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Thema: Renault Clio Hybrid (611-mal gelesen)
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Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 1
Zur Entscheidung, den Diesel durch einen Vollhybrid abzulösen, darf man Renault sicherlich gratulieren. Allerdings ist das Ganze mechanisch ziemlich aufwendig. Deutlich aufwendiger als Toyotas HSD oder Hondas i-MMD, und durchaus vergleichbar aufwendig wie die diesbzgl. oft gescholtene Hybridisierung von Direktschaltgetrieben - gegenüber letzteren entfällt die zweite Getriebewelle, wird aber dafür ein zweiter Motorgenerator mit einer eigenen Trennkupplung fällig.  Ob soviel Aufwand im kostensensiblen Kleinwagensegment der richtige Ansatz ist?
Die Erklärung von AMS zum Funktionsprinzip (5 mechanische Fahrstufen, der zweite Elektromotor kontrolliere irgendwie die Übersetzung und multipliziere damit die mechanischen Stufen mit dem Faktor 3 zu 15 Fahrstufen) scheint mir angesichts des Funktionsvideos allerdings auf einem fundamentalen Missverständnis des Funktionsprinzips zu beruhen. Tatsächlich scheint es analog zu den von Mitsubishi und Honda bereits verbauten Multimode-Hybridsystemen mit primär serieller Organisation plus schaltbarem mechanischem Pfad eine Trennkupplung für den mechanischen Pfad zu geben, womit sich drei grundlegende Betriebsmodi ergeben: (1.) serieller Hybrid (was dann auch unmittelbar die Erfordernis zweier Motorgeneratoren ergibt, und nicht die von AMS behauptete etwaige Modifikation der mechanischen Übersetzungstufen) inklusive rein elektrischem Fahrens sowie rein rekuperativen Bremsens, (2.) paralleler Hybrid und (3.) reiner Verbrennungsmotorbetrieb. Im Unterschied zu den Layouts der Konkurrenz scheint es aber mehrere verschiedene mechanische Fahrstufen zu geben. Die Rede ist von fünf inklusive Leerlauf, also eigentlich vier Fahrstufen (der Leerlauf realisiert durch Entkoppeln des mechanischen Zweigs ja lediglich die Umschaltung auf den seriellen Hybridbetrieb, bietet aber keine weitere mechanische Fahrstufe; in diesem Sinne hätten Mitsubishi und Honda dann auch mehrere, nämlich zwei verschiedene mechanische Fahrstufen). Insgesamt ergäbe sich damit ein System mit im seriellen Hybridbetrieb unbeschränkt vielen Fahrstufen (es sei denn, man schränkt sich hier per Software künstlich ein), sowie je vier mechanischen Fahrstufen im parallelen Hybridbetrieb sowie im Verbrennerbetrieb.
Außerdem, was mglw. einen weiteren Unterschied zu den Konkurrenzprodukten darstellt, ist dem Video zufolge  der zweite Motorgenerator durch eine mechanische Trennkupplung abkoppelbar; dies offensichtlich um Reibungs- und Wirbelstromverluste außerhalb der ihn erfordernden Betriebsmodi (nämlich serieller Hybridbetrieb sowie starke Rekuperation oder starke elektrische Antriebsunterstützung durch beide Motorgeneratoren) zu reduzieren.

Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 2
Der Verbrauch soll auch nur bei rund 3,7l/100 km liegen.

Wäre ein toller Wert für 140 PS.

Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 3
Vierzylinder ohne Turbo! Sehr gut!! ;)

Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 4
Braucht man IMHO auch nicht im Hybrid. Der Turbo wird durch den E-motor ersetzt.

Aber mein erster Gedanke als ich das Prinzip des Clio Hybrid gesehen war waren "oje sind das viele Teile im Hybridstrang"


Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 5
Ja, scheint getriebemäßig sehr komplex zu sein.  ::)
Wird sicher in mehreren Fahrzeugen des Konzerns eingebaut.
Am besten man schließt dann gleich eine Anschlußgarantieversicherung ab. ;)



Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 8
Wie meinst Du das?

Der Verbrauch müsste niedriger sein?

Oder er wird mehr Sprit benötigen?

Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 9
Der Normverbrauch ist gut. Aber das Relativieren von Verbräuchen durch die Leistung teile ich nicht, denn es hat dazu geführt, dass unsere Autos zwar mehr Leistung haben, aber noch genau so viel verbrauchen wie vor 30 Jahren. Mir wäre es lieber, der Fortschritt wäre in die andere Richtung gegangen - gleiche Leistung, weniger Verbrauch.

Antw.: Renault Clio Hybrid

Antwort Nr. 10
@bgl-tom schau dir draussen mal die ganzen Straßenpanzer an. Scheinbar will das Volk keine spritsparenden Autos.