Allgemeines rund ums Auto => Allgemein => Thema gestartet von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 07:49
Titel: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 07:49
...sagt ein Experte.
Ich denke keine neue Erkenntnis, dass der Bau eines Hybridfahrzeugs durch zusätzlichen Akku und E-Motor(en) erst mal mehr Ressourcen frisst. Und immer wieder wird auch behauptet, dass ein Hybrid diesen Nachteil bei der Herstellung auch nie wieder reinfährt. Kann ich mich mit meinen Mildhybriden besser fühlen, da er ähnlich effektiv wie ein Vollhybrid arbeitet, aber mit sehr viel weniger "Hybridmaterial" auskommt?
Glücklicherweise wusste ich vorher was ich tat. Ich habe ein funktionierendes und sparsames Fahrzeug gegen den Hybrid getauscht. Und zwar um Sprit und damit am Ende ganz klar Geld zu sparen. Und ich wollte den Fahrspaß, den nur ein Hybrid bieten kann. Wenigstens hege und pflege ich den 17 Jahre alten Micra meiner Frau, der mit D3-Norm auch nur 5,5 Liter auf 100 km verbraucht. Der dürfe mittlerweile mehr Öko sein als jeder Hybrid auf der Strasse.
Hätte ich etwas für die Umwelt tun wollen, hätte ich das Auto einfach abgeschafft, wir haben ja noch ein Auto. Ohne das ich es selbst berechnen oder belegen kann, ich denke Herr Schmidt-Bleek liegt schon ganz richtig.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: PflegePrius am 25. Juli 2014, 09:21
Nunja, diesen Herrn kann ich mit Verlaub gesagt, nicht wirklich ernst nehmen, wer heutzutage noch ernsthaft argumentiert, dass eine Plastiktüte ökologischer sei, als eine aus Stoff, der muss wohl diverse Schüsse nicht gehört haben. Seine Aussagen klingen in meinen Ohren nach reiner Lobbyarbeit, wenn man diesen Herr weiterargumentieren lässt, ist irgendwann Watts Dampfmaschine im Kohlebetrieb noch der ökologischste Antrieb. Allein die Argumentation, für die Produktion der Emotore und Akkus müssen genausoviel Ressourcen eingesetzt werden, wie für den Rest des Autos, allein die basiert wohl darauf, dass die westliche Welt seit 2000 jahren darauf konditioniert ist, alles zu glauben, wenn es nur in einem Buch steht.
Gruß Christian
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 09:32
Nun ja, ich denke da schmetterst Du etwas vorschnell und allumfassend ab. Das mit den Tüten fand ich aber auch seltsam, war für mich aber auch nicht der Hauptinhalt.
Das allein die seltenen Erden unter ökologisch sehr schlechten Bedingungen gefördert werden ist Fakt. Ob man deswegen aus einem Hybrid gleich ein doppeltes Desaster macht ist tatsächlich fraglich, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt falsch.
Ich kann verstehen wenn man den hier befragten Experten für unglaubwürdig hält. Wenn ich mir aus Umweltgründen einen Hybriden kaufe, der ja auch genau unter diesem Aspekt verkauft wird, kann es doch nicht sein, dass plötzlich jemand das Gegenteil behauptet.
Es wird schwer herauszufinden sein, wer hier den richtigen Thesen Glauben schenkt. Wir alle bilden uns eine eigene Meinung, das echte Wissen dahinter fehlt aber (auch bei mir).
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Martin S am 25. Juli 2014, 10:06
Jeder muss die Glaubwürdigkeit der Quellen selbst beurteilen. Das ist gar nicht so leicht. Hier der Blick auf die Dinge von Toyota selbst: http://www.grueneautos.com/2009/08/toyota-prius-mit-glanzender-okobilanz/ (http://www.grueneautos.com/2009/08/toyota-prius-mit-glanzender-okobilanz/)
Gruß Martin
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 25. Juli 2014, 10:16
Zitat
... Wer ein Hybrid-Modell kaufe, also ein Auto, das über einen kombinierten Benzin-Elektro-Motor verfügt, könne auch gleich zwei normale Autos kaufen ...
Zumindest wirtschaftlich gesehen ist es nicht aufwendiger einen (HSD-)Hybriden zu bauen verglichen mit einem Auto V1.0. Es gab doch mal diese Liste welcher Hersteller wieviel pro Neuwagen verdient und da war Toyota ganz weit vorne mit dabei.
Ein Hybride braucht logischerweise einige Komponenten mehr - auf der anderen Seite fallen aber einige Bauteile weg (z.B. Kupplung bei HSD).
Das der Hybride ressourcentechnisch auf 2 normale Autos kommt ist für mich schwer zu glauben ...
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 10:35
Es ist nicht die Ressource an sich, da braucht der Hybrid auf keinen Fall doppelt so viel. Aber wieviel Energie gebraucht wird um alles Ressourcen zum fertigen Auto zusammenzufügen...da kann es sehr wohl große Unterschiede geben.
Und so habe ich das auch verstanden, ich denke das ist gemeint.
Und rein von der Wirtschaft her hast Du sicher Recht, da unterscheiden sich Auto 1.0 und 2.0 sicher nicht großartig.
Aber wir sind ja hier Hybridpiloten und deswegen ganz streng ökologisch, oder? ;)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 25. Juli 2014, 10:41
Aber wir sind ja hier Hybridpiloten und deswegen ganz streng ökologisch, oder? ;)
Zumindest hat unser Forum ein grünes Layout ;)
Zu den Artikeln:
Zitat
... Klimapolitik fokussiere sich zudem zu stark auf CO2 und vernachlässige viele andere ausgestoßene Schadstoffe wie Distickstoffmonoxid oder Schwefeldioxid ...
Genau das haben die meisten Hybride dann wieder den "normalen" Autos voraus: weniger "Dreck" kommt hinten raus.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 10:49
Zu den Artikeln:Genau das haben die meisten Hybride dann wieder den "normalen" Autos voraus: weniger "Dreck" kommt hinten raus.
