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Thema: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test (1499-mal gelesen)
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Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 30
Genau deshalb haben wir das Auto im Winter gemietet. Um herauszufinden, ob das praktikabel ist.
Der >30 kWh Verbrauch resultierte aus 3 Kurzstrecken mit ca. 35/15/15 km. Jedesmal mit Aufheizen.
Im Yaris fahre ich meine üblichen Strecken ins Büro oder zurück (je <10km) ohne Heizung. Sie wird nur dann aktiviert, wenn Fensteröffnen z.B. durch Regen keine Option ist. Bei 35km (also > 1/2h) würde ich allerdings schon Heizung aktivieren, wobei mir da aber 16°C (kleinste Option beim Yaris) reichen - hab ja Jacke an.

Zitat
Und die Werte sind nicht die vom Bordcomuter, sondern an der Wallbox abgelesen.
Gut so, denn das sind die wichtigen Werte, weil genau diese bezahlt werden. Lädst du an öffentlicher Ladesäule? Mit wieviel kW?

Habe ich es richtig gelesen, dass der Leaf bei dir immer im Freien parken muss?

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 31
Klar könnte man durch weniger Heizung etwas sparen. Man könnte ihn auch an der Wallbox vorheizen.
Mir geht es aber darum, festzustellen wie sich das Auto bei üblichem Fahrverhalten verhält - auch wenn meine Frau fährt.
Ich lade an der eigenen 11 kW Wallbox einphasig und das Auto steht im Carport - also irgendwie schon im Freien.
Weiter als ca. 170 km komme ich damit zu dieser Jahreszeit wohl nicht.
Ein detailliertes Update zu den Verbräuchen mit Temperaturen und Strecken schreibe ich in ein paar Tagen noch mal.

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 32
Bin sehr daran interessiert. Auch, ob Du noch ein Update hast, ob doch mehr als 37 kWh verfügbar sind.

170 km Reichweite bei einem E-Auto mit 37 kWh Akku bei Nutzung der Heizung, also wenn man nicht frieren will, hört sich gemäß der Berichte als ziemlich realistisch an. Mehr als 200 km sind wohl im Winter bei einem 40 kWh Akku kaum drin. Man will ja auch nicht mit dem letzten kWh zur Ladestation schleichen und dort feststellen, dass die Ladestation defekt ist......

Passt auch ganz gut zum Test von Björn Nyland mit dem Nissan Leaf https://www.youtube.com/watch?v=sQansDFt-GM
(200 Kilometer Reichweite, etwas Reserve hat er gelassen) sowie mit dem BMW i3 120 Ah (42,2 kWh brutto bzw. nutzbar 37,9 kWh) https://www.youtube.com/watch?v=afzfVaa513U .

Finde ich aber auch in Ordnung. Wer mehr will, kauft sich einen Niro EV mit 60 kWh Akku.

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 33
Gerade im Winter kommt es noch mehr auf das Fahrprofil an. 5km am Morgen bei voller Heizleistung in die Arbeit, dann 9h stehen und das selbe wieder zurück wirkt sich deutlich anders aus als 30km am Morgen hin und nach 9h wieder 30km zurück. Wobei für mich die Reichweite im Alltag eine untergeordnete Rolle spielt. Ich kann jederzeit daheim laden. Trotzdem habe ich natürlich für die Fahrt zum Supermarkt (2km) die Heizung aus bzw. nur die Sitzheizung an (300W anstelle von 6500W). Für die Langstrecke hängt meine Planung natürlich von der erzielbaren Reichweite ab und da plane ich beim 30kWh-Akku mit maximal 170km Strecken (Vmax 120km/h).

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 34
Hier das versprochene Update. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen.
Mit Werten aus dem Bordcomputer und dem gelieferten Strom aus der Wallbox.

