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Fahrzeuge nach Hersteller => Weitere => Thema gestartet von: Smejko am 02. September 2015, 21:02

Titel: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Smejko am 02. September 2015, 21:02
Toyota Prius ist kein Vorbild mehr:
Manager Magazin (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/analyse-wie-dt-autohersteller-den-hybridantrieb-beerdigen-a-1050781.html)

Zitat
Ein klassischer Hybridantrieb mit Verbrennungs- und Elektromotor, so wie beim legendären Toyota Prius? Bei den deutschen Herstellern ist dieser Antrieb praktisch kein Thema mehr. Geradezu fluchtartig kehren Audi, BMW und andere der Technologie den Rücken, mit der ihnen die Japaner noch vor wenigen Jahren Angst eingejagt haben.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Vaumaxx am 02. September 2015, 21:04
Wenn man keinen Erfolg hat muss man es eben lassen. Armes Deutsches Autoland.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 02. September 2015, 21:24
Das ist im Fall Mercedes natürlich grottenschlecht recherchiert und tendenziös dargestellt. Mercedes hat den E 300 Hybrid mit Diesel nicht mehr angeboten, das stimmt. Die neue E-Klasse kommt aber im Januar 2016 mit dem Plug-in. Die C-Klasse gibt es mit Plug-in und als Vollhybrid-Diesel. Die S-Klasse dito. Die A/B-Klasse ED ist gerade durchs Facelift.

Nicht ohne Grund hat man Volkswagen einfach weggelassen. Da hätte es nicht mehr gestimmt. Immerhin ist VW der zweitgrösste Hersteller von EVs weltweit -  nach Renault-Nissan.

 :besserwisser: Auch dem Manager Magazin nicht alles glauben  ;D

rät

Wanderdüne

P.S.: ich vermute eher wir werden mehr Plug-in Hybride in Zukunft sehen, gerade auch von deutschen Herstellern
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Mittelblock am 02. September 2015, 21:34
Das Schlusswort spricht Bände--- meines Erachtens ist der Autor blind und philosophiert über Farben.
"Der Ausgang dieses Matches lässt sich noch nicht absehen. Nur eines zeichnet sich schon jetzt ab: Toyota steht bald wieder einsamer bei Vollhybriden da. Dann wird der Prius wird wieder das, was er ganz am Anfang schon mal war: Ein Exot."

Der hat sich anscheinend überhaupt keine Platte gemacht über die Gründe, warum Toyota so erfolgreich ist. Weil das Antriebskonzept funktioniert, massentauglich ist und zudem extrem haltbar!
Zumal der Antrieb des Prius ja auch vom Prinzip her für die anderen Modelle Pate gestanden hat und der Motor so nicht immer wieder von Grund auf neu designed werden musste. Die deutschen Hersteller kranken am Neuentwicklungswahn von Motoren.

@Wanderdüne: deinen Schlussworten schließe ich mich an.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 02. September 2015, 22:06
Naja, Manager Magazin halt...  ;)

Die genannten Modelle waren jetzt nicht gerade solche, bei denen es den Käufern um möglichst günstige Spritrechnungen ging. Bei Volkswagen beweisst der Jetta Hybrid im Vergleich zum gleich motorisierten Golf Standard-Benziner niedrigere Verbräuche (siehe ADAC Tests). Bei Mercedes hat die Wanderdüne es bereits klar gestellt.

