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Thema: EV-Reichweite in der Praxis (5637-mal gelesen)
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EV-Reichweite in der Praxis

Von Oktober bis Anfang Januar war die angezeigte EV-Reichweite in meinem PIP auf max. 15,0 km gefallen und lag somit 40% unter dem von Toyota offiziell kommunizierten Wert von max. 25 km. Eine sehr hohe Abweichung, die selbst für winterliche Verhältnisse schwer zu akzeptieren ist.
Im Anschluss an einen Reset des Bordcomputers (BC) durch die Toyota-Werkstatt Anfang Januar zeigte mein PIP nach der ersten folgenden Vollladung plötzlich eine EV-Reichweite von 22,3 km an - so viel wie noch nie! Bis Ende Februar 2013 hatte sich die angezeigte EV-Reichweite auf gut 18 km eingependelt.
Bei meinem Fahrprofil liegen die Abweichungen zwischen tatsächlich zurückgelegter und angezeigter EV-Reichweite zwischen -4 bis +2 km. D.h. die Abweichungen von der ohnehin schon geringen angezeigten EV-Reichweite waren bislang meist negativ :icon_neutral_new: - das ändert sich aber gerade ...

Erst seit die Außentemperaturen tagsüber durchgängig über 10°C lagen, stieg meine EV-Reichweite kontinuierlich.
Aktueller Status bei Außentemperaturen zwischen 16° und 23°C:

  • Angezeigte EV-Reichweite 22,2 bis 22,8 km bei vollem Traktionsakku

  • Tatsächliche EV-Reichweite 21 bis 23,8 km!

Gut, das sind immer noch 5% weniger als die von TMG kommunizierte maximale EV-Reichweite von 25 km - trifft aber meine Erwartungen :icon_nicken:
Und dabei ist noch nicht mal richtig Sommer ... :icon_freu-dance:

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 1
Danke für deine Erfahrungeinschätzung und Berichte :)

Das ist eben das was mich auch etwas von Kauf von Prius Plug in abhält, den ich fahre so gut wie 25KM und dazu kommt noch das ich dann dort wegen so mangelner Infastruktur keine Auflademöglickeit habe, doch sehr viel auf den Verbrenner dann noch angewiesen, somit auch von Tankstellen :( Aber genau von den will ich mich ja lösen.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 2

... den ich fahre so gut wie 25KM und dazu kommt noch das ich dann dort wegen so mangelner Infastruktur keine Auflademöglickeit habe, doch sehr viel auf den Verbrenner dann noch angewiesen, somit auch von Tankstellen ...


Sehr viel?  :-/  Bei etwa 5-7 km täglich, die du dann im normalen Hybridmodus (und auch dort oftmals elektrisch) fährst, würde ich nicht von "viel auf den Verbrenner angewiesen" sprechen.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 3
Hallo,

Ich fahre 2 mal die Woche nach Darmstadt. Das sind ca. 100km. Davon 35 km Landstraße. Insgesamt fahre ich dabei etwa 30km im EV-Mode. Der Verbrauch liegt zur Zeit bei ca. 2,5 Liter auf dieser Strecke. Mit meinem P3 waren das immer 4,5 Liter. Und das elektrische Fähren ist halt einfach  :icon_irre4:.
Klar, 80 oder wenigstens 40 km Reichweite wären viel besser, aber ich wollte halt auch nicht ewig warten.
Bin daher ganz zufrieden.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 4
Ich verstehe es manchmal echt nicht - da wird beim PIP die zu geringe EV-Reichweite bemängelt, aber mit einem E-Auto will man dann doch nix zu tun haben. Verrückte Welt...

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 5

Sehr viel?  :-/  Bei etwa 5-7 km täglich, die du dann im normalen Hybridmodus (und auch dort oftmals elektrisch) fährst, würde ich nicht von "viel auf den Verbrenner angewiesen" sprechen.


Naja Rückzugs muss ich ja dann komplett mit leeren Plug in Akku fahren, sprich in Vollhybridmodus. Da kommt schon mal 30-35 KM am Tag zusammen :( Deswegen würde ich gerne mal wissen wenn Prius Plug in mit 40-50 KM Version kommt und ob der dann auch etwas günstiger mit wird. Schöne wäre es natürlich.