Akku voll - Anzeige 265 km
Datum / Temperatur / Fahrstrecke / Durchschnittsgeschwindigkeit / Verbrauch je 100 km / Restladung / Restreichweite
30.12. / 4°C - 31 km - 61 km/h - 20,1 kWh/100 km - 82% - 208 km
31.12. / 4°C - 15 km - 39 km/h - 21,3 kWh/100 km - 72% - 180 km
01.01. / 5°C - 66 km - 56 km/h - 17,0 kWh/100 km - 33% -   87 km
02.01. / 2°C - 48 km - 65 km/h - 18,6 kWh/100 km -   5% -   13 km
Die Fahrleistung bis 5% Akku waren somit 160 km. Die 5% dazu wären 168 km.
Wenn ich jetzt die angegebene, nutzbare Kapazität von 37 kWh zu Grunde lege, hat er bei 5% Rest 35,15 kWh für 160 km gebraucht. Macht ca. 22 kWh/100 km. Erheblich mehr, als der BC jeweils angezeigt hat.
Nachgeladen: 38,8 kWh ergibt 24,25 kWh/100 km die zu bezahlen sind. Also noch ca. 10% Ladeverluste.
Daraus resultieren vermutlich auch meine Verbräuche über 30 kWh bei den Kurzstrecken und Berechnung über die gelieferte Strommenge der Wallbox.
Ich habe allerdings mal gelesen, dass bei 0% noch ca. 4 kW "Reserve" im Akku sein sollen, was die Berechnung noch komplizierter macht.
Der BC scheint nur langsam oder gar nicht zu lernen und immer mit den gleichen Anfangswerten (100% = hier 265 km) zu rechnen.
Wenn er bei 33 % noch 87 km anzeigt und nicht merkt, dass er mit 67% nur 112 km statt der geplanten 178 km gekommen ist, ist das irgendwie daneben.

Die nächsten Fahrten:

Akku voll - Anzeige 243 km
Datum / Temperatur / Fahrstrecke / Durchschnittsgeschwindigkeit / Verbrauch je 100 km / Restladung / Restreichweite
03.01. / -2°C - 146,8 km - 60 km/h - 17,7 kWh/100 km - 16% - 42 km (berechnet nach dem Verbrauch wären es noch max. 28 km)
Hochgerechnet ergäbe das eine Gesamtreichweite von 175 km.
Nachgeladen: 32,71 kWh = 22,4 kWh/100 km zu bezahlender Strom.

Akku voll - Anzeige 240 km
04.01. / -1°C - 28,7 km - 44 km/h - 20,9 kWh/100 km - 85% - 202 km
Nachgeladen: 6,87 kWh = 23,9 kWh/100 km zu bezahlender Strom.

Was mich wirklich erstaunt ist, dass der BC solche unbrauchbaren Werte anzeigt.
Vielleicht lernt er doch sehr langsam, denn die Reichweitenanzeigen bei vollem Akku gingen ja etwas zurück.
Insgesamt braucht das Auto aber doch sehr viel Strom. Selbst auf der gemütlichen Langstreckentour am 3.1. über Kreis- und Landstraßen.
Falls ich mich verrechnet habe oder mir Denkfehler unterlaufen sein sollten, korrigiert mich bitte.

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 35
Macht der Leaf das Balancing wie die Zoe?
Die Reichweitenberechnung beim Leaf kenne ich nicht. Beim i3 ist die bei aktivierter Navigation sehr genau. Was irgendwie klar ist, denn dann kennt der Computer den künftigen Streckenverlauf. Das sieht dann so aus, dass ohne Navi z.B. ein Wert von 230km für die Reichweite angegeben wird und sobald man die Route (fast nur Autobahn) startet, werden noch 170km angezeigt. Das verwirrt Anfangs den Neuling und natürlich den Automobil-Journalist, der dann folgert, dass das Navi so viel Strom braucht.

Trotzdem kommt mir der Verbrauch des Leafs hoch vor. Freunde mit einer Zoe haben im Winter 18-20kWh/100km und fahren fast nur Kurzstrecke und immer mit reichlich Heizung.
Wobei der Leaf im WLTP mit 20.6kWh/100km (inkl. Ladeverluste) angegeben wird, das kommt mir im Vergleich zum i3 mit 15kWh/100km recht hoch vor.

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 36
Gerade im Winter kommt es noch mehr auf das Fahrprofil an. 5km am Morgen bei voller Heizleistung in die Arbeit, dann 9h stehen und das selbe wieder zurück wirkt sich deutlich anders aus als 30km am Morgen hin und nach 9h wieder 30km zurück.
Stimmt. Da würde ich die 5km-Strecke immer ohne Heizung fahren.

 

Antw.: Nissan Leaf mit 40 kWh im Test

Antwort Nr. 37
Nachtrag: Ich hab mit das Balancing beim Leaf angeschaut. Das findet wie bei der Zoe bei 100% SoC an der Wallbox statt. Der Ladehub 0-100% inkl. 1x Balancing führt zu anderen Ergebnissen als 10x 90%-100% inkl. 10x Balancing. Daraus folgt, dass die Methode das Fahrzeug nach jeder (kurzen) Fahrt wieder voll zu laden keine belastbaren Ergebnisse zum Verbrauch inkl. Ladeverluste bringen kann.