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Thema: Die Chinesen kommen!  (319-mal gelesen)
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Die Chinesen kommen!

Und das meine ich nicht negativ! Der hier vorgestellte Nio ES8 macht deutlich, dass die Chinesen auf Anhieb mit guten Autos auf den Markt drängen werden, sobald sie wollen.

https://youtu.be/CuVGbwTMcE4

Antw.: Die Chinesen kommen!

Antwort Nr. 1
Wenn man mich fragen würde. ;D Die Chinesen sind längst da.
BYD E6, von denen es womöglich mehr Taxis in D gibt, als von Lexus.
Kleine Transporter für die Stadt, Marke vergessen, in Österreich bereits erhältlich, also offenbar mit EU-Zulassung.
Zitat
Die Fabrik des chinesischen Startups Byton in Nanjing ist fast fertig. Im Sommer soll die Vorserienproduktion starten.
Byton liegt bei Fabrikbau im Plan - automotiveIT

Elektroauto-Startup Byton: Produktion startet Ende 2019 - ecomento.de

Geely und CATL sind weit verbreitet. Daher stimme ich dem Fazit zu:
Zitat
...auf den Markt drängen werden, sobald sie wollen.

Antw.: Die Chinesen kommen!

Antwort Nr. 2
Naja, Lexus ist aber echt ungünstig gewählt als Vergleich. Obwohl, für deine Aussage günstig, verfälscht aber deutlich. Seit wann hat Lexus denn eine nennenswert große Anzahl an Taxis an den Mann gebracht?

Antw.: Die Chinesen kommen!

Antwort Nr. 3
Sehe ich auch nicht negativ.

Ich fahre mittlerweile ein japanisches Auto, obwohl ich mir das als Kind nie vorstellen konnte. Ich könnte mir vorstellen jederzeit ein koreanisches Auto (Kia oder Hyundai) zu kaufen. Die haben sich in den  letzten 10 Jahren im Bakanntenkreis als zuverlässig und gut erwiesen.

Wenn ich mir meinen Haushalt ansehe, sind dort mehr und mehr Geräte, die in China produziert und entwickelt worden. Als Handy habe ich aktuell auch ein chinesisches Smartphone, auch wenn Nokia drauf steht. Mittlerweile entwickeln die Chinesen Mähroboter und Staubsaugerroboter, die mindestens genauso gut wie die Geräte der Konkurrenten aus Europa oder Amerika sind. siehe Worx und Xiaomi. Die haben dann sogar technische Lösungen, die man bei Konkurrenzprodukten vergeblich sucht und auch gegen Aufpreis nicht bekommt (Worx: Rasenroboter mit Ultrashall-Sensor, Xiaomi: Staubsaugerroboter mit Lidar Sensor). Gute E-Scooter kommen auch aus China, auch wenn man das Segway-Logo drauf packt. Chinesen sind geschickt darin etablierten Markennamen aufzukaufen. Bin gespannt, ob das auch im Automobilsektor so erfolgt.

Wie das Beispiel Tesla zeigt, muss man als Newcomer bei BEVs keine jahrzentelange Erfahrung mit Autos haben muss. Die aufwändige und teure Entwicklung eines Verbrennungsmotors müssen diese nicht mitmachen. Und können auch Service- und Vertriebkonzepte nutzen, die die etablierten Hersteller nicht nutzen können, weil dies Arbeitsplätze kosten würde. Und sie haben eine Akkuproduktion und Akku-Entwicklung im eigenen Land, was selbst Tesla nicht bieten kann (da ist das Knowhow in Japan beim Partner Panasonic).

Insofern glaube ich, dass die Chinesen in der Lage sind gute und zuverlässige BEVs anzubieten.

Also her mit den chinesischen BEVs!

Antw.: Die Chinesen kommen!

Antwort Nr. 4
Und zu der Zuverlässigkeit kommen noch Garantiezeiten, von denen man, selbst bei Japanern, nur träumen kann!!!

Antw.: Die Chinesen kommen!

Antwort Nr. 5
Naja, Lexus ist aber echt ungünstig gewählt als Vergleich. Obwohl, für deine Aussage günstig, verfälscht aber deutlich. Seit wann hat Lexus denn eine nennenswert große Anzahl an Taxis an den Mann gebracht?
Ich verstehe die Kritik nicht. "Die Chinesen kommen" ist die Überschrift und ich habe ein Beispiel eines japanischen Herstellers genommen, der schon viele Jahre etabliert ist, um zu zeigen, das sie schon da sind, die Chinesen. Unter'm Strich habe ich Deinem Fazit zugestimmt. Aber ich frage mich, wem in diesem Land klar ist, wie ernst die Lage ist.

Mir macht sowas große Sorgen. Bei kleinen Elektronikartikeln ist es blöd genug. Elektro-Weisgeräte-Marken wie Bauknecht, AEG usw.. Aber bei Autos ist das eine der letzten Bastionen.
Vielleicht liegt es daran, daß ich selbst Techniker bin, aus Solidarität 20 Jahre deutsche Autos gefahren bin, bis ich die Nase voll hatte und aktuell seit 8 Jahren bei Japanern hänge. Mir geht es um Wertschöpfung und Arbeitsplätze, nicht um Bedenken bezüglich Qualität. In meiner Branche ist z.B. Huawei inzwischen ähnlich wichtig, wie Cisco, Alcatel-Lucent oder AVM. Wo ist Nordmende? Wer hätte vor 25 Jahren gedacht, das ich mal einen digitalen Fotoapparat von Panasonic haben werde? Auf meinen Bildschirmen steht LG und Samsung statt Philips und Grundig.

Mir geht es nicht um Taxis, sondern es war ein offenbar doofes Beispiel für das globale Ganze. Schaut Euch z.B. mal chinesische Anteile an Daimler an, wem Saab gehört usw....

Antw.: Die Chinesen kommen!

Antwort Nr. 6
Als wir vor ein paar Jahren noch mit Outsourcing zu tun hatten, war ein großes Problem, dass die Chinesen sich eingearbeitet haben, gelernt haben und danach gingen sie mit dem Wissen woanders hausieren.
Wer auf den chinesischen Markt will, muss einen Teil der Wertschöpfungskette auch dort vorweisen können.
Die Chinesen kaufen wie blöd deutsche Firmen auf und sei es nur für den Namen.

Dumm sind sie jedenfalls nicht.

Sobald die Chinesen anfangen ihren Produkten ein eigenes Gesicht zu geben, ähnlich wie Kia als koreanische Marke vor ein paar Jahren, werden sie zweifelsohne auch hier Erfolg haben. Huawei beispielsweise hat sich ziemlich gemausert. Wo sie vor ein paar Jahren eher noch Geheimtipps waren, sind sie heute markenpräsent wie Apple und Samsung.

Was Chinesen von Japanern unterscheidet ist in meinen Augen ganz klar die Produkt-Philosophie. Die Japaner machen immer einen Hype um Symbolkraft und Philosophie. Die Chinesen sind hingegen wesentlich praxisorientierter. Beides hat seine Vor- und Nachteile.