Das auf jeden Fall, wenn unsere Fahrzeuge dann rollen machen Sie wieder Punkte gut. :)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 25. Juli 2014, 10:59
Interessante Diskussion. Wer seine Autos fährt bis sie auseinander fallen (also > 10 Jahre) könnte damit umweltfreundlicher unterwegs sein verglichen mit jemand der sich alle 2-5 Jahre einen Neuwagen kauft. Obwohl das Fahren mit alten und technisch überholten Kisten mehr Sprit braucht und mehr Dreck macht.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: PflegePrius am 25. Juli 2014, 11:12
Irgendwo vergleicht er halt ein wenig Äpfel mit Birnen. Hauptbestandteil aller Fahrzeuge ist Eisen (Stahl), wie gut, dass die Menschheit das Eisen schon eine ganze Weile verwendet, müssten wir alles Eisen, dass wir benötigen aus erst noch zu förderndem Erz gewinnen, dann herrschte Gleichstand bei den Materialien. All die seltenen Erden wurden bisher technisch kaum genutzt, also auch nicht abgebaut, folglich werden Güter, die darauf basieren wohl zunächst die Last der Förderung in, wie er es nennt, Rucksack haben. Spätestens, wenn dann die erste Generation Akkus und Emotore den weg allen Irdischen gehen, sprich auf dem Schrott landen, werden sie ebenso recycled wie heutzutage Eisen, und dann bricht nach und nach das Argument der Förderung weg. Ebenso verhät es sich aus meiner Sicht mit den Aussagen zur alternativen Energie: ja, für die erste Windmühle und die erste Solarzelle mussten gewaltige Mengen fossiler Energie aufgewendet werden, aber mit jedem Windrad, und jeder Pv Anlage und jedem Wasserkraftwerk, wo in Betrieb geht, steigt der Anteil erneuerbarer Energie, die in deren Produktion einfließt. Im hypotetischen Fall, der gesamte deutsche Strom wäre regenerativ erzeugt, ist es vom Umweltaspekt her egal, wieviel Energie aufgewendet werden muss, um neue Energieerzeuger zu bauen. Darum bezweifle ich diesen Herrn, ohne damit die globalen Grundaussagen, die er trifft, deshalb schmälern zu wollen.
Gruß Christian
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 11:16
Na wer alle 2-5 Jahre ein neues Auto kauft ist schon eine arge Umweltsau. ;) Ein fünf Jahre altes Auto hat schon einen Stand der Technik, wo Verbrauch und Abgase auf einem vernüftigen Level liegen sollten.
An dem einen Bericht war noch ein Link in Bezug auf einen 18 Jahre alten Golf. Ergebnis: Weiterfahren.
Wenn ich an meinen alten Fiesta denke, der ist jetzt 16 Jahre alt, 75 PS Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,2 Litern, der hat jetzt 200.000 km runter und läuft prima (beim neuen Besitzer). Der hat schon die D4-Abgasnorm, die in Teilen sogar besser als Euro IV ist. Warum sollte man diesen Wagen aus dem Verkehr ziehen, hilft der Umwelt sicher eher nicht.
Irgendwo vergleicht er halt ein wenig Äpfel mit Birnen. Hauptbestandteil aller Fahrzeuge ist Eisen (Stahl), wie gut, dass die Menschheit das Eisen schon eine ganze Weile verwendet, müssten wir alles Eisen, dass wir benötigen aus erst noch zu förderndem Erz gewinnen, dann herrschte Gleichstand bei den Materialien. All die seltenen Erden wurden bisher technisch kaum genutzt, also auch nicht abgebaut, folglich werden Güter, die darauf basieren wohl zunächst die Last der Förderung in, wie er es nennt, Rucksack haben. Spätestens, wenn dann die erste Generation Akkus und Emotore den weg allen Irdischen gehen, sprich auf dem Schrott landen, werden sie ebenso recycled wie heutzutage Eisen, und dann bricht nach und nach das Argument der Förderung weg. Ebenso verhät es sich aus meiner Sicht mit den Aussagen zur alternativen Energie: ja, für die erste Windmühle und die erste Solarzelle mussten gewaltige Mengen fossiler Energie aufgewendet werden, aber mit jedem Windrad, und jeder Pv Anlage und jedem Wasserkraftwerk, wo in Betrieb geht, steigt der Anteil erneuerbarer Energie, die in deren Produktion einfließt. Im hypotetischen Fall, der gesamte deutsche Strom wäre regenerativ erzeugt, ist es vom Umweltaspekt her egal, wieviel Energie aufgewendet werden muss, um neue Energieerzeuger zu bauen. Darum bezweifle ich diesen Herrn, ohne damit die globalen Grundaussagen, die er trifft, deshalb schmälern zu wollen.
Gruß Christian
Na da gehe ich schon eher mit. :)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 25. Juli 2014, 11:22
Verschiedene Autoren - verschiedene Aussagen und Meinungen :-)
Na der Eine spricht eher nur von der Entstehung des Fahrzeuges, der Andere vom gesamten Lebensweg bei immerhin 200.000 km Laufleistung. Da kommen ja ganz viele Fahrzeuge gar nicht hin.
