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Umfrage

Tempolimit 130 km/h in Deutschland?

Ja, unbedingt, denn überhöhtes Tempo ist Unfallursache Nr. 1
[ 21 ] (31.3%)
Ja, aus einem anderen Grund
[ 35 ] (52.2%)
Lieber 150 km/h, sonst komme ich ja nie an
[ 4 ] (6%)
Nein, ich fahre gerne schneller
[ 7 ] (10.4%)

Stimmabgaben insgesamt: 61

Thema: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein? (5809-mal gelesen)
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Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 30
Ich würde sogar noch ein bisschen aggresiver an die Sache gehen.

Auf 2 spurigen Autobahnen 100 Kmh
Auf 3 spurigen von mir aus 130 Kmh

Landstraßen 90 Kmh

Und bei der ganzen Sache nicht auf die Einhaltung der Autofahrer hoffen, weil dass passiert nämlich nicht, sondern, wie bei LKWs, die ganze Sache digital begrenzen. Und zwar nicht einfach auf 130, sondern mittels GPS auf die jeweilige Straße anpassen. Dann fährt in der Stadt keiner schneller als 55 Kmh, auf Bundesstraßen keiner schneller als 95 Kmh und auf Autobahnen keiner schneller als 105 / 135 Kmh.

Wenn dann richtig :)

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 31
Jetzt ist nur noch die Frage: Warum 5 km/h Toleranz einbauen? Bei Bussen gibt es auch kein km/h zu viel. Sonst könnte man gleich das Limit anheben.
Sinnvoll wäre noch die flexible Messung wie in Amerika. Jedes Polizeiauto kann dich messen - egal ob es steht, dir hinterher fährt  oder im Gegenverkehr ist. Dann noch dem Gehalt angepasste Strafen und das Überschreiten des Tempolimits wird deutlich abnehmen.

Gruß
Martin

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 32
Gerade der letzte Punkt ist ein Thema. Jemanden, der 150.000 im Jahr nach Hause bringt, sind die paar Euro doch egal.

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 33
Tempolimit: Nö.

Seh ich keinen Grund für. Klappt doch so ganz gut und wieso soll ich des Nachts mit 130 über die leere AB schleichen?

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 34
Wieso du auch nachts 130 fahren sollst? Ganz einfach: Weil du innerhalb des Sichtbereichs anhalten können musst. Und wenn du mit 130 unterwegs bist, beträgt der Anhalteweg unter normalen Bedingungen bereits 208 Meter bzw. 124 Meter bei einer Gefahrenbremsung. Dein Scheinwerfer leuchtet vielleicht in Hauptfahrrichtung noch 208 Meter halbwegs gut aus, aber schon in den Seitenbereichen, aus denen Gefahr droht, wird es schwummerig.

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 35
Ich finde die Niederländer haben das schon ganz gut gelöst.

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 36
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2016/Unfallentwicklung_2015/Pressebroschuere_unfallentwicklung.pdf?__blob=publicationFile

Also nach der Statistik gibt es nur einen Grund für ein Tempolimit: Umweltschutz.

Wenn es um Sicherheit gehen würde, müsste man zuerst Alkohol verbieten und dann die Landstrasse auf 80 km/h reglementieren bzw. die Fahrzeuge dort technisch drosseln.

"70,9 % aller tödlich verunglückten Pkw- und 72,0 % aller tödlich verunglückten Kraftradnutzer starben nach Unfällen auf Landstraßen."

Auf Autobahnen sieht es eher danach aus, dass sich an bestehende Gebote nicht gehalten wurde bzw. bei Nebel, Regen usw. zu schnell gefahren wurde (was schon bei 80 km/h der Fall sein kann). Eine echte Zahl zu den Hochgeschwindigkeitsunfällen jenseits der 150 km/h (und nur diese könnten durch ein Tempolimit reduziert werden) habe ich nicht gefunden.

"Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2015 war mehr als ein Drittel (6 916) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens ein Beteiligter die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte beziehungsweise für die vorliegenden Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr."

