Zum Hauptinhalt springen
Thema: BMW 225xe (3680-mal gelesen)
0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 15
Die Tester von ADAC scheinen ordentlich Gas gegeben zu haben und bei niedriger Teperatur ordentlich geheizt zu haben (der 225xe hat eine elektrische Heizung). Die geben einen Verbrauch von 26,4 kWh/100 km an.

Auf meiner Haus- und Hofstrecke über die Dörfer, die auch mein Yaris Hybrid liebt, schaffte mein 225xe testweise am letzten Wochenende mit einer rein elektrischen Reichweite von 34 km und einem Verbrauch von berechnet 15,68 kWh/100 km. Der Bordcomputer zeigte einen niedrigeren Verbrauch von 14,5 kWh/100km an.

Klar, wenn man mit 120 km/h rein elektrisch auf der Autobahn unterwegs ist, steigt der elektrische Verbrauch stark und die Reichweite wird stark reduziert. Dann kann es auch sein, das man mit derselben Akkufüllung nur 24 km weit kommt.

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 16
 Wäre auch ganz was neues, wenn beim ADAC Petrol-Heads arbeiten würden.  :-X

Die hätten halt lieber den neuen M240i von AC Schnitzer getestet als ein Öko-Mobil.

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 17
Ich denke da immer an die Top Gear Folge: Prius gegen M5
Preius hat glaub fast 16l/100 km auf der Rennstrecke verbraucht bei Dauervollgas und der M5 hat wesentlich weniger gebraucht.

Genau so stell ich mir das bei den Redaktionen manchmal vor. Nur das man bei TopGear eh von einer Comdey-Sendung ausgeht  :-)

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 18
Gestern durfte ich eine runde halbe Stunde im BMW 225xe mitfahren und mir den Wagen mal etwas anschauen. Für seine Größe bietet er trotz Hybridakku immer noch genug Platz für drei bis vier Leute. Der Gepäckraum war ausreichend groß und kam endlich mal wieder ohne Stufe beim Umklappen daher. Das vernachlässigen viele Autohersteller leider immer noch.

Innen halt ein BMW, gut verarbeitet und schick anzusehen.

Voll aufgeladen ging es dann los. Eine Vollladung dauert bei einphasigem Anschluss mit 16 A wohl rund zwei Stunden, 30-50 km sind dann elektrisch drin.

Natürlich ging es erst mal elektrisch los, zu hören war so gut wie gar nichts, andere Fahrzeuge mit E-Antrieb surren oft etwas lauter. Nur bei stärkerer Beschleunigung ist der E-Antrieb leise zu hören.
Überrascht war ich über den Schub, war mehr als ich erwartet hatte. Damit kann man im Rahmen der Reichweite absolut vollwertig unterwegs sein. Nicht nur kräftig auch absolut gleichmäßig und ruckfrei wird der Wagen nach vorne geschoben.
Der Benziner meldet sich quasi unmerklich an, am Drehzahlmesser wird es natürlich angezeigt. Recht hoch fand ich das Drehzahlniveau zwischen 2.000 – 3.000 U/min, auch bei ruhiger und langsamer Fahrt. Aber der Benziner befand sich noch im Warmlauf, es lag vielleicht daran. Es war übrigens weder zu bemerken noch wirklich zu hören, dass unter der Haube nur ein Dreizylinder werkelt.

Nachdem man also mehrere Kilometer lautlos und ruckfrei zurückgelegt hat, meldet sich mit dem Benziner auch eine Sechsstufenautomatik zu Wort. Und die spürt man. Gerade beim Sprung vom sehr kurz übersetzten ersten Gang zum Zweiten und etwas mehr Gas ruckt es doch deutlich. Ansonsten schon eine sehr angenehme Automatik, aber Stufen passen bei so einem Konzept für mich nicht so optimal ins Bild.
Ansonsten ist die Spurtleistung des Wagens schon beeindruckend. Vom Start weg, beim Überholen. Reichlich Reserven vorhanden. Dabei insgesamt sehr gut gedämmt und leise, ein toller Reisewagen.

