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Thema: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso (245-mal gelesen)
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Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Als ich die neue Toyota-Werbezeitschrift bekommen haben, fiel mir auf dem Titelbild der neue "PROACE CITY VERSO" ins Auge. als ich dann im Artikel nichts von Hybrid gelesen habe, habe ich mir den Konfigurator angesehen:
- Dort gibt es 2 Turbo-Benziner- und 3 Diesel-Varianten zur Auswahl

Kein Hybrid. Ich dachte, dass Toyota Diesel aus dem Programm nimmt. Was macht Toyota denn da? Drei Schritte zurück und keinen vor (keinerlei Elektroautos)?

Bin von Toyota extrem enttäuscht.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 1
Das ist ein Peugeot mit einem Toyota Logo.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 2
Danke. War mir nicht bekannt. Habe jetzt folgendes gefunden:
Zitat
Der Proace City stammt aus der Kooperation mit dem PSA-Konzern und ist baugleich mit dem Citroën Berlingo, dem Opel Combi sowie dem Peugeot Rifter.
Quelle: Toyota Proace City Verso Fahrbericht: Der Vierte im Bunde - firmenauto

Das steigert meine Enttäuschung noch mehr. Toyota schafft es nicht für Europa so ein Auto hinzubekommen und verkauft statt dessen Diesel-Autos? Dann doch lieber darauf verzichten.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 3
Tja, Toyota unterhält mehrere solcher Unrühmlichen Kooperationen:
Der GT86 wurde fast ausschließlich von Subaru entwickelt, sogar auf den Toyota-Logos an Front und Heck steht dort "Produced by Subaru" wenn man diese abbaut.
Die neue Supra wurde zu einem sehr großen Teil von BMW und Magna Steyr entwickelt.
Beim GR Yaris rühmt man sich mit dem tollen Allradsystem, was Toyota aber von Subaru zugekauft hat
Die ganze Proace Sparte kommt von PSA, inkl. Motorenpalette, da wird nur das Toyota Logo aufgeklebt.

Ich verstehe nicht, warum sie sich nicht die Entwicklung beim VW Konzern abschauen: Sie haben mit Lexus, Toyota und Daihatsu drei Marken, die zum Teil eine überlappende Modellpalette anbieten könnten.
Ein Corolla bspw. hätte man von vornherein als günstigere, clevere Variante von Daihatsu anbieten können (ähnlich wie der Skoda Octavia ja auch nur auf der Golf Plattform basiert) und als Luxoriöse Variante von Lexus. Bringt man das halbwegs zeitgleich auf den Markt spart man sich Zulassungskosten und auch Entwicklungskosten, weil nur einmal für neue Typzulassungsvorgaben entwickelt werden muss und drei Modelle zeitgleich daraufhin optimiert werden können.
Stattdessen lassen sie aber ihre Luxussparte auf völig veralteten Plattformen herumfahren:
Der neue Lexus IS steht auf der gleichen Plattform wie sein Vorgänger, der Wagen ist also auf technischem Stand von 2013.
Der 3,5l V6, die einzig verfügbare Motorvariante in Nordamerika, ist fast unverändert zum 3,5l V6 im IS von 2005.


Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 4
Warum sind derartige Kooperationen "unrühmlich"? Von den gesteigerten Stückzahlen und der ökonomisierten Ersatzteilversorgung profitieren doch alle - nicht nur die Hersteller, sondern auch die Werkstätten und insbesondere die Kunden. Es mag Mercedes-Kunden emotional weh tun, dass ihr Hersteller massiv Fahrzeugkomponenten bis hin zu ganzen Antriebssträngen und teilweise sogar ganze Fahrzeugdesigns mit Renault-Nissan austauscht, aber die damit verbundenen Vorteile werden sie wohl kaum missen wollen. Dass Toyota und PSA zumindest in Europa für die nicht so volumenstarken Fahrzeugsegmente gleiches tun, Volkswagen und Ford dies im BEV-Segment vorhaben, Volkswagen und diverse chinesische Hersteller dies im asiatischen Markt praktizieren - was soll daran schlecht sein? Dass solcherart Toyota die Abkehr vom Diesel nicht vollständig gelingt, kann man bedauern, muss es im Nutzfahrzeugsegment bei realistischer Betrachtung nicht.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 5
Gegen Kooperationen habe ich nichts. Aber man hätte dann die Diesel streichen und statt dessen den eigenen Hybrid-Antrieb einbauen können. Wenn letzteres zu teuer für Toyota, dann halt nur die Diesel streichen.

