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Thema: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi  (4449-mal gelesen)
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Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 60
@Andi_mit_i
Ah, gut, danke, jetzt verstehe ich viel besser, was Du meinst!
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, zumal Du es detailreich und einleuchtend begründest!

Zweifellos ist der JazzHybrid ein geniales Fahrzeug! Und was Du mit "außen wie ein Polo, innen wie in Golf" schreibst, hat mich vor vielen Jahren beim AUDI A2, einem leider auch alternativlos eingestellten Fahrzeug :-(  überzeugt!
Damals fand ich den Golf V so grottenhässlich, dass ich mich trotz jahrelanger "Golftradition" nicht zum Kauf entschließen konnte. Da wurde es der A2, der abgesehen von seiner technischen Langzeitstabilität bis zum letzten Tag ein überzeugendes Konzerpt für mich darstellte. Und bereits damals hatte ich als Alternative bzw Nachfolgefahrzeug den Honda Jazz im Visier!
Einzig der dann als Nachfolgemodell tatsächlich erworbene Prius 2 konnte den A2 in fast jeder Hinsicht (außer Außenmaße, da war er uns ein bisschen groß) überbieten!

Gruß!
JoAHa

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 61
Zweifellos ist der JazzHybrid ein geniales Fahrzeug! Und was Du mit "außen wie ein Polo, innen wie in Golf" schreibst, hat mich vor vielen Jahren beim AUDI A2, einem leider auch alternativlos eingestellten Fahrzeug :-(  überzeugt!

Das mit dem Audi A2 kann ich gut verstehen. Der Bruder meiner damaligen Freundin hatte einen 3 Liter-A2 den ich auch ein paarmal fahren durfte. Da waren Verbräuche um 2,5L/100km (Diesel) tatsächlich möglich wenn man vorsichtig gefahren ist. Am meisten hat mir da gefallen, dass die Automatik beim loslassen des Gaspedals den Motor ausgeschaltet hat und auf Leerlauf gegangen ist, d.h. man ist dann völlig geräuschlos und ausgekuppelt dahingerollt. Dann einmal leicht auf das Gaspedal und die Automatik hat den Motor wieder eingekuppelt und man konnte mit Motorbremse nun rollen. Erst wenn man mehr gebremst hat haben dann die Radbremsen zugemacht.

Das ausgekuppelte dahinrollen würde ich mir auch bei den Hybridern wünschen. So muss man jetzt entweder mit dem Fuß behutsam arbeiten und versuchen den Rollpunkt zu erwischen oder mit der Hand auf N zu gehen.

Als ich dann auch ein Auto gesucht habe war der 3L A2 auch in der Endauswahl. Aber in der 3L-Version konnte man nicht die Rückbank umlegen, damit war für mich der A2 aus dem Rennen. Zudem hat mir die CVT-Automatik vom damaligen (Nicht-Hybrid-) Jazz zusammen mit den Magic Seats begeistert. Endlich entspanntes Fahren mit niedrigen Drehzahlen.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 62
Die höheren Temperaturen der letzten Wochen bringen bei mir schön niedrigere Verbräuche. Mittlerweile bekomme ich meinen Auris auf um die 4,0 L/100km (Anzeige im Hybridassistant) hin wenn ich fahre. Gebe ich mir Mühe und die Strecke und der Verkehrszustand erlauben es geht es auch noch drunter.

Am Sonntag war ich wieder für eine Wanderung in den Bergen hinter dem Tegernsee. Diesmal zu zweit, nachdem es jetzt erlaubt ist mit einem Bergpartner aus einem fremden Haushalt eine Tour zu gehen und auch eine Fahrgemeinschaft zu machen. Daher bin ich an diesem Tag nicht optimiert spritsparend gefahren (d.h. bis 120km/h auf der Autobahn wenn der Verkehr es erlaubt), habe aber dennoch einen Verbrauch von 4,3 L/100km (nach Hybridreporter) hinbekommen. Bin sehr zufrieden.  :-)

Auch an diesem Tag bei der Hinfahrt teilweise Stockungen von Holzkirchen bis zum Tegernsee, aber mit dem Toyota-Hybridsystem bleibe ich völlig entspannt. Durch den ausreichend groß dimensionierten Akku bleibt der Benziner da normalerweise aus. Beim Jazz-Hybrid hat mich das immer mehr geärgert, dass der Motor regelmäßig wieder angegangen ist, weil entweder der kleine Akku schon wieder leer war oder man aus dem Stillstand anfahren musste.