Was mir wieder auffällt und was sehr typisch für hiesige Berichte ist:
- Alleinige Betrachtung des CO2 Ausstoßes. (NoX und Partikel bleiben vollkommen außen vor)
- Alleiniger Glauben dass ein e-Motor automatisch spart. (Kein Wort über notwendige Effizienzsteigerungen beim Verbrennungsmotor)
- Messen in zweierlei Maß. (Hybridtechnik wird als teuer dargestellt, dass Turbodiesel aber teurer sind als HSD-Hybride wird nicht erwähnt)

So dient der Artikel wie so oft mal wieder nicht zur Information, sondern zur Bestätigung bereits vorhandener Vorurteile  :icon_dagegen:


@Wanderdüne

Ich komme jetzt gerade nicht ganz mit. VW ist der zweitgrößte Hersteller von BEVs weltweit?  :-/  Mir fallen e-up! und e-Golf ein, oder zählst Du jetzt auch die PHEVS und Fahrzeuge der weiteren Konzernmarken (Audi, Porsche, Seat, Skoda, etc.) mit?
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 02. September 2015, 22:38
Ja, Wanderdüne schwankt zwischen "EV" und Plug-in Hybrid, je nachdem was er damit ausdrücken möchte. :-)

Ich wiederum unterscheide sogar zwischen PHV und PHEV. Wenn man einen typisch deutschen PHV mit riesiger Verbrennerleistung und mickrigem Alibi-Elektroteil "Electric Vehicle" nennt, rollen sich mir nach wie vor die Fußnägel. Die Verbrennerindustrie hat diese Begrifflichkeiten geprägt und per Lobbyismus bis hin die Politik verankert, die ja ebenfalls Interesse hat, unpräzise zu sein.
So will die deutsche Regierung die "1 Mio Elektroautos" mit einem Anteil von 750.000 Plug-in Hybridfahrzeugen erreichen.

Der Hybridantrieb wird wirklich beerdigt. Und zwar von diesen Plug-in Hybriden, Elektroautos genannt, mit denen man per NEDC R101 viel besser legal, aber keinesfalls legitim mogeln kann!

Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: michaelm am 02. September 2015, 23:05
Hallo Smejko, schönen Dank für den Link.
Ich habe den Artikel gelesen (muß leider manchmal das Managermagazin aus beruflichen Gründen lesen).

Es ist hochinteressant zu lesen, wie in einem einigermaßen angesehenen deutschen Magazin in absoluter fachlicher Ahnungslosigkeit mal wieder alle klassischen Vor- und Fehl-Urteile über Hybride ausgebreitet werden.

1. Sämtliche eingestellten Hybridmodelle entstammen der Luxus- und Oberklasse. Na, und? Glaubt ernsthaft jemand, das irgendeinen Käufer einer Toureg-Schrankwand Sprit- bzw. Emissionssparen durch Hybrid interessiert ?

2. "Elektrisches Kriechen" stellt Kunden nicht zufrieden - Wer solche effektheischenden Sätze baut, zeigt nur, das er noch nie ein Hybridauto gefahren hat, geschweige, denn irgendeine Ahnung von der Fahrcharakteristik solcher Fahrzeuge hat.

3. "Vollhybride können nur kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen, und das auch nur mit geringer Geschwindigkeit." - Das unser Auris bis zu 80 km/h im E-Modus fährt und von den 23 km unserer Pendelstrecke 50% elektrisch fährt, ist in solchen Spatzenhirnen bis heute nicht angekommen, Realitätsverweigerung pur.

4. Vollhybride sparen im Vergleich zum Diesel kaum, kosten aber wesentlich mehr - Tja, nur das der hybride Auris 200 € weniger kostet, als der Auris Diesel. Und ein Diesel bei vielen Streckencharakteristiken erheblich mehr verbraucht als ein Hybrider und steuerlich um ein Vielfaches teurer ist.

In einem einzigen Punkt kann man dem Schreiber Recht geben: Er hat richtig erkannt, das Toyota derjenige Hersteller ist, der die Hybrid-Technik für "Jedermanns-Auto" verfügbar gemacht hat. Ein Punkt, an dem die deutschen Premium-Hersteller bisher kläglich gescheitert sind. Und wenn Exon, BP und Shell unisono die Vorhersage wagen, das 2050 rund 50% aller PKW Hybride sein werden, dann werden das eben keine Autos deutscher Hersteller sein.
Zu dieser Aussage hätte selbst ein Redakteur des Manager-Magazins noch finden können.

