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Thema: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an (2068-mal gelesen)
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Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Zitat
Noch nicht lange im Amt, sieht sich die Direktorin des Verbands Region Stuttgart heftiger Kritik ausgesetzt. Es geht um das neue Dienstfahrzeug, mit dem Nicola Schelling demnächst von Stuttgart aus Termine in Göppingen, Herrenberg oder Ludwigsburg wahrnehmen will.

Ausgewählt hat die 47-Jährige nach Informationen unserer Zeitung allerdings kein modernes Fortbewegungsmittel aus regionaler Produktion von Mercedes-Benz oder Porsche. Vielmehr wird Schelling mit einem Model S der US-amerikanischen Marke Tesla unterwegs sein. Diese Entscheidung kommt bei einigen Regionalpolitikern nicht gut an.


Quelle und kompletter Artikel: Stuttgarter Nachrichten

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 1
Hier sieht man einmal wieder, dass unsere Politiker zum größten Teil aus Heuchlern bestehen.
In Sachen Umweltschutz die "Vorreiter" spielen, jedoch wenn es um Deutsche Statussymbole geht ist alles wieder vergessen. :-P
Kaum ein Politiker ist hier als "Vorbild" zu betrachten.
Ich begrüße den Schritt von Frau Schelling sehr und würde es begrüßen, wenn mehrere Politiker in Bezug "Statuskarossen" auf umweltfreundliche Fahrzeuge setzen würden.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 2
Einerseits begrüße auch ich den Schritt von Frau Schelling, andererseits frage ich mich trotzdem, ob ein derart teures Fahrzeug wirklich notwendig ist. Preislich wie auch ökologisch gibt es sicher bessere Alternativen.
Es geht anscheinend immer noch hauptsächlich um Statussymbole, egal wo sie herkommen und das an sich halte ich für völlig übertrieben.

Aber schön das sie das Fahrzeug jetzt privat bestellt und mit ihrem Geld bezahlt. Denn das kommt immerhin aus Deutschland. ;)

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 3
Sehe ich wie du auch, es würden locker auch Mittelklassefahrzeuge reichen, mit mittlerer Motorisierung. Einige Grüne leben das vor, aber längst auch nicht alle. Dumm angeguckt werden sie sicher und müssen sich bestimmt dumme Kommentare ihrer Kollegen anhören. Da gabs mal einen Artikel oder Bericht drüber im Fernsehen, ob ich den nochmal wiederfinde?  :-/

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 4
Die Reichweite und Höchstgeschwindigkeit der momentan am Markt verfügbaren umweltfreundlichen Mittelklassefahrzeuge dürfte für die zu stellenden Anforderungen nicht ausreichen.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 5

Die Reichweite und Höchstgeschwindigkeit der momentan am Markt verfügbaren umweltfreundlichen Mittelklassefahrzeuge dürfte für die zu stellenden Anforderungen nicht ausreichen.


???

Da gibt es doch massig. Ein Tesla ist in der Höchstgeschwindigkeit begrenzt, den Wert schafft heute fast immer schon die Einstiegsmotorisierung. Die Reichweite dürfte wohl jede normale Mittelklasse überbieten. Und wie ökologisch ist ein Tesla noch bei Vollgas?

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 6
Bei "Vollgas" vergleichbar "hochökologische Autos" der "Leuchttürme" "Daimler und Porsche" gibt es nicht.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 7

Die Reichweite und Höchstgeschwindigkeit der momentan am Markt verfügbaren umweltfreundlichen Mittelklassefahrzeuge dürfte für die zu stellenden Anforderungen nicht ausreichen.


Nicht dein ernst, oder? Fehlt der Ironie-Button?

Zuerst zur Reichweite:

Die E-Klasse von Daimler hat einen Tankinhalt von 59 Litern. Kombinierter Verbrauch beim E300 BlueTec 5,3 Liter/100 km. Macht also 1.100 km Reichweite.

Die S-Klasse von Daimler hat einen Tankinhalt von 80 Litern. Kombinierter Verbrauch beim S500 9,1 Liter/100 km. Macht also 880 km Reichweite.