Auch diesmal war am Ende eine kleine Steigung dabei, es ging vom Tegernsee hoch bis zum Parkplatz bei der Sutten-Seilbahn, das sind ungefähr 200 Höhenmeter. Die Steigung ist nicht so groß, runter konnte ich alles mit dem Generator rekuperieren und so einige Kilometer danach noch elektrisch fahren.

Einzig gewundert hat mich die Batterieanzeige im Hybrid Assistant, die war bei 78% und das Symbol rot. Laut Doku bedeutet rot allerdings "Low: forced engine recharge will kick on if condition will persist".  :-/
Lag das vielleicht daran, dass das System beim Runterrollen wieder in den Stage 1 zurückgefallen ist? Nachdem Losfahren hat er natürlich noch die Kühlwassertemperatur kurz auf 40°C hochgeheizt und ist dann in Stage 2 gegangen. Der Motor war dann aus und die Kühlwassertemperatur ist während der ganzen Abfahrt auf 30°C wieder runtergegangen. Erst unten im Ort an einer Einmündung wo ich stehenbleiben musste hat er dann wieder gestartet und einen neuen Heizzyklus begonnen. Kommt vielleicht im Stage 1 mit einer hohen Akkufülle dann die rote Farbe der Anzeige?

Gestern habe ich Zeit gehabt alle Reifen auf 2,8 bar zu füllen (vorher waren die bei 2,5-2,6). Komforteinbußen habe ich danach keine gespürt. Mal sehen ob ich den Verbrauch damit noch weiter senken kann.
Sobald ich wieder regelmäßig in die Arbeit fahre werde ich mich dann auch an das Grillblocking machen. Nur will ich dazu vorher etwas Gefühl für die Verbräuche auf einer täglich wiederkehrenden "Referenzstrecke" habe.
Und dann noch bei der nächsten Inspektion 0W20 für den Motor verlangen... dann sollte ich alle wichtigen Punkte erledigt haben.  ;D

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 63
Das die Batterieanzeige bei >75% rot wird ist normal.
Je nach Ladegeschwindigkeit und Temperatur wechselt die Anzeige zwischen 76% und 78% auf rot. Dann wenn die Elektronik meint, dass der Akku voll ist.
Das ist der Bereich in dem der Motor (Verbrenner) dann auch im Stand nicht mehr ausgeht und Strom verbraucht. Alternativ kann man den Strom dann meist auch sinnvoll mit der Klima verbrauchen-

Das liegt eher nicht an den Stages. Das ist eher ein undokumentiertes Feature des Hybrid Assistenten.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 64
@teilzeitstromer: Danke für die Infos! Beruhigt mich schon mal dass alles so ist wie es sein soll. Dass der Motor auch irgendwann mal nicht ausgegangen ist habe ich auch gemerkt, aber mir erstmal nichts weiter dabei gedacht. Aber jetzt wo du es schreibst ist es mir klar.

Gibt es eigentlich irgendwelche Methoden den Akku vor einer Bergabfahrt sinnvoll leerzusaugen? Bei höheren Geschwindigkeiten braucht man ja nicht mit dem EV Modus kommen.

Wenn ich eh weiß, dass die nächste Bergabfahrt den Akku mehr als komplett füllt wäre es ja sinnvoll vorher den Akku möglichst leer zu bekommen und die Energie darin sinnvoll zu verbrauchen, ansonsten verheize ich am Ende der Abfahrt nur wieder was mit den Scheiben.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 65
Sinnvoll den Akku leersaugen geht um Klassen besser mit dem Corolla  :-P

Mit dem Auris schafft man da meist nicht sinnvoll.
Mit kaltem Motor ist bei ~30km/h schluss mit dem EV-Mode.
Elektrisch fahren geht dann halt nur mit Eco-Meter max. knapp unter dem Strich bei Eco.

Du könntest versuchen auf dem Weg nach oben den Akku schon möglichst leer zu kriegen.
Must aber aufpassen ihn nicht zu leer zu machen weil sonst der Motor bei Abfahrt zwangsweise wegen niedrigem Akkustand anspringt.

