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Thema: Wie bringt man die Elektromobilität voran? (66539-mal gelesen) - Abgeleitet von Jorins und Tiffanys L...
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Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 975
Heißt auf gut deutsch: Wir machen nicht das was notwendig ist, sondern das, was uns am Ruder hält. Kein klares Konzept, rumeiern und immer um die Fettnäpfchen slalomlaufen.
Wie zur Zeit wieder. Verschärfte Maßnahmen, wobei sich 90% an die Vorschriften halten. Verschärfte Kontrolle bei den restlichen 10% hätten sicher mehr Erfolg - wäre aber unpopulär.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 976
Mein Heizungsbauer sagte mir bereits vor Jahren, es darf nicht darum gehen, Energie guenstiger zu erzeugen, sondern weniger zu verbrauchen.

Wenn man den Sprit teurer macht, kramen halt die Petrolheads die armen Schlucker aus (die sie sonst einen Sch..ss interessieren), dass die sich dann kein Auto mehr leisten koennen.

Was waere fuer die Umwelt am Besten? Vermutlich alles OePNV. Ist aber unrealistisch.
Was waere das Zweitbeste? Weniger verbrennen, also sparsame (!) e-Autos. Heisst, Sprit teurer machen (und Strom dort belassen, wo er ist). Sprit teurer zu machen, ist allerdings in D sehr unpopulaer - obwohl er jetzt schon deutlich guenstiger ist als vor 10 Jahren - wird also nicht passieren. Bleibt nur, Strom guenstiger zu machen. Das hat den Nachteil, dass nicht auf den Verbrauch der e-Autos geschaut wird. Alternative: Kfzsteuer (oder Zulassungssteuer) deutlich erhoehen - entsprechend dem Verbrauch nach gCO2/km (auch fuer BEV und PHEV gemaess deutschem Energiemix). Ein Teil davon sollte als Freibetrag gelten, darueber ueberproportional steigend. Der Freibetrag sollte vom sparsamsten Fahrzeug am Markt definiert werden und kontinuierlich sinken.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 977
Heißt auf gut deutsch: Wir machen nicht das was notwendig ist, sondern das, was uns am Ruder hält. Kein klares Konzept, rumeiern und immer um die Fettnäpfchen slalomlaufen.
Man hat mehrfach im Bundestag bzgl. Tempolimits diskutiert. Die AfD stellt sich komplett dagegen. Und man bekommt Zuspruch aus der Bevölkerung. Wenn ich bei Kollegen und Freuden frage, will nur eine Minderheit ein Tempolimit. Da ist es mir lieber es gibt kein Tempolimit und die AfD bekommt nicht noch mehr Stimmen. Was die sich alles überlegen, hat man bei den Bundestags Vorfällen gesehen. Da kann einem für die Zukunft Angst und Bange werden.
Wie zur Zeit wieder. Verschärfte Maßnahmen, wobei sich 90% an die Vorschriften halten. Verschärfte Kontrolle bei den restlichen 10% hätten sicher mehr Erfolg - wäre aber unpopulär.
Welche verschäften Maßnahmen? Außer, dass man in Restaurants nicht essen kann und Feiern ab x-Leute verboten sind (je nach Bundesland), gibt es doch keinerlei Einschränkungen. Die Kids gehen weiter zur Schule, gehen in den Kindergarten, die Leute laufen fröhlich herum, auch wenn man nichts lebensnotwendiges einkaufen muss. Die Autobahnen und Strassen sind wieder voll.

Merkel hat versucht die Maßnahmen zu verschärfen. Die Riege der unverbesserlichen Landesfürsten hat sie daran gehindert. Also werden als Konsequenz die Fallzahlen nicht wesentlich sinken und wenn die Länderchefs weiter bestimmen, wird wieder nichts eingeschränkt und Weihnachten sowie Sylvester werden die Leute die Verwandschaft besuchen und kräftig feiern und sich treffen. Im Januar werden dann die Fallzahlen vermutlich wieder kräftig steigen, es ist zu befürchten, dass die beschten Risikopatienten (Oma und Opa) in großem Rahmen erkranken und die Länderchefs wundern sich wie das denn passieren konnte.

