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Thema: Pers. Erfahrungsbericht Prius 3 Plugin (26425-mal gelesen)
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Antw.: Pers. Erfahrungsbericht Prius 3 Plugin

Antwort Nr. 195
From Zero to Hero and back.

Perspektive heißt das Zauberwort. Während Soramaru stetig ins Hintertreffen geraten ist, bekam er mit dem Pendeln aufgrund des Corona-Schichtdiensts eine neue Mammutaufgabe: Fünf Monate lang jeden Arbeitstag 160km abreißen. Sind insgesamt knapp 14.000km seit Mai.
Keine Panne, bis auf einen Wildunfall. Ein Schnitt von ca. 4,1l/100km, was ich bei 90% Autobahn und dem hektischen Verkehr um Düsseldorf für ein mittlerweile sieben Jahre altes Plugin-Konzept ohne externe Aufladung absolut zufriedenstellend finde. Beim Umzug war er ebenfalls eine große Hilfe.

Während des Pendelns gab es verschiedene Phasen:

In der Anfangszeit war ich noch relativ gechillt. Der Verkehr war wenig, das Wetter gut, selbst auf zweispurigen Autobahnen am linken Niederrhein konnte ich teils einfach 120 per Tempomat laufen lassen. Das wurde dann stetig mit einer netten 3 und oft einer kleinen folgenden Dezimalzahl belohnt. 3,3, 3,5 3,8… absolut keine Seltenheit, hatte mich eher geärgert, wenn doch mal eine 4 vor dem Komma stand.

Dann kam die Zeit, wo das Wetter ein bisschen schwankte und der Verkehr wieder zunahm. 4,1-4,3 kein Thema, aber je nach Umgebungsvariablen waren auch oft mal 4,5 oder sogar 4,6 drin. Auch hier wieder: Kein mal aufgeladen; das Bremsen an Ausfahrten und Kreuzungen hatte völlig ausgereicht um das Auto innerhalb einer Woche komplett wieder aufzuladen.

Zum Schluss war es nur noch ein Krampf. In vergangenen Wochen war der Verkehr wieder schön dicht, die Affen waren los und der Verkehrsfluss ging nun komplett den Bach runter; vergangenen Freitag benötigte ich zum Beispiel 1,75h um nach Hause zu kommen. Es kam auch der Punkt, wo mir der HSD zum Teil richtig auf die Nerven ging. Die ständig hohen Drehzahlen für das Einfädeln im schnelleren Verkehr, die konfusen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Landstraßenkreuzungen, wo man von 100 auf 0 abgebremst wird und dann wieder auf 100 beschleunigen muss.
Dabei war es weniger die Schuld des Konzepts als mehr die Tatsache, dass es mir nicht gegönnt war, mir seine Stärken vollumfänglich nutzen zu können. Meine Auge fing an zu zucken sobald eine Fahrt anstand und hörte auch hinterher erstmal nicht auf. Auch brauchte ich nach Feierabend und zuverlässiger Ankunft daheim erstmal eine Stunde um wieder runterzukommen. Hier waren auch die alten Bleifußdämonen kurz davor, wieder geweckt zu werden.
So weit ist es zum Glück nicht gekommen, aber ich hatte mir zwischenzeitlich trotzdem Gedanken gemacht, ob Soramaru noch die optimale Wahl sei, oder ob ich mich, nicht zuletzt auch aufgrund der Prämie und Mehrwertsteuer, nach Alternativen umsehen sollte – Alte (Verhaltens-)Muster: Alte JDM-Cars, neue E-Fahrzeuge. Heute Morgen hatte ich sogar echt überlegt, ob ich nicht mal wegen eines Prius 5 Plugins anklopfen sollte, da ich furchtbar gerne bei Toyota bleiben würde. Gott, ich hasse mein Ego.

Nunja. Seit Montag habe ich wieder ein Ticket 1000, Soramaru ist vier Tagen nicht bewegt worden und theoretisch müsste er auch den Rest des Monats nicht bewegt werden, stattdessen war ich wie die Monate zuvor mit meinem hergerichtetem Drahtesel unterwegs.
Meine Fitnessuhr hat sich wortwörtlich erschreckt, ich bekam sogar eine Auszeichnung für 214% meiner üblichen Aktivität. Statt 3000 Schritte am Tag ohne Extra-Sport direkt 9000. Ich hatte bei der Ankunft auf der Arbeit schon mehr Bewegung als an einem guten „Auto“-Tag ohne zusätzliche körperliche Anstrengung. Gut, ich musste auch zweimal zehn Gleise weit sprinten um den Anschluss zu bekommen :D
Langsam sickert sozusagen auch wieder Vernunft ein; die schlafenden Dämonen schrecken einmal kurz auf und drehen sich sofort schnarchend wieder um.

From Hero to Zero.

Ich lasse jetzt die längst überfällige Inspektion machen und die Winterreifen montieren. So soll er sich den Rest des Jahres ausruhen, in der Hoffnung nur noch selten gebraucht zu werden.

„Ein jeder lebe friedlich bei sich daheim; dem Friedlichen gewährt man gern den Frieden“ – Friedrich Schiller, Wilhelm Tell

Antw.: Pers. Erfahrungsbericht Prius 3 Plugin

Antwort Nr. 196
das Bremsen an Ausfahrten und Kreuzungen hatte völlig ausgereicht um das Auto innerhalb einer Woche komplett wieder aufzuladen.

Diesen Satz verstehe ich nicht ganz: ist der Plugin tatsächlich in der Lage seine Batterie (4.4 kWh, richtig?) nur durch Bremsen voll zu laden, ohne dabei beim Fahren alles wieder zu verbrauchen? :-/

 

Antw.: Pers. Erfahrungsbericht Prius 3 Plugin

Antwort Nr. 197
Jop. So ziemlich.

Das liegt aber auch an dem Streckenprofil, EV-Stacking und daran, dass der P3 PHEV nur bis 85km/h rein elektrisch fahren kann. Mit anderen Worten muss der Benziner ran, und das fast die ganze Zeit.
Bedenke aber auch, dass ich pro Woche 900km gefahren bin, und das mit vielleicht 2% Ortsanteil.