch die schwachere Motorbremse bei unter 50 km/h einigermaßen bremst.

Die problematischte Strecke war bisher die nicht asphaltierte Fahrstraße von der Kemater Alm im Senderstal runter bis Grinzens im Inntal. Die erlaubt teilweise wegen der Kurven und dem schlechten Zustand der Straße nur ein Tempo von 30km/h und das über eine ziemlich lange Strecke.

Eine Problematik mit gammelnde Bremsen werde ich wohl auf Dauer wegen meiner Bergfahrten nicht haben. Bin gespannt ob die Abnutzung sich über die Zeit im Rahmen hält oder ob ich eine deutlich höhere Abnutzung und damit verbundene Kosten habe.

Eine andere Problematik hatte ich letzte Woche auch, da war der Parkplatz an einem Fluss im Tal und bei der Heimfahrt musste ich zuerst eine steile (bis 24% laut Schild) und kurvige Straße hochfahren. Ich habe mir keine Gedanken gemacht und bin gleich losgefahren, hatte aber nach den 100 Höhenmeter dann erstmal eine SOC-Temperatur von 50°C, was dazu geführt hat, dass auch bei der folgenden Abfahrt das System den Akku deutlich langsamer geladen hat obwohl er recht leer war. Das hat sich alles erst normalisiert als wieder eine Temperatur um die 40°C erreicht wurde.
Der SOC war durch das lange Parken in der Sonne am Anfang schon recht warm und hat sich dann bei der steilen Auffahrt gut erhitzt weil anfangs im Stage 1 primär nur mit Strom und auch bei den steilen Kurven im langsamen Tempo viel nur elektrisch gefahren wurden. Durch die Abfahrt vor dem Parken war der SOC auch noch voll geladen (78%), weshalb der Computer den auch zuerst mal entleeren wollte.

Wie ich in solchen Situationen zukünftig fahren werde muss ich mir noch überlegen. Aber den Stage 1 sollte ich zukünftig vor dem steilen Bergauffahren verlassen, notfalls kurz warten bis der ICE vollständig genutzt wird.

Falls jemand andere Ideen oder Erfahrungen zu einer schonenden und optimierten Nutzung im "Bergbetrieb" hat wäre ich sehr dankbar.


Neben diesen "Bergerfahrungen" hat sich durch die warmen Tage der Verbrauch auch angenehmerweise sehr reduziert. Fahre ich vorsichtig und zurückhaltend (max. 90 km/h), bekomme ich den Auris jetzt auf einen Verbrauch um die 4,0 L/100km hin (Realverbrauch laut Hybridassistant). Sind die Bedingungen optimal habe ich inzwischen auch schon Fahrten (mind. 20 km Streckenlänge) auf bis zu 3,6 L/100km geschafft (immer hin+zurück um keine verfälschten Angaben durch Höhenenergie zu bekommen).
Fahre ich auf Autobahnen auch bis 120km/h schaffe ich es auf so 4,5-4,7 L/100km, je nach Autobahnanteil.

Der Gesamtverbrauch laut Spritmonitor ist mittlerweile auf 4,6 L/100km runter und hat damit den alten Jazz Hybrid unterboten. Der Verbrauch leidet nach wie vor durch die erste lange Autobahnfahrt von Berlin nach München auf der ich mit 130-150km/h dahingefahren bin und selber noch keinerlei Ahnung hatte wie man mit dem Toyota HSD spritsparend fahren kann. Aber je mehr ich fahre, desto mehr kann ich den Verbrauch "runterarbeiten". Ich ziele auf einen Wert um die 4,2 L/100km. Damit wäre ich auch wieder einen Halbliterschritt besser als das Vorgängerfahrzeug.  :-)