Tja, und der Verbrauch? Der Wagen war erst 3.000 km gelaufen, 1.000 km davon elektrisch. Der Benzinverbrauch hatte sich über die Gesamtstrecke auf 4,7 l/100 km eingependelt, was ich sehr gut finde.
Nun wird der Wagen aber auch recht ruhig bewegt, die Spreizung beim Verbrauch ist wohl enorm. Der Fahrer sprach von Verbräuchen mit einer drei vor dem Komma (beim Hinterherschleichen hinter einem LKW) bis zu rund 20 l/100km bei Vollgas. Für lange Urlaubsfahrten ist jedoch der Benzintank zu klein. Wenn ich einen Hybriden habe erwarte ich Reichweiten von mindestens 600-800 km. Das bietet der BMW mit seinem nur 36 l fassenden Tank eher nicht, bei 500 km dürfte da recht zuverlässig Feierabend sein.

Der Wagen wird in diesem Fall fast ausschließlich mit selbst produziertem Solarstrom betankt oder an freien Ladesäulen unterwegs. Kostenpflichtige Angebote werden nicht genutzt. Wie wir schon mal in einem anderen Thread festgestellt hatten, ist das Fahren mit Benzin in solchen Fällen günstiger als das zeitbasierte Abrechnen an e-Ladesäulen.
Der elektrische Verbrauch liegt je nach Fahrweise bei ca. 15 – 20 kWh pro 100 km. Aus dem kleinen Hybridakku bei ruhiger Fahrweise bis zu 50 km herausquetschen zu können ist schon beachtlich. Eine schon sehr alltagstaugliche Reichweite.
Der Akku wird flüssigkeitsgekühlt, beim Laden habe ich die Pumpe für das Kühlwasser laufen hören, im Ausgleichsbehälter blubberte es leise vor sich hin.

Das Vorklimatisieren des Innenraums im Sommer und im Winter beim Laden ist wohl schon serienmäßig verfügbar, das finde ich sehr angenehm.

Also kurzum, mich hat der Wagen schon ziemlich begeistert. Sehr spritzig, für mich auch schon bei reinem E-Antrieb, ausgereift wirkende Technik, durchaus sehr sparsam zu bewegen, dabei ausreichend geräumig und praktikabel. Mit seiner Außenlänge sogar noch ganz knapp stadttauglich.

Dagegen wirkt mein Jazz wie ein Fahrzeug aus alten Tagen, allein wie vielfältig man die Antriebsoptionen konfigurieren kann braucht schon ein halbes Handbuch.
Gegenüber meinem Wagen wirkte der BMW schon fast wie ein Fahrzeug 3.0 auf mich. Die bei mir verbaute Technik wirkte da schon bald altbacken und sollte mittlerweile eher Standard in allen Fahrzeugen am Markt sein, genauso wie ABS oder ESP.

Dass @Tiffany  vom Mini mit gleichem Antrieb angetan ist kann ich nun doch ganz gut nachvollziehen. Abgasproblematik hin oder her. Unter den Blinden ist der Einäugige eben König. Und mindestens zu den Einäugigen möchte ich den BMW dann doch zählen, da er vergleichsweise umweltbewusst gefahren werden kann und es bisher nicht wirklich viele Alternativen zu diesem Fahrzeug am Markt gibt, bezogen auf E-Reichweite und auch Fahrleistungen.

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 19
Dass @Tiffany  vom Mini mit gleichem Antrieb angetan ist kann ich nun doch ganz gut nachvollziehen. Abgasproblematik hin oder her. Unter den Blinden ist der Einäugige eben König. Und mindestens zu den Einäugigen möchte ich den BMW dann doch zählen, da er vergleichsweise umweltbewusst gefahren werden kann und es bisher nicht wirklich viele Alternativen zu diesem Fahrzeug am Markt gibt, bezogen auf E-Reichweite und auch Fahrleistungen.