Und meist ist der Akku eh zu klein um alle Energie vom bergrunterrekupieren aufzunehmen  :icon_daumendreh2:

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 66
Ich weiß nicht ob es erstrebenswert ist, den Akku "mit Gewalt" leer zu fahren. Einerseits Streß für den Akku. Andererseits kann es passieren, daß der Akku zu früh leer wird und der Benziner die Zwangsaufladung startet, somit einen überdurchschnittlichen Verbrauch hat. Andererseits kann es passieren, daß er anschließend auch bergab zunächst sein verbrauchsintensives Programm abspult. Die Elektronik weiß leider nicht, das es in der Situation kontraproduktiv ist.
Nach meiner Erfahrung kann man den Akkustand in einem gewissen Rahmen ohne EV beeinflussen, durch gezielte Betätigung des Fahrpedals. Nicht wie weit man durchtritt, sondern auch wie schnell: z.B. nach einer Kehre langsam aber schon mit Nachdruck drauf treten bleibt m.E. das System länger auf dem elektrischen Zweig. Mag man umgekehrt den Akku nicht zu sehr leeren, weil die Strecke anspruchsvoll steil ist, tritt man schnell durch, ggf. sogar etwas weiter als nötig und lupft dann wieder etwas. Dadurch schnellt die Drehzahl des Benziners hoch und bleibt so, wenn man etwas Gas wegnimmt, die Last aus dem Akku sinkt dabei. Ob das bei Deinem Auris TS noch so ist weiß ich nicht. Beim Prius 2 war das sehr ausgeprägt und bei meinem etwas älteren CT (zum Auris) ist das Prinzip auch anwendbar.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 67
Gestern habe ich es geschafft den SOC auf 37% leerzufahren.  ::)
War auf einer kleinen Bergtour. Der Parkplatz war eine langgezogene ansteigende Forststraße. Vor mir zwei Mountainbiker (echte, mit Schweiß statt Strom) nebeneinander, rechts war viel zugeparkt, so dass ich nicht überholen konnte. So bin ich dann ca. 400 Meter hinter denen ungefähr 50-60 Höhenmeter mit ca. 5km/h nach oben geschlichen. Da der E-Motor das übernommen hat wurde der Akku richtig leergelutscht. Aber prinzipiell gut, ich bin leise gewesen und hab keine Abgase erzeugt.  :applaus:
Das einzig weniger schöne war die Temperatur des MG, die ging laut Hybrid Reporter auf 106°C rauf...   :icon_neutral_new:

Schön war wieder, dass ich von den 300 Höhenmeter vom Parkplatz bis runter ins Tal fast alles in den Akku reinbremsen konnte. Der war zwar dann ziemlich im Stress um in kurzer Zeit von 37% auf 80% gefahren zu werden, aber es ist schön dass man diese ganze Energie weiternutzen kann. Das nächste Dorf im Tal wurde dann damit rein elektrisch durchfahren.
Alles hat nicht reingepasst, auf den letzten Abfahrtshöhenmeter musste ich bremsen, aber das schadet den Bremsscheiben sicher nicht.  ;)

Nach einigen Bergtouren in den letzten Wochen sehe ich, dass ich auf Real-Verbräuche von um die 4,0 L/100km hinbekomme wenn ich allein unterwegs bin, Autobahnen meide bzw. nicht schneller als 90km/h fahre. Zusammen mit anderen Bergkameraden fahre ich dann bis zu 120km/h und komme auf Realverbräuche um die 4,5-4,7 L/100km.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden damit, damit unterbiete ich den Hybrid-Jazz um bis zu einen halben Liter und das mit einem größeren und schwereren Auto.

Gerade eben habe ich mich über den EV-Modus gefreut. Ich bin Laternenparker und bekomme normalerweise direkt vor meiner Wohnung einen Platz. Gestern Abend war der besetzt und ich musste etwas abseits parken. Nachdem er heute wieder frei war bin ich schnell elektrisch die paar Meter auf "meinen" Platz gefahren. Ohne EV-Modus würde ich sowas nie machen, weil es völlig irrsinnig ist wegen der paar Meter einen kalten Motor laufen zu lassen. Aber so bekommt man diesen kurzen Transfer praktisch gratis.  :-)

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 68
Nachdem ich in den vergangenen Wochen wieder angefangen habe in die Arbeit zu fahren und etliche Fahrten zu Bergtouren dazu gekommen sind mal wieder ein Update von meiner Seite.

Dass das Toyota HSD nicht optimal für den Betrieb in den Bergen ist, habe ich in einem eigenen Thread durchdiskutiert:
Toyota HSD und steiles Bergabfahren?