Die Mittelklasse fährt also deutlich weiter als die Oberklasse.

Und nun zum Speed:

Sowohl E-Klasse als auch S-Klasse sind bei 250 km/h abgeregelt.

Beide sind auch als Hybrid zu bekommen und dann sicher umweltfreundlicher als die konventionellen Varianten, aber trotzdem alles andere als Verzicht-Autos.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 8
Es geht hier darum, ob diese Alternativen gleichzeitig "hochökologische Autos" sind. Da liegt der Tesla weit vorne, etwa um den Faktor 5, wenn er mit dem passendem Strommix nachgefüllt wird. Daimler und Porsche sind hier entweder nicht konkurenzfähig oder nicht konkurenzwillig.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 9

Es geht hier darum, ob diese Alternativen gleichzeitig "hochökologische Autos" sind. Da liegt der Tesla weit vorne, etwa um den Faktor 5, wenn er mit dem passendem Strommix nachgefüllt wird. Daimler und Porsche sind hier entweder nicht konkurenzfähig oder nicht konkurenzwillig.


Genau, WENN. Viele Tesla laufen sicher mit Atom- und Kohlestrom, aber darauf will ich auch gar nicht näher eingehen. Kann eh niemand von uns nachrechnen wie ökologisch so ein Tesla wirklich ist, vor allem wenn er ständig 200 km/h schnell fahren soll, so wie die anderen Statussymbole unserer Politiker.

Porsche würde auch ich zudem ungern der Mittelklasse andichten, bei Mercedes bekomme ich da mittlerweile auch schon Bauschschmerzen, besonders die Modelle, die die Staatsdiener fahren.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 10

Es geht hier darum, ob diese Alternativen gleichzeitig "hochökologische Autos" sind. Da liegt der Tesla weit vorne, etwa um den Faktor 5, wenn er mit dem passendem Strommix nachgefüllt wird. Daimler und Porsche sind hier entweder nicht konkurenzfähig oder nicht konkurenzwillig.


Ach so! Dann habe ich dich die ganze Zeit genau falsch rum verstanden. Ich dachte, du meinst, generell gäbe es kein umweltfreundliches Auto nicht-deutscher Hersteller, welches einem Politiker, der einen schnellen Benz oder Audi gewohnt ist, ausreichen dürfte.

Ich denke ja, es täte den meisten Politikern sehr gut, mal ihre eigenen Ansprüche zu überdenken und mal Signale zu setzen, indem sie ihren gewohnten Luxus etwas zurück schrauben - auch wenn das sehr schwer fällt. Es ist für Fahrten zwischen den Ämtern und Plenarsälen sicher nicht notwendig, eine S-Klasse oder einen Siebener zu bewegen, wenn man annähernd gleich kommod auch in einer E-Klasse oder einem Fünfer mit 200 PS weniger im Stau stehen kann. Nachts, wenn alle Straßen frei und 250 km/h möglich sind, arbeiten unsere Politiker ja sowieso meistens eher weniger.

Und bei aller Signalwirkung und Liebe zur deutschen Wirtschaft: Wenn es hier kein passendes Fahrzeug gibt, warum nicht ins Ausland schauen? Wir wollen doch alle globale Märkte, EU und grenzenloses Handeln und Wirken. Also dann auch hier!

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 11
Da weicht meine Meinung wieder ab. Viele Politiker sind bis tief in die Nacht unterwegs. Die Karossen sind meist in Sicherheitsstufen eingeteilt und werden dementsprechend nachgerüstet. Das sorgt für zusätzliches enormes Mehrgewicht. Ausstattungstechnisch gehört auch so allerhand rein. Man muss ja während der Fahrten von und nach noch arbeiten können.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 12
Das betrifft sicher nur Spitzenpolitiker? Oder auch den kleinen Minister oder Bundestagsabgeordneten von nebenan?

Scheint ja hier aber trotzdem auch alles mit dem Model S zu klappen.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 13

Kann eh niemand von uns nachrechnen wie ökologisch so ein Tesla wirklich ist, vor allem wenn er ständig 200 km/h schnell fahren soll, so wie die anderen Statussymbole unserer Politiker.