Danke für die ehrlichen Worte. Wir sind den gleichen BMW gefahren und waren vom Innenraum weniger angetan, typisch BMW eben und nicht so wirklich unser Ding. Wir saßen mal in einem normal angetriebenen 2er Active Tourer mit M-Paket, der war uns ein Graus. So kalt und lieblos kam uns der Innenraum vor, die Kunststoffe nicht schön.  :icon_no_sad:  Unser 225xe war da sogar schicker im Innenraum, man glaubt es kaum. Vom Konzept, Mini-Van-mäßig, sicher ein tolles Auto. Dennoch ist der Mini nochmal deutlich schicker. Manches ist auch unpraktischer (z.B. die von mir verhassten inneren Türgriffe), aber da geht eben Style over Substance.  ;)

Der Antrieb ist aber wirklich sehr gut gelungen, die Einstellungen mannigfaltig. Wirklich alles super zu individualisieren und eine Freude, sich da durch zu arbeiten. Es freut mich auch zu hören, dass er auch recht sparsam bewegt werden kann. Ich bin gespannt, ob @Tiffany dann auch Spaß daran bekommt, möglichst effizient zu fahren.  :-)

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 20
Klar, Styling und Haptik sind Geschmackssache. Umso schöner, dass dieser Antrieb in zwei doch sehr verschiedenen Fahrzeugen angeboten wird und man eine Wahl hat.
Die deutschen Hersteller können wenn sie wollen, das hat mir der BMW deutlich gezeigt. Ich wünsche mir da noch mehr und natürlich auch deutlich auf Sparsamkeit ausgelegte Fahrzeuge für die Kundschaft, die auch mit weniger Leistung zufrieden ist (also mich ;) ).

Zumindest sind schon viele interessante Fahrzeuge mit Hybridantrieb am Markt, das und der Ausblick in die nahe Zukunft machen mir schon den Mund wässrig. Ich freue mich schon auf mein nächstes Fahrzeug. Obwohl ich heute noch gar nicht weiß wann das sein wird und welches Fahrzeug dann mein Favorit wird. :)

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 21
Die deutschen Hersteller können wenn sie wollen, das hat mir der BMW deutlich gezeigt.
Da tut man BMW etwas unrecht, wenn es so aussieht, als ob sie erst nicht gewollt hätten. Oder andere voran gegangen sind.

Als einer der echten E-Mobilitäts Pioniere sollte man bei BMW das Wollen auf keinen Fall in Frage stellen. Die Marke "i" wurde immerhin 2010 gegründet, um die EVs zu vermarkten. Der i3 kam 2013. Viele andere Hersteller machen nun das Vorgehen und eine eigene E-Marke nach.

Die Erfahrungen von BMW mit E-Antrieben sind sicherlich besonders umfangreich - auch im Vergleich mit den ganz großen wie GM, Volkswagen oder Toyota. Der innovative Inhalt am i3 ist doch beachtlich, sehr viel ist selbst entwickelt (e-Motor) und das Konzept heute noch innovativer als viele aktuellere "bau-mal-einen-e-Antrieb-in-den-Verbrenner" Fahrzeuge. Immerhin gibt es bis heute nur sehr wenige Fahrzeuge, die ausschließlich als E-Fahrzeug konzipiert wurden. Im Leichtbau und in Bezug auf nachwachsende Materialien gibt es wahrscheinlich nichts vergleichbares in Grosserie.

Die Leistung und der Mut von BMW sollte nicht unterschätzt werden.

Gruß

Wanderdüne

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 22
Da hast Du Recht @Wanderdüne .

