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Thema: Energiewende und EEG (181-mal gelesen) - Abgeleitet von TMs i3 REX
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Energiewende und EEG

Sorry TM aber nicht der Grunstrom wurde teuer gemacht, sondern über eine Zusatzabgabe der normale Strom in Dtl verteuert, damit die Investoren in EEG Projekte die teuren Anlagenkosten überhaupt erst wirtschaftlich rechnen konnten,  mit guten Profiten. Eine Verteilung von Arm zu Reich. Kannst ja mal in Westdeutschen Solardörfern fragen, wieviel sie mit der Aufdachanlage verdient haben. Es waren Anlageobjekte die alle anderen zu zahlen hatten.
Wenn sich jetzt jemand beschwert, dass der Strom so teuer ist, dann hat er dieses Modell komplett nicht kapiert. Preiswerten Strom gibt es heute, so schizophren das nach meinem Vorwort auch klingt, nur vom eigenen Dach, weil die Anlagen mittlerweile preiswerter geworden sind und beim eigenen Strom bis 10.000 kWh /a keine Abgaben zu zahlen sind.
Um es kurz zu sagen, deine Behauptung ist Unsinn.

Antw.: Energiewende und EEG

Antwort Nr. 1
@Mittelblock
Ich glaube Du hast meine Aussage missverstanden. Auf Grünstrom ist EEG-Umlage. Das ist, wenn man eine Energiewende will, kompletter Blödsinn. Die Energiewende-Kosten müssen auf Kohle, Öl resp. die Fossilen-Energieträger umgelegt werden. Dann bleibt Grünstrom günstig und Kohlstrom wird ebenso wie Heizöl und Benzin teurer. Und spätestens wenn Du jemand erklären musst was es mit Eigenstromverwendung und EEG-Umlage auf sich hat, versteht keiner mehr die Welt... ein Musterbeispiel, wie man die Energiewende versemmeln kann.

Antw.: Energiewende und EEG

Antwort Nr. 2
Versemmelt wäre nur, wenn wir alternative Energien nicht massiv fördern würden und bei der Atomkraft bleiben würden. Die Bürger sind lange vor der Wiedervereinigung auf die Strasse gegangen und haben das Ende der Atomkraft gefordert. Das die Politik dann endlich auf die Bürger gehört hat, ist gut so. Die Japaner haben mit Fukishima dann den endgültigen Beweis angetreten, dass Kernkraft nicht beherrschbar und Unsinn ist.

Da gibt es leider genug Länder, die alternative Energien wie Windkraft und Photovoltaik nicht fördern. Das Problem ist nicht teurer Strom, sondern zu billiges Benzin und subventionierter Diesel.

Antw.: Energiewende und EEG

Antwort Nr. 3
das ist leider nicht ganz richtig: die Politik hat hier keinesfalls auf die Bürger gehört, sondern der Atomausstieg wurde in seiner heutigen Form gerade wegen Fokushima beschlossen; hätte es diese Katastrophe nicht gegeben, würden wir hier je nach regierender Partei immer noch über Restlaufzeiten und ggf. neue AKWs diskutieren!

Zitat
In Westdeutschland begann der Atomausstieg unter der ersten rot-grünen Bundesregierung (Kabinett Schröder I) mit der „Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000“. 2002 wurde der Vertrag („Atomkonsens“) durch Novellierung des Atomgesetzes rechtlich abgesichert.[100] In der Folge wurden am 14. November 2003 das Kernkraftwerk Stade (640 MW)[101] und am 11. Mai 2005 das Kernkraftwerk Obrigheim (340 MW)[102] endgültig abgeschaltet. Für alle anderen Atomkraftwerke wurden Reststrommengen vereinbart, nach deren Erzeugung die Kraftwerke abgeschaltet werden sollten. Feste Abschalttermine wurden nicht vereinbart, die Strommengen waren so bemessen, dass ein Betrieb der letzten Kraftwerke etwa bis in die Jahre 2015–2020 möglich gewesen wäre.

2010 wurde unter dem Kabinett Merkel II das Atomgesetz durch eine Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke im Sinne der Atomwirtschaft modifiziert. Es wurde vom Bundestag am 28. Oktober 2010 beschlossen; die sieben vor 1980 in Betrieb gegangenen Kernreaktoren erhielten je zusätzliche acht Betriebsjahre, die übrigen zehn je zusätzliche 14 Betriebsjahre.

Am 14. März 2011 – wenige Tage nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima – beschloss das Kabinett Merkel II einen weiteren deutlichen Wechsel ihrer Atom- bzw. Energiepolitik:
Quelle: Atomausstieg – Wikipedia

Antw.: Energiewende und EEG

Antwort Nr. 4
Fukushima war nicht der Grund des Atomausstieges, sondern der Anlass, um es endlich schneller durchführen zu können. Da ist schon ein Unterschied. Ohne die massiven Demonstrationen gegen Atomkraftwerke hätte es den Ausstieg nicht gegeben. Und vermutlich auch nicht die Grüne-Partei.

Hier geht es aber um TMs i3 REX. Finde beeindruckend, dass er mit 14,8 kWh in CH ohne Wärmepumpe hinkommt. Gratulation dazu! In zwei bis drei Jahren ist ein gebrauchter i3 ein heißer Kandidat für einen Nachfolger meines Yaris Hybrid.

 

Antw.: Energiewende und EEG

Antwort Nr. 5
@Mittelblock
Ich glaube Du hast meine Aussage missverstanden. ... Die Energiewende-Kosten müssen auf Kohle, Öl resp. die Fossilen-Energieträger umgelegt werden. Dann bleibt Grünstrom günstig und Kohlestrom wird ebenso wie Heizöl und Benzin teurer. ...
Für Dich zur Aufklärung: "Grünstromanlagen" produzierten und produzieren Strom zu Kosten, die über den Marktpreisen (Strombörse) lagen und liegen. Einige neue Windparks (offshore) produzieren mittlerweile zum bzw unter dem Marktpreis und sind profitabel. Diese Anlagen erhöhen die EEG Umlage nicht mehr.
Der Gesetzgeber hatte mit dem EEG einen Differenzbetrag definiert.
Bsp.: Wenn die garantierte Vergütung einer Anlage zum Zeitpunkt der Inbetriebsetzung 11ct/kWh beträgt wird dem Betreiber genau diese Vergütung auf 20 Jahre garantiert. Ist der Marktpreis (konstant, aber unrealistisch) bei 3,5ct/kWh, dann kommen die restlichen 7,5ct/kWh aus dem EEG Vergütungskonto, dass auf alle Konsumenten verteilt wird.
In der Stromrechnung ist das als EEG Umlage ausgewiesen. Dh. die Kosten WURDEN auf Öl/Gas/ Kohle umgelegt-zumindest für den Endverbraucher!
Ich weiß jetzt nicht, was Du daran nicht verstehst...

Grünstrom wird erst günstiger wenn die Investitionskosten der Anlagen sich mit Profit innerhalb der Nutzungsdauer armortisieren ohne dass Subventionen notwendig sind. Das geht nur über Skaleneffekte und technischen Fortschritt. Dafür war das EEG mit den stetig reduzierten garantierten Vergütungen gedacht. Es sollte der Fortschritt gefördert werden.