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Thema: Probefahrt Cupra Leon ST PHEV (340-mal gelesen)
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Probefahrt Cupra Leon ST PHEV

Soo nach langer Inaktivität gibt es auch bei uns im Haus etwas neues.

Ich habe den Thread mal im VW Forum aufgemacht, da der Antrieb ja dem des Golf GTE gleicht. (Ich denke die Forenleitung wird es bei Bedarf passend verschieben.)

Das Leasing des Dienstwagens läuft im April aus, also muss ein Ersatz her.
Da ich bisher mit dem Seat Leon zufrieden war und der Händler/Werkstatt ihren Job auch zufriedenstellend erledigt haben, wollte ich direkt bei Seat bleiben.
Gesucht wird ein Kombi in der Kompaktklasse möglichst PHEV und das auch noch in bezahlbar.

Praktisch war, dass direkt der Cupra Leon Vorführer gepurzelt ist, als ich beim Händler aufgeschlagen bin.
Der Termin für die Probefahrt wurde gleich fest gemacht und so durfte ich wohl als einer der ersten deutschen Kunden dieses Fahrzeug bewegen, welches es noch nicht einmal auf die Bafa Förderliste geschafft hat und deswegen vom Händler auch noch nicht zugelassen wurde.
Dank roter Kennzeichen war leider keine 24h Probefahrt möglich so dass ich nur 4 Stunden Zeit hatte mich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen.

Das Fahrzeug wurde mit 100% SoC beim Händler abgeholt und im Battery Hold zur Firma bewegt.
Da machte sich direkt der erste Punkt bemerkbar, obwohl ich Battery Hold/Charge auf 100% gestellt hatte wurde die Batterie bis 94% entladen. Also in der Firma direkt den Ladeziegel ausgepackt und den Kollegen das Auto vorgestellt. Vorher wurde an der unbebauten Sackgasse überprüft wie die Beschleunigungswerte des reinen E-Antriebs und des Hybrid-Antriebs so ausfallen. Das Laden von 90% auf 100 % SoC dauert knapp einen halbe Stunde.
Verbrauch bisher 20,4 kWh/100km und 8l/100km Super E5.

Nach dem Vollladen wurde direkt alles genullt und es ging zur Mammutaufgabe. Der Weg Firma - Wohnung - Firma sollte absolviert werden. 46km Strecke mit 270 Höhenmetern direkt nach der Abfahrt in der Firma und gegen Ende wieder 260m bergab.
Mit 16,2 kWh begnügte sich der Cupra im E-Mode und schaffte so die Strecke  mit 9% SoC und noch 5km Restreichweite.
Somit stand fest, im Sommer reicht es nur in der Firma zu laden und für den Winter muss definitiv eine Lademöglichkeit geschaffen werden, alleine auf den Komfort der Vorklimatisierung/Heizung möchte ich nicht verzichten.

Der Cupra Leon zeigte sich auf der weiteren Probefahrt als gutmütiges Fahrzeug welches im Comfort Modus auch dahingleiten kann. Drückt an aber Cupra Knopf dann produziert der Soundgenerator eine Menge Lärm, das Fahrwerk wird straff und die Abstimmung des Hybrid-Antriebs ändert sich in den ICE-lastigen Modus und die E-Maschine wird als zusätzlicher Boost genutzt.

Natürlich hat der neue Leon ein Infotainment, welches dem Golf 8 ähnelt.
Bedeutet fast keine Knöpfe im Innenraum nur noch Sliderflächen am zentralen Display und die Lichtinsel Richtung Fahrertür.
Dort kann man Licht an/aus/Auto schalten. Defrost/Heckscheibenheizung und die Nebelscheinwerfer/-schlußleuchte einschalten.
Die Bedienung des Fahrzeugs wurde auf Sprachkommandos optimiert welche prima funktionieren solange das Auto eine Onlineverbindung hat. Ohne Onlineverbindung ist die Bedienung echt mühsam und Bedarf mehrfacher Versuche.
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An Assistenten war der Travelassist verbaut welcher ACC/LaneAssist miteinander koppelt und der EcoAssist.
So stellt der TravelAssist auf Wunsch automatisch die richtige Geschwindigkeit im Abstandstempomat ein je nach Beschilderung, bremst für Kurven ab und vor Kreuzung/Kreisverkehr. Auch bei Fahrt ohne TravelAssist meldet der EcoAssist ab wann es sinvoll ist den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Der Intelligent Hybrid Modus sorgt im Alltag dafür den PHEV möglichst oft auszunutzen, dort gibt man seine Heimatadresse/Ladeadresse an und das Fahrzeug versucht die Batterieladung so einzuplanen, dass bei aktiviertem Navi der E-Mode möglichst für Stadtverkehr genutzt wird und trotzdem die Batterie bis zu Ankunft zu Hause leer gefahren ist.