Ich bezog mich aber eher auf den Hybridantrieb. Diesen mit Benziner, Wandlerautomatik, Akku, Elektronik und zwei Elektromotoren aufzubauen ist ja doch ungleich komplizierter als ein reiner E-Antrieb.



Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 24
Die deutschen Hersteller können wenn sie wollen, das hat mir der BMW deutlich gezeigt.
@Wanderdüne
Für mich liest sich das Zitat so als hätte hungryeinstein damit gemeint, dass BMW da ei feines Stück Technik auf die Beine gestellt hat und damit bei den deutschen Herstellern eher ein Vorreiter ist.
Sozusagen Vorsprung durch Technik  ;D

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 25
ich habe es halt genutzt, um den BMW mal zu loben!  ;D

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 26
Also doppelt gemoppelt  ;D

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 27
BMW ist seit Jahren bei Technologien weit vorn mit dran. Aktuell ist auch Mercedes meiner Meinung nach ganz vorn mit dabei.
Aber:

BMW und Mercedes fallen mit wenig bis keiner Werbung auf, im Gegensatz zu Audi. Audi verkauft immer alles als "selbst erfunden" und total innovativ und neu. Vorprung durch Marketing.

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 28
Danke für den schönen Bericht. Ich habe meinen x225xe jetzt seit 2,5 Monaten, also noch nicht allzu lange. Bei Gelegenheit melde ich mich mit einem ausführlichen Bericht hier. Wird vermutlich Anfang des Sommers sein, da ich derzeit etwas beschäftigt bin und auch mal sehen will, wie er sich bei höheren Temperaturen verhält.

Die 6-Gang-Automatik (übrigens von AISIN, also Toyota) finde ich sehr gut. Der 3-Zylinder-Motor ist kalt etwas ruppig, aber für mich ok. Mal sehen wie er sich im Sommer verhält. Der Verbrenner meines Yaris Hybrid ist im Winter auch merklich etwas ruppiger. Wobei man natürlich nach Hybriderfahrung Mäuse husten hört ;-)

Überrascht war ich über Deine Reichweitenangabe. Ich habe bisher über die Dörfer maximal 34 km rein elektrisch geschafft.
Der Bordcomputer zeigte einen Verbrauch von 14,5 kWh/100km an. Rechnerisch nach dem realen Verbrauch sind das 15,68 kWh/100 km. Allerdings ohne Ladeverluste. Allerdings war die Fahrt hybridtypisch. Ich bin so wie mit meinem Yaris Hybrid gefahren. Meine Frau hätte vermutlich einen Anfall bekommen, wenn sie daneben gesessen hätte. ;-)

Eine Fahrt über die Autobahn mit 120 km/h reduziert die Reichweite stark. Angegeben ist der 225xe mit maximal 41 km. Wie man 50 km schaffen will, ist mir noch schleierhaft.

Bis 125 km/h hilft der E-Motor voll mit und man hat die 224PS Systemleistung. Darüber fällt der E-Motor weg und man hat als Boost kurzzeitig den Hochvoltstartergenerator (der hat 15 KW, also ca. 20 PS). Da kann man mit dem Verbrenner (136 PS) auch bei höheren Geschwindigkeiten ohne Mühe auf der Autobahn überholen. Ist aber kein typischer BMW, da ihm über 125 km/h die volle Leistung fehlt.

Antw.: BMW 225xe

Antwort Nr. 29
Die 50 km hat mir mein Bekannter mitgeteilt, hat er auch nur einmal geschafft, wohl nur unter Idealbedingungen. Man kann da wohl eine Segelfunktion einschalten, also dass das Fahrzeug wohl nur beim Tritt auf das Bremspedal rekuperiert, nicht schon beim Wegnehmen des Gases.
Da kann man dann natürlich herrlich lange rollen lassen ohne Strom zu verbrauchen und trotzdem beim Bremsen noch Strom für den Akku erzeugen. Und schnell fahren ist dann natürlich auch nicht drin.