Leider hatte ich auch noch keine Zeit mal ein Kosten/Finanzierungsangebot bei Renault wegen den Zoe zu holen´:( Aber gegenüber eine Prius Plug in würde ich 12.000-13.000 Euro bei der Anschaffung sparen, aber dafür habe ich eine geringere Gesamtreichweite :( Tja wie man es machen wird, macht man es glaube falsch dann :( Ich bin immer noch unentschlossen was ich den nun nehme  :icon_no_sad:

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 6
Ach so! Ich dachte, die 25 km sind Hin- und Rückweg zusammen.


Ich bin immer noch unentschlossen was ich den nun nehme  :icon_no_sad:


Wirtschaftlich gesehen: Du hast deinen Prius erst ein Jahr. Fahr den weiter, bis er mindestens 10 Jahre alt ist.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 7

Leider hatte ich auch noch keine Zeit mal ein Kosten/Finanzierungsangebot bei Renault wegen den Zoe zu holen:


Das würde ich auch nicht machen.  Der Grund: Bei Renault kauft man die Batterie nicht mit. Die ist nur gemietet. Scheint kein übermäßiges Problem, KFZ-Leasing gibt es ja auch. Der Haken daran: Es ist schon mehrfach passiert, dass die Batterie-Vermieter die Mietverträge für E-Auto-Batterien plötzlich gekündigt und alle Batterien wieder eingezogen haben. Dann hat der frühere Kunde plötzlich das Problem, ein Fahrzeug zu haben, dass nicht mehr fahren kann. Denn, eine andere Batterie passt in der Regel nicht rein.

Kurz, entweder hat man das Geld, um ein E-Auto mit Batterie zu kaufen oder zumindest zu finanzieren, oder man sollte es lassen.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 8

Ich bin immer noch unentschlossen was ich den nun nehme


Du könntest ja einfach noch abwarten, denn in den nächsten Jahren wird sich bzgl. E-Auto und Plug-ins viel tun.

Viele Grüße
Gerald

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 9
Hab nun die ersten 10.000 km mit meinem PIP überschritten.
Niemals schöner über die Straßen geglitten!  :-)  Es ist Sommer, der Verbrauch fällt langsam aber stetig weiter. Und die EV-Reichweite steigt ebenso langsam aber stetig ...
Die vonToyota kommunizierten 25 km EV-Reichweite?? - Inzwischen kein Problem mehr!! ;D

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 10
Hab nun Benzin nachgefüllt und den Ladestromzähler abgelesen - somit kann ich jetzt bei Kilometerstand 10.100 ein paar Zahlen liefern:
Der Verbrauch über die letzten 4 Wochen und gut 1.220 km lag bei 2,2 l/100km und 6,9 kWh/100 km. Die Bordcomputerangaben lagen 9% bzw. 8% niedriger. Es wurde ein EV-Streckenanteil von 58% ausgewiesen. Übrigens waren noch 18 l im Tank ... It's summertime!  :icon_bier:
Bis zur nächsten Tankfüllung wird aber zumindest der Benzinverbrauch nach oben gehen, weil eine Langstreckenfahrt ansteht ...

In Summe lag der Verbrauch somit in den ersten 10 Monaten bei 3,0 l/100km und ebenfalls 6,9 kWh/100 km, bei einem EV-Streckenanteil laut Bordcomputer von 47%.
Ich muss sagen, damit bin ich sehr zufrieden! :wldn:

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 11
Danke für die Berichtserstattung :)

Also für Kurzstrecken sind das sehr gute Werte und man sieht wie man Kosten senken kann. Besonders auf Kurzstrecken wenn der Benziner in Kalten Start viel Verbraucht kann Plug in hier durch seinen EV Modus gut dagegen wirken.
Schade ist nur das die Prius Plug in über 30.000 kosten müssen :(

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 12
Aureto:
Hast Du denn auch schon mal ausgerechnet, wie lange es dauert, bis sich die Anschaffung
des Plug-In amortisiert? Schließlich hast Du deutlich mehr für das Auto zahlen müssen.
Außerdem kommen die Stromkosten von ca. 26 Cent für die Kilowattstunde auch noch dazu.