PS: Ich schreibe das in einem etwas "härteren" Ton, weil ich selbst journalistisch aktiv bin, und es mich angesichts des blühenden Unsinns, der immer wieder in scheinbar renommierten Blättern von "Kollegen" verzapft wird, immer noch auf den nächsten Baum klettern könnte.Ich weiß allerdings auch vielfach den Ursprung solcher Artikel: Es wird genau das geschrieben, was den großen Anzeigenkunden gefällt.

Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 02. September 2015, 23:14
Ja, Wanderdüne schwankt zwischen "EV" und Plug-in Hybrid, je nachdem was er damit ausdrücken möchte. :-)

Das stimmt nicht. Wanderdünen können per se nicht schwanken, sondern wandern. Sonst hießen sie ja Schwankdünen. Was es allerdings gibt, sind übersteigerte oder schwankende Emotionen für ein einziges Wesen oder eine Sache - zum Beispiel reine, pure Elektrofahrzeuge.

Aber ernsthaft: bei der Definition EV beziehe ich mich u.a. auf die Auslegung hier, die alles was Stecker hat, als EV zählt. Kann man machen, finde ich. War übrigens immer mein Ansatz, lasse mich aber gern belehren, dass ich hier schwanken würde.

http://ev-sales.blogspot.de/2015/09/top-ev-automotive-groups.html

Und hier steht auch der VAG Konzern / Volkswagen als 2. dieses Jahr da.

Wenn ich bei e-motion die Worte "Alibi" und "mickrig" und "riesig" sowie "rollende Fußnägel" lese, frage ich mich: wer hat Dir denn da auf die Zehen getreten, dass so unsachlich um sich geschlagen wird.

Gruß

Wanderdüne

P.S. Auf dem 1 km elektrische Fahrt im Daimler fahre ich übrigens ein EV - aber das ist wahrscheinlich nicht wirklich so und ich irre mich.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 02. September 2015, 23:46
PS: Ich schreibe das in einem etwas "härteren" Ton, weil ich selbst journalistisch aktiv bin, und es mich angesichts des blühenden Unsinns, der immer wieder in scheinbar renommierten Blättern von "Kollegen" verzapft wird, immer noch auf den nächsten Baum klettern könnte.Ich weiß allerdings auch vielfach den Ursprung solcher Artikel: Es wird genau das geschrieben, was den großen Anzeigenkunden gefällt.

Dann sollten aber die eigenen Aussagen auch wasserdicht sein, wenn der Ton härter wird:

Zu 1. es ist ein reines Vor- und Fehlurteil, dass alle (!) Fahrer von Oberklasse und Luxusfahrzeugen kein Umweltbewusstsein haben und nicht Sparen. Da es bei der Aussage "irgendeinen" ja nur ein Gegenbeispiel braucht, reiche ich aus.

Zu 2. Kriechen: das stimmt für die Parallelhybride und bezieht sich hier nicht auf die HSD Technik als Leistungsverzweigte Technik. Mein Daimler ist mit 27 elektrischen Pferden einfach untermotorisiert. Er fährt zwar auch bis 160 km/h elektrisch, aber das nur bergab als "Segelhilfe" würde ich sagen. Es geht auch an der Rampe im Parkhaus der Verbrenner an. Das wird mit den Plug-ins behoben sein.

Zu 3. Nur kurz elektrisch: auch das ist richtig. Er schreibt "rein elektrisch" und da endet die Fahr halt doch schnell. Bei mir nach 1,5 km in Schleichfahrt. Der Mischbetrieb mit immer wieder mal elektrisch ist wohl nicht gemeint.

Insgesamt scheint der Kollegen vom MM zwischen "Vollhybriden" und Plug-in zu unterscheiden. Immerhin erwähnt er Porsche als Beispiel für seine Therorie, dass Vollhybride aufgegeben werden mit dem Hinweis auf den Ersatz der Versionen durch Plug-ins.