Eine Erkenntnis die ich die letzten Wochen gewonnen habe (die vermutlich die Profis hier kennen und nutzen) ist, dass man wirklich versuchen muss den SOC auf 60% zu halten und möglichst nicht leerzusaugen. Dann wird während der Fahrt nicht zusätzliche Energie für das Laden des SOC benötigt. Die Verbräuche die man dann bei Tempo 70-100 km/h hinbekommt sind jedenfalls traumhafte 2,5-4,0 L/100km/h.  Unter 70km/h muss man dagegen aufpassen, dass man nicht in den EV-Modus rutscht, der zwar kurzzeitig einen Nullverbrauch bringt, aber danach einen erhöhten Verbrauch durch das Wiederaufladen des SOC. Wenn man vorsichtig mit dem Fuß ist hat man bis 60km/h runter eine Chance noch ohne EV zu fahren und sehr gute Verbräuche hinzubekommen. Drunter bleibt eigentlich nur Pulse and Glide um zu sparen. Die Stufe N ist jedenfalls inzwischen ein guter Freund von mir geworden.  ;D

Selbst in meiner 30er Zone fahre ich nicht mehr den SOC leer, sondern beschleunige kurz und kräftig auf 40 km/h und lasse dann in N bis 25 km/h ausrollen. Damit kommt man am Ende besser weg als wenn am nächsten Tag der eh schon leerere SOC (ca. 50%) im Stage 1 noch weiter leergesaugt wird. Die ersten Kilometer danach ist der eh schon hohe Verbrauch dann noch erhöhter bis der SOC wieder bei 60% ist.

Auch in ein paar Staus habe ich mittels kurzzeitigen beschleunigen mit ICE und rollen lassen viel länger durchgehalten als am Anfang wo der SOC recht bald leergelutscht war und der ICE im Stand angesprungen ist.

Falls auch hier jemand noch andere Spritsparstrategien hat bin ich offen für Kritik und Empfehlungen.  ;)

Allgemeine weiter postive Erfahrungen:
- Der Fahrersitz ist auch auf längeren Strecken sehr bequem, das war beim alten Jazz Hybrid nicht der Fall.
- Die Klimaanlage arbeitet sehr gut und unauffällig.
- Die Freisprecheinrichtung vom System mit Smartphone über Bluetooth arbeitet gut und ist praktisch
- Die Such- und Abspielmöglichkeit des USB-Sticks nach Interpreten über alle Titel auf dem Stick finde ich super, das hatte mein alter Jazz Hybrid nicht.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: KSR1 am 29. Juni 2020, 07:34
eine SOC-Temperatur
Das Wort ergibt keinen Sinn. ;) Akku-Temperatur ist vermutlich gemeint.
Zitat
Aber den Stage 1 sollte ich zukünftig vor dem steilen Bergauffahren verlassen, notfalls kurz warten bis der ICE vollständig genutzt wird.
Ja, so mache ich das. Mindestens 1 Minute laufen lassen. Dabei ggf. den Innenraum klimatisieren, aber aufpassen, das dabei der Akku nicht zu leer wird. Wobei der Akkuladestand am Berg beim Prius 2 noch viel kritischer war. Wenn leer dann 78PS bei 1375kg ;).
Respekt, wie gut Du Dich bereits auskennst. :applaus:
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Andi_mit_i am 29. Juni 2020, 11:49
Das Wort ergibt keinen Sinn. ;) Akku-Temperatur ist vermutlich gemeint.

Äh ja... so war das gemeint.  :-[

Ja, so mache ich das. Mindestens 1 Minute laufen lassen. Dabei ggf. den Innenraum klimatisieren, aber aufpassen, das dabei der Akku nicht zu leer wird. Wobei der Akkuladestand am Berg beim Prius 2 noch viel kritischer war. Wenn leer dann 78PS bei 1375kg ;).