Die ganzen statistischen Auffälligkeiten mit den 18-24-jährigen, den Männern, Frauen und Rentnern halte ich für nicht änderbar. Oder sollen wir nun ab 65 Jahre den Führerschein abgeben? Oder erst ab 25 Jahre fahren dürfen? Hier auf dem Dorf fahren die Leute noch mit 90 und drüber. Die Alternative für die Alten würde dann heissen: ab ins Heim. Ein Leben ohne Auto ist auf dem Lande in Deutschland in vielen Gegenden nicht mehr möglich.

Ein Tempolimit in Deutschland befürworte ich übrigens nicht, auch wenn ich den Aspekt der verbesserten Umweltverträglichkeit durchaus sehe. Allerdings halte ich die Wertschätzung - die Deutschland allein durch die Tatsache, dass bei uns Geschwindigkeiten wie in Autorennen auf normalen Strassen gefahren werden können, bei hochmotorisierten, fahraktiven, hochpreisigen Fahrzeugen weltweit geniest - für eine wichtige Stütze im Wettbewerb. Viele PKWs in Deutschland werden für Geschwindigkeiten weit jenseits der 200 km/h entwickelt und so auch oft getestet. Für Fahrwerke, Bremsen, Antriebe, Karossensteifigkeit, Geräuschdämmung und passive Sicherheitsfeatures ein Vorteil im weltweiten Wettbewerb, wie man an der Dominanz der deutschen Marken im Segment der hochmotorisierten Fahrzeuge sieht. Fasst der einzige Punkt, wo sich Deutschland mal etwas wirklich "Unvernünftiges" leistet, was man auch nicht vernünftig begründen kann -  ausser war so, ist so, bleibt so, da es keiner wagt zu ändern.

Und umwelttechnisch könnte man wesentlich mehr tun, indem man z.B. Städte ab 20.000 Einwohner einfach komplett für PKWs sperrt, Parkflächen re-naturiert und nur noch ÖPNV, EV-Car Sharing und Fahrräder zulässt. Aber das gehört wohl nicht hierher.

Gruss

Wanderdüne



Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 37
Strecken ohne Tempolimit gibt es eh kaum noch. Mir wäre es da wesentlich wichtiger, wenn die bestehenden Limits erstmal eingehalten werden würden. A59 - 80km/h fährt niemand. NIEMAND. Selbst der Reisebus heute war mit 100 unterwegs.

Generell Baustellen. 60km/h. Fährt auch niemand und wehe man hat einen eiligen LKW hinter einem.

Das ist es im Endeffekt doch, was wichtig ist, oder nicht?

Ob da ein paar Leute statt 130 150 fahren, wo nix los ist... ich bin mir sicher, das fällt gar nicht auf bei Messungen.

Prinzipiell würde ich mir das aber bei zweispurigen Autobahnen wünschen generell auf 120 zu begrenzen, damit man nicht nur die Wahl zwischen 70-90 auf einer vollen Spur und 160 hat.


Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 38
Allerdings halte ich die Wertschätzung - die Deutschland allein durch die Tatsache, dass bei uns Geschwindigkeiten wie in Autorennen auf normalen Strassen gefahren werden können, bei hochmotorisierten, fahraktiven, hochpreisigen Fahrzeugen weltweit geniest - für eine wichtige Stütze im Wettbewerb. Viele PKWs in Deutschland werden für Geschwindigkeiten weit jenseits der 200 km/h entwickelt und so auch oft getestet. Für Fahrwerke, Bremsen, Antriebe, Karossensteifigkeit, Geräuschdämmung und passive Sicherheitsfeatures ein Vorteil im weltweiten Wettbewerb, wie man an der Dominanz der deutschen Marken im Segment der hochmotorisierten Fahrzeuge sieht.