Tschau
Gutsch
;)

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 13
Wie aus dem Vortrag
Re: Hybridvortrag (Toyota)
zu entnehmen werden sich die Mehrkosten für den Plugin nicht amortisieren.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 14
Dirbyh:
Genau darauf wollte ich anspielen. Ist bemerkenswert, dass selbst
Toyota zugibt, dass die Batterien einfach noch zu teuer in der Herstellung sind. :-X

Tschau
Gutsch
;)

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 15
@ Tekpoint: Kurzstrecken sind die eine Stärke des PIP. Meine tägliche Pendelstrecke sind knapp 25 km, die ich bei Außentemperaturen >20°C nun auch rein elektrisch schaffe. Dazu darf man das Gaspedal natürlich nur streicheln, aber schleichen brauche ich dabei nicht. In der Übergangszeit habe ich nur jeweils vor einer stärkeren Steigung den Verbrenner angeworfen, im Winter war natürlich der Benzinanteil höher. Die EV-Reichweite dürfte also einerseits ruhig noch etwas größer sein - wichtiger ist mir aber eigentlich, dass sie über die Lebensdauer in den nächsten Jahren nicht zu sehr schrumpft. Jedoch überzeugt mich andererseits dass PIP-Konzept mit einer eher kleinen, leichten Traktionsbatterie, die dann aber relativ schnell wieder geladen ist und fast keinen negativen Einfluß auf den nutzbaren Raum im Fahrzeug sowie die erlaubte Zuladung hat. Ein Negativbeispiel an dieser Stelle ist aus meiner Sicht der Opel Ampera, dessen Zuladung mit 4 erwachsenen Personen an Bord schon ausgeschöpft ist ...

Die andere Stärke des PIP ist aber der relativ niedrige Verbrauch und der Komfort auf Langstrecken. Selbst mit Winterreifen in einem mit 5 Personen besetzten und vollgepackten Auto lag mein Verbrauch bisher immer unter 5 l/100km, meist um die 4,6 l/100km. Natürlich lässt sich das nur erreichen, wenn man auf Autobahnen zwischen 100 und 130 km/h fährt. Aber schneller bin ich mit anderen Fahrzeugen vorher auch nicht gefahren. Und zwischendurch mal ein Überholvorgang mit >130 km/h gefährdet den Verbrauch nicht, wenn man sonst entspannt mit dem Verkehr gleitet. "Ruhig Gleiten" beschreibt auch den Langstreckenkomfort im PIP am Besten - auf Autobahnen und Landstraßen gleichermaßen. Nur wenn die Landstraßen sehr kurvig werden, fahre ich automatisch etwas langsamer - und wünsche mir manchmal eine schwerere, sehr tief eingebaute Batterie .... ;)

@ Tekpoint, Gutsch & dirbyh: Der Preis des PIP ist relativ hoch, ja. Man kann aber die gleiche Summe z.B. in ein besser ausgestattetes SUV à la VW Tiguan oder Ford Kuga stecken - und bekommt dafür nicht unbedingt mehr Auto, aber höhere Betriebskosten & Emissionen. Wann "amortisiert" sich ein SUV oder ein 08/15 Mittelklassewagen? Auch ein PIP wird sich kaum amortisieren. Amortisation war jedoch nicht meine Motivation bei der Kaufentscheidung.
Der Besitz eines Autos ist grundsätzlich Luxus, finde ich. Wenn man sich einen PIP oder ein besser ausgestattetes SUV anschaffen will und kann, ist dass gewiß etwas mehr Luxus. Die Entscheidung letztendlich ist aber eine Frage der Vorlieben & Prioritäten.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 16

@ Tekpoint: Kurzstrecken sind die eine Stärke des PIP. Meine tägliche Pendelstrecke sind knapp 25 km, die ich bei Außentemperaturen >20°C nun auch rein elektrisch schaffe. Dazu darf man das Gaspedal natürlich nur streicheln, aber schleichen brauche ich dabei nicht. In der Übergangszeit habe ich nur jeweils vor einer stärkeren Steigung den Verbrenner angeworfen, im Winter war natürlich der Benzinanteil höher. Die EV-Reichweite dürfte also einerseits ruhig noch etwas größer sein - wichtiger ist mir aber eigentlich, dass sie über die Lebensdauer in den nächsten Jahren nicht zu sehr schrumpft. Jedoch überzeugt mich andererseits dass PIP-Konzept mit einer eher kleinen, leichten Traktionsbatterie, die dann aber relativ schnell wieder geladen ist und fast keinen negativen Einfluß auf den nutzbaren Raum im Fahrzeug sowie die erlaubte Zuladung hat. Ein Negativbeispiel an dieser Stelle ist aus meiner Sicht der Opel Ampera, dessen Zuladung mit 4 erwachsenen Personen an Bord schon ausgeschöpft ist ...