Das lässt sich schon nachrechnen, falls die Energie für die 200 km/h aus Windanlagen oder Solarzellen kommt. Generell erfordert die Herstellung eines Autos nur etwa 10 ... 20% des Energieaufwandes, der für seinen späteren Betrieb erforderlich ist.

Bei der Produktion des Nissan-Leaf-Stromspeichers mit 24 Kilowattstunden fallen einmalig drei Tonnen CO2 an. Der CO2-Ausstoß zur Produktion der Motoren ist bei Elektroantrieben niedriger. Der Tesla hat eine 3* größere Batterie, deren Produktion dürfte also ca. 10 Tonnen CO2 freisetzen.

Eine Mercedes E-Klasse mit Verbrennungsmotor setzt demgegenüber 246-109 g/km CO2 frei. Ergibt, aufsummiert über 200.000 km, 49,2 ... 21,8 Tonnen (oder 26.708,6 ... 11.834,3 m³). Da kommt die Batterie schon erheblich günstiger.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 14
Hallöchen,

Erstens gibt's doch eine Zusammenarbeit zwischen Daimler und Tesla - wozu das Jammern ??

Zweitens ist dieser Tesla "S" sicher zu absoluten Traumkonditionen zur Verfügung gestellt worden.

Drittens ist wohl die 33 km Reichweite des einzigen deutschen Alternativ-Produkt, der Mercedes S500 PIH, wohl zu gering - und der Listenpreis ist 109.000 EUR (wenn auch das bei solchen Fahrzeugen reine Theorie ist).

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 15
1. Die Dame soll doch bitte einen heimischen Hersteller fahren, der selbst und dessen Mitarbeiter das Salär und die Kosten über Steuern bezahlen. Bei uns in der Firma werden auch nur Fahrzeuge gefahren, die Teile von uns enthalten.

2. Soll sie doch einen i3 fahren oder e-Golf, wenn es unbedingt Elektro sein soll.

3. Solange der Strommix in D ist, wie er ist, ist ein Elektrofahrzeug nicht Emmisions- und Atomstromfrei, ausser ich lade nur zuhause über Solar. Auch wenn ich Ökostrom bezahle, kommt aus der Steckdose der gleiche Dreck wie überall.

4. Würde in Californien ein Politiker einen BMW i3 fahren? Never ever, das fällt nur jemand bei uns ein.

Verstehe manchmal nicht, wie unbedacht Politiker handeln.

Wanderdüne

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 16

Zuerst zur Reichweite:

Die E-Klasse von Daimler hat einen Tankinhalt von 59 Litern. Kombinierter Verbrauch beim E300 BlueTec 5,3 Liter/100 km. Macht also 1.100 km Reichweite.
...
Beide sind auch als Hybrid zu bekommen und dann sicher umweltfreundlicher als die konventionellen Varianten, aber trotzdem alles andere als Verzicht-Autos.


Für 119.-Euronen habe ich mir den 80l Tank als Sonderausstattung gegönnt und Tanke nun alle 1.200km und habe dann noch ca. 100km Reserve. Die Reichweite hatte ich noch nie.

Wanderdüne

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 17
Ich würde der Dame den ÖPNV empfehlen, das dürfte ihr auch bei der Aufgabe helfen eine zukunftsfähige Mobilität in der Region Stuttgart zu gestalten, und sie merkt wie "super" die Anbindung des Umlands an Stuttgart teilweise ist.  ;)
Ansonsten gibt es noch den smart fortwo electricdrive aus heimischer Produktion  ;D

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 18
Hallo zusammen,

also Ich finde das Verhalten der Dame vorbildlich, schließlich sollen in Deutschland ja mehr Elektroautos fahren! Auch die Haltung, nicht immer gleich einzuknicken wie der deutsche Standartpolitiker, sondern auch zu seiner Meinung zu stehen, finde Ich sehr löblich!

Wenn es hier irgendjemand zu kritisieren gibt, dann ist es die Firma Mercedes Benz.

