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Thema: Tesla Explosion mit 2 Toten (615-mal gelesen)
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Tesla Explosion mit 2 Toten

Tesla Battery Explodes in a Giant Fireball after Fatal Indianapolis Crash |...

Wenn auch der Tesla mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum gefahren ist und die Insassen somit vielleicht schon tot waren,  ist es doch interessant, das Brandverhalten zu betrachten. Vor allem weil immer wieder auf die ähnliche Gefährlichkeit bei Verbrennern hingewiesen wird. Es sind aber mehrere Dinge, die die Gefährlichkeit von Teslas hochsetzen.

1. Die Lage der Batterie in der Crashzone der Vordersitze. Durch die lache Batteriekonstruktion ist die Batterie bei Seiten-, Front- und beim Heckcrash gefährdet. Warum befindet sich der Benzintank vor der Hinterachse? Weil dort die Deformation oder ein Leck am unwahrscheinlichlichsten ist.

2. Eine Explosion ist kritischer als ein Brand. Die in Hollywood geliebten explodierenden Fahrzeuge gibt es nicht, da zur Explosion ein Druckaufbau gehört. Dies ist beim Tank aus Kunststoff nicht möglich. Wenn ein Verbrenner brennt, dann tritt aus einem Leck Benzin aus und verbrennt. Auch nicht toll, aber weniger kritisch als eine explodierende Li-Ion Zelle - siehe Video.

3. Die geringere Energiedichte einer Batterie gegenüber Benzin führt zu größeren Einheiten, die immer chrashkritischer (siehe 1.) sind.

4. Das Temperaturmanagement der Batterie führt die Batterie in gerade noch tolerierbar hohe Temperaturen, um möglichst hohe Leistungen zu entnehmen. Damit reicht nur noch eine kleine Temperaturerhöhung (zum Beispiel durch Ausfall der Kühlung im Chrashfall) zu Selbstentzündung. Niemand erhitzt beim Verbrenner den Benzintank kurz unter den Flammpunkt.

Gruß

Wanderdüne




Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 1
Blöde Fahrer gibt es überall. Ein Tesla zieht die wohl noch mehr an. In der Zeit sind bestimmt noch mehr Benziner mit doofen FahrerInnen hoch gegangen. Brennt einmal ein Tesla, dann klingt bei den meisten gleich Beethovens Neunte.

Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 2
Ich hätte gern ein paar Videos
Benzin, Diesel, Wasserstoff, Lithiumbatterie, Erdgas, Autogas.
Alles entzündet sich, wenn die Bedingungen erfüllt werden.

https://youtu.be/lspiRxx1B9o
Wasserstoff links vs. Benzin rechts

Ging gerade erst durch die Medien, Zigarette im Auto und dieses, ging dann auch hoch.
War, glaube ich Autogas.

Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 3
Blöde Fahrer gibt es überall.
Das ist wohl unbestritten, sogar bei Mercedes-Fahrzeugen soll es letztes Jahrhundert schon vorkommen sein. ;)

Aber darum soll es hier gerade nicht gehen. Auch ob Benzin, Diesel, Wasserstoff oder Li-Ion Akkus im Labor gefährlicher sind, ist ziemlich egal. Alle gefährlichen Stoffe müssen maximal sicher im Fahrzeug verbaut und abgesichert werden. Und das macht Tesla nicht. Viele halten das Konzept mit der Batterie im Unterboden ja für genial und alle anderen Hersteller (die Kofferaum hinter der Rückbank opfern) für unfähig und doof. Wenn man an den Crashfall denkt, ist das geniale Konzept sehr gefährlich, fahrlässig gefährlich.

Was würden wir wohl von einem Fahrzeughersteller halten, der einen Benzintank von 2000 x 3000 x 30 mm - mit also 180 Litern Inhalt flach unter dem gesamten Unterboden einbaut?

Und der diesen dann noch so warm werden lässt, dass der Flammpunkt nicht mehr weit ist?

Und anschließend den Tank so stark einhaust, dass der Druckanstieg sich im Falle eines Brandes nur explosionsartig abbauen kann?

Hier hilft Tesla natürlich, dass die Crashtests nicht mit heißer Batterie und mit geometrisch klar definierten Probekörpern gemacht werden. In Analogie zu den auf den NEFZ-Test hin entwickelten Abgasreinigungen, könnte man Tesla hier unterstellen, das Sicherheitskonzept nur auf den NCAP Crashtest hin entwickelt zu haben und im Grundaufbau ein crashunsicheres auf die Straße zu bringen.