20% klingt irgendwie erst mal gar nicht viel, fast beruhigend nach den gelesenen Artikeln. Aber 20 % von was in der Gesamtheit? Und was für Maßstäbe sind angesetzt? Sind leider doch Aussagen ohne näheren Inhalt. Gerade mit prozentualen Vergleichen kann man viel darstellen. Aber auch viel verschleiern oder konkrete Aussagen umgehen. ;)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: 04H15 am 25. Juli 2014, 11:41
Wer sich alle 5 Jahre ein neues Auto kauft, sorgt dafür, dass jemand der es sich nicht erlauben kann die Möglichkeit bekommt einen gebrauchten günstig zu erwerben. Geht man davon aus dass das ausgetauschte Auto verschrottet wird, wäre die Aussage vielleicht noch nachvollziehbar. Würde jedes Fahrzeug gefahren werden bis es auseinander fällt gäbe es weniger Autos auf den Straßen da sich schlichtweg nicht jeder eines leisten kann.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 11:47
Wer sich alle 5 Jahre ein neues Auto kauft, sorgt dafür, dass jemand der es sich nicht erlauben kann die Möglichkeit bekommt einen gebrauchten günstig zu erwerben. Geht man davon aus dass das ausgetauschte Auto verschrottet wird, wäre die Aussage vielleicht noch nachvollziehbar. Würde jedes Fahrzeug gefahren werden bis es auseinander fällt gäbe es weniger Autos auf den Straßen da sich schlichtweg nicht jeder eines leisten kann.
Deswegen auch das ;) hinter meiner Aussage. Denn Du hast mit Deiner Aussage natürlich Recht.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Wanderdüne am 25. Juli 2014, 11:51
Interessante Diskussion. Wer seine Autos fährt bis sie auseinander fallen (also > 10 Jahre) könnte damit umweltfreundlicher unterwegs sein verglichen mit jemand der sich alle 2-5 Jahre einen Neuwagen kauft. Obwohl das Fahren mit alten und technisch überholten Kisten mehr Sprit braucht und mehr Dreck macht.
Das wäre natürlich nur so, wenn der "jemand" (z. B. ich, der vertraglich alle 3 Jahre wechselt) den Wagen dann verschrottet. Der Wagen wird aber weiterverkauft und nutzt sein umweltfreundliches Potential weiter, bei denen, die vernünftigerweise Gebrauchte den Neuwagen vorziehen. Meiner wird also 2016 gebraucht verkauft und dann ist er immer noch ein Hybrid!
Im Grunde füttert der schnell wechselnde Fahrer die ganze Allgemeinheit der Autofahrer von oben mit immer umweltfreundlicheren Autos nach und am Ende der Kette fallen die schrottigen Dreckschleudern raus. Insofern kann natürlich nur der oft wechselnde Fahrer immer auf dem neuesten Stand der Umweltfreundlichkeit sein und diese dann weitergeben.
die Wechseldüne
@04H15: Du warst mindestens 4 min und 15 sec. schneller ;)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Jorin am 25. Juli 2014, 11:53
Aber nicht allzu oft wechseln, sonst ist der Markt gesättigt und es werden entweder noch nicht allzu alte Dreckschleudern hinten runter fallen, die man besser weiter gefahren hätte, oder das zu neue Fahrzeug will niemand kaufen. ;)
Das Thema ist spannend, aber es gibt keine alleinige Wahrheit, fürchte ich.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 12:13
Aber nicht allzu oft wechseln, sonst ist der Markt gesättigt und es werden entweder noch nicht allzu alte Dreckschleudern hinten runter fallen, die man besser weiter gefahren hätte, oder das zu neue Fahrzeug will niemand kaufen. ;)
Das Thema ist spannend, aber es gibt keine alleinige Wahrheit, fürchte ich.
Ganz genau, wenn ich bei Mobile reinschaue gehe ich von einer gemäßigten Sättigung aus. Es gibt reichlich Angebote und die Leute werden ihre Autos teilweise schlecht los. Ich denke viele wollen doch eher was Neues. Ist ja heutzutage auch ganz einfach, auch ohne Geld kann man ja alles bekommen was das Herz begehrt, Kredit sei Dank.
Es gibt keine alleinige Wahrheit, das denke ich auch. Aber ich freue mich über die rege Anteilnahme am Thema. :)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: k2u am 25. Juli 2014, 12:25
:icon_fred_ironie:
Und wenn man das Thema weiterspinnt....
Müsste dieses Forum sofort geschlossen werden. Denn der Stromverbrauch der Server, die Energie zur Herstellung der Festplatten und so weiter, das muss angesichts des eingeschränkten Themas des Boards ja damit auch den diskutierten Fahrzeugen in die Öko-Bilanz geschrieben werden...
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Jorin am 25. Juli 2014, 12:29
Und dann schließen wir alle Autohäuser und bestellen unsere Autos bei Amazon! Lieferzeit zwischen 90 und 280 Tagen. Keine Lieferung an Packstationen. Bestellung aber bitte über den Partnerlink! :-D
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 25. Juli 2014, 12:48
Gehen wir noch einen Schritt weiter zur ultimativen Umweltfreundlichkeit: Sport sollte weltweit verboten werden, weil die Erhöhung der Atmungsfrequenz zu mehr CO2-Ausstoß führt! ;) Sorry fürs OT ;D
edit: und ein allgemeines Sorry dafür dass ich CO2 ausatme :icon_fred_ironie:
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 12:49
Müsste dieses Forum sofort geschlossen werden. Denn der Stromverbrauch der Server, die Energie zur Herstellung der Festplatten und so weiter, das muss angesichts des eingeschränkten Themas des Boards ja damit auch den diskutierten Fahrzeugen in die Öko-Bilanz geschrieben werden...
Nein, das Forum ist gerade noch in Ordnung. Wir müssten uns sonst regelmäßig treffen. Und was das an Energie benötigt wage ich gar nicht auszumalen. :D
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 12:53
Gehen wir noch einen Schritt weiter zur ultimativen Umweltfreundlichkeit: Sport sollte weltweit verboten werden, weil die Erhöhung der Atmungsfrequenz zu mehr CO2-Ausstoß führt! ;) Sorry fürs OT ;D
Du, kein Scheiß. Habe da neulich einen tollen Bericht gelesen. Fahrradfahren (also auch Sport) ist nicht unbedingt die ökologischste Form der Fortbewegung. Abgesehen vom CO2- Ausstoß, die verbrauchte Energie muss dem Körper ja wieder zugeführt werden. Und was erst verbraucht wird um das Schnitzel auf den Teller zu bringen...mir wird ganz schlecht wenn ich daran denke. ;)
Aber zumindest verbraucht die Herstellung des Fahrrades recht wenig Ressourcen. Neue Knie- und Hüftgelenke gehen auch noch.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Wanderdüne am 25. Juli 2014, 13:10
Noch mal zum Ausgangspunkt zurück:
Der Kollege behauptet ja, daß ein Hybridfahrzeug praktisch doppelt so viele Ressourcen in der Herstellung verbraucht, wie ein reiner Verbrenner.
