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Thema: Toyota erwacht (2132-mal gelesen)
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Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 16
Man biegt sich die Welt so wie man sie haben will bei Toyota. Man hätte sinnvollerweise gesagt:
Zitat
Es gibt keine Nachfrage nach Wasserstoffautos, aber wir bauen die trotzdem.
Elektroautos können wir noch nicht anbieten, weil unsere Feststoffbatterie doch noch länger dauert und wir verschlampt haben Lieferverträge mit Batterieherstellern zu schließen.

Nächstes Jahr steht der Nachfolger meines Yaris Hybrid an. Der Yaris Hybrid hat Lust auf ein BEV gemacht. Das ist jetzt nicht mehr aufzuhalten. Bin halt süchtig nach dem elektrischen Fahren und mich nervt der kraftlose ICE. Da Toyota kein BEV anbietet, wird es kein Toyota mehr.

Ich schaue mir noch ein paar Autos an, die ich mir Mitte nächsten Jahres beim Händler ansehen kann: ID.3 und Peugeot 2008. Peugeot 208 ist rausgefallen, nachdem ich probesitzen war.  Wenn BMW wie angekündigt nachlegt und den i3 aufwertet, könnte es auch ein i3 werden. Evtl. kommen auch noch weitere, die ich mir ansehen kann.

Nächstes Jahr wird sehr interessant. Höhere Prämie und gute Auswahl. Es ist zudem damit zu rechnen, dass die rabattierten Preise eher sinken als steigen, da die Hersteller nächstes Jahr Ihre EU-CO2-Vorgaben erfüllen müssen.

Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 17
"Es gibt keine Nachfrage nach Elektroautos"
Wo kein Angebot ist kann es keine Nachfrage geben. Toyota verkauft keine Elektroautos (außer in Nischen) - also können die Kunden auch keine kaufen. Komisch nur, dass die Autobauer, die ernsthafte Elektroautos bauen damit nicht hinterher kommen (weil die Batterieproduktion nicht hinterher kommt) - also kann die Nachfrage ja doch nicht so gering sein.

Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 18
Ich kann dazu nur sagen, seit VW den e-Golf ab ca. 23TEUR verkauft, verkauft er sich wie geschnitten Brot (leider ist dieser Preis nur für Schwerbehinderte oder Firmen möglich). Woher will Toyota wissen, ob e-Autos gefragt sind, wenn sie es nicht durch Verkäufe messen können? Fragen sie Kunden oder machen Umfragen im Autohaus? Ich hätte gern einen e-Yaris. Nachdem ich den e-Golf fahre, wäre ein Hybrid immer nur zweite Wahl. Aber Toyota bleiben ja noch genug Kunden, die z.B. auf Grund ihrer Wohnsituation kein e-Auto fahren können. Nur sollten sie sich Gedanken machen, wie der emissionsfreie Sprit produziert wird.


Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 20
Im Prinzip hat Toyota nicht ganz unrecht. Im asiatischen Raum ist Wasserstoff die neue Energiewende. Blockheizkraftwerke mit Wasserstoff ist das, was hier die Wärmepumpen sind. Wenn die Infrastruktur dort funktioniert, warum kein Wasserstoffauto kaufen. Nur weil Westeuropa einen anderen Weg gehen möchte, wird Toyota die Zielrichtung nicht ändern.

Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 21
Wenn die Infrastruktur dort funktioniert, warum kein Wasserstoffauto kaufen.
Weil man sich die Frage stellen muss, die bei BEV in Deutschland gestellt wird: wo soll all der grüne Wasserstoff herkommen? Mit der gleichen Menge Ökostrom kommt man ca. 3x so weit. Ein BEV braucht erheblich weniger Wartung als ein FCEV.

Wasserstoff ist für all das sinnvoll, was mit Akkus praktisch nicht gemacht werden kann, z.B. saisonale Speicherung, damit man dann im Winter mit dem grün im Sommer produzierten Wasserstoff (oder Methan) heizen kann. Oder für Flugzeuge oder LKW.

Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 22
Wie ist denn die Fertigung im Vergleich zum Akku? Wenn die Ressourcen spart, könnte man das ja aufwiegen.

Zudem müsste man dazu im Vergleich gegenrechnen, was der Bau der ganzen Ladepunkte kosten würde, bzw. an Ressourcen verbraucht. Tankstellen sind ja schon zu genüge vorhanden. Das ist weniger für den Endkunden interessant, aber es geht ja letztendlich um eine bessere Welt. Der beste Rabatt nützt mir nichts, wenn das Ökosystem kippt.

Ich persönlich kann das alles nicht abschätzen und es gibt auch kaum neutrale Berichte.

Dass Toyota sich da einfach ausgrenzt überrascht mich allerdings auch. Es spricht ja nichts gegen koexistierende Konzepte.
Lexus folgt ja schon dem E-SUV-Trend, also sieht man zumindest da auch Kundschaft.

Ich vermute, Toyota hat sich seit Generation Prius 3 daran gewöhnt, langsam mit Hybrid Geld verdienen zu können und möchte die Kosten für andere Konzepte als Wasserstoff, in das sie schon seit Jahren investieren, möglichst lange rauszögern.

Die neue Plattform soll angeblich alles können. Das ist drei Jahre her, dass wir die Präsentation auf dem Community Event in Köln gesehen haben.
Alles was für E-Mobilität benötigt wird, gibt es schon seit Jahren im Konzern; ich glaube die spielen einfach gerade auf Zeit und beobachten die aktuellen Entwicklungen.

Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 23
Wie ist denn die Fertigung im Vergleich zum Akku?
Ein Akku kann fast vollständig recycelt werden. Wenn das Platin der Fuel Cell zum Teil in der Umwelt feinst zerstäubt wurde, wird es sehr schwer, es wieder einzusammeln.

Zitat
Zudem müsste man dazu im Vergleich gegenrechnen, was der Bau der ganzen Ladepunkte kosten würde, bzw. an Ressourcen verbraucht.
Da tolle ist, dass es das Stromnetz in Mitteleuropa schon seit Ewigkeiten gibt. Wenn nachts die Leute nur mit wenig Leistung (z.B. Schuko) nuckeln, reicht das meist aus - zumindest um bis zum Fastcharger zu kommen. Und teuer muss so eine Schukodose jetzt auch nicht sein.

Zitat
Tankstellen sind ja schon zu genüge vorhanden.
Das blöde ist, dass die bisherigen Tankstellen für Wasserstoff nicht geeignet sind. Wie häufig hat eine Tankstelle schon Anschluss an eine Erdgaspipeline? Sollte der Wasserstoff vor Ort produziert werden müssen, braucht es eine besonders dicke Stromleitung, selbst wenn nur ein paar Autos pro Stunde betankt werden müssen. Mit der gleichen Stromleitung kann man Supercharger mit zig Ladepunkten bauen - für weniger Geld. Wie teuer so eine Infrastruktur ist, spielt natürlich eine Rolle, denn sie entscheidet mit darüber wie teuer die Energie dann verkauft wird.

Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 24
Toyota: "Es gibt keine Nachfrage nach Elektroautos" | futurezone.at
Ich habe bei FB Toyota Deutschland mitgeteilt, dass ich Interesse an einem e-Yaris habe. Woher sollen sie es denn wissen, wenn sie die potentiellen Käufer nicht fragen.

Der neue Yaris Hybrid wird sicher gut, aber der Bessere ist nun mal des Guten Feind. So komfortabel wie im e-Golf bin ich noch nie gefahren. Mein Yaris hat mich bei der ruckfreien Beschleunigung angefixt, aber ein BEV kann es eben auch noch ohne Verbrennermotorgeräusch. Und nie mehr zur Tanke fahren müssen, keinen Motorölwechsel, ...


Antw.: Toyota erwacht

Antwort Nr. 26
Ich warte ja noch auf den angekündigten Superakku.