Wenn man es so versteht, kann man dem Herren sogar zustimmen: wenn ich schon zwei Antriebe einbaue, dann bitte auch mit ordentlicher elektrischer Fahrleistung und mit genug Saft für Kurzstrecken in der Batterie. Und Sonnenstrom laden sollte auch dabei sein.

Insofern würde ich dann den "Vollhybriden" auch nicht nachweinen. Mehr Plug-ins bitte.

Gruß

Wanderdüne
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Mittelblock am 02. September 2015, 23:51
 :-X Ihr seid ganz schön hart zueinander...
btw. steht da noch die Frage im Raum: Warum/womit VW die Liste an Stelle 2 erreicht. Massenweise E-Golfs und E-ups?
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 02. September 2015, 23:51
Ich erlaube mir, mich über unsachliche Verdrehungen emotional zu echauffieren! :-)

Du fährst auf den 1000 Metern kein EV (Electric Vehicle) sondern ein Hybridfahrzeug im EV-Modus.
Es geht doch um die Bezeichnung von Fahrzeugen, nicht von Betriebszuständen.

"Plug-in Hybridfahrzeuge" haben ihre Bezeichnung, die jeder verstehen und nachvollziehen kann.
Die Bezeichung ist eindeutig und technisch korrekt.
Diese Autos "Elektrofahrzeuge" zu nennen, ist vielmehr ein Politikum. Es soll den wahren Charakter,
nämlich den Hauptantrieb per Verbrennungsmotor mit seinen Konsequenzen, verschleiern.

Über Verschleierung, vor allem mit schlechten Absichten der Hersteller und der Politik, rege ich mich auf.

Das kann man nicht sachlich klären, wenn die Sachlichkeit nicht anerkannt wird.
Das Wort Hybrid wird gemieden, um sich mit falschen Federn zu schmücken.
Wäre der Verbrennungsmotor das womit man sich schmücken wollte,
würden Plugin-Hybride aus politischen Gründen "Verbrenner" genannt.

Was der Sache natürlich näher käme, weil damit der größere und wichtigere Teil beschrieben würde.
Wo kommen wir hin, wenn hier, in der Politik und in der Presse alles rein Sachliche so verdreht werden darf,
dass sich der sich darüber Aufregende nachher noch für seine Verärgerung über solche Unseriosität anmachen lassen soll?

Eine sachliche Beurteilung wird immer wieder übergangen. Das ist die Ursache für den Konfliktstoff.

Grüße
Holger
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 02. September 2015, 23:52
:-X Ihr seid ganz schön hart zueinander...
btw. steht da noch die Frage im Raum: Warum/womit VW die Liste an Stelle 2 erreicht. Massenweise E-Golfs und E-ups?

Ja, hart in der Diskussion. Aber Wanderdüne ist mir trotzdem sympatisch! :-)
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 03. September 2015, 00:11
Das stimmt nicht. Wanderdünen können per se nicht schwanken, sondern wandern. Sonst hießen sie ja Schwankdünen. Was es allerdings gibt, sind übersteigerte oder schwankende Emotionen für ein einziges Wesen oder eine Sache - zum Beispiel reine, pure Elektrofahrzeuge.

 :-D  :-D  :-D

Breeeennend heißer Wüstensand  :icon_pfeif2:

Danke für den Link. Dort ist VW (VAG) aufgelistet, also der gesamte Volkswagen Konzern, nicht nur die Kernmarke.