Die andere Stärke des PIP ist aber der relativ niedrige Verbrauch und der Komfort auf Langstrecken. Selbst mit Winterreifen in einem mit 5 Personen besetzten und vollgepackten Auto lag mein Verbrauch bisher immer unter 5 l/100km, meist um die 4,6 l/100km. Natürlich lässt sich das nur erreichen, wenn man auf Autobahnen zwischen 100 und 130 km/h fährt. Aber schneller bin ich mit anderen Fahrzeugen vorher auch nicht gefahren. Und zwischendurch mal ein Überholvorgang mit >130 km/h gefährdet den Verbrauch nicht, wenn man sonst entspannt mit dem Verkehr gleitet. "Ruhig Gleiten" beschreibt auch den Langstreckenkomfort im PIP am Besten - auf Autobahnen und Landstraßen gleichermaßen. Nur wenn die Landstraßen sehr kurvig werden, fahre ich automatisch etwas langsamer - und wünsche mir manchmal eine schwerere, sehr tief eingebaute Batterie .... ;)


Auch die Vollhybridstrecken klingen ja von Verbrauch sehr gut, fahre ja so ähnlich mit mein P2 auch in etwa solche werden. Vielleicht eher etwas 0,3 bis 0,5 mehr ^^

Wie gut kommt das eigentlich wenn der ICE nur so aller paar Kilometer bzw. wenn ich 20-30 Km jetzt fahre und der Verbrenner nur 1-10 KM immer an ist (wo er ja zwischendurch durch gleiten und Rekuperation auch wieder aus ist. Also wie spiegelt sich das beim Belasten und Verschleiß des ICE. nicht das dieser schnell kaputt geht wenn der immer nur aus ist und kurz Leistung gibt.


@ Tekpoint, Gutsch & dirbyh: Der Preis des PIP ist relativ hoch, ja. Man kann aber die gleiche Summe z.B. in ein besser ausgestattetes SUV à la VW Tiguan oder Ford Kuga stecken - und bekommt dafür nicht unbedingt mehr Auto, aber höhere Betriebskosten & Emissionen. Wann "amortisiert" sich ein SUV oder ein 08/15 Mittelklassewagen? Auch ein PIP wird sich kaum amortisieren. Amortisation war jedoch nicht meine Motivation bei der Kaufentscheidung.
Der Besitz eines Autos ist grundsätzlich Luxus, finde ich. Wenn man sich einen PIP oder ein besser ausgestattetes SUV anschaffen will und kann, ist dass gewiß etwas mehr Luxus. Die Entscheidung letztendlich ist aber eine Frage der Vorlieben & Prioritäten.


Ja das hast du allerdings recht. Man muss nur ob und zu diese Tatsachen vor Augen geführt bekommen ;) War gerade in der Videothek und das nette Mädel da hat mich heute auch auf mein Auto angesprochen da sie mich nie hört auf den Parkplatz wenn ich an komme ^^ Werde da morgen mal was mitbringen zum durchlesen was HSD bei Toyota ist. Weil in den 3 Minuten reden (wegen ständiger Kundschaft) könnte ich nur Eckdaten nenne, aber sie war nicht abgeneigt davon.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 17
Huhu,

am Besten lade Sie doch mal zu einer Probefahrt ein.  Ne schöne Spritztour mit nem netten Mädel ist doch was bei dem Wetter.  ;)

Die Aussage mit dem Luxus trifft es sehr gut. Eine Bekannte von mir fährt einen Citroen C1 als Null-Ausstatter. Und wir haben heute festgestellt, sie unterbietet mich im Verbrauch.

Ok, so ein kleines Auto würde mit Familie oft genug an die Grenzen stoßen. Trotzdem gebe Ich offen zu, auch ohne Familie lieber etwas mehr, sowohl Material wie auch Schnickschnack um mich haben möchte.

Dies mit einem geringen Verbrauch unter einen Hut bringen zu können gibt mir ein sehr gutes Gefühl, und in der Tat ist der Besitz eines Autos auch Luxus. Gerade Autos sind der emotionale Gegenstand schlechthin! Wenn sich jemand einen Sportwagen kauft, kommt er damit höchstwahrscheinlich trotzdem nicht schneller zur Arbeit, dafür ist die Federung für 85% aller Fahrten zu hart. Trotzdem würde hier niemand auf die Idee kommen eine Amortisationsrechnung zu versuchen.