Wenn ich mir das Covid Dashboard ansehe, wird mir anders: Experience

 

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 978
Sprit-/Strompreise prozentual zum Einkommen und fertig ;D

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 979
Mahlzeit...

Ich dachte naiverweise bisher, in DE gibt es eine parlamentarische Demokratie, wo Bundestag und Bundesrat entscheiden, was hier abgeht. Wusste noch gar nicht, dass die durch "Merkel und ihre Landesfürsten" abgelöst worden sind. Wieder was gelernt. Scheint aber offensichtlich niemanden zu stören. Am allerwenigsten die Abgeordneten selber, solange die Kohle jeden Monat stimmt.

Zum Strompreis: habe auch diese Woche die Ankündigung für die nächste Preiserhöhung zum 1.1. bekommen. Inzwischen haben wir in DE die höchsten Strompreise Europas. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter geht kaum noch, wenn man das schon in den vergangenen Jahren regelmäßig getan hat.
Ich muss jeden Tag 100km pendeln. ÖPNV ist mit vertretbarem Aufwand nicht umsetzbar. So langsam komme ich in's Grübeln, den eGolf wieder durch einen Diesel zu ersetzen. Es rechnet sich einfach nicht. Das tut mir wirklich weh, das so zu schreiben, da ich immer ein glühender Verfechter des elektrischen Fahrens war - und auch immer noch bin. Aber "Die Pappnasen da oben" bekommen es weder hin, eine funktionierende Ladeinfrastruktur aufzubauen noch den Strompreis an denselben halbwegs im vernünftigen Bereich zu halten. An Schnelladesäulen werden inzwischen die Nutzer abgezockt (siehe ionity mit 79ct/kWh), da lacht sich jeder Dieselfahrer schlapp. Ob das alles nun so gewollt ist oder einfach nur Unfähigkeit, ist mir als Verbraucher ziemlich Wurscht. Ich muss so günstig wie möglich von A nach B kommen und unsere Haushaltskasse füllt sich leider nicht von alleine wie bei den Damen und Herren Abgeordneten.
Tja Leute, so sieht es leider aus...

Gruß Der Oppa

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 980
Strompreiserhoehung? Bei uns wurde er guenstiger. Innerhalb von 3 (oder 4?) Jahren das 2. Mal. Kann die Bürgerwerke | 100 % Ökostrom – Von Bürgern für Bürger klar empfehlen. Hab mal Chemnitz und Dresden gerechnet und dort ist es noch etwas guenstiger als bei uns.

Fuer uns ist der e-Golf preislich (Unterhalt, nicht Wertverlust) etwas guenstiger als der Yaris - siehe meine Signatur. Er ist fuer uns das optimale Auto, weil wir fast nie laengere Strecken fahren und oeffentliche Ladestationen nur fuer die Urlaubsfahrt nutzen. Dann ist mir aber lieber eine teure, aber freie und funktionierende Ladeinfrastruktur zu haben, als eine guenstige, die ich nicht nutzen kann, weil belegt oder kaputt. Vielleicht waere fuer dich auch einfach ein BEV mit mehr Reichweite interessanter?

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 981
@Oppa reloaded ich habe dieses Jahr bei EnBW einen Vertrag abgeschlossen, der sogar günstiger war als mein vorheriger. Zudem könnte ich jetzt eine Ladekarte haben für 28/38 c/kWh mit der man nahezu überall laden könnte.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 982
Durch die steigenden EEG-Umlagen wurde der Strom bei mir in den letzten 7 Jahren (nehme ich als Massstab, da ich da meinen Yaris Hybrid gekauft habe) immer teurer. Dagegen ist Benzin fast jedes Jahr günstiger geworden.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 983
Sorry, aber genau das ist schon ein Teil des Problems, wenn man 28ct/kWh als "günstig" bezeichnet. Schaut doch mal bitte ins europäische Ausland. Österreich, Finnland, Schweden, Niederlande liegen um die 20ct, Griechenland oder die Slowakei bei 15. Von Bulgarien oder Ungarn mit 10-11ct ganz zu schweigen. (Daten von 2019)
Die Deutschen werden abgezockt ohne Ende und lassen es sich gefallen, wie immer. Manche klatschen sogar noch Beifall dazu und fordern noch höhere Preise. Alle irre geworden in DE?
An der Leipziger Strombörse kostet der Strom zeitweise weniger als 0ct, aber wir finden 28ct günstig?  :icon_doh:

Ich kann mich auch nicht entsinnen, wann der Strom das letzte mal billiger geworden sein soll. Die Richtung ist immer straff nach oben und eine Besserung bei der derzeitigen Politik nicht in Sicht. Ich befürchte eher, es wird noch schlimmer, da der deutsche Michel ja tief und fest schläft...

Übrigens wechsle ich fast jedes Jahr den Anbieter, um das Dilemma wenigstens etwas abzufedern. Aber diese Taktik scheint inzwischen ausgereizt, es gibt kaum noch günstigere Anbieter.
Da wir - geschuldet einem eGolf mit 25tkm/anno und einem GTE mit 15-20tkm/anno - dieses Jahr wohl am Jahresverbrauch von 6.000kWh kratzen werden, muss ich halt reagieren. Da nützt auch ein E-Auto mit größerem Akku gar nichts, die Kosten fürs heimische Laden ändern sich dadurch ja nicht.
Und da habe ich das Komfort- und Zeitdefizit ( Ladesäulensuche, Säule besetzt/defekt/zugeparkt, Ladeweile, Bezahlchaos) sowie den exorbitanten Wertverlust beim Wiederverkauf noch gar nicht mit in die Betrachtung einbezogen.

Alles in Allem eine sehr unbefriedigende Situation. Diesen Winter warte ich sicher noch ab, aber spätestens im Frühjahr wird wohl eine Entscheidung fallen, welcher Art auch immer.

Gruß Der Oppa

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 984
Ich dachte naiverweise bisher, in DE gibt es eine parlamentarische Demokratie, wo Bundestag und Bundesrat entscheiden, was hier abgeht. Wusste noch gar nicht, dass die durch "Merkel und ihre Landesfürsten" abgelöst worden sind.
Wer hat etwas anderes gesagt? Es gibt Bundeskanzler(in), Bundespräsident, Minister, Parlament, Landesregierungen mit Ministerpräsidenten, etc. jeweils mit in Gesetzen festgelegten Entscheidungsbefugnissen. Der Bundesrat und Bundestag muss nicht jede Einzelheit entscheiden, wenn es dafür Gesetze gibt. Sonst hätten die auch viel zu tun.

Wenn die Bundeskanzlerin verschärfte Maßnahmen bzgl. Covid als sinnvoll ansieht (was ich auch so sehe) muss sie dies mit den Ländern abstimmen. Daran ist sie gescheitert.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 985
Ich weiß nicht ob ich jetzt auf fossile Kraftstoffe setzen würde.

Aktuell waren die ja nicht zuletzt auch wegen Corona recht guenstig.

Angenommen naechstes Jahr faehrt die ganze Wirtschaft wieder hoch, der Bedarf ist ploetzlich wieder da, dann koennte die Rechnung vielleicht auch nach hinten losgehen.

Ist ja auch die Frage ob man bei einem Tausch noch draufzahlt, ob man das wieder reholt.

Wenn es gegen etablierte Mechnismen aus Prinzip geht, würde ich auch keinen Diesel mehr kaufen, aber das ist ja auch nicht meine Entscheidung.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 986
Vor 7 Jahren habe ich mir einen Yaris Hybrid gekauft, weil ich als verspielter Techniker Hybrid toll fand und andererseits, weil ich davon ausgegangen bin, dass Benzin jedes Jahr teurer wird, weil es knapp wird. Ich war deshalb davon ausgegangen, dass ein Yaris Hybrid trotz massivem Aufpreis über 10 Jahre günstiger ist als ein konventioneller vergleichbarer Kleinwagen mit Handschaltung.