Nun haben wir doch eigentlich eine allgemeingültige Aufwands-Masseinheit, die zwar nicht 100%ig Ressourcen abbildet, aber doch einen Anhaltspunkt bietet: das liebe Geld!
Und da ist der Hybrid z.B. beim Daimler ausstattungsbereinigt gerade 5% teurer, als das vergleichbare Verbrennermodell. Ich denke, daß diese "Doppelt-so-viel" Basisannahme, von der bei ihm alles abhängt, was er später sagt, zumindest übertrieben ist.
Aber wie schon vorher geschrieben, bei dem Thema ist alles zu belegen und nichts gewiss.
Gruss
Wanderdüne
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 25. Juli 2014, 13:12
Du, kein Scheiß. Habe da neulich einen tollen Bericht gelesen. Fahrradfahren (also auch Sport) ist nicht unbedingt die ökologischste Form der Fortbewegung. Abgesehen vom CO2- Ausstoß, die verbrauchte Energie muss dem Körper ja wieder zugeführt werden. Und was erst verbraucht wird um das Schnitzel auf den Teller zu bringen...mir wird ganz schlecht wenn ich daran denke. ;)
Aber zumindest verbraucht die Herstellung des Fahrrades recht wenig Ressourcen. Neue Knie- und Hüftgelenke gehen auch noch.
Bin selbst begeisterter Radfahrer und fahre mit meinen Kumpels manchmal Strecken in der Größenordnung von 100km als Tagestour. Dabei braucht mein menschlicher Körper etwas mehr Nahrung (geschätzt +1000 Kalorien), aber vorallem deutlich mehr Wasser. Es stehen also ein großes Schnitzel plus 3 Liter Wasser gegen die 5 Liter Sprit beim Tanken :-/ <OT OFF>
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Tekpoint am 25. Juli 2014, 13:13
Ich sehe in Zukunft schon mehr und mehr die Artikel wie Umweltschädlich doch Elektroautos sind.
Jedes Auto ist schädlich wenn es produziert wird weil jemand sein 5 Jahre altes Auto ersetzt und weil er 10.000 Km im Jahr fährt oder weniger.
Aber man sollte nicht vergessen das Elektromotoren mehr Fahrspaß mit sich bringen und das kein Feinstaub mehr entsteht durch ein Auspuff nur noch durch Räder und Bremsen. Und das so die Umweltbelastung und Schäden an unseren Herz-Kreislaufsystem so wie Atmung sich verringert auch das unsere Kinder die ja noch kleiner sind und mehr die nähe am Straßenrand dazu haben.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: hungryeinstein am 25. Juli 2014, 13:19
Ich sehe in Zukunft schon mehr und mehr die Artikel wie Umweltschädlich doch Elektroautos sind.
Jedes Auto ist schädlich wenn es produziert wird weil jemand sein 5 Jahre altes Auto ersetzt und weil er 10.000 Km im Jahr fährt oder weniger.
Aber man sollte nicht vergessen das Elektromotoren mehr Fahrspaß mit sich bringen und das kein Feinstaub mehr entsteht durch ein Auspuff nur noch durch Räder und Bremsen. Und das so die Umweltbelastung und Schäden an unseren Herz-Kreislaufsystem so wie Atmung sich verringert auch das unsere Kinder die ja noch kleiner sind und mehr die nähe am Straßenrand dazu haben.
Der Kollege behauptet ja, daß ein Hybridfahrzeug praktisch doppelt so viele Ressourcen in der Herstellung verbraucht, wie ein reiner Verbrenner.
Nun haben wir doch eigentlich eine allgemeingültige Aufwands-Masseinheit, die zwar nicht 100%ig Ressourcen abbildet, aber doch einen Anhaltspunkt bietet: das liebe Geld!
Und da ist der Hybrid z.B. beim Daimler ausstattungsbereinigt gerade 5% teurer, als das vergleichbare Verbrennermodell. Ich denke, daß diese "Doppelt-so-viel" Basisannahme, von der bei ihm alles abhängt, was er später sagt, zumindest übertrieben ist.
Aber wie schon vorher geschrieben, bei dem Thema ist alles zu belegen und nichts gewiss.
Gruss
Wanderdüne
Energieverschwendung und Ressourcenabbau muss ja nicht teuer sein. Kommt ja nicht ohne Grund alles aus China. Wie gesagt, es geht nicht um das reine Material, sondern was an Energie alles dafür nötig ist um es zusammenzutragen. Dinge, die wir nicht sehen und deren Bandbreite man kaum erfassen kann.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: PflegePrius am 25. Juli 2014, 15:03
Energieverschwendung und Ressourcenabbau muss ja nicht teuer sein. Kommt ja nicht ohne Grund alles aus China. Wie gesagt, es geht nicht um das reine Material, sondern was an Energie alles dafür nötig ist um es zusammenzutragen. Dinge, die wir nicht sehen und deren Bandbreite man kaum erfassen kann.
Soweit, so richtig, was aber in der ganzen Diskussion nirgends Erwähnung findet: die verbrauchte Energie wurde vorher mit dem ziel, sie zu verkaufen, produziert. Wäre sie nicht zur Ressourcenerschließung verwendet worden, hätte man sie für einen anderen Zweck verkauft, weil, was produziert wurde, muss auch verkauft werden ud Energielieferanten können für ihre Aktionäre nur dann Gewinne maximiren, wenn sie mehr Energie verhökern als letztes Jahr.