Hui, das ist ein Gedanke, auf den ich noch gar nicht gekommen bin. Du meinst also, wie wären bei hochmotorisierten Fahrzeugen führend? Ich denke da anders, nämlich an McLaren, Lamborghini, Bentley, Ferrari und Co. Gut, vielleicht noch Porsche, die passen in diese Linie, auch wenn Porsche den Glanz früherer Tage, als ein 911 noch in gleichem Atemzug wie ein Testarossa oder Diablo genannt wurde, längst für mich verloren hat. Wenn ich heute einen Ferrari auf der Straße sehe (erst gestern übrigens), schaue ich ihm bewundernd nach. Wenn ich einen Porsche auf der Straße sehe (was deutlich öfter vorkommt), denke ich nur: "Schon wieder einer."

Ich sehe hier keine Dominanz unserer Hersteller. Aber vermutlich meinst du mit hochmotorisiert eher die Limousinen und SUVs mit zwischen 200 und 500 PS? Ja, da gibt es wohl nicht viel in Europa. In den Staaten fahren sie auch in der Klasse vermutlich eher Ford, Chevrolet, Cadillac und Co., oder? Zumindest wenn ich mal einen Bericht aus den Staaten sehe, sehe ich deutlich mehr amerikanische Fabrikate als deutsche. Dominanz? Im Heimatmarkt vielleicht.

Das Argument gegen ein Tempolimit, welches du hier anführst, ist zumindest meiner Meinung nach sehr kreativ.  ;D

Und wenn nun der Aspekt der Sicherheit dieser auf höhere Geschwindigkeiten und mehr Leistung hin entwickelten Fahrzeuge ins Feld geführt werden soll, frage ich mich, wozu das nötig ist, wenn sowieso nicht schnell gefahren werden darf?

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 39
Das ist gar nicht so abwegig, wie du denkst. Ich finde leider das Video nicht mehr wieder, aber ich hatte letztes Jahr ne amerikanische Reportage zu dem Thema gesehen, wo die Amis die These hatten, dass wir unter anderem einen Technologievorsprung haben, weil die Fahrzeuge konsequent auch für den Gebrauch auf Autobahnen hin entwickelt werden. Die Reportage war nicht mehr die neuste allerdings.

Wenn du mal schaust, wo die Deutschen eigentlich immer top sind: Bremsen, Fahrwerk.

Da kommen auch die Japaner nicht mit. Selbst der 20 Jahre alte 316i compact meines Kollegen mit M-Fahrwerk dämpft besser als mein Prius.

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 40
130 km/h ist doch eine schöne Reisegeschwindigkeit, aber zu viele Baustellen und unnötige Tempolimits versauen alles. :D Und gerade bei 130 wird ein E-Auto zum Stromsauger.

Aber das man immer mehr und mehr nicht seine PS ausfahren kann, hat leider nix daran geändert das die Autos immer noch größer, schwerer, breiter, schneller werden und die Rowdys immer mehr, frei nach dem Motto: weil man es kann!

Ich gebe es ja auch zu, das mich viele PS reizen würden und der Renaul Zoe mit seinen 90 PS eher abtörnt 8), aber wer bitte braucht 200 PS? NIEMAND! Früher bin ich mit meinen 45 PS (Corsa B) auch überall hingekommen - ok, bergauf war es nicht lustig und bei einer eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von 145 war es auf der Sauerland-Linie schon lustig wenn es bergrunter auf 165 ging und dann bergauf sich langsam bei 100 einpendelte. :D

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 41
200PS und brauchen. Tja, das ist immer die Sache. Spaß kommt in verschiedenen Dimensionen ;)

