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Thema: Horrorszenarien (1163-mal gelesen)
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Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 15
Nachts wird am wenigsten Strom verbraucht und die meisten Leute werden wohl nachts laden, weil sie das Auto tagsüber brauchen. Führt also möglicherweise eher zu einer homogeneren Auslastung.

Ich sehe da bisher weniger Probleme.
"What if it's all a hoax and we create a better world for nothing"

Soramaru

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 16
Um Deutschland herum werden genügend Atomkraftwerke gebaut. Engpässe wird es nicht geben.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 17
Na dann ist ja alles gut.  ;D ;D
85er Ford Escort 1.1 50 PS -> 91er Ford Fiesta 1.3 60 PS -> 97er Nissan Micra 1.0 CVT 54 PS -> 98er Ford Fiesta 1.25 75 PS -> 2009er Honda Civic FK1 100 PS -> 2012er Honda Jazz IMA 98 PS




Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 18
Wenn das Deine Vorstellung von Elektromobilität ist brauchen wir nicht weiter zu diskutieren!
Das sind die Daten, die DESTATIS her gibt. MEINE Vorstellung von Mobilität ist Mobility-as-a-Service mit autonomen Fahrzeugen. Dabei braucht niemand daheim eine Lademöglichkeit.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 19
Die einen skizzieren Horrorszenarien, so machen es andere:
Netzbetreiber Tennet macht Teslas zu Strompuffern | bizz-energy.com
Zitat
100 Tesla-Fahrer in den Niederlanden haben die Kontrolle über das Laden ihrer E-Autos verloren – ganz freiwillig. Seit drei Wochen bestimmt der Übertragungsnetzbetreiber Tennet, wie schnell oder langsam ihre Fahrzeugbatterien gefüllt werden. Das soll ihm helfen, die Strommenge im Netz stabil zu halten, wenn das Angebot erneuerbarer Energien wetterbedingt schwankt.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 20
Natürlich mit der Gefahr, dass der Wagen bei der nächsten Nutzung nicht hinreichend geladen ist.

Aber Netzstabilität und Versorgung für alle geht klar vor. Also richtige Entscheidung. :)
85er Ford Escort 1.1 50 PS -> 91er Ford Fiesta 1.3 60 PS -> 97er Nissan Micra 1.0 CVT 54 PS -> 98er Ford Fiesta 1.25 75 PS -> 2009er Honda Civic FK1 100 PS -> 2012er Honda Jazz IMA 98 PS




Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 21
Zitat
Per App geben die 100 Stromerfahrer lediglich vor, wann die Batterien ihrer Wagen voll sein müssen. Mit welcher Intensität die Akkus bis dahin geladen werden, bleibt Tennet überlassen.

Einen Abfahrts-Timer inkl. Vorklimatisierung hab ich jetzt auch konfiguriert, d.h. das wäre für mich keine Einschränkung. Ich seh eher als lästig, dass das Auto immer angesteckt werden muss. Ich stecke derzeit alle 1-2 Wochen an, da hätte Tennet vermutlich keine Freude dran.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 22
Die Studie ist kostenfrei herunterladbar bei der Consultingfirma. Einfach mal Oliver Wyman googln.
Qualität der Studie: Bildzeitungsniveau. Es ist reißerisch modern dargestellt. Für die Beteiligung  der TUM an der Studie ist der Stil sehr ungewöhnlich, oder ich bin schon zu alt? Ich würde die Studie, wie Sie aufgemacht ist, als Industrieprosa bezeichnen.
(EDIT): OK. is klar: der Lehrstuhl, der OLIVER WYMAN geholfen hat, lehrt technische BWL. Darum ist die Veröffentlichung inhaltlich so schwach. Von Studie will ich da gar nicht reden.
-> Bitte verzeiht mir, liebe Foristen, ich habe Elektrotechnick studiert und betreue selbst Master und Diplomarbeiter, da weiß ich wie eine ordentliche Studie aufgebaut sein sollte.

Da ich vom Fach (Netz) bin, werfe ich mal die folgenden vier Begriffe in den Thread:
Unbundling -  Erzeugung hat mit, Verteilung (Netzbetreiber) und Vertrieb (Stromanbieter) nichts zu tun. Quersubventionierung nicht möglich
Netzbetreiber - natürlicher Monopolist, für das Hoch/Mittel/Niederspannungsnetz - es gibt rund 800 Verteilnetzbetreiber in Deutschland (Kleinstaaterei läßt grüßen) und 4 Übertragungsnetzbetreiber (380kV/220kV)
Erlösobergrenze - wird von der BNetzA festgelegt und berechnet sich (grob gesagt) aufgrund der getätigten Investitionen der Vergangenheit - dazu wird auch der Ausbau des Netzes für die Erneuerbaren gezählt.
Netzstabilität - wird durch den Übertragungsnetzbetreiber sichergestellt. Gesetzlich so festgelegt.
Infos zu Kostenzusammensetzungen kann man z.B. Hier finden: Entgelte

