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Thema: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen (548-mal gelesen)
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kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

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Quelle: ENTEGA / I Punkt, Ausg. A/Bergstr. u. B/Odenwald, 09.08.2018

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 1
Zitat
"Mit den neuen Stromtankstellen wird zukünftig gewährleistet, dass unsere Kunden auch nur die Menge Strom bezahlen, die sie auch laden"
Aber das ist doch jetzt auch schon so :-/

Toll, dass man nun in praxisgerechten Einheiten abrechnen kann darf!

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 2
Lies halt mal alles, was danach noch dort steht.  ;)

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 3
Habe ich! :knicks:

Deshalb auch der zweite Satz in meinem Posting.

Ich fand den zitierten Satz trotzdem zitierenswert, man bezahlt halt bisher auch genau die Menge Strom die man geladen hat.
Lediglich die Abrechnungsmodalitäten ändern sich, von Pauschalpreisen pro Ladung oder Minutentarifen - was beides zu stark unterschiedlichen Strompreisen führen kann z.B. (siehe hier) hin zu einer Abrechnung nach kWh wie man es seit Jahrzehnten auch zu Hause gewohnt ist.
Stell dir mal vor, du müsstest an der Tankstelle nicht nach Litern sondern nach Zeit bezahlen. Da würde der letzte Liter zusätzlich ganz schnell sehr unattraktiv werden.

Wobei der Kilowattstundenpreis hier noch offen ist  ;)
Aber auf alle Fälle ein Schritt in die richtige Richtung!

Dank durch die Werbung lange propagierter "Geiz ist geil!" - Mentalität wird es allerdings demnächst einen Aufschrei geben, wenn die Kilowattstunde an der Stromtankstelle mehr kostet als die gewohnten ~0,26€/kWh die man zu Hause bezahlt.

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 4
Finde ich gut. Die Minutentarife ohne Abrechnung nach Lademenge, die sich stark verbreitet haben, machen den Ruf des E-Autos kaputt und sind insbesondere für E-Autos mit 1-Phasen Lader kaum zahlbar.

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 5
Die Abrechnung nach Verbrauch könnte aber auch dafür sorgen, das manche die Ladesäule als persönlichen Tagesparkplatz ansehen.

 

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 6
warum nicht eine Mischung aus beiden? Laden bis voll nach Verbrauch abrechnen; Kulanzzeit 15 Minuten und anschließend Stellplatzmiete solange das Kabel eingestöpselt ist ;D (nicht angeschlossene Fahrzeuge könnten abgeschleppt werden Falschparker an Ladesäulen: Welche Städte schleppen ab? | aio)

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 7
Die Abrechnung nach Verbrauch könnte aber auch dafür sorgen, das manche die Ladesäule als persönlichen Tagesparkplatz ansehen.
Klar ist es nicht sinnvoll, dass für ein Auto, dass stundenlang steht und nicht mehr lädt nichts berechnet wird. Dann bezahlt man eben eine Art Parkplatzgebühr, die höher sein muss als die normalen Parkgebühren, um zu motivieren.

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 8
@teilzeitstromer es könnte alles so einfach sein, wenn man wollen würde, oder?  :-/


Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 10
Ich freue mich auf eine kWh-genaue Abrechnung.
Alternativ würde ich auf Parkplätzen eine in die Parkgebühr integrierte Gebühr für langsame Ladungen (max. 11 kW, auch 3,7 kW möglich) befürworten.
Beim Schnellader muss die Ladezeit kurz gehalten werden, Parken muss so teuer sein, dass es niemand macht - vor der Zapfsäule parkt ja auch niemand länger. Auch die Stromkosten können meiner Meinung nach ca. doppelt so hoch sein, wie der Haushaltspreis - die Infrastruktur will auch bezahlt werden.

Leider gibt es derzeit noch Wildwuchs - alle Modelle werden ausprobiert.

Ich kann mit einer Flatrate z.B. nichts anfangen. Bei 45€ Flatrate müsste ich mit dem TWIKE nach meinem Strompreis mehr als 4500 km monatlich fahren bis es sich rentiert.

Gruß
Martin

P.S.: Auf der letzten großen Ausfahrt mit dem eGolf (551 km) habe ich 61 kWh gebraucht und auswärts 12,74 € an Strom gezahlt.

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 11
So, jetzt ist es passiert.
Naturstrom hat die Verrechnungsart ihrer Ladekarte aktualisiert - verschlimmbessert.
Ehemals hat man pauschal per Minute abgerechnet, und zwar gestaffelt für Wechsel- und Gleichstrom.
Nun ist die neue Strategie: 5,90€ pro Wechselstromladung, 7,90€ per Gleichstromladung.
Es gibt sogar einen dezenten Hinweis auf dem Knackpunkt:
"Die Berechnung erfolgt unabhängig von der Dauer eines Ladevorgangs – also auch dann, wenn der Ladevorgang nach kurzer Zeit abgebrochen wird."

Im Kontaktformular habe ich bei denen mal angfragt, wieso das nun so sein soll.
Text:
"Die Pauschalpreise per Ladung gefallen mir nicht so recht.
Bei Wechselstromladung muss ich mindestens 20kWh laden, um in etwa auf die Kosten von 5,90€ zu kommen. Beim DC-Laden sind es gar 27kWh. Warum wurde vom Preis per Minute abgegangen? Was passiert bei durchaus "üblichen" Ladeabbrüchen? Neustart kostet wiederum Festpreis. Für einen Ioniq mit 28kWh Kapazität bedeutet es immer ein Verlustgeschäft, da Leerfahren vorm Laden zu riskant ist (Liegenbleiben vorprogrammiert). Gruß
"

Man liest ja bei GoingElectric immer wieder von Abbrüchen nach Sekunden/Minuten und Neustart, um Saft zu bekommen.
Interessiert mich nun echt, wie das verrechnet wird. Zweimal 5,90€ abdrücken kann es ja nicht sein!
Jeder  Druck auf Notaus durch einen missgünstigen "Spaßvogel" kann 5,90€ kosten (oder auch 7,90€).
Pausieren, um einen Notleidenden zwischendurch laden zu lassen, ist dann auch nicht mehr drin - schade.

Wieder ein Punkt mehr auf der Schwarzliste meiner Frau gegen die E-Mobilität.

Gruß
Helmut

PS: Bleibt wohl nur noch Maingau und EinfachStromLaden

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 12
Lustigerweise nur in Deutschland ein Thema. In allen anderen Ländern kann man prima pro Minute laden. Die versuchen mit allen Mitteln die deutsche Automobilindustrie ins Abseits zu schieben.

Antw.: kWh-genaue Abrechnung an Stromtankstellen

Antwort Nr. 13
Ist davon ab auch sozial ungerecht, da die Kolosse mit ihren Monsterbatterien begünstigt und die Leute mit kleinen Autos mit kleineren Akkus benachteiligt werden. Das ist so eine Art invertierte Solidarität.

Würde man jemandem vorschlagen, immer 80€ pro Tankfüllung an Sprit zu bezahlen, egal, wie viel man wirklich tankt und einen obendrein  noch per Karte und Account an Esso, Shell, Aral, etc. bindet, würde dieser Jemand einem zurecht den Vogel zeigen.