Allgemein> Den wichtigsten Punkt habe ich vergessen. Der Text zeigt, dass die Schreiber nicht den Sinn des Hybridfahrzeugs als treibstoffeffizientes Fahrzeug verstanden haben, sondern nur schauen wie weit man elektrisch fährt.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: TM am 03. September 2015, 07:18
"Plug-in Hybridfahrzeuge" haben ihre Bezeichnung, die jeder verstehen und nachvollziehen kann.
Die Bezeichung ist eindeutig und technisch korrekt.
Diese Autos "Elektrofahrzeuge" zu nennen, ist vielmehr ein Politikum. Es soll den wahren Charakter,
nämlich den Hauptantrieb per Verbrennungsmotor mit seinen Konsequenzen, verschleiern.
Ob der Hauptantrieb elektrisch oder durch Verbrennung erfolgt hängt vermutlich vom Fahrprofil ab. Hätte ich einen Plug-in Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von rund 40km, würde ich ca. 85% der gefahrenen km elektrisch fahren. Da würde ich jetzt nicht vom Verbrenner als Hauptantrieb sprechen wollen.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 03. September 2015, 09:00
Das Argument träfe auch, wenn du mit der Batterie in der Praxis 100 m weit fahren könntest und nur 100 m weit fahren würdest.
Das ist der elektrische Modus. Das individuelle Fahrprofil hat nichts mit der Einstufung oder Bezeichnung Elektroauto zu tun.
Es ist ein Plug-in Hybrid und kein Elektroauto. Hybrid ist ja gerade das Wort, was so treffend ist, aber aus politischen, und oft auch aus persönlichen Gründen übergangen oder umgangen werden soll.

Ein Plug-in Hybrid erlaubt umgekehrt, und das viel einfacher, nach eigener Entscheidung oder halt den Umständen entsprechend nur im Hybridmodus zu fahren.
Deswegen bin ich ja so vehement gegen die verklärende Einstufung.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 03. September 2015, 09:17
Ich nehme einfach mal dieses Beispiel.

Ob sie dann am anderen Ende Münchens nachgeladen haben um wieder zurück zu fahren, steht dort nicht.

Zitat
Drei Modi stehen zur Auswahl. Bei "Max eDrive" kümmert sich der 113 PS Elektromotor mit seinem Drehmoment alleine um den Vortrieb des 2230 Kilogramm schweren SUVs. Das klappt in der Stadt hervorragend. Mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h lässt sich auch auf der Autobahn stromern, nur sind dann die Akkus schneller leer, als einem lieb ist. Die angegebene Maximal-Reichweite von 31 Kilometern ist ohnehin eher ein theoretischer Wert. Bei den ersten Testfahrten reichte die Kraft des Akkus immerhin vom einen Ende Münchens bis ans andere, also mehr als 20 Kilometer. Wenn die Energiespeicher leer sind, dauert es an der haushaltsüblichen Steckdose knapp vier Stunden, ehe der BMW X5 xDrive 40e volle Batterien hat. Wer eine BMW-Wallbox installiert hat, kann das in zwei Stunden und 45 Minuten erledigen.
http://www.autobild.de/artikel/bmw-x5-xdrive-40e-2015-fahrbericht-4580148.html

Einstufung Elektroauto?

Dieses "electric vehicle" zeigt, dass dieses Konzept nur für sehr begrenzte Einsatzprofile als "EV" taugt. Hat man wiederum ein solches Profil, müsste man sich fragen, warum man überhaupt einen dermaßen großen Verbrenner braucht. Ich finde es eher fragwürdig warum man überhaupt einen Elektroantrieb einbaut. Das ist wohl auch der Grund, warum die PHV so schwer verkäuflich sind.

Leute, sowas als Elektroauto einzustufen ist doch verrückt. :-)


Und noch mal zum Topic.

Der Hybridantrieb wird durch die PHV nicht beerdigt. Im Gegenteil. Er lebt in diesen Autos doch erst richtig auf. Plug-in Hybrid, der Name passt auch.
Zitat
Das Zusammenspiel zwischen E-Motor und Ottomotor ist den BMW-Ingenieuren hervorragend gelungen und läuft ohne spürbare Übergänge oder Ruckler ab. Ein echtes Highlight ist der Auto eDrive-Modus im Zusammenspiel mit dem Navigationssystem. Dann orientiert sich die Elektronik an der gewählten Route und fährt in der Stadt so viel wie möglich elektrisch und lädt die Batterien auf Autobahn-Etappen – alles automatisch. Außerdem werden die Verkehrslage und der Fahrstil des Lenkers ins Kalkül gezogen.

