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Thema: Städte tun zu wenig gegen Luftverschmutzung (5624-mal gelesen)
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Antw.: Städte tun zu wenig gegen Luftverschmutzung

Antwort Nr. 120
Die Werbung sah ich in Tankstellen und auf Plakaten in Duisburg. Ist vielleicht wieder so eine deutsche Bürokratie-Nische, aber womöglich zählen Plakate nicht zu Printmedien.

Sind so coole Slogans wie „Drinnen Kollegen, draußen Kumpel“,… gemacht für die Rauchertreffs vor den Bürogebäuden.
Auch wenn ich das Freundschaftskonzept des sich gegenseitigen Kippenleihens für fragwürdig finde, die Leute bauen auf jeden Fall ein Netzwerk auf, kennen sich, haben Informationen, an die selbst 007 nicht so einfach rankäme.

Die einzigen Raucher, die ich noch kenne, sind meine alten Schulfreunde und mein Vater. Selbst der Vater meiner Freundin, der nach jahrzehntelangem Rauchen eine Stimme wie Schleifpapier und permanenten Keuchhusten hat, will jetzt so langsam aufhören und hat sich jetzt wie viele andere eine E-Zigarette als Ersatzzufluchtsort besorgt.

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Um jetzt nicht ganz in OT abzudriften: Heute morgen habe ich im Radio gehört, dass Anzahl der Leute, die Bus und Bahn benutzen sich verdoppeln soll, aber die Bahn mit zu vielen Problemen zu kämpfen hat. Zu wenig Mitarbeiter, zu wenig Kapazität, zu viele technische Probleme.
Das ist natürlich ein sehr trauriger Zustand, der wenig dazu beiträgt, dass sich der Zustand bessert.


Antw.: Städte tun zu wenig gegen Luftverschmutzung

Antwort Nr. 122
Zitat von: Frankfurter Rundschau vom 04.12.2018
In Darmstadt sollen bis 2025 nur noch Elektrobusse fahren. In einem bundesweit bislang einmaligen Kooperationsmodell zwischen dem Verkehrsunternehmen Heag Mobilo und dem Energieversorger Entega sollen in den kommenden drei Jahren zunächst schrittweise 28 Elektrobusse angeschafft werden, wie die Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten. Zwei Busse des Herstellers Sileo erwartet Heag Mobilo bereits in den nächsten Wochen.

Man wolle sie ab dem Frühjahr im Linienbetrieb testen. Elektrobusse sollen auf allen Linien mit Ausnahme des Airliners eingesetzt werden. Geplant ist, die batteriebetriebenen Fahrzeuge über ein stationäres Ladesystem auf dem Betriebshof Böllenfalltor mit Strom zu versorgen. Die Lade-Infrastruktur werde von Entega eigenverantwortlich errichtet und betrieben. Die Entega wolle dabei sicherstellen, dass mehrere Busse gleichzeitig geladen werden könnten. Dafür müssten die Ladezyklen in Abhängigkeit von den Akkukapazitäten und dem Fahrplan über ein Lademanagement reguliert und über den gesamten verfügbaren Zeitraum verteilt werden.

[...]

Bereits jetzt ist der Öffentliche Nahverkehr durch die Straßenbahnen zur Hälfte elektrisch. Um die komplette Busflotte umzustellen, sollen 80 Fahrzeuge bis 2025 angeschafft werden. Die Umstellung sei deutschlandweit eine der umfangreichsten: Darmstadt belege bundesweit den dritten Platz hinter Wiesbaden und Nürnberg, heißt es auf der Webseite des Verkehrsunternehmens.

Da Heag Mobilo ausschließlich Ökostrom der Entega einsetze, seien die neuen Busse nahezu emissionsfrei und klimaneutral, hieß es weiter. So spare das Unternehmen gegenüber konventionellen Antrieben zukünftig jährlich über 1500 Tonnen CO2 ein. Zudem würden die Emissionen von Feinstaub und einigen anderen Schadstoffen sowie der Ausstoß von Stickoxiden um 13,5 Tonnen pro Jahr sinken.