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Thema: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn (3851-mal gelesen)
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2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Der erste Schritt sieht gut aus schon mal :) Aber bis 2020 könnten dann Diesel verschwinden und durch ein Akku ersetzt werden, besonders bei LKWs die kurze Transportwege habe aber die Autobahn nutzen. Beispiel Regionaler Handel etc.

Hybrid-LKW: Bis 2017 sollen auf einer deutschen Autobahn LKW mit Oberleitunge...

http://www.youtube.com/watch?v=XiOuBrFC8NM


 Sly Threadtitel angepasst

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 1
Der erste Schritt sieht gut aus schon mal :) Aber bis 2020 könnten dann Diesel verschwinden und durch ein Akku ersetzt werden...
Man beachte das fest zitierte Wort :(

Immerhin ist aber automatisch ein Spurhalte-Assistent mit dabei ;)

Ob ich das noch erleben werde...

Grüße
Peter


Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 2
Ich finde es Blödsinn. Das Transportgut sollte lieber auf die Schiene verlagert werden! Weniger Rollreibung - höhere Effizienz. Die Oberleitungen sind auch schon da.... Und für Kurzstrecke.... reicht auch ein ordentlicher Kat im Diesel mit up to date Abgasnachbehandlung.

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 3
Hallo !
Interessant wäre es, wenn alle Fahrzeuge (Pkw und Lkw) auf der 1. Spur mit elektrischer Energie aus der Oberleitung fahren könnten ! Problematisch sind das oftmalige An- und Ab-Bügeln des Stromabnehmers während der Fahrt sowie die Abnützung und das Reißen der Oberleitung ! Aber bei der Straßen- und Eisenbahn und beim Oberleitungs-Bus funktioniert es auch sehr gut !
LG von Rudi !

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 4
Hallo,

das Konzept Oberleitung ist ja nun nicht neu, und ist auch für spurgebundenen (Schienen-)Fahrzeuge sicher auch durchdacht, aber im Individual- (sprich Straßen-)verkehr?
1) es gibt weder Weichen, noch kann man voraussagen, wann und wo Spurwechsel stattfinden, was dann eigentlich eine Oberleitung über allen Fahrspuren analog den Gittern beim Autoscooter erfordern würde.
2) leider braucht Strom (egal, ob Gleich- oder Wechselstrom) eine Zu- und eine Rückleitung. Bei schienengebundenen Fahrzeugen übernimmt diese Aufgabe das Gleis, beim OBus sind 2 Kabel aufgehängt (aber damit kann man keine Spur beliebig wechseln, sich nicht gegenseitig überholen, und Kreuzungen sind technisch sehr aufwändig. Die Straße als Rückleiter scheidet wohl aus (einmal leitet Asphlt nicht wirklich gut, und Gummireifen schon einmal gar nicht, davon ab, sind wir nicht alle mal Fußgänger, ich würde mich nicht wohl fühlen, wenn ich wüsste, dass die Straße, die ich quere, unter Strom steht.
3) die Flexibilität leidet. Oberleitungsfahrzeuge können ausschließlich dort fahren, wo es Leitungen gibt, nix mit Feldweg, oder Nebenstraße im Industriegebiet, oder gar die Campingwiese, oder die Baustelle des nächsten Windrades mitten im Wald. Oder sollen wir das Land flächendeckend mit Leitungen zupflastern?

Letztich müsste ein OberleitungsLKW immer einen Akkupack mitführen, den er auf der Autobahn an der Leitung läd, und dann im urbanen Umfeld zum Fahren nutzen kann, was dann wieder doppelt gemoppelt wäre, aber nicht das Beste aus 2 Welten, sondern eher die Nachteile zweier Welten.

Selbst die Bahn elektrifiziert nicht alle Strecken, aber jede derzeit eingestzte Lok ist eine ELok.... die Dieselloks sind serielle Hybride, der Diesel erzeugt nur Strom, treibt aber nie selbst an.

Gruß Christian

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 5
Letztich müsste ein OberleitungsLKW immer einen Akkupack mitführen, den er auf der Autobahn an der Leitung läd, und dann im urbanen Umfeld zum Fahren nutzen kann, was dann wieder doppelt gemoppelt wäre, aber nicht das Beste aus 2 Welten, sondern eher die Nachteile zweier Welten.
Stimme Dir weitgehend zu.

Man könnte das Geld m.E. besser in Ladestationen an Raststätten für E-LKW mit Akku stecken. Ich könnte mir vorstellen, dass man für die hohen Summen, die man für die Oberleitungen ausgeben würde, eine Menge Ladestationen installieren könnte. Wenn man dann schon diese Infrastruktur (Zuleitungen, etc.) aufbaut, könnte dann für wenig Geld zusätzlich Ladestationen für E-Autos anbieten.