Gruß Christian
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Wanderdüne am 25. Juli 2014, 15:51
.... Dinge, die wir nicht sehen und deren Bandbreite man kaum erfassen kann.
Ein Preis für z.B. seltene Erden enthält auch die Abbaukosten und die dazu aufgewendete Energie (die in China ähnlich teuer ist wie bei uns = Weltmarkt). Und einen Monopolzuschlag. Was nicht drin ist, ist die Zerstörung der Umwelt, die Rückbaukosten (nehme ich an), die Verschmutzung und Verschandelung der Gegend, die Kosten für die kranken Anwohner und Arbeiter durch Stäube und Gifte usw. Aber diese Kosten sind auch in unseren Autokosten 1.0 nicht enthalten (Kohle, Öl, Erze, Aluminium, Lackpigmente, Oberflächenbeschichtungen, Kleber, ...).
Und aus China kommen viele Teile im Auto 1.0, da geben sich die Konzepte mit und ohne E-Motor nichts.
Meiner Ansicht nach wird da viel, viel Schindluder mit den Vergleichen betrieben. Aber eins ist sicher: etwas mehr Aufwand für den geringen Ertrag an Spriteinsparung wird getrieben. Im besten Fall wohl ein Nullsummenspiel. Aber ohne die Hybridisierung ginge ja nun gar nichts voran.
Gruss Wanderdüne
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: k2u am 25. Juli 2014, 15:54
<OT ON> Bin selbst begeisterter Radfahrer... ... Es stehen also ein großes Schnitzel plus 3 Liter Wasser gegen die 5 Liter Sprit beim Tanken :-/ <OT OFF>
Naja, die Rechnung ist nicht ganz komplett. Denn die Radler, speziell die, die auf Landstrassen unterwegs sind, bringen die Autos zum Bremsen und während der Vorbeifahrt zum Beschleunigen, statt die Landstrasse einfach durchzu "cruisen". Für sagen wir mal 200 Fahrzeuge, die dadurch mehr Sprit verbrauchen + 3L Wasser + 1 Schnitzel, hätte man vermutlich auch mit einem Hybriden fahren können.
Ansonsten finde ich den Herrn mit der Ausgangsthese etwas merkwürdig, hätte man basierend auf solchen Theorien die letzten 100 Jahre verbracht, wären Innovationen vermutlich nie entstanden. Soll er sich doch lieber über Monster SUVs V1.0 aufregen, aus denen könnte man auch (locker) zwei Autos bauen. :-D
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Joe am 25. Juli 2014, 16:09
Du, kein Scheiß. Habe da neulich einen tollen Bericht gelesen. Fahrradfahren (also auch Sport) ist nicht unbedingt die ökologischste Form der Fortbewegung. Abgesehen vom CO2- Ausstoß, die verbrauchte Energie muss dem Körper ja wieder zugeführt werden. Und was erst verbraucht wird um das Schnitzel auf den Teller zu bringen...mir wird ganz schlecht wenn ich daran denke. ;)
Aber zumindest verbraucht die Herstellung des Fahrrades recht wenig Ressourcen. Neue Knie- und Hüftgelenke gehen auch noch.
O.k. der war echt gut! :-D Man sollte vielleicht nicht über alles so genau nachdenken, hihi.
Denn wenn ich das mit den zwei im Eingangspost befindlichen Links mache passiert folgendes:
Je nach Rechnung bzw. Gewichtung wird gerade ein Hybridfahrzeug entweder ziemlich gut oder sogar ziemlich schlecht für die Umwelt. Wenn man davon ausgeht, dass man immer die erste Generation davon baut, bzw. die Rechnungen darauf basieren lässt was dafür nötig ist die erste Generation immer wieder zu bauen, sieht es wirklich mau aus. Wenn man, wie das hier auch schon genannt wurde aber davon ausgeht, dass diverse Teile durchaus dem Recycling zugeführt werden, was ja auch der Fall sein dürfte, da man Autos heute ja umfassend verwertet, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.
Der Hybrid ist zwar eine Schwellentechnologie, aber heute schon näher mit dem verwandt, was, so wie es gegenwärtig aussieht, mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen wird: Das rein elektrisch betriebene Fahrzeug.
Und dieses Ding wird unweigerlich umweltfreundlicher sein, egal wie man es dreht oder wendet, sicher es wird nicht völlig ökologisch sein, aber ich denke, so lange es uns nicht gelingt ein Auto am Baum wachsen zu lassen, kann man diesen Ansatz in die Tonne kicken. Aber es wird der Mineralölindustrie erhebliches Kopfzerbrechen bereiten und wenn die zweite oder dritte Generation vom Band rollt, dann wird auch die CO2 Bilanz der Fertigung sich beständig nach unten entwickeln. Eben weil die Rohstoffe für die Batterieherstellung dann schon zu einem Teil im Herstellungskreislauf vorhanden sind und nicht jedes Mal neu herbeigeschafft werden müssen. Genauso sieht es mit Metall und Plastik aus und hier wird es sogar noch viel besser, denn es ist wurscht, ob man altes oder neues Metall schmelzen muss, die Energie dafür wird wohl ziemlich gleich sein. Die für die Gewinnung sicher nicht. Genau das ist aber der Knackpunkt, das Zeug ist schon gewonnen und steht damit zur Verfügung. Eine Batterie zu recyceln wird vermutlich ein wenig umweltbelastender, aber sie komplett neu herzustellen entfällt damit trotzdem. Und das hilft der Nachhaltigkeit ungemein, findet aber kaum Beachtung in den Betrachtungen des zitierten Experten. Der Ansatz des Recycling wird nur mehr oder weniger (eher mehr) weggewischt. Ein brauchbarer Ansatz der Sache zu begegnen nicht genannt. Leider, denn genau das wäre ja das was am interessantesten ist. Man sollte in diesem Zusammenhang vielleicht also auch berücksichtigen, dass der Mann ja ein Spezialist dafür zu sein scheint, wenn es um den Verbrauch der Recourcen und die damit verbundenen, entstehenden Umweltbelastungen geht. Stichwort "Ökologischer Rucksack" Er würde sich demnach überflüssig machen, wenn er auch nur an irgendeiner Stelle davon ausginge, dass die weitere Gewinnung solcher Recourcen duch eine gegenwärtige Entwicklung zukünftig eventuell sogar zurückgehen und damit der "Ökologischen Rucksack" leichter werden könnte.