Aus meiner Sicht wünschenswert wäre, dass Toyota auf die magere Motorbremse bei langsamen Geschwindigkeiten und vollem SOC im Handbuch hinweisen würde. Wenn man damit unerwartet das erstmal damit konfrontiert wird, ist es ein ziemlich ungutes Gefühl, wenn man auf einmal nur noch die Bremsen verheizen kann.

Inzwischen weiß ich von der Problematik und kann mich darauf einstellen. Entsprechend versuche ich bereits vor der Abfahrt den SOC möglichst leer zu bekommen und fahre bei längeren Abfahrten wo der SOC garantiert vollläuft (je nach Ladung des SOC vor der Abfahrt würde ich ab so 200-300 Höhenmeter davon sprechen) und ein Tempo von unter 50km/h gefahren werden muss bereits von Anfang an in B und bremse ordentlich um auch Energie in den Scheiben zu verheizen. Solange der SOC noch aufnahmefähig ist können dann die Scheiben deutlich besser wieder abkühlen. Auch kann man auf solchen Strecken völlig bedenkenlos die Klimaanlage hochschalten und den Innenraum richtig kühlen um weitere Energie zu verbrauchen.  ;)

Erlaubt die Straße auch Geschwindigkeiten mehr als 50km/h tritt durch die dann stärkere Motorbremse diese Problematik in geringem Umfang auf.

Eine Abfahrt z.B. vom Zirler Berg von Seefeld ins Inntal oder vom Achensee ins Inntal sind kein Problem, da kann man bis auf die engen Serpentinen locker auch mit 70 km/h fahren und muss nur gelegentlich mal abbremsen. Andere Strecken wie bei der steileren und kurvigeren Rossfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden muss man etwas mehr aufpassen um die Bremsen nicht zu überhitzen.

Die schmale Straße von Wattens im Inntal in das Wattental war auch kein Problem, sie ist recht gut ausgebaut und hat immer wieder flachere Passagen wo auch die schwachere Motorbremse bei unter 50 km/h einigermaßen bremst.

Die problematischte Strecke war bisher die nicht asphaltierte Fahrstraße von der Kemater Alm im Senderstal runter bis Grinzens im Inntal. Die erlaubt teilweise wegen der Kurven und dem schlechten Zustand der Straße nur ein Tempo von 30km/h und das über eine ziemlich lange Strecke.

Eine Problematik mit gammelnde Bremsen werde ich wohl auf Dauer wegen meiner Bergfahrten nicht haben. Bin gespannt ob die Abnutzung sich über die Zeit im Rahmen hält oder ob ich eine deutlich höhere Abnutzung und damit verbundene Kosten habe.

Eine andere Problematik hatte ich letzte Woche auch, da war der Parkplatz an einem Fluss im Tal und bei der Heimfahrt musste ich zuerst eine steile (bis 24% laut Schild) und kurvige Straße hochfahren. Ich habe mir keine Gedanken gemacht und bin gleich losgefahren, hatte aber nach den 100 Höhenmeter dann erstmal eine SOC-Temperatur von 50°C, was dazu geführt hat, dass auch bei der folgenden Abfahrt das System den Akku deutlich langsamer geladen hat obwohl er recht leer war. Das hat sich alles erst normalisiert als wieder eine Temperatur um die 40°C erreicht wurde.
Der SOC war durch das lange Parken in der Sonne am Anfang schon recht warm und hat sich dann bei der steilen Auffahrt gut erhitzt weil anfangs im Stage 1 primär nur mit Strom und auch bei den steilen Kurven im langsamen Tempo viel nur elektrisch gefahren wurden. Durch die Abfahrt vor dem Parken war der SOC auch noch voll geladen (78%), weshalb der Computer den auch zuerst mal entleeren wollte.

Wie ich in solchen Situationen zukünftig fahren werde muss ich mir noch überlegen. Aber den Stage 1 sollte ich zukünftig vor dem steilen Bergauffahren verlassen, notfalls kurz warten bis der ICE vollständig genutzt wird.

Falls jemand andere Ideen oder Erfahrungen zu einer schonenden und optimierten Nutzung im "Bergbetrieb" hat wäre ich sehr dankbar.