Im Grunde passt das mit dem Release der Beta-Software für den Autopilot zusammen. Als wenn die reale Sicherheit für die Kollegen bei Tesla zweitrangig wäre.

Ganz schön wilde Vermutungen von

Wanderdüne

Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 4
Sicher ist Teslas Lösung nicht das Optimum der Crashsicherheit.
Ich hab schon einige Fahrzeuge abbrennen sehen. Vor 2 Jahren habe ich einen Bus in der Stadt angehalten, dessen Heck schon stark Rauch abgesondert hat. Der Fahrer hat das nicht bemerkt. Hab mich an einem Zebrastreifen vor den Bus gestellt und wild gestikuliert. Busfahrer hatte zum Glück keine Insassen dabei, dafür aber ein Feuerlöscher, sodass schlimmeres verhindert wurde.
Vor 3 Jahren fing direkt vor mir während der Fahrt ein Smart Feuer, Fahrer und Beifahrer konnten noch stoppen, der Wagen selber brannte restlos aus.
Brände von herkömmlich betriebenen Fahrzeugen sind alltäglich.

Was vielleicht aus chemischer Sicht möglich wäre ist die Einbettung einer Kühlschicht in das Akkugehäuse, bei dem bei einer mechanischen Verformung eine dünne Sperrschicht zwischen 2 Lösungen zerstört wird und damit eine endotherme chemische Reaktion gestartet wird, wodurch der Umgebung Energie entzogen wird - die Batterie also gekühlt wird.
Aber beim Benziner macht man solche Spielchen ja auch nicht, und so muss man sich als Fahrer nur bewusst sein, dass man auf einer Haufen Menge Energie sitzt und einfach vorsichtig fahren sollte. So wie man auch nicht ohne Schutzausrüstung an einem 10kV Trafohäuschen im Betrieb arbeitet.

Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 5
Aber beim Benziner macht man solche Spielchen ja auch nicht, und so muss man sich als Fahrer nur bewusst sein, dass man auf einer Haufen Menge Energie sitzt und einfach vorsichtig fahren sollte. So wie man auch nicht ohne Schutzausrüstung an einem 10kV Trafohäuschen im Betrieb arbeitet.
Kraftstofftank – Wikipedia

Hier mal die "Spielchen" beim Kraftstofftank. 2-Schichtiger Aufbau und 2 min. Brandtest inkl..

Die Frage bleibt doch: Im Rahmen der Sicherheitsstrategien sind ALLE Tanks aus dem Vorderwagen, Kofferraum oder vom Unterbodenbereich im Heck an die gleiche Stelle gewandert: über und vor die Hinterachse.

Wo sitzen wohl die Wasserstofftanks und die Batterie beim Mirai?

Toyota Mirai – Die Wasserstoff-Revolution? › Mein Auto Blog

Bingo!

Wenn Sicherheit ernst genommen wird, gibt es wohl keine Alternative, die brennbaren Stoffe unterzubringen. Tesla sollte hier nachbessern, spätestens beim Model 3 - auch wenn das Konzept der Bodenbatterie für Handling und Platzverhältnisse attraktiv ist. Man sollte sich solche Platzvorteile nicht mit Sicherheitsrisiken erkaufen, findet

Wanderdüne

Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 6
Hier mal die "Spielchen" beim Kraftstofftank. 2-Schichtiger Aufbau und 2 min. Brandtest inkl..
Bei meinem alten Corolla Kombi von 2002 war der Tank aus Metall und nach 7 Jahren im Mittelgebirge deurchgerostet sodass ich nurnoch halb voll tanken "konnte"

Die Frage bleibt doch: Im Rahmen der Sicherheitsstrategien sind ALLE Tanks aus dem Vorderwagen, Kofferraum oder vom Unterbodenbereich im Heck an die gleiche Stelle gewandert: über und vor die Hinterachse.
Motoröl und Bremsflüssigkeit brennt auch gut, die Vorratsbehälter dafür sind nahe an den heißesten Teilen im PKW ;-)

Antw.: Tesla Explosion mit 2 Toten

Antwort Nr. 7
....sind ALLE Tanks aus dem Vorderwagen, Kofferraum oder vom Unterbodenbereich im Heck an die gleiche Stelle gewandert: über und vor die Hinterachse.....

ALLE??  :-)  Der Honda Jazz hat den Kraftstofftank im Font unter den Vordersitzen, habe noch nie gehört, das dieser Einbauort ein größeres Sicherheitsrisiko darstellt.

Gruß
Jürgen