Ich habe mal irgendwo einen Bericht gelesen, der miteinbezog, dass Autos und ihre Bestandtteile, sobald einmal vorhanden und im Fertigungskreislauf die CO2 Billanz eines neu gefertigten Fahrzeug ganz ordentlich drücken. Der Yaris HSD rangierte bei dieser Rechnung sogar an zweiter Stelle, mir fällt aber leider, leider grad nicht ein wo genau das war. Es war irgendein Test, der genau darauf abzielte herauszustellen, welches Auto das mit der aktuell besten Nachhaltigkeit ist. Dazu wurde nicht nur die Fertigung betrachtet, die zu eben dem Testfahrzeug geführt hatte, sondern auch die folgender Fahrzeuggenerationen und damit die Möglichkeit das aktuelle Auto dieser Fertigung, im Sinne Wiederverwertung, zuzuführen.
Ich kann es nicht beweisen, aber ich kann guten Mutes sein, dass es wirklich so kommen wird und unsere Industrie sich immer mehr dahingehend entwickelt Rohstoffe in der Fertigung zu halten. Wenn man genau darüber nachdenkt ist das sogar ein gangbarer Weg für die Insdustrie sich selbst zu erhalten, nämlich indem sie sich intern so verändert, dass sie nicht einer Entwicklung zum Opfer fällt, die sie selbst verursacht, indem sie Recourcen verschleudert. Über kurz oder lang ist es also wahrscheinlich, dass es so kommt, wie ich oben zum Thema Wiederverwertung geschrieben habe und von dem her ist der Hybrid heute auch nicht die schlechteste Idee, wenn es darum geht ein Auto zu kaufen. Klar, man kann sich irren, aber leider halt auch dann, wenn man es anders macht. Aber eine Entscheidung wird man über kurz oder lang fällen müssen.
Gruß Joe
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Princo am 25. Juli 2014, 18:30
Ein Institut, an dem der nette Herr arbeitet (oder auch nicht), ist oftmals ein privates Unternehmen, welches sich über Kundenaufträge finanzieren muss. Somit betreiben die meisten Institute Klientel-Politik.
wikipedia.de: "... Es ist für Lobbyarbeit und Public Relations hilfreich, die eigenen Positionen wissenschaftlich zu untermauern. Daher gibt es eine Reihe von privatrechtlichen Organisationen, die sich Institute nennen, die jedoch auch Teil der Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying von Interessengruppen sind. Der Name "Institut" allein bietet kein Unterscheidungsmerkmal zwischen wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Betätigung. ..."
Europa (Autoindustrie) hingt dem Thema Hybrid extrem hinterher. Also was liegt näher, als diese Technik in infamer (infam: kindlich-naiv) Art und Weise an den Pranger zu stellen - da ist jedes Mittel recht, auch Plastiktüten. Zum Artikel kann ich nur :-D
Grüße, Sven
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: 04H15 am 25. Juli 2014, 21:05
Gerade nach etwas anderem gesucht aber das hier gefunden und das passt irgendwie zum Thema: Erstes Recyclingverfahren für seltene Erden (http://www.nachhaltigleben.de/24-natur-umwelt/1395-seltene-erden-honda-entwickelt-weltweit-erstes-recyclingverfahren)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Jorin am 25. Juli 2014, 21:13
Darüber hatten wir vor langer Zeit auch in unserem Blog berichtet. ;-)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: 04H15 am 25. Juli 2014, 21:18
Stimmt und das ist sogar fast 2 Jahre her (guck an (http://hybrid-piloten.de/2080/honda-recycelt-seltene-erden/))
Off-Topic=War gar nicht so leicht im Blog zu finden (gibt es da keine Suchfunktion?).
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: ganderpe am 25. Juli 2014, 21:22
Hier ein Bericht drr schweizer EMPA betreffen unseres "Problems"...
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: 04H15 am 25. Juli 2014, 21:29
Und besonders gezielt, dieser Abschnitt:
Zitat
Die Studie zeigt, dass der eigentliche Li-Ion-Antrieb des Elektroautos die Umwelt nur mässig belastet; nur maximal 15 Prozent der Gesamtbelastung durch das Elektroauto entfallen auf die Batterie, durch deren Herstellung, Unterhalt und Entsorgung. Die Hälfte davon wiederum – also rund 7.5 Prozent der Belastung – machen die Gewinnung und Herstellung der Batterierohstoffe Kupfer und Aluminium aus; die Lithiumgewinnung schlägt dagegen nur mit 2.3 Prozent zu Buche. «Lithium-Ionen-Akkus sind also nicht so schlecht wie bisher angenommen», sagt Dominic Notter, Mitautor der Studie, die soeben im Fachjournal «Environmental Science & Technology» publiziert wurde.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: R.B. am 26. Juli 2014, 11:53
Ich halte diese Info's für korrekt. Man braucht zwar etwa 450 kWh elektrische Energie, um eine Tonne Stahl herzustellen. Diese Energiemenge reicht jedoch nur, um ca. 3000 km zu fahren. Der größere Energieanteil dürfte deshalb im Fahrbetrieb verbraucht werden, nicht bei der Produktion.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Princo am 28. Juli 2014, 17:08
@hungryeinstein, als "Schuldiger" ;D diesen Thread missbraucht zu haben, gelobe ich Besserung und versuche mich in einer laufenden Diskussion zurück zu halten, sofern dies zum gestellten Thema nicht so recht passt (neudeutsch: OT).
