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Thema: PlugIn-Hybrid entzaubert (429-mal gelesen)
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PlugIn-Hybrid entzaubert

Bin auf meinen Golf GTE-Recherchen auf folgenden Artikel gestoßen und im Endeffekt ist das nichts Neues (mehr).

Plug-in-Hybrid: Die verlogene Alternative - Kommentar - SPIEGEL ONLINE

Zitat
Warum also forcieren fast alle Unternehmen trotzdem das Plug-in-Konzept? Weil es ihnen zurzeit vor allem dabei hilft, ihre CO2-Bilanz zu frisieren.

Sogar eine Empfehlung von Vollhybriden ist mit an Bord:

Zitat
Wäre ein tatsächlich niedriger Verbrauch das erklärte Ziel, es gäbe eine technische Antwort. Und eine erprobte obendrein: Den Vollhybrid. Er hat nur einen kleinen Akku an Bord, der nicht an der Steckdose geladen werden kann. Stattdessen wird in ihm die wertvolle Bewegungsenergie des Autos durch Rekuperation gespeichert, statt sie in Form von Bremswärme verpuffen zu lassen. Mit der so zurückgewonnenen Energie können Strecken bis zu zwei Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden, oder aber der Verbrennermotor wird beim Beschleunigen unterstützt.

Der Akku ist klein, deswegen ist er günstig und nimmt nicht viel Platz weg. Das System ist simpel, aber effizient - es spart Benzin. Trotzdem kommt es immer seltener zum Einsatz, denn es hat einen Haken: Mit ihm kann man nicht so leicht die CO2-Bilanz beschönigen.

Bin beeindruckt, dass solch ein Artikel existiert (wahrscheinlich weil er 2015 rauskam). Sind jetzt für die meisten hier auch keine Neuigkeiten, aber ich dachte ich verlinke es einfach mal als mögliche Diskussionsgrundlage.

Persönliches Ergebnis für mich: Nischenprodukte.
"What if it's all a hoax and we create a better world for nothing"

Soramaru

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 1
Das Thema hatten wir irgendwann schon einmal.

Für mich ist der einzig sinnvolle Plug-in der Prius, da er, entgegen aller anderen derartigen Fahrzeuge, bei leerem Akku nicht das Saufen anfängt, sondern bei Verbräuchen ähnlich dem regulären Vollhybrid bleibt. Und nur so macht das Ganze Sinn.
85er Ford Escort 1.1 50 PS -> 91er Ford Fiesta 1.3 60 PS -> 97er Nissan Micra 1.0 CVT 54 PS -> 98er Ford Fiesta 1.25 75 PS -> 2009er Honda Civic FK1 100 PS -> 2012er Honda Jazz IMA 98 PS




Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 2
Ich könnte da noch einen Sinn in meinem Fall entdecken. Ich könnte quasi die ganze Strecke bis zur Arbeit stromern. Ich kann die ganze Strecke fahren, ohne über 130 km/h zu kommen.

Da der Strom allerdings nicht nur aus der Steckdose kommt, sondern irgendwie auch bezahlt werden will, rechnet sich das ganze eben nicht mehr.

Der Golf GTE war deshalb interessant, weil ich gesehen habe, dass er auch in der Versicherung sehr günstig ist und ich vermute mal Spaß macht.

Wenn ich allerdings keine Möglichkeit zum Laden bekomme und wirklich nur Rekuperation/Verbrenner die Arbeit übernehmen lassen muss, dann kann ich mir das in der Tat aber auch schenken und da greifen sofort alle Argumente aus dem Artikel.

Im Übrigen haben sich Leute im BMW-Forum Gedanken gemacht, wie das mit der Aufwärmphase des Motors läuft. Angenommen ich fahre per Strom, muss dann aber auf die Autobahn und der Verbrenner wird plötzlich benötigt. Springt der dann kalt an? ;D

Irgendwie ist das Konzept Plugin mit vielen Nachteilen behaftet. Der Prius Plugin haut mich auch nicht so richtig vom Hocker, da er letztendlich durch den Mehrpreis nicht günstiger als ein normaler Prius ist und die Fahrleistungen auch nicht besser sind.
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Soramaru

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 3

[...]

