Zum Hauptinhalt springen
Thema: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai  (1642-mal gelesen)
0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 15
Aus meiner Erdgas (CNG)-Zeit kann ich sagen, dass für die Langstrecke relativ wenige Tankstellen an der Autobahn ausreichen. Viel wichtiger ist es jedoch, dass man regelmäßig in der Nähe einer (eigentlich sogar zwei) Tankstelle vorbei kommt. Muss man erstmal 20km zu einer Tankstelle fahren ist ein enormer Zeitaufwand und gleich mal 10% der Reichweite nur fürs Tanken weg.

In den ersten 15.000 km (Oktober - Mai) war der Verbrauchsduchschnitt  über alles 1,17 kg H2/ 100km

Der Wert hat mich etwas überrascht, liegt er doch 60% über dem Wert von priusfan_2010 (0,7kg/100km). Fährst du öfters schnell auf der Autobahn?




Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 16
Zudem muss die Tankstelle dann auch noch offen haben und funktionieren. Ich habe in unserer Stadt etwa 20km eine h2 Tankstelle. Sollte die mal defekt sein, fahre ich dich keine 100km bis zur nächsten.

Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 17
hat eigentlich ein Wasserstoffauto gegenüber einem Batterieauto welche Verbrauchervorteile außer schnelleren Tanken? Wirkungsgrad  ist schlechter, 'Sprit' komplizierter, Tanken/Laden zuhause unmöglich, Tankstellennetz Ausbau teurer als Ladenetzausbau...
Nun, ein Wasserstoffauto kann, eine Tankstelle in der Nähe vorausgesetzt, wie ein "Verbrenner" genutzt werden.
Die Einsprüche wegen Wirkungsgrad, noch fehlender Infrastruktur, etc. sind berechtigt, für mich aber kein Argument.
Wie bereits erwähnt habe ich keine Möglichkeit eine Wall-Box zum zuhauseladen zu bekommen. Laden am Arbeitsort klappt auch nicht. - Die verschiedenen Ladestecker / Ladennetze/ Ladegeschwindigkleiten, usw. sind aus meiner Sicht auch nicht attraktivitätssteigernd. Ebenfalls will ich keinen Dr. E-Technik machen müssen, sondern von A nach B kommen.

Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 18
Der Wert hat mich etwas überrascht, liegt er doch 60% über dem Wert von priusfan_2010 (0,7kg/100km). Fährst du öfters schnell auf der Autobahn?
Ich führe eine Verbrauchsstatistik, die hat den Wert halt ergeben.
80% des Einsatzprofils meines MIRAI ist die Fahrt zur Arbeit in der Rushhour.
Das sind je Strecke 30 km Autobahn 10 km Stadtverkehr, also 80 km insgesamt.
Um den Verkehrsablauf auf der BAB ist zu behindern, bin ich gezwungen Geschwindigkeiten von 110 bis 130 km/h einzuhalten.

Eigenbeobachtungen und Rückmeldungen von erfahrenen FCEV-Technikern (h2.Mobility)
lassen folgende Alltagseigenschaften der BZ  des MIRAI  vermuten:
# Bei niedrigen Temperaturen und feuchter Umgebungsluft (Nebel/Regen) wird bei gleicher Last mehr H2 verbraucht.
# Verbräuche von weniger als 1 kg pro 100 km habe ich nur nur im Stadtverkehr und
   auf der Landstrasse erzielt (höherer Rekuperationsgewinn).
# Auf der BAB ist 0,8 - 0,9 kg/100km nur mit Tempomat in der Einstellung 90 km/h möglich.
  (Man muss dann damit leben, dass wildgewordene LKW-Fahrer sich mittels Horn und Lichthupe
  über das langsame Dahinschleichen beschweren.)
# Mitschwimmen im BAB-Verkehr bis Autobahn-Richtgeschwindigkeit (130km/h) wird mit
   Verbräuchen von 1,1 bis 1,3 kg/100km "bestraft".
# Bewegt man des Fahrzeug  auf der BAB ständig im Bereich von 140 und 180 km/h (Endgeschwindigkeit),
   dann liegt der Verbrauch zwischen 1,6 und 2 kg/100km.
# Bisher war es mir erst einmal möglich 0,7 kg/100km als Verbrauchswert zu erreichen.
   Dies waren dann aber "Laborbedingungen" - Nachts gegen 2 Uhr auf der Landstrasse und durch Orte.
   Tempomateinsatz und zu keinem Zeitpunkt mehr als 70 km/h und niemals Lastanforderungen außerhalb
   des des ECO-Bereichs (Roter Bereich im Power-Balken) - Die Beschleunigung bei solcheiner Fahrweise
   ist ABSOLUT nicht vereinbar mit dem Verkehrsgeschehen tagsüber.





Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 19
ich wollte keine Einsprüche machen, würde mich freuen wenn viele Wasserstoffautos kommen, sehe aber noch weniger gewiss als E-Autos, und ja, dass die Hälfte von Bevölkerung zu Hause laden können (ich selbst nicht) sehe ich als Vorteil für E-Technologie. '..noch fehlende Infrastruktur' - da denke ich, dass 'Noch' zu lange dauern wird.

 

Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 20
Anders als in Japan dürfte die e-mobilität eher gefördert werden als der Ausbau an Wasserstoff Tankstellen.

Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 21
Das mit der Förderung der Infrastruktur (BEV und FCEV Infrastruktur) hat der Deutsche Staat an die eigens dafür gegründete
Firma NOW in Karlsruhe ausgelagert.
Welchen Bereich die jetzt konkret stärker fördern, kann ich jetzt nicht sagen.
Vielleicht kann man per Direktanfrage dort etwas erfahren.

Ich weiß nur, dass es nicht eine einzige H2-Tankstelle gäbe, wenn nicht Gelder von EU, Deutschland und NIP geflossen wären.

Von Selber tut sich da in beiden Bereichen (BEV FCEV) gar nichts, denn der "Markt'' hat überhaupt gar kein Interesse eine andere Antriebstechnik für Fahrzeuge hochkommen zu lassen, als den Verbrennungsmotor. Das schmälert nur den Profit der Marktteilnehmer.


Antw.: Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 22

Von Selber tut sich da in beiden Bereichen (BEV FCEV) gar nichts, denn der "Markt'' hat überhaupt gar kein Interesse eine andere Antriebstechnik für Fahrzeuge hochkommen zu lassen, als den Verbrennungsmotor. Das schmälert nur den Profit der Marktteilnehmer.


 ;D :applaus: Klar, nicht umsonst fordert die Automobilindustrie schon wieder eine Abwrackprämie. Wann stutzt man dem Verein mal gründlich die Flügel. Besche... den Verbraucher, haben selbst nach Abgasskandal Spitzengewinne eingefahren und schreien jetzt mit am lautesten nach staatlicher Unterstützung. Und am Ende des Jahres gibt es wieder fette Boni.
Und wenn das Gejammer nicht für ausreichenden Geldsegen hilft, holt man mal wieder die Stellenabbaukeule aus dem Schrank. Ehrlich, solche Unternehmen sind nur noch zum :icon_eazy_kotz_graete:
   


 
 



Unterwegs mit Wasserstoff - Alltagstest Toyota Mirai

Antwort Nr. 23
Hallo Leute,

was gibt es nun seit Dezember 2018 mit dem mirai zu berichten?

Nun, wie ein BEV ist er voll Alltagstauglich, obwohl er Dank dem Coronalockdown seit März 2020 oft stehenbleiben musste, nein nicht wegen H2 Mangel, sondern dem Homeoffice.

Aber auch das auf mich warten hat der mirai gut überstanden. Selbe Reichweite wie beim Abstellen!

Nun, in der Zeit seit Dezember 2018 habe ich 36'000 km mit H2 (grün) aus der Schweiz erfahren.

War zuerst in Interlaken, via Brünigpass,  in St. Moritz, via Julierpass, in Campione di Italia, via St. Gotthardtunnel, war auf dem Grimselpass...

Ok, klar Ausflüge die auch für mich nicht alltäglich sind.

Doch dazwischen zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Priustreffen in Friedrichshafen, etc.
Ja auch in meine Arbeit habe ich ihn eingebaut, so wie ich es auch mit einem normalen Verbrenner Auto (ICE) auch getan habe.

Und nein, nie durfte mich der TCS (bei Euch ADAC) aus der Patsche helfen, denn mit Stand Heute, gibt es hier in der CH nur 2 H2 Tankstellen die ich nutzen kann.
Doch die 3. steht in den Startlöchern bei AVIA in St. Gallen.

Ist der mirai ein Tesla (BEV)?
Nein, ist er nicht. (Der Nexo kommt dem dchon eher nach.)
Ist der mirai ein E-Auto?
Ja, auch Brennstoffzellen Auto's (FCV) sind Elektroauto's. BEV wie FCV sind lokal emmissionsfrei!

Was gibt es zu berichten in den 36'000km mit H2?
Es fährt, es ist in 5 Minuten betankt (dabei fehlt die Zeit mit anderen FCV Fahrern in Kontakt zu kommen, gut auch weil es noch wenige sind, aber auch wegen der Zeitdauer), habe das Glück zu 100% zu wissen woher mein H2 (grün) stammt, mit welcher Energie dieser H2 erzeugt wird. Von wirklich jedem H2 Molekül kann ich sagen woher es genau stammt.
Ist leise. Macht Spass.

Seit km 3'000 bin ich im Alltag damit angekommen.

Zurück zum Vergleich mit Tesla (Nexo):
Nein er kann kein autonomes Fahren.
Hat keine versenkbaren Türgriffe.
Hat keine elektrische Heckklappe.
Ja, hat kein grosses Display.
Nein, er telefoniert nicht nach Hause.

Da ist der Tesla was ganz spezielles. Hut ab.

Aber nicht weil es der mirai nicht hat finde ich persönlich das überflüssig, denn wenn ich so was hätte haben wollen, dann hätte ich das beim Nexo bekommen (oder ein Teil davon).
Nein, ich persönlich finde diese Assistenten nicht so toll, denn ich will so viel Kontrolle über ein Auto haben wie ich es haben will.
SW Update gibt es nur in der Toyota Garage.
Ja, mit dem Nachteil dass ich nach da fahren muss.
Für mich ist das aber auch die Sicherheit, dass nicht schnell per Internet am Wagen "rumgefingert" wird.
Doch bei dem Thema scheiden sich die Meinungen.
Und da fahre ich eben lieber auf Offline statt Online.