Ich bin felsenfest überzeugt, hätten Diese eine Elektro E-Klasse mit allem Schnipp Schnapp und 300 Kilometer Praxis-Reichweite im Angebot, wäre die Kaufentscheidung bestimmt zu Gunsten von Mercedes ausgegangen. Selbst der Preis hätte dann vermutlich keine Rolle mehr gespielt.

Aber durch dreistes Nicht-anbieten eines solchen Fahrzeuges haben sie die Frau gezwungen ein ausländisches Produkt zu erwerben.

Einige Stadtwerke haben wild zusammengeschusterte chinesische Elektrobusse nach Europa gekarrt, und fahren diese hier versuchsweise im Liniendienst mit Boost-Laden an den Endhaltestellen. Da regt sich "unsere" Busindustrie auch drüber auf, haben aber selber nix angeboten...

Insofern finde Ich die Kritik geradezu unverschämt, statt mal darübernachzudenken ob vielleicht auch eine unpassende Produktpalette zu diesem "Maleur" geführt hat wird einfach nur der Zeigefinger erhoben und auf die deutschen Arbeitsplätze gepocht. Die sind aber durch mangelnde Innovationskraft am meisten in Gefahr.

Da gibts genug andere Beispiele, analoge Kameras, Röhrenfernseher, Schreibmaschinen usw... Alles Produkte die heute nicht mehr gefragt sind. Und die Firmen die es nicht geschafft haben rechtzeitig davon weg zu kommen, sind den Bach runtergegangen oder existieren nur noch als Label. Und hat man z.B. über die ersten Digitalkameras noch gelacht ging es nachher mit fortschreitender Technik plötzlich rasend schnell...  Heute ist das E-Auto an diesem Punkt wo man drüber lacht... (Teuer, keine Reichweite) Vielleicht bleibt es dort noch lange, vielleicht aber auch nicht.

Jedoch ist allemal ein "erhobener Zeigefinger" (denn dieses eine Auto spielt wirtschaftlich für Mercedes ja keine Rolle) besser, als tatsächlich irgendwann mal spürbare Marktanteile an einen innovativen Wettbewerber zu verlieren!

Nette Grüße,
Thomas.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 19

1. Die Dame soll doch bitte einen heimischen Hersteller fahren, der selbst und dessen Mitarbeiter das Salär und die Kosten über Steuern bezahlen. Bei uns in der Firma werden auch nur Fahrzeuge gefahren, die Teile von uns enthalten.

Der Tesla enthält zwar keine Teile von mir, aber welche von Daimler (Innenaustattung).


2. Soll sie doch einen i3 fahren oder e-Golf, wenn es unbedingt Elektro sein soll.

Wer mehr unterwegs und wichtiger ist als andere, soll auch was besseres dafür bekommen.


3. Solange der Strommix in D ist, wie er ist, ist ein Elektrofahrzeug nicht Emmisions- und Atomstromfrei, ausser ich lade nur zuhause über Solar. Auch wenn ich Ökostrom bezahle, kommt aus der Steckdose der gleiche Dreck wie überall.

Der Strommix aus der deutschen Nachtstrom-Dose ist besser als der aus dem Tank. Zeitweise bis zu 100% Öko-Strom ohne Öko-Tarif, wegen Öko-Strom-Überschuss.


Verstehe manchmal nicht, wie unbedacht Politiker handeln.

Ich finde es nicht unbedacht.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 20
Ich finde die Meldung ein Beispiel für deutsche Lächerlichkeit  :icon_doh:

Was die Frau fährt ist alleine ihre Sache und wenn sie dabei z.B. auf Dieseldickschiffe verzichtet (wie sie die meisten deutschen Politbonzen fahren) ist das auch ein Beitrag für unser Land -> saubere Luft. Diese Kleingeistigkeit kam aber nicht zum ersten mal zum Vorschein. Vor einiger Zeit gab es einen ähnlichen Fall, in dem ein Politiker sagte "Ich brauche kein Auto mit 300PS, ich bin auf der Arbeit und nicht auf der Flucht". Ah und dann gabs noch eine Geschichte -> Link Seit 5 Jahren hat sich in einer führenden Industrienation also noch immer nichts geändert.  :icon_no_sad:

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 21

Was die Frau fährt ist alleine ihre Sache


Stimmt, solange sie es selbst bezahlt. Wenn es ein Dienstwagen ist, dient er vornehmlich dienstlichen Zwecken. Und wenn man die Region Stuttgart vertreten soll, ist es absolut unangebracht einen Tesla zu fahren. Wäre dasselbe mit Lexus, Hyundai oder sogar Volkswagen. Privat kann Sie meinetwegen Dreirad fahren oder einen Besen reiten.

