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Thema: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test (2357-mal gelesen)
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Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 45
Mit der Ausnahme von DAF bei der Variomatic. Da war die Schaltfolge: N in der Mitte, nach vorne gings vorwärts, nach hinten rückwärts, P gab es nicht (s. etwa Klassik-Test: DAF 66 Variomatic - autobild.de). Eigentlich viel intuitiver als die heute übliche Anordnung. Das wurde allerdings umgestellt als DAF von Volvo gekauft wurde. Von da ab war bei der Variomatic R vorne, N in der Mitte und D hinten. War vermutlich sehr irritierend für die Kunden, aber etwas näher an der klassischen Automatikgetriebeanordnung, bei der R vor N vor D, allerdings beides hinter P liegt.

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 46
Soweit ich mich erinnern kann, hatten alle Automatikwagen den R nach vorn und die 1, 2 und D nach hinten.
"Alle" früheren Automatikwagen, an die ich mich erinnere, hatten keine Tasten (okay, ein paar Amis) oder Joysticks sondern einen Wahlhebel mit der Schaltreihenfolge P,R,N,D - dann noch 2,1 oder was dem Hersteller so einfiel.

 

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 47
Wir haben es noch mal getan und uns jetzt im Frühjahr über Ostern den Nissan Leaf II Tekna gemietet. Wieder mit 40 kWh Akku. Er war gerade günstig…

Wer sich nur für den Verbrauch interessiert, hier noch mal der Link zum Spritmonitor:
Stromverbrauch: Nissan - Leaf - Leaf II N-Connecta - Spritmonitor.de

Dieser Wagen hatte bei Übernahme einen nur um 2 km höheren Kilometerstand als der andere bei Abgabe, weshalb ich die Liste einfach weitergeführt habe.

Was jetzt noch auffiel:

Auch die Ledersitze waren zu weich und boten keinen guten Seitenhalt. Wir wohnen im Voralpenland, das ist es nun mal kurvig.

Nissan hat in den Prospekten den Stromverbrauch von 17 kWh/100 km auf realistischere 19,4-20,6 kWh/100 km angepasst. Das neue Modell mit 62 kWh Akku und stärkerem Motor soll 18 kWh/100 km brauchen.

Zufall ist oder nicht? Dieses Modell schien karosseriemäßig besser verarbeitet zu sein, zumindest klapperte nichts und die Heckklappe ließ sich leichter schließen.

Das Display blendet stark, wenn die Sonne von hinten rein scheint

Das Display schaltete Mitte April bei strahlendem Sonnenschein zwischen 18 und 19 Uhr auf Nachtmodus. Draußen dunkel wurde es gegen 20:30 Uhr. Kann man ja vielleicht irgendwo einstellen…
Die Verkehrszeichenerkennung - sofern sie denn tatsächlich verbaut ist - funktioniert nicht zuverlässig. Andere Schilder außer Geschwindigkeiten werden nicht angezeigt und die Geschwindigkeitsangaben sind oft eher Zufall.

Die Klimaanlage regelt sehr schlecht und hat nur eine Zone. Bei Fahrtbeginn muss man die Temperatur sehr weit herunterregeln - so auf 16-17°C - damit überhaupt ein leicht kühles Lüftchen weht. 16°C ist die niedrigste Stufe. Erst nach ca. 5 Minuten fängt sie an zu kühlen. Dann war es unten kühl und oben warm - also wieder kalte Beine, wie beim Renault Zoe. Ich verstehe das nicht! Bei meinen früheren Audi wurde einmal die Wohlfühltemperatur eingestellt und gut war es. Man brauchte sich nie mehr darum zu kümmern.

Beim Parken im Carport piepst das Ding in einer Tour. Eine echte Warnung ist das nicht, weil man sie bald schlichtweg ignoriert. Das belegt auch die Tatsache, dass das Fahrzeug schon eine ziemliche Schramme vorne vom Vormieter hatte.

Das Modell hatte den Parkpilot verbaut. Funktioniert hat er schon, aber bis der fertig ist habe ich x-mal selbst eingeparkt.

Der adaptive Tempomat braucht viel zu lange um wieder zu beschleunigen, wenn vor einem jemand rechts abgebogen ist. Dabei kommt das Fahrzeug fast zum Stillstand. Das kann dazu führen, dass der dort wartende Querverkehr glauben könnte, dass man ihn passieren lässt. Das gleiche Verhalten, wenn sich der Vorausfahrende auf die linke Abbiegespur einordnet. Statt zu beschleunigen, wenn das Fahrzeug weg ist, bremst der Leaf stark ab. Damit muss der nachfolgende Verkehr nicht rechnen…

Auf einer 2-spurigen Straße links zu fahren war ausgesprochen unangenehm. Obwohl die Straße frei war und nur rechts LKW fuhren hat er immer mal wieder kurz abgebremst. Zudem wäre er fast mal aufgefahren, hat gepiepst und ich musste selbst bremsen.

Es war keine Regelmäßigkeit festzustellen, wie stark das Auto abbremst, wenn der Tempomat z.B. auf 50 km/h steht, man mit höherer Geschwindigkeit ankommt und z.B vor einer Ortschaft vom Strom (Gas) geht. Mal bremste es stärker, mal fast gar nicht - ohne, dass etwas umgestellt wurde.

Ebenso knurrte einen das Lenkrad (Lane Assistant) manchmal völlig unmotiviert an, andermal wieder kilometerweit nicht.

Während einer Fahrt leuchtete die Warnung auf, dass das Notbremssystem „off“ wäre. Während der Suche im Handbuch ging sie dann wieder aus und blieb auch so.

Vielleicht hatte das Auto auch einfach einen Defekt!
Der Vermieter berichtete allerdings von ähnlichen Problemen bei anderen Fahrzeugen dieses Modells.

Jetzt zu den positiven Seiten
Das Auto hatte LED Licht und entsprechend gut war die Ausleuchtung. Die Abblendautomatik hat funktioniert.
- sorry, sonst keine zu finden.
 
Die reale Reichweite hat sich jetzt im Frühjahr bei 190-220 km eingependelt. Bei vollem Akku wird auch bei diesem Modell zu viel angezeigt - nämlich 270-285 km. Der BC „verrechnet“ sich konstant um ca. 20-25%.

Diesmal haben wir das Auto auch mal unter „Urlaubsbedingungen“ betrieben, inkl. zeitlichem Abstimmen der Fahrten und Unternehmungen mit Bekannten und laden an öffentlicher Ladesäule - auch bei schlechtem Wetter. Da mussten wir dann schon mal bei den Freunden mitfahren, aber das ist ein anderes Thema. Unabhängig vom Leaf hat sich da die Meinung manifestiert, dass eine Reichweite von nur 200 km für uns entschieden zu umständlich ist.