Um es ganz deutlich zu sagen: Du hast vollkommen Recht mit dem was Du geschrieben hast. Aber Deine Kritik an dieser Stelle, findet sich im ganzen Forum wieder - dort kann man die "0,05 Liter Fraktion" finden, welche auch immer wieder zu diesem Thema zurück findet und so weiter und so fort ... (mich persönlich stört das eigentlich nicht!).
Also zum Thema zurück:
stayfair.de (06-2011): "... Hybrid ist ein netter Ansatz... Ehrlicher Weise ist der Hybrid vielleicht mehr ein Produkt für unser grünes Gewissen als die große Lösung für die Umwelt. ... Wirklich sinnvoll ist wahrscheinlich die Brennstoffzelle ..." - http://www.stayfair.de/Magazin-Archiv_7296_obg/06---2011-Mobilitaet_8186_obg/Hybrid-sinnvoll-_106899_obj (http://www.stayfair.de/Magazin-Archiv_7296_obg/06---2011-Mobilitaet_8186_obg/Hybrid-sinnvoll-_106899_obj)
Schon etwas älter, aber trifft doch den aktuellen Tenor mit der Ausnahme "Wasserstoff". Auch wenn ich mich nun wiederhole, aber Nachrichten werden gemacht und entstehen nicht von ungefähr. Nachrichten werden so gemacht, dass gewisse Interessengruppen ihre politischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen erreichen können. Hier ist aus meiner Sicht eines vollkommen klar: "Der Diesel ist die ökologischer als der Hybrid" - es wird nicht mehr lange dauern und dann kann man das in Europa lesen ... Wetten?!
Grüße, Sven
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Wanderdüne am 29. Juli 2014, 10:58
Hier ist aus meiner Sicht eines vollkommen klar: "Der Diesel ist die ökologischer als der Hybrid" - es wird nicht mehr lange dauern und dann kann man das in Europa lesen ... Wetten?!
... und wie ökologisch ist dann erst ein Diesel-Hybrid.... :-D!
Aber im Ernst:
Es ist doch akzeptabel, daß die Hersteller mit allen denkbaren und undenkbaren Massnahmen versuchen, uns Kunden bei den Verbrennern zu halten. Und die Autos 1.0 so umweltverträglich wie nötig zu machen. Nur so wird die Hybrid Technik und das E-Auto unter Entwicklungs- und Innovationsdruck gehalten. Mit dem Downsizing und der damit verbundenen Leistungsexplosion sind heute Fahrzeuge mit super Leistungsgewicht möglich, die ähnlich sparsam wie Hybride sind (siehe Spritmonitor o.ä.).
Deshalb ist es nur Recht und Billig sich gegen diese gezielte Desinformation und Bauernfängerei zu wehren und auch andere darauf aufmerksam zu machen.
Und ich bin nicht der Meinung, daß alle deutschen Kunden doof und uninformiert sind, sondern sich durchaus mündig für ein Fahrzeug entscheiden. Haben halt ihre eigenen Kriterien, zu denen aber sicherlich nicht Unzuverlässigkeit oder Turbomanie zählen.
Für den freien Wettbewerb der Konzepte wirbt Wanderdüne
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: k2u am 29. Juli 2014, 12:20
... und wie ökologisch ist dann erst ein Diesel-Hybrid.... :-D!
Windrad in den Vorgarten und altes Frittenöl in den Tank, dann können wir drüber reden... ;-D ;-D
Macht man ausschliesslich die Material/Verbrauchs-Rechnung auf und ignoriert die Weiterentwicklung, dann könnte die Rechnung in meinem Fall (Yaris) tatsächlich eng werden.
Am ökologischten wäre vermutlich damit der Benziner. Der Diesel dürfte die ökonomischte Variante sein.
Aber es gibt ja nicht nur das "ich brauche" Argument bei einem Auto, sondern auch das "ich will" Argument.
Und da ist der Hybrid für mich das Ü-Ei der Wahl. Was Spannendes (schaffe ich elektrisch durch das Kaff ... ähhh Örtchen...) Was zum Spielen (verschiedenste Anzeigen, Knöpfe...) Und Schokolade ( na gut, nicht serienmässig, aber das Handschuhfach ist gekühlt, insofern nachrüstbar)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: dirbyh am 29. Juli 2014, 12:53
Jetzt im Sommer fährt der Auris immer mit 4-4,3 LHK Realverbrauch auf Mittel- und Langstrecken. Dabei ist der Wagen auch noch verhältnismäßig sehr sauber bezogen auf die Abgase - was will man mehr?
Dafür muss ich mich nicht anstrengen sondern wende intuitiv die üblichen Spritspartipps an - auf der AB wird mit Tempomat 110 gefahren. Da der AB-Anteil eher klein ist kann ich mir bei meinem Fahrprofil nichts Besseres als einen (Benzin-)Voll-Hybrid vorstellen. Ein Plugin oder ein reines Elektroauto kommt wegen fehlender Auflademöglichkeit nicht in Frage.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: kiwi1702 am 31. Juli 2014, 10:11
Ich habe versucht, die Off-Topic-Beiträge halbwegs sinnig zu verschieben, was aufgrund einiger Beiträge mit "Mischinhalt" sicher nicht vollends gelungen ist.
Warum ich den Ansatz von Schmidt-Bleek durchaus wichtig finde liegt daran dass er (und seine Mitstreiter) an der Materialeffizienz (also an einer der Ursachen) ansetzen.