Bloß bei Umwelttechnik wird sofort eine Aufgemacht. Die Möglichkeit, das jemand vielleicht bewusst Geld dafür ausgibt, vielleicht sogar einfach nur weil er Hybrid cool findet, wird gar nicht erst in Betracht gezogen.

Gruß,
Thomas.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 18
Nichts gegen den C1, aber je nach Strecke sollte der Wert zu unterbieten sein. Sollte das mal mit meiner 2. Ladesäule etwas werden, dann ist auch in Berlin mit flotter Fahrweise ein Wert unter 0,5 l / 100 km möglich. Einzelne Strecken mit 0 l sind jetzt schon keine Seltenheit.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 19
Es wird hier im Bergischen Land nun deutlich Herbst. In den letzten Wochen liegen die Temperaturen tagsüber meist zwischen 14 und 18°C, nachts teilweise schon unter 10°C. Meinen PIP nutze ich meist morgens und abends, d.h. bei Temperaturen um die 12°C. Dementsprechend ist die EV-Reichweitenanzeige schon leicht gefallen und liegt z.Zt. um die 23 km (im Sommer wurden max. 24,2 km angezeigt). Diese Distanz kann ich meist auch tatsächlich im EV-(City-)Modus zurücklegen.

Vor ein paar Tagen ist es mir zum ersten Mal gelungen, durch Rekuperation die nutzbare Akku-Kapazität zu überschreiten. Ich bin mit vollgeladenem Akku im EV-Modus losgefahren und nach ein paar hundert Meter eine längere Strecke leicht bremsend bergab gefahren – und plötzlich sprang der Verbrenner an (MID-Status siehe Bild)!
Ich hatte schon von diesem Effekt gelesen und war nur kurz überrascht. Aber es irritiert schon etwas … und ist eigentlich eines Plug-In nicht würdig, finde ich. Bei normalen Hybriden fällt dieser Effekt durch das häufige Wechseln zwischen EV- und HV-Modus nicht so auf. Bei den längeren EV-Strecken im PIP wird diese Unzulänglichkeit deutlicher, insbesondere wenn sich anschließend der Verbrenner ungewollt (und eigentlich unnötig) einige Kilometer warmläuft. Eine Lösung, mit der bei vollem Akku automatisch vom Rekuperieren ins „Bremsen 1.0“ umgeschaltet wird, ohne den Verbrenner zu aktivieren, wäre deutlich eleganter.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 20

Vor ein paar Tagen ist es mir zum ersten Mal gelungen, durch Rekuperation die nutzbare Akku-Kapazität zu überschreiten. Ich bin mit vollgeladenem Akku im EV-Modus losgefahren und nach ein paar hundert Meter eine längere Strecke leicht bremsend bergab gefahren – und plötzlich sprang der Verbrenner an (MID-Status siehe Bild)!

Das ist scheinbar einfach zu lösen, zumindest beim Normal-Hybrid. Wenn Du nicht möchtest, dass der Verbrenner scheinbar unnötig läuft, musst Du die Innenraum-Heizung runterdrehen. Wenn Du den Akku dagegen im Stand volladen möchtest, stell sie auf Anschlag.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 21
Ich glaube, du hast aureto falsch verstanden. Wenn ich schon wach genug bin, meint er das unerwünschte Anspringen des Benziners, um einfach Energie zu vernichten. Nicht, weil sie durch Komforteinstellungen des Fahrers plötzlich benötigt wird. Oder, aureto?

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 22
Richtig, Jorin! Ich meine das unerwünschte Anspringen des Benziners, um Energie zu vernichten.
Heizung & Klima waren deaktiviert.

Dass dies nach 11 Monaten im PIP bei mir zum ersten Mal auftaucht, zeigt zwar, dass die Pufferkapazität des Akkus in den meisten fällen groß genug ist, dennoch ist es ärgerlich, Emissionen zur verursachen bloß um Energie zu vernichten.
Ich habe gehört, dass dies bei den "Normal-Hybriden" häufiger vorkommen soll, es aber bei meinen ausgiebigen Probefahrten mit Insight, P2 und P3 niemals (bewußt) selbst erlebt.