Grüße
Holger
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Jorin am 03. September 2015, 09:21
Für mich ist ein Plug-in-Hybrid nunmal ein Hybrid, auch wenn er bestimmte Strecken rein elektrisch zurücklegen kann. Es ist für mich kein reines Elektrofahrzeug, da er zwei Antriebsvarianten (Benzin- bzw. Dieselgetrieben und rein elektrisch) vereinigt.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: michaelm am 03. September 2015, 10:53
Hallo Wanderdüne, ein paar Antworten.

Es mag ein paar Ausnahmen wie Dich geben, dem Gros der SUV- und Dickschiff-käufer  sind Emissionsmenge/Spritverbrauch völlig egal. Und deswegen sagt es über Hybridtrend oder Nicht-Trend rein gar nix, wenn in diesem Segment ein paar Alibi-Hybride gestrichen werden. Und eben das hat der Autor nicht verstanden.

Eine Differenzierung in punkto "Kriechen" gibt´s beim Autor an keiner Stelle, in der fetten Überschrift erst recht nicht - und das bestätigt damit die üblichen Vorurteile.

Ich hab ja nun genau beschrieben, warum "nur kurz" elektrisch ein grottenfalsches Vorurteil ist, Wenn Du im EV-Modus "schleichst" (was immer "Schleichen" für Dich sein mag), mußt Du das bitte nicht als Hybrid-Eigenschaft verallgemeinern und damit die gängigen Vorurteilen bestätigen.
Auf dem Rückweg vom Einkaufen fuhren wir gestern im Auris mit  vier Personen auf der Landstrasse  mit 80 km/h elektrisch - echtes "Schleichtempo".

Porsche ist ein reiner Anbieter im Luxussegment, was die tun oder nicht tun, kann Otto Normalverbraucher ziemlich wurscht sein.

Wir haben bei der Hybrid-Anschaffung genau gerechnet: Ein Prius-Plug-In Hybrid hätte sich angesichts des Mehrpreises erst bei einer jährlichen Fahrleistung von 40.000 km gerechnet. Unsere liegt aber nur zwischen 16.- und 18.000 km, ergo wurde es ein Vollhybrid. Dabei ist mir die Technik im Detail relativ schnurz, sie muss sich nur rechnen.

Daher: Mehr wirtschaftliche Hybridlösungen für "Jedermann-Autos" bitte.

PS: Heute kam im Berliner Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/mobil/iaa-2015/bmw-2er-3er-und-7er-als-plug-in-hybride-drei-neue-mit-stecker/12271546.html
ein Artikel bezüglich der Hybrid-Strategie von BMW - von wegen Beerdigung der Hybridtechnologie.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: TM am 03. September 2015, 12:13
Deswegen bin ich ja so vehement gegen die verklärende Einstufung.
Ja, da stimme ich Dir zu. Der Begriff 'Elektromobilitätsgesetz' ist einfach nicht glücklich. Mir wäre ein 'energieeffiziente und schadstoffarme Mobilität'-Gesetz auch viel lieber. Denn ein micro-Car (z.B. Ligier) mit Turbo-Diesel/Benziner kann durchaus SEHR effizient sein. Und ein Elektro-Panzer kann auch SEHR ineffizient sein (z.B. Ludicrous Mode). Auch bei den Schadstoffen wäre mir viel lieber es würde der gesamte Produktzyklus betrachtet. Feinstaub durch Reifenabrieb und Bremsen ist auch nicht zu unterschätzen. Der ist natürlich bei grosser Fahrzeugmasse i.d.R. grösser. Es ist einfach ein komplexes Thema ... Schade finde ich, dass, wie meistens in der deutschen Gesetzgebung, nicht die gewünschte Wirkung beschrieben wird, sonder eine fixe Technologieauswahl getroffen wird.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 03. September 2015, 21:34
Ja, hart in der Diskussion. Aber Wanderdüne ist mir trotzdem sympatisch! :-)
Das gebe ich e-Motion 1:1 zurück. Auch trotzdem sympathisch!  ;)