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 6
Der erste Schritt sieht gut aus schon mal :) Aber bis 2020 könnten dann Diesel verschwinden und durch ein Akku ersetzt werden, besonders bei LKWs die kurze Transportwege habe aber die Autobahn nutzen. Beispiel Regionaler Handel etc.

http://www.trendsderzukunft.de/hybrid-lkw-bis-2017-sollen-auf-einer-deutschen-autobahn-lkw-mit-oberleitungen-rollen-2/2015/11/20/

https://www.youtube.com/watch?v=XiOuBrFC8NM

Hat es alles schon einmal gegeben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es früher in den Großstätten Busse mit Stromabnehmern gegeben hat. In der Stadt mit Strom aus der Oberleitung und ausserhalb mit Sprit.

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 7
... reicht auch ein ordentlicher Kat im Diesel mit up to date Abgasnachbehandlung.
Hey, ein Dieselfan, naja, zumindest Dieselakzeptierer.  :applaus:

Für den Fernverkehr ist das  Elektrokonzept einfach  nicht möglich. Mal  ein paar Werte  Daimler Actros 40 Tonnen Sattelzug:

Tankinhalt Diesel 1300 Liter
Reichweite bei ca. 30 l / 100 km ist 4.500 km
Max. Verbrauch bei Last 100 l / 100 km
Ad Blue Tank 90 l
Jahreslaufleistung 300.000 km
Laufleistung > 1.000.000 km

Wie soll man das mit Batterie, Laderelektronik und Infrastruktur hinbekommen?

Im städtischen Verteilverkehr macht es schon Sinn.

Gruß

Wanderdüne


Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 9
Ein optimistisch stimmender Schritt in eine gute Richtung

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 10
Für Langstrecke fehlt momentan wirklich die alternative zum Diesel.
Und als Landmaschinenmechaniker und interessierter zum Thema Diesel kann ich sagen dass die Abgasnachbehandlung eines LKW Diesels wesentlich besser funktioniert als die eine PKWs.
Vorallem da dort die Schummelmöglichkeiten enorm begrenzt worden sind.
Die größten Luftverpester sind da noch die Omnibusse, welche die Abgasnachbehandlung an den Haltestellen nicht aktivieren können da die Abgase nicht die erforderliche Temperatur erreichen.
Wenn der Motor dann aber mal arbeiten darf dann sind die Abgaswerte sogar richtig gut.

Und jetzt steinigt mich  ;D

Natürlich würde ein Akuusystem welches 1200 km Laufleistung zulässt mit einem ausgeladenen 40t Zug sinnvoll werden wenn es sich innerhalb von 6 Stunden wieder auf 100 % bringen lassen könnte.
Natürlich darf keine wertvolle Nutzlast oder Laderaum verloren gehen sonst rechnet sich das ganze nicht.

Gruß

Norman

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 11
Reisebusse, die voll bestückt sind, kann man außen vor lassen.
Auf meiner letzten Busreise (Urlaub) war der Busfahrer am Ende ganz stolz darauf, dass er einen Schnitt von 25 L/100km geschafft hat.
Das bedeutet bei der Besatzung von 50 Leuten einen Schnitt pro Nase von 0,5 L/100km.
Wenn meine Frau und ich im eigenen Auto gesessen hätten, hätten wir einen Verbrauch von 1,0 L/100km im Urlaubsschnitt schaffen müssen.
Mein derzeitiger mobiler Gefährte hätte sich da das Fünffache gegönnt.

Gruß
Helmut




Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleistung auf der Autobahn

Antwort Nr. 12
Reisebus ist was anderes wie ein Linienbus.
Schau dir an wieviel Zeit ein Linienbus steht bei laufendem Motor und wieviel Standzeit ein Reisebus bei laufendem Motor hat.
Da ist ein Reisebus eher mit dem Bewegungsprofil eines LKW zu vergleichen, während der Linienbus eher was von einem Taxi hat.
Viel Anfahren und kurz Stehen im Vergleich zu dauerhaftem auf der Autobahn mit 100 kmh fahren.

Antw.: 2017 - erste LKWs mit Oberleitung auf der Autobahn

Antwort Nr. 13
Und als Landmaschinenmechaniker und interessierter zum Thema Diesel kann ich sagen dass die Abgasnachbehandlung eines LKW Diesels wesentlich besser funktioniert als die eine PKWs.
Vorallem da dort die Schummelmöglichkeiten enorm begrenzt worden sind.
Die größten Luftverpester sind da noch die Omnibusse, welche die Abgasnachbehandlung an den Haltestellen nicht aktivieren können da die Abgase nicht die erforderliche Temperatur erreichen.
Wenn der Motor dann aber mal arbeiten darf dann sind die Abgaswerte sogar richtig gut.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Schön, daß mal wieder meine langjährigen Beobachtungen bestätigt werden und sogar eine Begründung geliefert wird, warum Linienbusse unter den Nutzfahrzeugen mit Abstand den meisten Dreck raushauen! Bisher glaubte ich, Reisebusse im Fernverkehr seien weniger dreckig, weil die auch außerhalb Deutschlands unterwegs sind.

LG
Klaus