Ein Netzbetreiber kann, wenn es für Ihn vorteilhaft ist, günstigere Netznutzungsentgelte (machen ca. 20% des Endkundenpreises aus) anbieten. Bei BEV tut sich da was, weil die eben die Gefahr mit sich bringen, dass es im Niederspannungsnetz zu Einsenkungen kommt, die das zulässige Spannungsband unterschreiten. Aber die BEV bieten eben auch die Flexibilität den Bedarf zeitgesteuert in Zeiten zu schieben, in denen kein Engpass des Netzes vorhanden ist. Dadurch lassen sich Netzausbaukosten reduzieren. Diese würde ja eh auf alle Nutzer des Netzes umgelegt werden (Sozialprinzip).
Mehr Strombezug in einem Netz bedeutet dabei aber, dass die Netznutzungsentgelte je kWh sinken könnten, weil es eine Erlösobergrenze für den Netzbetreiber gibt. Aus der Erlösobergrenze geteilt durch den Strombezug/Absatz im Netz errechnet sich das Netznutzungentgelt je kWh.

Für die beiden größten Städte in Deutschland (Hamburg und Berlin) sind selbst optimistische BEV-Hochlauf-Szenarien keine Horrorgeschichten. Das ist ohne Ausfälle zu bewältigen. MGLX hat es schon umrissen. Nachts wird gesteuert geladen und fertig ist die Laube.

Was ich hier zu bedenken geben will ist, dass die Stromversorgungsnetze mit Lebensdauern von 40 und mehr Jahren für die Betriebsmittel kalkuliert wurden und werden. Schnelle Änderungen durch neue Techniken sind Herausforderungen, die Ihren Preis kosten, wenn sie gewollt sind. Von verschlafenen Investitionen sollte in Deutschland bei Thema Stromnetz lieber keiner reden. Oder wer kann sich an den letzten Stromausfall erinnern...  :-/  :-/  :icon_no_sad:

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 23
Wir hatten letztes Jahr 2. Beide allerdings durch technische Defekte in Umspannwerken.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 24
Smartmeter gibts bisher als Option, zumindest bei uns. Jedoch sehe ich keinen Vorteil für so ein Gerät, außer für die von euch genannten Fälle. Als normaler Mieter brauche ich das nicht, es verursacht nur Kosten....und wenn ich dann an das Buch "Blackout" denke, wird mir ganz anders.
Grüße aus dem Münsterland, Berti
Lexus CT200h  ブリンガー (Buringā; der uns überall "Hin-Bringer")

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 25
Einige arbeiten wohl am dem Thema: Consortium to drive major UK vehicle-to-grid trial for EVs - Utility Week

Zitat
The smart technology trial is set to be rolled out this year and will see 135 vehicle-to-grid chargers installed in a ‘cluster’ to see how much spare capacity from car batteries can be collected – not only potentially boosting resilience and flexibility for the network during peak demand but also giving customers the chance to sell and earn money on the energy.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 26
wenn ich dann an das Buch "Blackout" denke, wird mir ganz anders.
Da musst du in Deutschland nicht Angst haben. Hierzulande sind keine Unterbrecherkontakte drin. In Italien schon,  da wurde viel Strom nicht bezahlt. Der Außendienst kam nicht hinterher mit dem eintreiben...
Der smarte Zähler zwang ist auf die Bundesregierung zurückzuführen. Alle Netzbetreiber haben sich mit Händen und Füßen gewehrt etwas zu verbauen, als Ersatz, das nur halb so lange hält wie der normale Zähler,  dafür aber dreimal so teuer ist.
Na verstanden? Der Faktor ist damit 6! Sorry,  das können nur Politiker verzapfen. 


Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 28
Wie meinte TM so passend: jeden Tag das Auto anzustecken ist lästig.
Je mehr EVs in einem Gebiet existieren, umso geringer ist der Gleichzeitigkeitsfaktor, dass alle BEV zur gleichen Zeit Strom benötigen.

Ich denke es wird in Zukunft entweder Spannungsabhängig geladen, oder der Netzbetreiber gibt ein Signal vor- über welchen Weg auch immer. Der Smart Meter ist dabei das Werkzeug des Netzbetreibers - nicht des Nutzers. Letzterer kann den Eigenbedarf über eine Smart-Home-Steuerung (PV-Batterie-BEV-Netz-Hausbedarf) optimieren. Dann wird er für den Netzbetreiber allerdings uninteressant.

Antw.: Horrorszenarien

Antwort Nr. 29
Ich persönlich finde es bei eigener Wallbox nicht lästig. Man muss sich an den einen Handgriff gewöhnen. Danach gehört es einfach dazu, wenn man das Auto abstellt. Bei einem Stellplatz für das Auto mit eigener Wallbox braucht man ja nichts anderes zu machen als die Klappe beim Auto zu öffnen und den Stecker an das Auto anzustecken. Sonst braucht man nicht zu tun. Keine Freischaltung und auch sonst nichts.

Wenn man für diesen einen Handgriff auch noch Vorteile hätte (günstigerer Stromtarif), kann ich mir nicht vorstellen, dass sich da viele verweigern würden. Das mag anders aussehen, wenn man keine eigenen Wallbox hat.

Ist vom Aufwand nichts anderes als das Handy abends aufzuladen. Daran hat man sich auch gewöhnt.

@TM: Hast Du einen eigenen festen Stellplatz mit Wallbox für Deinen i3? Wenn ja, warum findest Du den einen Handgriff für lästig.