Neben diesen "Bergerfahrungen" hat sich durch die warmen Tage der Verbrauch auch angenehmerweise sehr reduziert. Fahre ich vorsichtig und zurückhaltend (max. 90 km/h), bekomme ich den Auris jetzt auf einen Verbrauch um die 4,0 L/100km hin (Realverbrauch laut Hybridassistant). Sind die Bedingungen optimal habe ich inzwischen auch schon Fahrten (mind. 20 km Streckenlänge) auf bis zu 3,6 L/100km geschafft (immer hin+zurück um keine verfälschten Angaben durch Höhenenergie zu bekommen).
Fahre ich auf Autobahnen auch bis 120km/h schaffe ich es auf so 4,5-4,7 L/100km, je nach Autobahnanteil.

Der Gesamtverbrauch laut Spritmonitor ist mittlerweile auf 4,6 L/100km runter und hat damit den alten Jazz Hybrid unterboten. Der Verbrauch leidet nach wie vor durch die erste lange Autobahnfahrt von Berlin nach München auf der ich mit 130-150km/h dahingefahren bin und selber noch keinerlei Ahnung hatte wie man mit dem Toyota HSD spritsparend fahren kann. Aber je mehr ich fahre, desto mehr kann ich den Verbrauch "runterarbeiten". Ich ziele auf einen Wert um die 4,2 L/100km. Damit wäre ich auch wieder einen Halbliterschritt besser als das Vorgängerfahrzeug.  :-)

Eine Erkenntnis die ich die letzten Wochen gewonnen habe (die vermutlich die Profis hier kennen und nutzen) ist, dass man wirklich versuchen muss den SOC auf 60% zu halten und möglichst nicht leerzusaugen. Dann wird während der Fahrt nicht zusätzliche Energie für das Laden des SOC benötigt. Die Verbräuche die man dann bei Tempo 70-100 km/h hinbekommt sind jedenfalls traumhafte 2,5-4,0 L/100km/h.  Unter 70km/h muss man dagegen aufpassen, dass man nicht in den EV-Modus rutscht, der zwar kurzzeitig einen Nullverbrauch bringt, aber danach einen erhöhten Verbrauch durch das Wiederaufladen des SOC. Wenn man vorsichtig mit dem Fuß ist hat man bis 60km/h runter eine Chance noch ohne EV zu fahren und sehr gute Verbräuche hinzubekommen. Drunter bleibt eigentlich nur Pulse and Glide um zu sparen. Die Stufe N ist jedenfalls inzwischen ein guter Freund von mir geworden.  ;D

Selbst in meiner 30er Zone fahre ich nicht mehr den SOC leer, sondern beschleunige kurz und kräftig auf 40 km/h und lasse dann in N bis 25 km/h ausrollen. Damit kommt man am Ende besser weg als wenn am nächsten Tag der eh schon leerere SOC (ca. 50%) im Stage 1 noch weiter leergesaugt wird. Die ersten Kilometer danach ist der eh schon hohe Verbrauch dann noch erhöhter bis der SOC wieder bei 60% ist.

Auch in ein paar Staus habe ich mittels kurzzeitigen beschleunigen mit ICE und rollen lassen viel länger durchgehalten als am Anfang wo der SOC recht bald leergelutscht war und der ICE im Stand angesprungen ist.

Falls auch hier jemand noch andere Spritsparstrategien hat bin ich offen für Kritik und Empfehlungen.  ;)

Allgemeine weiter postive Erfahrungen:
- Der Fahrersitz ist auch auf längeren Strecken sehr bequem, das war beim alten Jazz Hybrid nicht der Fall.
- Die Klimaanlage arbeitet sehr gut und unauffällig.
- Die Freisprecheinrichtung vom System mit Smartphone über Bluetooth arbeitet gut und ist praktisch
- Die Such- und Abspielmöglichkeit des USB-Sticks nach Interpreten über alle Titel auf dem Stick finde ich super, das hatte mein alter Jazz Hybrid nicht.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 69
eine SOC-Temperatur
Das Wort ergibt keinen Sinn. ;) Akku-Temperatur ist vermutlich gemeint.
Zitat
Aber den Stage 1 sollte ich zukünftig vor dem steilen Bergauffahren verlassen, notfalls kurz warten bis der ICE vollständig genutzt wird.
Ja, so mache ich das. Mindestens 1 Minute laufen lassen. Dabei ggf. den Innenraum klimatisieren, aber aufpassen, das dabei der Akku nicht zu leer wird. Wobei der Akkuladestand am Berg beim Prius 2 noch viel kritischer war. Wenn leer dann 78PS bei 1375kg ;).
Respekt, wie gut Du Dich bereits auskennst. :applaus:

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 70
Das Wort ergibt keinen Sinn. ;) Akku-Temperatur ist vermutlich gemeint.