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 42
@MGLX Die Aussage zu den Bremsen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wenn man sich die diversen Bremswegvergleiche anschaut, dann siegt in jeder Klasse so ziemlich jeder mal. Da ist in der Bestenliste alles dabei: BMW, Mercedes, Audi, Skoda, Fiat, Hyundai, Mazda... Und die Unterschiede sind im Übrigen häufig so gering, dass die Rangfolgen evtl. auch auf eine gut ausgewählte Bereifung des zum Test bereitgestellten Fahrzeugs zurückgehen könnten. Es fällt zumindest auf, dass insbesondere europäische Autos häufig auf deutlich edeleren Reifen zum Test rollen als dem Auslieferungsstandard entspricht.
Na ja, und beim Fahrwerk ist man ohnehin im Bereich der persönlichen Vorlieben. Mir persönlich ist beispielsweise eine französische Sänfte lieber als die Steifbeinigkeit eines unbeladenen Golf, über den selbst manche germanophile Tester sagen, dass er erst mit ordentlich Zuladung seinen optimalen Federungskomfort erreicht. Wie häufig hat man die? Und wie häufig nutzt man das Bisschen Gewinn an Sportlichkeit, das man sich mit diesem Komfortverzicht erkauft? Aber beim Slalomtest, der nach Ansicht vieler anscheinend repräsentativ für Automobilnutzung ist, gewinnt man damit natürlich...
Im Übrigen -und damit wieder zum eigentlichen Topic- ist mir völlig unklar, warum ausgerechnet unsere glatte und mit riesigen Kurvenradien ausgestattete tempounlimitierte Autobahn sonderlich zur Optimierung von Fahrwerk und Bremsen beitragen sollte. Da haben die Bergregionen dieser Welt viel größere Herausforderungen zu bieten.

Ich persönlich würde restriktivere Tempolimits auf Autobahnen wie Landstraßen (gerade auch dort, denn die sind vielfach gefährlicher als Autobahnen) und Stadtstraßen aus folgenden vier Gründen befürworten:
  • Emissionsvermeidung - unmittelbare Verbrauchs-, Schadstoff- und Lärmreduzierung durch Verringerung der Fahrwiderstände sowie langfristig weitergehende Reduktion durch einen Anreiz zu automobilem Downgrading.
  • Sicherheit - geringeres Unfallrisiko durch Verringerung kinetischer Energien, homogeneren Verkehrsfluss, Reduktion des Aggressionsniveaus, Verlängerung der verfügbaren Reaktionszeiten aufgrund reduzierter Differenzgeschwindigkeiten.
  • Verkehrsvermeidung - längere Reisezeiten begünstigen die Verlagerung auf andere Verkehrsträger und verändern auch die Kosten-Nutzenrechnung nicht regionalisierter Kundenkontakte.
  • Technische Innovation - die mit Geschwindigkeitsreduktion und -unifizierung einhergehende Komplexitätsreduktion sowohl bzgl. der technischen Anforderungen an ein Fahrzeug als auch bzgl. des Verkehrsgeschehens erleichtert die Einführung nicht funktional äquivalenter Technologien, wie e-Mobilität oder automatisierter Fahrfunktionen.

Antw.: Tempolimit in Deutschland, ja oder nein?

Antwort Nr. 43
@Wanderdüne

Du hast sicherlich Recht das unsere Autos deshalb ein besonderes Prestige haben. Aber ganz ganz Ehrlich: Werden dadurch so viel mehr Fahrzeuge verkauft? Wäre es nicht wesentlich besser das Entwicklungspotential in andere Richtungen zu lenken?

Anstatt einen Motor dahin zu trimmen das er auch noch 250 schafft (gut, dafür muss dann halt die Abgasreinigung abgeschaltet werden damit die gute Maschine nicht kaputt geht) wäre es doch wesentlich sinnvoller diese Maschine auf Verbrauch und Sauberkeit zu optimieren.

Beim Fahrwerk/Bremsen ein ähnliches Problem. Klar muss alles etwas größer dimensioniert sein damit die 250 km/h auch möglichst schnell abgebaut werden können. Aber auch da wäre weniger mehr. Das wäre ein wirkliches Downsizing, nicht diese aufgeladenen Minimotörchen.

Sportwagen würde es trotzdem noch geben, genauso gut wie jetzt. Und die werden sicherlich nicht auf der Autobahn entwickelt. Aber der Gebrauchsgegenstand Auto würde diese ganze Hightech nicht brauchen wenn er nicht für diese Höchstgeschwindigkeit hin gebaut werden müsste.