Gruss

Wanderdüne


Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 22

Das lässt sich schon nachrechnen, falls die Energie für die 200 km/h aus Windanlagen oder Solarzellen kommt. Generell erfordert die Herstellung eines Autos nur etwa 10 ... 20% des Energieaufwandes, der für seinen späteren Betrieb erforderlich ist.

Bei der Produktion des Nissan-Leaf-Stromspeichers mit 24 Kilowattstunden fallen einmalig drei Tonnen CO2 an. Der CO2-Ausstoß zur Produktion der Motoren ist bei Elektroantrieben niedriger. Der Tesla hat eine 3* größere Batterie, deren Produktion dürfte also ca. 10 Tonnen CO2 freisetzen.

Eine Mercedes E-Klasse mit Verbrennungsmotor setzt demgegenüber 246-109 g/km CO2 frei. Ergibt, aufsummiert über 200.000 km, 49,2 ... 21,8 Tonnen (oder 26.708,6 ... 11.834,3 m³). Da kommt die Batterie schon erheblich günstiger.


Das ist recht hübsch gerechnet, da der CO2 Anteil aus dem deutschen Strommix fehlt. Der beträgt ca. 550 g / kWh. Beim Tesla nehmen wir mal positive 20 kWh / 100km an, da ja auch bei der E-Klasse der Bestfallverbrauch angenommen wurde. Dann sind wir bei 200.000 km bei ca. 22 Tonnen CO2 zusätzlich zu den 10 Tonnen von der Batterie. Und der Benz kommt nach 200Tkm erst in sein bestes Alter  ;). Der Tesla braucht dann erstmal eine neue Batterie (wieder +10 Tonnen).

Dann ist meine E-Klasse Hybrid ja besser CO2 verträglich als ein Tesla! Schneller, sicherer und schöner ist sie allemal.

Eine Konsequenz bleibt: wir können hier alle auf E-Autos wechseln, solange Deutschlands Mutti-Team die Energiewende so weiter vergeigt und der CO2 Ausstoss pro kWh so bleibt, bringt das gar nichts, ausser lokal und für das Gewissen.

Gruss

Wanderdüne


Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 23

Stimmt, solange sie es selbst bezahlt. Wenn es ein Dienstwagen ist, dient er vornehmlich dienstlichen Zwecken. Und wenn man die Region Stuttgart vertreten soll, ist es absolut unangebracht einen Tesla zu fahren. Wäre dasselbe mit Lexus, Hyundai oder sogar Volkswagen. Privat kann Sie meinetwegen Dreirad fahren oder einen Besen reiten.

Gruss

Wanderdüne


Zeig mir mal bitte den entsprechenden Gesetzestext, in dem die Dienstwagenregelung von "angebrachten" Fahrzeugen spricht. Das würde mich jetzt sehr interessieren. Ansonsten fände ich die nämlich persönlichen Wunschvorstellungen von Abgeordneten und Freien Wählern sehr bedenklich und nicht mit den demokratischen Prozessen vereinbar.

Gruss

KaizenDo

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 24
Gesetze gibt es da nicht. Die Dame ist in einem Verband, Lobbyistin. Da müsste es eine Dienstwagenregelung geben. Oder auch nicht.

Aber man kann sich auch an ungeschriebene Gesetze halten, nennt sich dann gute Erziehung oder Feingefühl. Warum fährt wohl die Polizei in Bayern BMW, in Köln Ford und in Niedersachsen VW? Und in Italien Alfa, in Frankreich Renault, usw. Gibt es auch kein Gesetz, zeugt aber von Mitdenken.