Äh ja... so war das gemeint.  :-[

Ja, so mache ich das. Mindestens 1 Minute laufen lassen. Dabei ggf. den Innenraum klimatisieren, aber aufpassen, das dabei der Akku nicht zu leer wird. Wobei der Akkuladestand am Berg beim Prius 2 noch viel kritischer war. Wenn leer dann 78PS bei 1375kg ;).

Danke, dann weiß ich auch hier zukünftig Bescheid. Will ja weder das System schaden noch den Verbrauch astronomisch gestalten. Als ich da losgefahren bin habe ich mir diesbezüglich überhaupt keine Gedanken gemacht. Aber man muss halt auch das Autofahren ein bißchen neu lernen wenn man einen Toyota HSD optimiert nutzen will.
Inzwischen staune ich immer mehr, wie konventionell der alte Jazz Hybrid war und wie spritsparend der mit dieser vergleichsweise einfachen Technik schon war.

Respekt, wie gut Du Dich bereits auskennst. :applaus:

Mein Dank gilt allen in den verschiedenen Foren wo ja bereits enorm viel Wissen und Erfahrung über das HSD zu finden ist. Da gibt es ja etliche "Gurus" die schon enorm viel Wissen zurückgelassen haben.  :icon_anbeten01:

Und der Hybrid Assistant ist ein absoluter Segen. Was man mit dem sowohl während der Fahrt, als auch im Hybrid Reporter danach lernen kann ist enorm. Sowas hätte ich mir beim alten Jazz auch gewünscht. Verstehe eh nicht, warum die Hersteller den Autofahrern diese Daten nicht automatisch schon anbieten. Das Optimierungspotential damit ist enorm.
Für meine regelmäßigen Fahrten sowohl zu meinen Eltern, als auch zur Arbeit schätze ich die Anzeige der absoluten Benzinmenge. Damit lässt sich gut erfahren welche Route und welches Fahrverhalten optimal ist. Denn nicht die L/100km sind das entscheidende, manchmal kann eine kürzere Route mit höherem Verbrauch auch besser sein. Nur ohne eine Absolutverbrauchsanzeige ist das zwecklos.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 71
Verstehe eh nicht, warum die Hersteller den Autofahrern diese Daten nicht automatisch schon anbieten. Das Optimierungspotential damit ist enorm.

Das ist vielleicht genau das Problem. Die Hersteller müssen - das vermute ich natürlich nur - einen Kompromiss finden. Sie wollen Käufer mit sparsamen Autos locken, aber gleichzeitig den Freunden bei der Ölindustrie den Hahn nicht abdrehen. Und die dritten im Bunde sind die Regierungen, die mit Abgasregeln wiederrum sparsame Autos einfordern, aber auch Arbeitsplätze erhalten sehen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass manches Einsparpotential geopfert wird, damit man da niemanden wirklich verärgert.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 72
Ich seh das etwas verbitterter: Die meisten Leute wollen das einfach ausblenden. Was ist schon ein Liter und hab ich die Geduld...

In unserem kleinen Microkosmos laufen die Dinge bei Weitem noch anders als bei der Masse. Wenn ich jemandem erzähle, der in Variationen um ein bis zwei Liter oder mehr fährt, was von Dezimalstellen erzähle, naja.

Das ist übrigens auch etwas, was ich beim Prius sehr schätze: Ich kann durch die detallierten Anzeigen und Diagramme direkt beim Fahren sehen, wie sich das Verhalten oder die Gegebenheiten auswirken.
Man entwickelt einfach eine andere Sensibilität, als bei einem herkömmlichen Fahrzeug und das ist etwas, was Hersteller vielleicht auch mehr integrieren sollten.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 73
Ich seh das etwas verbitterter: Die meisten Leute wollen das einfach ausblenden. Was ist schon ein Liter und hab ich die Geduld...

Bei den meisten ist die Qualität des Leders wichtiger als die Effizienz des Antriebs, da hast du bestimmt recht.

Antw.: Vom Honda Jazz zum Toyota Auris Kombi

Antwort Nr. 74
Das sehe ich genauso.
Sonst gäbe es nicht diese paradoxe Entwicklung: immer sparsamere Antriebe und bessere Aerodynamik, aber immer größere, schwerere, stärkere, schnellere und mehr Sprit saufende, besser: mehr Energie (Strom!) verbrauchende Fahrzeuge, besonders SUV's  :-(

Gruß!
JoAHa