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Thema: Persönlicher Ersteindruck (2130-mal gelesen)
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Persönlicher Ersteindruck

Nach der Präsentation am Freitag in Frankfurt konnte ich, zusammen mit meiner Verlobten, gestern eine kurze Strecke im Mirai mitfahren. Meinen Eindruck möchte ich hier mit euch teilen.

Zunächst zum haptischen Eindruck. Der Mirai wirkt wie ein Oberklasse-Toyota der nahen Zukunft, und das ist er ja auch. Er ist vollständig klapperfrei, wirkt beim Fahren schwer und satt und extrem sicher. Die Türverkleidungen sind angenehm aufgeschäumt, endlich gibt man sich Mühe, Anfasskomfort zu bieten! Schalter und Griffe sind hochwertig gemacht. Selbst der Schalter für die Spiegelverstellung wirkt so, wie man sich ihn in einem Lexus vorstellt. Der Mirai ist ein Premium-Toyota, wie es ihn hierzulande noch nicht gab. Das klingt arg nach rosaroter Brille, ist aber mein ernst: ich hoffe, ihr habt alle Gelegenheit, euch irgendwo und irgendwann mal in einen Mirai zu setzen und selbst Hand anzulegen!

Der Wagen wirkt extrem ausgereift. Es gibt keinerlei Anzeichen, hier mit einem Testfahrzeug einer frühen Serie unterwegs zu sein. Die Materialien wirken hochwertig, überhaupt kein Vergleich zu einem Prius. Der Mirai spielt hier in der Lexus-Riege mit, das hat mich wirklich erstaunt und sehr positiv überrascht. Die Sitze sind sehr straff und gut geformt. Es sind zwar keine Sportsitze, aber sie bieten ausreichend seitliche Führung. Ingesamt sitzt man sehr gut im Mirai und hat viel Platz, auch hinten ist man nicht beengt untergebracht.

Es gibt Sensortasten für alles, auch für die Temperatur, ähnlich wie im Lexus IS. Gewöhnungsbedürftig und nicht mein Fall. Die Displays sollen wohl in der Sonne arg spiegeln, hat man mir verraten. Das fiel negativ auf. Mir nicht, denn als wir fuhren, war es schon dunkel. Ich glaube es aber sofort. Ein Genuss sind die extrem hoch aufgelösten Displays trotzdem. Sie sind knackscharf, Pixel muss man mit der Lupe suchen. Sie sind klar ablesbar und bieten alle Informationen, die man so braucht. Das Multimedia-Navi-System erinnert an das Touch 2, scheint aber weiter entwickelt zu sein, denn auch die Navi-Karte war weitgehend pixelfrei, also schön hoch aufgelöst.

Leider waren nicht alle Möglichkeiten freigegeben, die "Car"-Taste war komplett deaktiviert, sodass ich kaum Angaben zu diesem interessanten Bild machen kann. Dahinter verbergen sich ja Energiefluss- und Verbrauchsanzeigen. Schade aber auch! Wenigstens dem Tacho konnten wir da einige Informationen entlocken. So verbrauchte der Mirai auf der sehr flotten Testfahrt 1,1 kg auf 100 Kilometer. Leider fehlt ein Vergleich mit Konkurrenten, sodass ich nicht weiß, ob das nun gut oder schlecht ist.

Es gibt viele neue Assistenten: Tote-Winkel-Warner in den Spiegeln, Spurhalteassistent, und bei einem spontanen Kavalierstart an einer Ampel schlug das System prompt mit einer roten Warnmeldung Alarm, als wir dem Vordermann zu schnell zu dicht auffuhren. Hier hat sich was getan, selbst Komfortblinker hat der Mirai.

Beim Fahren säuselt der Mirai sehr auffällig. Ein reines Elektroauto, welches am Strom hängt, ist da ruhiger. Speziell beim Beschleunigen ist der Antrieb zu vernehmen, es pfeift und zischt dann. Nicht nervig, und auch nicht beängstigend, aber eben ungewohnt. Aber immer noch besser als Drehzahlorgien von Verbrennern!  ;)  Der Mirai liegt satt auf der Straße, bleibt stets gut beherrschbar, wirkt einfach ausgereift. Der Antritt in der Stadt ist sagenhaft. Nach oben lässt das dann etwas nach, aber ausreichend motorisiert ist der Mirai allemal.

Würde der Mirai die Hälfe kosten, ich würde ihn jetzt schon empfehlen! Mit diesem ausgereift wirkenden Fahrzeug emissionsfrei unterwegs zu sein, das ist eine Zukunft im Hause Toyota, die mich voller Hoffnung sein lässt. Ich glaube nun fest daran, dass kommende Fahrzeuggenerationen richtig, richtig gut sein werden, sofern man den Standard, den der Mirai heute fest legt, beibehält!