Benzin ist allerdings günstiger geworden, weil man neue Förderungsmethoden und neue Methoden genutzt hat, um beispielsweise Öl aus Ölsand in Kanada zu fördern. In so großen Mengen, dass man sogar eine Pipeline von Kanada in die USA gelegt hat. Strom ist im selben Zeitraum nicht günstiger geworden, sondern teurer geworden. Auch nach der Corona-Krise erwarte ich nicht, dass Öl teurer wird als es dies vor 7 Jahren war. Ich erwarte auch nicht, dass Strom signifikant günstiger wird.

Als verspielter Techniker möchte ich mir nächstes Jahr ein Elektroauto kaufen. Nach der Erfahrung mit dem Yaris Hybrid, gehe ich nicht davon aus, dass ich mit diesem günstiger fahren werden als mit einem Benzinauto.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 987
Bei meinem Yaris war mit Abstand das teuerste der Wertverlust, aber der haelt sich dank gutem Haendlerankaufspreis auch noch im Rahmen - so guenstig wie mit dem Yaris bin ich noch nie Neuwagen gefahren. Von ~17.500 EUR Juni 2016 auf 10.500 EUR kommenden Fruehjahr, also nur 40% Wertverlust in knapp 5 Jahren ist mehr als fair.

Die bisherigen e-Autos haben beim Verkauf durch die neuen Foerderungen schon einen normalen (~50% in 3 Jahren), teils erhoehten Wertverlust hingelegt. Das war anzunehmen. Early adopters zahlen immer mehr als Spaeterkaufende, die Fortschritte in der neuen Technik sind noch gross.

Mir ist das bewusst und ich habe mir trotzdem ein zweites e-Auto bestellt, weil ich nicht ewig warten will, bis es die perfekte Kombination meiner Wuensche gibt. Es wird immer Verbesserungen geben und Kompromisse erfordern. Wenn ich die abwarten wollte, kaeme ich zwar auch mit dem Yaris zuverlaessig von A nach B, aber ich bin halt auch ein Techniknerd und brauch neues Spielzeug. Das bei mir am schnellsten ersetzte Auto war 2005 ein 2-jaehriger Laguna. Einige andere Fahrzeuge wurden bei mir nach 3 Jahren ersetzt. Insofern bin ich schon ganz froh, dass ich etwas nachhaltiger geworden bin, weil ich den Yaris immerhin schon 4 1/2 Jahre fahre. Meine Firmenwagen behandle ich uebrigens immer sorgfaeltig wie private; sie werden schonend gefahren, gepflegt und sehen jede Wartung.

Ich gehe davon aus, dass e-Auto-Fahren bei meiner geringen km-Leistung nicht billiger ist als ein Yaris Hybrid. Aber (solange es keine grosse Reparatur gibt) macht es mir mehr Spass. Das liegt nicht am Punch, sondern am noch einmal geschmeidigeren, dauerhaft leisen Fahren, am nicht-mehr-Tanken-muessen.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 988
Ich bitte vom Posten von politischen Einstellungen und Diskussionen, ob Fr. Merkel nun eine "Landesfürstin" ist, abzusehen. Politische Diskussionen können gerne in privaten Mitteilungen geführt werden, aber nicht öffentlich. Wenn jemanden etwas an der Landesführung missfällt, einfach eine Petition starten, anders wählen oder in die Lokalpolitik wechseln. Ende der Durchsage - zurück zum Thema.  ;)

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 989
Hatte vor geraumer Zeit schon mal geäußert: Wenn genügend e-Fahrzeuge unterwegs sind, reiben sich die Energieversorger die Hände. Hätte allerdings nicht damit gerechnet, dass sie jetzt schon anfangen. An ihrer Stelle hätte ich noch etwas gewartet (bis die Verkaufsprämien auslaufen). ;D :-D