Gruß

Wanderdüne

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 25
Also gibt es kein Gesetz und keine schriftlich fixierte Vereinbarung - damit kann die Frau fahren was immer sie will.

In Deutschland gab es so einige ungeschriebene Gesetze / Feingefühl / Anstand welche seit den 90ern von zahlreichen Unternehmen stetig missachtet wurden. Frühverrentung, Lohndumping, Zeitarbeit, Outsourcing, Privatisierung von Gewinnen & Verallgemeinerung von Schulden, etc. Die Liste lässt sich noch lange fortführen. Begründet wurden diese Entscheidungen unter anderem mit Wettbewerbsdruck und der Suche nach besseren Qualifikationen. Da ist es doch nur Recht und billig, dass sich die Frau auch ein Auto nach Wettbewerbs- und Qualifikationsgründen sucht.

Zum Feingefühl gehört es eigentlich auch zu wissen, wann man verloren hat. Hätten besagte Unternehmen eigene Alternativen in Serie zum Tesla, hätte die Frau auch dort zugreifen können. Das zeugt auch von Mitdenken.

Gruß

KaizenDo

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 26
Ich stimme Wanderdüne in seinen Ausführungen zu.

Die Dame vertritt den Verband "Region Stuttgart". Da ist die Aussenwirkung fast wichtiger als das was die Dame im Verband sonst noch so macht. Wenn Tesla in diesen Bereichen Fuß fassen will, müsste man in den entsprechenden Land einen Produktionsstandort ansiedeln. In diesem Fall am besten in der Region Stuttgart.

Dann wären die Chancen wesentlich besser. So machen das einige Hersteller wie beispielsweise Ford und siedeln Produktionsstandorte in DE an. Und auch Toyota in vielen Ländern, nur eben nicht in DE.

In allen anderen Ländern mit einer eigenen Automobilindustrie wäre es vermutlich genauso abgelaufen. Auch in USA, Frankreich, Japan, etc.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 27

Zum Feingefühl gehört es eigentlich auch zu wissen, wann man verloren hat. Hätten besagte Unternehmen eigene Alternativen in Serie zum Tesla, hätte die Frau auch dort zugreifen können. Das zeugt auch von Mitdenken.

Nach Verlieren sieht es ja weder bei Daimler noch bei Porsche derzeit aus.

Und die Politik und die Lobbyisten sind selber mit Schuld, dass in Deutschland die E-Autos nicht vorankommen. Erst fördern die Politiker die Technologie nicht und dann kaufen sie ein Auto aus dem Land mit einer hohen, privaten und gewerblichen Kaufförderung.

In den USA kannst Du ein E-Fahrzeug soweit ich weiß (Kollege dort hat eins) in 3 Jahren fast komplett von der Steuer absetzen. Das ist aber je nach Staat unterschiedlich. Es gibt dann noch direkte USA-weite  Kaufzuschüsse, Geld für die Wallbox und Geld für Betriebe für Ladestationen. Buspurenfahren sowieso.

Hätte die gleiche Dame sich ordentlich für ihre Region eingesetzt und etwas Ähnliches hier auf den Weg gebracht, hätte die Region jetzt lauter tolle E-Fahrzeuge. Sich aber jetzt hinstellen und ätsch-bätsch-ihr habt ja keine E-Auto zu flennen und selbst die Arbeit nicht gemacht zu haben, eine echte Förderung auf den Weg zu bringen, halte ich für reichlich arrogant. Busspurennutzung allein ist auch keine Lösung. Würde sagen: setzen, sechs.

Einigen wir uns auf: die Dame kriegt ein E-bike und im Winter fährt sie bitte Taxi, gerne auch Prius  ;D

Gruß

Wanderdüne






Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 28
Mir war bis jetzt nicht bekannt, dass Regionalpolitiker Technologieen fördern müssen bzw. auch können. Ich sehe im Gegenteil eine ganze Generation von Bundespolitikern die Dieselfahrzeuge steuergesetzlich fördern und im Gegenzug von den Herstellern gefördert werden.