Danke, dann weiß ich auch hier zukünftig Bescheid. Will ja weder das System schaden noch den Verbrauch astronomisch gestalten. Als ich da losgefahren bin habe ich mir diesbezüglich überhaupt keine Gedanken gemacht. Aber man muss halt auch das Autofahren ein bißchen neu lernen wenn man einen Toyota HSD optimiert nutzen will.
Inzwischen staune ich immer mehr, wie konventionell der alte Jazz Hybrid war und wie spritsparend der mit dieser vergleichsweise einfachen Technik schon war.

Respekt, wie gut Du Dich bereits auskennst. :applaus:

Mein Dank gilt allen in den verschiedenen Foren wo ja bereits enorm viel Wissen und Erfahrung über das HSD zu finden ist. Da gibt es ja etliche "Gurus" die schon enorm viel Wissen zurückgelassen haben.  :icon_anbeten01:

Und der Hybrid Assistant ist ein absoluter Segen. Was man mit dem sowohl während der Fahrt, als auch im Hybrid Reporter danach lernen kann ist enorm. Sowas hätte ich mir beim alten Jazz auch gewünscht. Verstehe eh nicht, warum die Hersteller den Autofahrern diese Daten nicht automatisch schon anbieten. Das Optimierungspotential damit ist enorm.
Für meine regelmäßigen Fahrten sowohl zu meinen Eltern, als auch zur Arbeit schätze ich die Anzeige der absoluten Benzinmenge. Damit lässt sich gut erfahren welche Route und welches Fahrverhalten optimal ist. Denn nicht die L/100km sind das entscheidende, manchmal kann eine kürzere Route mit höherem Verbrauch auch besser sein. Nur ohne eine Absolutverbrauchsanzeige ist das zwecklos.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Jorin am 29. Juni 2020, 12:59
Verstehe eh nicht, warum die Hersteller den Autofahrern diese Daten nicht automatisch schon anbieten. Das Optimierungspotential damit ist enorm.

Das ist vielleicht genau das Problem. Die Hersteller müssen - das vermute ich natürlich nur - einen Kompromiss finden. Sie wollen Käufer mit sparsamen Autos locken, aber gleichzeitig den Freunden bei der Ölindustrie den Hahn nicht abdrehen. Und die dritten im Bunde sind die Regierungen, die mit Abgasregeln wiederrum sparsame Autos einfordern, aber auch Arbeitsplätze erhalten sehen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass manches Einsparpotential geopfert wird, damit man da niemanden wirklich verärgert.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: MGLX am 29. Juni 2020, 13:13
Ich seh das etwas verbitterter: Die meisten Leute wollen das einfach ausblenden. Was ist schon ein Liter und hab ich die Geduld...

In unserem kleinen Microkosmos laufen die Dinge bei Weitem noch anders als bei der Masse. Wenn ich jemandem erzähle, der in Variationen um ein bis zwei Liter oder mehr fährt, was von Dezimalstellen erzähle, naja.

Das ist übrigens auch etwas, was ich beim Prius sehr schätze: Ich kann durch die detallierten Anzeigen und Diagramme direkt beim Fahren sehen, wie sich das Verhalten oder die Gegebenheiten auswirken.
Man entwickelt einfach eine andere Sensibilität, als bei einem herkömmlichen Fahrzeug und das ist etwas, was Hersteller vielleicht auch mehr integrieren sollten.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: Jorin am 29. Juni 2020, 13:54
Ich seh das etwas verbitterter: Die meisten Leute wollen das einfach ausblenden. Was ist schon ein Liter und hab ich die Geduld...

Bei den meisten ist die Qualität des Leders wichtiger als die Effizienz des Antriebs, da hast du bestimmt recht.
Titel: Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi
Beitrag von: JoAHa am 29. Juni 2020, 14:11
Das sehe ich genauso.
Sonst gäbe es nicht diese paradoxe Entwicklung: immer sparsamere Antriebe und bessere Aerodynamik, aber immer größere, schwerere, stärkere, schnellere und mehr Sprit saufende, besser: mehr Energie (Strom!) verbrauchende Fahrzeuge, besonders SUV's  :-(

Gruß!
JoAHa