Leider lädt der Cupra nur 1 Phasig mit max 3,7 kW LadeLeistung. So dauert es etwas über 4 Stunden bis laut Fahrzeug die Batterie vollständig geladen ist. Die Batterie sitzt übrigens unter der Rücksitzbank und hat den Tank nach hinten in den Kofferraum verdrängt. Dafür entfällt der variable Ladeboden und man hat dort nur noch ein Staufach für das Ladekabel.


Bilder von Außen habe ich mir gespart und sind in wesentlich schöner im Internet zu begutachten. Mir ging es beim Test tatsächlich um die Eigenheiten des PHEV Antriebs. Aber ab April kann ich dann wohl ganz detailliert berichten wie sich das Auto im Alltag schlägt.



Antw.: Probefahrt Cupra Leon ST PHEV

Antwort Nr. 1
Danke für den Testbericht, auch wenn das Auto für mich nicht in Frage kommt.
Soundgenerator? Sofern man den nicht dauerhaft ausschalten könnte, wäre das für mich schon ein absolutes No-Go. Ich freue mich ja schon drauf, endlich ohne Geröhre unterwegs sein zu können, ohne dass mir auch noch zusätzlich künstlicher Lärm in die Ohren geplärrt wird. Aber wenn man das mag...  ;D
Zum Cockpit: Ein weiteres Tablet auf Rädern (wieso muss das Display so rausragen?) und fast alles über Touch zu bedienen. Das wäre das zweite No-Go für mich. Ich hasse es ja schon, dass ich im Auris die Verkehrsmeldungen wegtouchen muss, weil es dafür keinen Knopf gibt.
Für die Bauform scheint mir der Verbrauch doch was hoch zu sein, oder? Das Auto sieht doch eigentlich sehr windschnittig aus und selbst bei leerem Akku hätte ich im Hybrid-Modus bessere Werte als 8l/100km erwartet. Oder warst du viel mit Vollgas auf der Autobahn unterwegs?

Antw.: Probefahrt Cupra Leon ST PHEV

Antwort Nr. 2
Die 8l/100km standen nach dort nach ca 5 mal Beschleunigen von 0-100 mit Vollgas. Fährt man vorausschauend Überland/Stadt sind ca 5l/100km möglich bei leerer Batterie.
Der Lärm des Soundgenerators ist einstellbar und nur im Sport/Cuprampde aktiv oder auf Individual.

Antw.: Probefahrt Cupra Leon ST PHEV

Antwort Nr. 3
Ok, das klingt dann schon besser!

Antw.: Probefahrt Cupra Leon ST PHEV

Antwort Nr. 4
Der Intelligent Hybrid Modus sorgt im Alltag dafür den PHEV möglichst oft auszunutzen, dort gibt man seine Heimatadresse/Ladeadresse an und das Fahrzeug versucht die Batterieladung so einzuplanen, dass bei aktiviertem Navi der E-Mode möglichst für Stadtverkehr genutzt wird und trotzdem die Batterie bis zu Ankunft zu Hause leer gefahren ist.

Benötigt er dafür eine laufende Routenführung oder geht es auch ohne?

 

Antw.: Probefahrt Cupra Leon ST PHEV

Antwort Nr. 5
Wenn man am Ladepunkt startet definitiv. Hat er kein Ziel hinterlegt startet er einfach in reinen E Mode und leert die Batterie.