Im Übrigen haben sich Leute im BMW-Forum Gedanken gemacht, wie das mit der Aufwärmphase des Motors läuft. Angenommen ich fahre per Strom, muss dann aber auf die Autobahn und der Verbrenner wird plötzlich benötigt. Springt der dann kalt an? ;D

[...]


Das ist eine sehr gute Frage...  :-/

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 4
Wie sollte es anders sein, vorgewärmt dürfte der Benziner nicht sein, also geht er kalt an den Start. Die gleiche Frage hatte ich mir seinerzeit beim Ampera gestellt, wo der Benziner ja wohl je nach Last nur drei Drehzahlen ansteuert. Also bei Autobahn gleich ab auf Stufe drei (brüll). ;)
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Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 5
Opel z. B. hat auch vor der neuzeitlichen Elektrifizierung des Automobils schon Motoren gebaut, die ab Start Vollgasfest waren.

Im Zweifelsfall würde ich heute mal davon ausgehen, dass das ein Aspekt ist der im Lastenheft der Entwicklung zu stehen hat und umgesetzt gehört.
Dann muss der Motor halt darauf ausgelegt sein!

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 6
Vollgasfest schon. Aber das ist, zumindest für mich, nicht das Gleiche wie Vollgas nach Kaltstart.
85er Ford Escort 1.1 50 PS -> 91er Ford Fiesta 1.3 60 PS -> 97er Nissan Micra 1.0 CVT 54 PS -> 98er Ford Fiesta 1.25 75 PS -> 2009er Honda Civic FK1 100 PS -> 2012er Honda Jazz IMA 98 PS




Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 7
Irgendwo in den Untiefen des Internets hatte einer was von verstärkten Pleuelstangen oder sowas erzählt. Habe davon noch nirgends was gelesen. Aber da ist auch ein Turbo mit auf dem 1,4er. Tja, wird sich zeigen, ob bald GTEs mit hoher Laufleistung auftauchen und mehr Informationen im Netz zu finden sind.
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Soramaru

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 8
Wie sollte es anders sein, vorgewärmt dürfte der Benziner nicht sein, also geht er kalt an den Start. Die gleiche Frage hatte ich mir seinerzeit beim Ampera gestellt, wo der Benziner ja wohl je nach Last nur drei Drehzahlen ansteuert. Also bei Autobahn gleich ab auf Stufe drei (brüll). ;)

Es müsste aber trotzdem eine Art Kaltstart Modus geben, wie bei Toyota. Also der Benziner geht zwar an, dreht aber nicht hoch, sondern der Elektromotor sorgt erstmal weiter für den Vortrieb.



Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 10
Ist ja auch keine Kunst. Kalt ist der eh an um sich aufzuwärmen und ab 35km/h ist mit rein Stromern eh Schluss. Da kann man noch gleiten... wenn der Motor bereits warm ist. ;)

Der Golf GTE fährt rein elektrisch bis 135km/h. Klar kann ich zwischendurch mal den Motor durch den GTE-Modus aufwärmen... aber ich weiß auch nicht ;D
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Soramaru

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 11
Start drücken, EV Taste drücken und dann langsam lautlos aus dem Wohngebiet stromern.
Dann an der Kreuzung anstellen und ab auf die Landstraße. Das wäre ein absoluter Kaltstart.
Wenn ab Start der Motor läuft hat der dann auch max. 1 min. bis auf die Landstraße.
Wenn auf der Landstraße verkehr ist muss man sich schon mal beeilen wenn man da überhaupt weg will.

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 12
Es kommt halt immer auf das Fahrprofil an. Wenn ich in der Woche immer rein elektrisch kurzstrecke fahren kann und jedes Wochenende Ferntouren habe, dann kann ein Pluginhybrid durchaus sinnvoll sein.


Yaris Gerd
Am Öl kann es nicht gelegen haben. Es war ja keines Drinnen!

Antw.: PlugIn-Hybrid entzaubert

Antwort Nr. 13
@teilzeitstromer
Beim HSD muss man das aber erzwingen und das geht nur beim sachter Beschleunigung, niedrigen Geschwindigkeiten. Beim GTE muss man den umgekehrten Fall erzwingen ;)
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Soramaru