Ist bekannt, wie dies bei anderen Hybriden und Plug-Ins / REV gelöst ist, z.B. beim Ampera?

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 23
Yaris Hybrid hat dieses Verhalten auch.
Im Winter hatte ich schon öfters an die 79% Ladung der Gesamtkapazität, bevor ich selbst wieder Gas geben musste. (80 nie erreicht bisher, Bergabfahrten bei mir nicht lang genug) Doch das Zuschalten des Benziners beobachtete ich nur im Sommer, bei ca. 70% der Akkukladung im Tempomatbetrieb Bergab.

Er nutzt dann nie die normalen Bremsen, versucht aber das Tempo irgendwie zu halten bzw. drosseln. Normal eben durch Rekuperation. Wird diese "Abgeregelt", was nicht immer nur beim erreichen der Akkukapazität erfolgt (evtl. System-Temperaturen?) geht die Ladung gegen 0 und der Benziner geht an, dreht dann extrem hoch auf als würde ich Bergauf mit fast Vollgas fahren. Gleicht beim Schalter einer Motorbremse mit niedrigen Gang.
Hatte Drehzahlanzeige nicht aktiv geschaltet, aber es hörte sich nach mind. 3500 Umdrehungen an. Bergab mit Tempomat ca. 50-60 kmh.

Mein Verbrauch ist dadurch etwas gestiegen auf der Strecke, weil ich an die 10% Akkuladung verloren habe. Beim PIP ist dies sicherlich noch ärgerlicher. Ich nehme an, er dreht nicht nur mit Schubabschaltung mit, wie bei mir damals? (KAT-Temperatur hochfahren? )

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 24
Der Benziner sprang zunächst im Leerlauf bei mittlerer Drehzahl an und ging nach ca. einer halben Minute in den "Flammenwerfermodus" über ... Nach ungefähr 3 Minuten (oder einer gefühlten Viertelstunde) war der Spuk vorüber und ich konnte wieder lautlos im EV-Modus gleiten ;D

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 25
Ich glaube nicht, dass der Benziner im Normalbetrieb extra angelassen wird, um Energie zu vernichten. Höchstens im Berg-Modus würde das Sinn machen. Ansonsten hat das Fahrzeug hierfür Bremsen, die bei Nichtnutzung ohnehin rostgefährdet sind.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 26

Ich glaube nicht, dass der Benziner im Normalbetrieb extra angelassen wird, um Energie zu vernichten. ...

Wie ist denn Deine Erklärung, wenn nicht Energie vernichten?


Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 28

Wie ist denn Deine Erklärung, wenn nicht Energie vernichten?


Bei seinem Hybrid ist bestimmt alles gaaaanz anders als bei wirklich jedem anderen Hybriden von Toyota/Lexus - versuche ihn nicht zu bekehren...

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 29

Muss der Benziner nicht anspringen wegen der Betriebswärme, oder ist das nur beim P2 und P3 so ?

Mindestens beim Yaris Hybrid springt im Stand sofort der Motor an und der Akku wird nebenbei bis randvoll geladen, sobald die Klimaanlage auf Maximaltemperatur eingestellt wird. Stellt man die Klimaanlage wieder auf Norrmaltemperatur, geht der Motor sofort aus.

Re: EV-Reichweite in der Praxis

Antwort Nr. 30
Gefunden auf priuschat.com unter “The one and only Prius Plug-in FAQ”:

Why is ICE turning on when there's still battery left?
●[…]
●You have driven in EV mode with no ICE usage for 200 km (~124 miles)
When you are braking/"coasting" and the traction battery is full

Letzter Punkt frei übersetzt: Der Verbrenner springt an, wenn du bremst / im Schubbetrieb bist und die Traktionsbatterie voll geladen ist.
Siehe http://priuschat.com/threads/the-one-and-only-prius-plug-in-faq.118566/#ixzz2VvFgQpeE

Dort finden sich auch einige verlinkte Threads zu dem Thema. Tipps wie man das Einsetzen des Benziners in dieser Situation vermeiden kann lauten: Ladestatus der Traktionsbatterie im Auge behalten, frühzeitig nach "B" wechseln, alternativ "N" und mit den Scheibenbremsen verzögern.
Der Volt (=Ampera) scheint dies intelligenter ohne Eingriff des Fahrers zu bewältigen ...