Am Flennen sind die Herren von CDU und freien Wählern "Die hat gefälligst Mercedes/Porsche zu fahren". Leider ist Dein Kommentaranklang mit dem "Besen reiten" jetzt auch nicht gerade unvoreingenommen zu verstehen.

Ich schlage also folgende Einigung vor:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 29

Das ist recht hübsch gerechnet, da der CO2 Anteil aus dem deutschen Strommix fehlt. Der beträgt ca. 550 g / kWh. Beim Tesla nehmen wir mal positive 20 kWh / 100km an, da ja auch bei der E-Klasse der Bestfallverbrauch angenommen wurde. Dann sind wir bei 200.000 km bei ca. 22 Tonnen CO2 zusätzlich zu den 10 Tonnen von der Batterie. Und der Benz kommt nach 200Tkm erst in sein bestes Alter  ;). Der Tesla braucht dann erstmal eine neue Batterie (wieder +10 Tonnen).

Den Strommix kann man ja beeinflussen. Den Benz, der nach 200Tkm sein bestes Alter erreicht, möcht ich sehen. Ich hatte einen. Nie wieder. Nach 100.000 km sind die Kisten fertig. Etwa so (hier ein leichter Fall): http://www.youtube.com/watch?v=Iq-FynYF2Xc

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 30

Sich aber jetzt hinstellen und ätsch-bätsch-ihr habt ja keine E-Auto zu flennen und selbst die Arbeit nicht gemacht zu haben, eine echte Förderung auf den Weg zu bringen, halte ich für reichlich arrogant.


Ich habe nicht mitbekommen, dass sie öffentlich derart über deutsche Hersteller hergezogen hat. Sie hat sich ein Elektroauto gesucht, welches eine für ihren Job passende Reichweite hat (wenn auch durch Schnellladesäulen an den Autobahnen verlängert), genug Platz hinten bietet, einen gewissen Komfort und welches ein Zeichen für Elektromobilität setzt. Und da gibts eben nur Tesla.

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 31
Hallöchen,

Die Sache mit den "nationalen" Polizei- und andere Fahrzeuge hängt einzig und allein davon ab, wie viel bei den für die Anschaffung/Leasing benötigten EU-Ausschreibungen gemurkst wird.

In einigen Fällen werden die Fahrzeuge nahezu kostenlos zur Verfügung gestellt.


Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 33
Gesetzliche Aufgaben: "Wir arbeiten daran, die Region Stuttgart lebenswert, wirtschaftlich leistungsstark und ökologisch intakt zu erhalten."

Re: Starke Frau der Region eckt mit US-Dienstauto an

Antwort Nr. 34
Hallo,

also Ich selbst finde den Tesla schön und wie schon gesagt die Aufregung völlig daneben!

Die Region Stuttgart ist ja auch Modellregion zum Thema Elektromobilität, von daher passt doch der Wagen.

Ich könnte die Aufregung noch verstehen, wenn die Dame z.B. tatsächlich für Mercedes arbeiten würde, aber das tut sie eben nicht!

Sie steht einer Region vor in der es bestimmt hunderte größerer Firmen gibt. Und eine davon ist zufälligerweise Mercedes.

Ich finde es im Gegenteil sogar Grundsätzlich gut, wenn solche Repräsentanten nur fremde Produkte nutzen würden. Denn würde die Dame einen Mercedes fahren, hätte die Sache ein "Geschmäckel". Vielleicht hätte Sie den ja billiger bekommen, um als "Gegenleistung" ein wenig Lobbyarbeit für Mercedes zu machen. Damit würden aber vielleicht andere Firmen wieder benachteiligt.

Und Mercedes selbst prüft z.B. die Sprinterproduktion teilweise in die USA auszulagern, weil es dort einfach billiger ist. Dabei interessiert Mercedes auch in erster Linie die Kasse, negative Folgen für "Regionen" sind halt deren Pech. Aber im Umkehrschluss sollen die Regionen die Firmen hofieren, da passt doch irgendwas nicht so ganz...



Nette Grüße,
Thomas.