Das MIPS Konzept hat den Vorteil dass man den "ökoöogischen Rucksack" eines Produktes relativ genau berechnen kann. In dem Konzept ist der Energieverbrauch beinhaltet, so dass bessere Materialeffizienz auch automatisch z.B. weniger CO2-Ausstoss bei der Produktion bedeuten.
Gleichzeitig prangert er Fehlentwicklungen in der Symptombekämpfung an, also die reine Betrachtung der Schadstoffe (z.B. CO2) und deren Reduzierung auf Kosten der Gesamtbilanz (ein schönes Beispiel ist auch Biosprit der extra auf landwirtschaftlichen Flächen zur Energieversorgung gewonnen wird; Biosprit aus Abfall ist schon wieder ein anderes Thema).
Das ist erstmal seine persönliche Meinung, die in vielen Fällen wie z.B. Biosprit nachvollziehbar ist. Das Problem (und deswegen ist er auch etwas einseitig) ist, dass man die Folgekosten der Symptome im besten Fall nur grob schätzen kann (also: was kostet es weltweit an Ressourcen wenn die Temperatur um 4 Grad Celsius innerhalb der nächsten 100 Jahre steigt; oder was kostet der Rückbau und die Bewachung des Abfalls vom Kernkraftwerken - die ja als fast CO2 neutral gelten - an Ressourcen usw). Er hat da auch durchaus diskussionswürdige Gedanken z.B. zur Besteuerung von Produkten (also den Ressourcenverbrauch zu besteuern).
Bei seinem Beispiel zum Hybridauto kann ich ihm allerdings nicht ganz folgen (hängt allerdings auch vom genauen Beispiel ab). Wenn ich meinen Auris II Hybrid mit dem entsprechenden Benziner vergleiche (um Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen) komme ich grob auf einen E-Motor, die Hybridbatterie und den Inverter, die sich zusätzlich im Hybrid befinden (wie gesagt sehr grob). Dabei habe ich den fehlenden Anlasser&Lichtmaschine mit dem zweiten E-Motor "verrechnet" und das kleinere Planetengetriebe& die fehlende Kupplung mit der Wasserkühlung des Inverters. Ich denke so grob dürfte das hinhauen. Laut Schmidt-Bleek ist das zusätzliche Kupfer der größte Faktor am ökologischen Rucksack, nach seinen Berechnungen (mit Kupferrecycling) sind das etwa 8 Tonnen zusätzlicher "Ökologischer Rucksack". Das Recycling ist dabei wichtig!
Im Vergleich zu den zugrunde gelegten 40 Tonnen für ein ca. 1,5 Tonnen Auto also etwa 20% mehr. Dem gegenüber steht ein Verbrauchsvorteil für den Auris Hybrid von ca. 2,3 l/100km (nach Spritmonitor). Auf 150000 km also etwa 8 Tonnen weniger CO2. Ganz abgesehen von den anderen Schadstoffen, die direkt gesundheitsschädlich sind. Leider läßt sich mit den 8 Tonnen weniger CO2 die Gegenrechnung zum zusätzlichen "ökologischen Rucksack" nicht aufmachen, da deren Folgen nicht berechenbar sind. Man sieht, das ist ein wenig Kaffeesatzleserei.
Für E-Mobilität - genauso gilt das für Brennstoffzellenautos - wird das Kupfer allerdings ein Problem werden. Aber auch da sehe ich kein prinzipielles Problem das nicht technisch gelöst werden könnte (teilweiser Ersatz durch Alu, Recycling; geschlossene Stoffkreisläufe). Das ist aber auch die Stoßrichtung von Schmidt-Bleek und KOnsorten.
Jorin, ich habe die links editiert und sie funktionieren jetzt im Originalbeitrag. Die Ergänzung kannst du dann gerne löschen.
Gesagt, getan.
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Yaris-Gerd am 06. August 2014, 09:11
Ich habe es gewusst, wir müssen alle sterben!
Die Ursache für die Ausbeutung der seltenen Erden ist der Mensch. Demnach hat China mit der Geburtenregelung (Einkind Regelung) den ersten Schritt zu Lösung des Problems gemacht. Ach ja, ich vergas, Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst manipuliert hast. Wenn man sich mit dem Energie Verbrauch beschäftigt, dann darf man dabei nicht aus dem Augen verlieren, wie die verbrauchte Energie gewonnen wird. Es macht schließlich einen Unterschied, ob man Strom durch Windkrafträder oder durch Kohlekraftwerke gewinnt. Aber es geht auch darum weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen. Denn gerade die sind begrenzt und verursachen durch den Treibgas Ausstoß die Klimaerwärmung. Dabei dürfen wir auch nicht den ökonomische Aspekt sowie eine soziale Gerechtigkeit aus den Augen verlieren. Wenn die Menschen sehr arm sind, und um das Überleben für sich und ihre Familien kämpfen, ist ihnen die Umwelt egal. Das kann man in der dritten Welt beobachten. Leider sind gierigen Spekulanten solche Aspekte sch... egal. :-/
Nun ja, das ist nur meine persönliche Sicht der Dinge
Grüß Yaris Gerd
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Newbie am 06. August 2014, 09:22
das ist zwar nun kurz OT, aber...
@Yaris-Gerd: erst einmal ein herzliches Willkommen und viel Spass hier im Forum! :-)
Titel: Re: Hybridfahrzeuge schädigen die Umwelt...
Beitrag von: Yaris-Gerd am 06. August 2014, 11:09
Besten Dank für die freundliche Begrüßung!
Zum Artikel zurück. Wenn der Autor es wirklich so meint, dann frage ich mich wessen Brot er ist? Das erinnert mich ach ein wenig an den Beatle Song. "He' s a real nowhere man ... he is blind as he can be. He sees just he wants to see. Isn't he a bit like You and me?"
Wenn er damit aber eine Diskussion starten wollte, um unser Denken und Handel zu hinterfragen und global zu betrachten, dann ist er der Sehende unter den Blinden.