Immerhin haben wir mal Toyota dafür gelobt, dass man die Diesel zumindest in Europa aus dem Programm genommen hat. Dieses Lob können wir nicht mehr aufrecht halten.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 6
Boah, jetzt mach mal halblang ;)

Das ist ne fremde Plattform, soll da der Akku unterm Sitz oder willst du dem Betrieb irgendwie vermitteln, dass da ein Höcker die ebene Ladefläche trübt.

Und welches Logo am Ende draufklebt ist bei sen vielen Zulieferern und Kooperationen gerade hier in Europa nicht mehr wirklich relevant.
Das ist sicherlich auch nichtmal ein Dieselaggregat von Toyota, was drinsteckt.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 7
Warum sind derartige Kooperationen "unrühmlich"?
Es gibt ja durchaus sinnvolle Kooperationen. Beim Aygo und den PSA Brüdern hat man wohl wirklich zusammen gearbeitet. Ähnliche wie Mercedes und Renault bei Smart/Twingo tatsächlich gemeinsam entwickelt haben.
Toyotas Eigenanteil an den von mir genannten Beispielen ist aber minimal. Wenn ich so wenig Interesse an der Entwicklung eines KFZs habe, dass ich nichtmal meine eigenen Logos selbst produziere (oder in meinem Namen produzieren lasse) sondern im Werk vom Produktionspartner bauen lasse und ihn auch noch seinen Firmennamen auf den Produktionsstempel meines Autos drucken lasse hat das für mich schon eine Anwandlung von Faulheit.
Um mal Butter bei die Fische zu bringen: Seit dem Hybridantrieb des Prius 2, welche Innovationen haben es von Toyota wirklich in Serie geschafft?
Das Infotainment hat nur kleine Änderungen in den letzten 10 Jahren erfahren, gerade bei Lexus ist das Infotainment seit über 10 Jahren eine Zumutung - in der Preisklasse ein No-Go. In Sachen Assistenzsystemen sind selbst so kleine Hersteller wie Subaru Toyota vorraus. Geschichten wie Tempomat erst ab 40km/h schleppen sie seit Jahren mit sich rum, genauso wie die grauenhafte Implementation des aktiven Reifendruckkontrollsystems. Motorentechnisch ist lange Jahre nichts passiert, erst nach der Kooperation mit Mazda konnte man einen halbwegs aktuellen Benziner abliefern.
Plugin-Hybride lassen abgesehen von Alibiprodukten auf sich warten, obwohl sich das Toyota Hybridsystem dafür hervorragend anbieten würde.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 8
Und welches Logo am Ende draufklebt ist bei sen vielen Zulieferern und Kooperationen gerade hier in Europa nicht mehr wirklich relevant.
Dann haben wir zumindest geklärt, dass es Toyota ziemlich egal ist was man verkauft. Hauptsache man macht Gewinn. Besser als andere Hersteller ist damit Toyota nicht.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 9
Ich versteh sowieso nicht, warum man einen umgelabelten Renault braucht und dann nicht gleich den Renault nimmt. Aus den Sachverhältnissen bin ich raus.

Ich bin auch nicht glücklich, was Toyota gerade alles so macht, aber immerhin haben die eine mehr oder weniger komplett hybridisierte Flotte.