Edit: Ich habe ganz vergessen, die Sitzheizung hinten und die Lenkradheizung zu erwähnen!

Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 1
Hallo Jorin,

guter Bericht, alles was da steht stimmt.
Vergessen hast Du nur noch die Heizung der Scheibenwischer.
Ja der Preis. Ja ist schon hoch.
Und die CAR Taste die nichts bringt...
Der mirai ist ein tolles Auto, nur das Touch 2 go, das passt da nicht rein.
Beim Navi werden Tankstellen angezeigt, selbst die Treibstoffpreise.
Doch der mirai benötigt H2 (Wasserstoff) und genau diese Sorte Treibstoff wird nicht angezeigt.
In den USA wird es ja vorgemacht, dass so was möglich wäre.
Ach ja, warum antworte ich erst jetzt auf den Bericht?
Trotz des hohen Preises habe ich mir den eigenen mirai im Dezember 18 angelacht.

Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 2
Ich kann das ewige Gejammere über den Preis nicht mehr hören.

Wer den Listenpreis bezahlt, ist selber schuld!

Mein im Oktober 2019 ausgelieferte MIRAI hat nur etwa 75 % des Listenpreises gekostet.
Er war damit in dem Preisbereich, in dem ein vergleichbar ausgestatteter Verbrenner liegt.



Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 3
Er war damit in dem Preisbereich, in dem ein vergleichbar ausgestatteter Verbrenner liegt.
Das wären dann 25% Rabatt. Bekommt man auch bei einem Elektroauto. Trotzdem ist dies dann in der Regel immer noch teurer als ein vergleichbarer Verbrenner.

Auf der Toyota-Seite steht als Listenpreis beim Mirai 78.600 EUR. Bei 75% wären das 58.950 EUR. Wieviel hast Du als Endpreis tatsächlich bezahlt und mit welchem anderen Auto vergleichst Du? Ein vergleichbarer Prius wäre wesentlich günstiger gewesen.

Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 4
Ist alles schwer vergleichbar. Denn Rabatt gibt es letztlich doch auf jedes Fahrzeug.

Und 20% sind da schnell mal drin. Wobei der vergleichbar ausgestattete Verbrenner dann wieder deutlich preiswerter wäre.

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Entweder Liste gegen Liste oder eben Rabatt gegen Rabatt.

Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 5
... Ein vergleichbarer Prius wäre wesentlich günstiger gewesen.

Der Prius hat für mich jedoch einen entscheidenen Nachteil. Da ist ein Verbrennungsmotor drinn und ich wollte ein reines
Elektroauto, ohne die Chance auf eine eigene Wall Box zu haben (Laternenparker). Da bleibt dann nicht mehr viel...

Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 6
Das wären dann 25% Rabatt. Bekommt man auch bei einem Elektroauto. Trotzdem ist dies dann in der Regel immer noch teurer als ein vergleichbarer Verbrenner.

...Auf der Toyota-Seite steht als Listenpreis beim Mirai 78.600 EUR. Bei 75% wären das 58.950 EUR. ...

Nicht vergessen, da kommen dann auch noch 1000 EUR Überführung dazu.

Wenn ich mein Fahrzeug in 10/2022 bezahlt haben werde, sind es 55.636,--.
Welchem Betrag das bei Auslieferung unter Berücksichtigung des Barwertfaktors entspricht, hab ich jetzt nicht ausgerechnet.

Ach ja und übrigens, die Preisdifferenz zum Listenpreis ist kein Rabatt von Toyota, sondern stammt aus einem  Subventionsprogramm für Gewerbekunden vom  deutschen Staat ausgezahlt über die NOW GmbH.
Mit ein  paar besonderen Regelungen, kam man da auch als Privatkunde dran.

Antw.: Persönlicher Ersteindruck

Antwort Nr. 7
Das wären dann 25% Rabatt. Bekommt man auch bei einem Elektroauto. Trotzdem ist dies dann in der Regel immer noch teurer als ein vergleichbarer Verbrenner.

Auf der Toyota-Seite steht als Listenpreis beim Mirai 78.600 EUR. Bei 75% wären das 58.950 EUR. Wieviel hast Du als Endpreis tatsächlich bezahlt und mit welchem anderen Auto vergleichst Du? Ein vergleichbarer Prius wäre wesentlich günstiger gewesen.

Der aktelle Prius PlugIn  Hybrid kostet bei vergleichbarer Austattung lt. Konfigurator kurz unter 50.000 €
Potentielle Vergleichkandidaten wären auch VW Passat und Mercedes C-Klasse. Da habe ich allerdings keine Preise
im Vorfeld verhandelt.