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 10
Es gibt ja durchaus sinnvolle Kooperationen. Beim Aygo und den PSA Brüdern hat man wohl wirklich zusammen gearbeitet. Ähnliche wie Mercedes und Renault bei Smart/Twingo tatsächlich gemeinsam entwickelt haben.
Toyotas Eigenanteil an den von mir genannten Beispielen ist aber minimal. Wenn ich so wenig Interesse an der Entwicklung eines KFZs habe, dass ich nichtmal meine eigenen Logos selbst produziere (oder in meinem Namen produzieren lasse) sondern im Werk vom Produktionspartner bauen lasse und ihn auch noch seinen Firmennamen auf den Produktionsstempel meines Autos drucken lasse hat das für mich schon eine Anwandlung von Faulheit.
Mit Faulheit hat das wenig zu tun. Es ist einfach wirtschaftlich vernünftig. Gerade im preissensiblen Nutzfahrzeugsegment. Sei es der zum Mercedes Citan gewordene renault Kangoo, der zum Opel Vivaro gewordene Renault Traffic oder jetzt halt der Proace City Verso. Desgleichen im stückzahlenlimitierten Sportwagensegment. Weder hätte sich Subaru noch BMW die entsprechenden Modelle ohne den deutlich größeren Volumenpartner Toyota leisten können und wollen. Toyotas Ingenieure werden auch sicherlich erheblich mitgestaltet haben. Dass man so etwas nicht im Haus eines Großserienherstellers fertigt, sollte sich von selbst verstehen. Die Karmanns einst in Deutschland, die Steyrs in Österreich, Pininfarina in Italien und viele andere leben oder lebten ganz gut von dieser Nischensegmentfertigung für Massenhersteller.
Motorentechnisch ist lange Jahre nichts passiert, erst nach der Kooperation mit Mazda konnte man einen halbwegs aktuellen Benziner abliefern.
Was sollten sie denn dort schaffen? Die Motoren sind immer noch deutlich effizienter als die hochgespriesene Turbo-Direkteinspritzer-Konkurrenz...

Antw.: Wie geht es mit Toyota weiter: Proace City Verso

Antwort Nr. 11
Mit Faulheit hat das wenig zu tun. Es ist einfach wirtschaftlich vernünftig. Gerade im preissensiblen Nutzfahrzeugsegment. Sei es der zum Mercedes Citan gewordene renault Kangoo, der zum Opel Vivaro gewordene Renault Traffic oder jetzt halt der Proace City Verso.
Das sind aber - zumindest zum Teil - echte Entwicklungskooperationen.

Toyotas Ingenieure werden auch sicherlich erheblich mitgestaltet haben.
Eben nicht. Beim GT86 sogut wie garnicht, beim Supra wenigstens ein Bischen, zumindest hat Toyota da aber selber entschieden welche Teile man aus dem Regal vom BMW nimmt, die Spurweite und Radstand den BMW Ingenieuren vorgegeben und ein eigenes Design entwickelt (dessen Umsetzung dann wieder BMW bzw. Magna übernommen hat)
Was sollten sie denn dort schaffen? Die Motoren sind immer noch deutlich effizienter als die hochgespriesene Turbo-Direkteinspritzer-Konkurrenz...
Der 1,8er ja, der 1,5er war noch ganz gut. Toyota hat aber mehr als eine Motorvariante. Der 2,5er, der in Verbindung mit Hybridantrieben verkauft wurde bis zum neuen RAV steht in Sachen Effizienz nicht sonderlich gut da. Dessen Effizienz überbietet Mazda z.B. mit ihren 2l Benzinern ohne Hybridisierung seit 2013.
Der 1,2er im Auris ist eine Katastrophe, der 1l Dreizylinder Daihatsu-Motor im Aygo und Yaris seit ca. 15 Jahren fast unverändert, außerhalb Europas angebotene Modelle haben ähnlich alte Basismotoren. Erst mit dem Corolla haben sie tatsächlich neue Motoren verbaut, die aus einer Kooperation mit Mazda entstanden sind. Der größte Hersteller der Welt braucht für die essentiellsten Bauteile eben regelmäßig massiv Hilfe von viel kleineren Herstellern, weil sie selber untätig sind - oder wenigstens untätg scheinen.