Beste Grüße in den Taunus

Von

Wanderdüne,

der, selbst wenn er elektrisch fährt, immer noch einen Hybrid fährt, auch wenn der Verbrenner aus ist und abgekuppelt.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 03. September 2015, 22:09
P.S.: ich vermute eher wir werden mehr Plug-in Hybride in Zukunft sehen, gerade auch von deutschen Herstellern
http://www.automobilwoche.de/article/20150903/AGENTURMELDUNGEN/309039996/iaa-2015-bmw-bringt-drei-neue-hybridmodelle#.Veima8TuKrU

Auch wenn es nicht zum guten Ton gehört, sich selbst zu zitieren: ist es nicht verrückt, wie die Dinge sich gegenseitig beeinflussen? Kaum startet einer den Abgesang auf die BMW Hybridtechnik, stellt das Unternehmen 3 neue Fahrzeuge vor - und auch in der Kompaktklasse.

Gruß

Wanderdüne

(Der immer noch die thüringische Glaskugel besitzt)
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Smejko am 04. September 2015, 07:34
Zitat
Kaum startet einer den Abgesang auf die BMW Hybridtechnik, stellt das Unternehmen 3 neue Fahrzeuge vor - und auch in der Kompaktklasse.

Ja, aber diese Meldung bestätigt doch geradezu den MM-Artikel, nicht? Alle diese 3 neue Fahrzeuge sind doch Plugins. In dem MM-Artikel stand, sinngemäß:

Zitat
Ein klassischer Hybridantrieb mit Verbrennungs- und Elektromotor, so wie beim legendären Toyota Prius.

Ebendiese "klassichen" (lese: nicht-plugin) Hybride scheinen ja (nicht nur) bei BMW out zu sein.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Gutsch am 07. September 2015, 09:22
"Nur eines zeichnet sich schon jetzt ab: Toyota steht bald wieder einsamer bei Vollhybriden da. Dann wird der Prius wird wieder das, was er ganz am Anfang schon mal war: Ein Exot."

So wird es wohl kommen. Voll- oder gar Mildhybrid haben keine Zukunft, sondern sind nur ein Zwischenschritt. Ich jedenfalls kann nach meinen Erfahrungen niemandem empfehlen auf diesen Antrieb zu setzen.  :icon_no_sad: 

Tschau
Gutsch
 ;)
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 07. September 2015, 10:04
Die Plug-in sind doch Vollhybride. Die Frage ist doch nur, ob es sich lohnt, eine größere Batterie plus teurer Ladetechnik einzubauen.
Bei bestimmten Fahrprofilen ist das teurer Unsinn. Es geht dann nur noch um die Anrechnung als Elektroauto für die Flottenverbrauchsstatistik.

Klappohr hat bei den Priusfreunden gerade geschrieben, dass sein Outlander 6,5 Liter im Hybridmodus verbraucht.
Wenn nun Ladetechnik und die rel. große Batterie eingespart würde, wie viel billiger käme der Outlander im Kaufpreis?
Je nach Fahrprofil oder Ladelust wird man die Mehrkosten nicht wieder rausfahren. Das wäre dann der Sinn des Vollhybrids ohne P.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Smejko am 07. September 2015, 10:30
Hi Gutsch,

Ich jedenfalls kann nach meinen Erfahrungen niemandem empfehlen auf diesen Antrieb zu setzen.  :icon_no_sad: 

Und warum nicht? Könntest Du vielleicht Deine (schlechten?) Erfahrung etwas detaillierter Ausführen?
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Jorin am 07. September 2015, 12:00
Da brauchst du dir nur einige von Gutsch Beiträgen anzuschauen, z.B. über die schlechte Qualität der Kunststoffe im Innenraum (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,2401.msg37986.html#msg37986), enttäuschende Verbräuche (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,2307.msg36125.html#msg36125), Toyotas mangelhafte Kommunikation mit Endkunden (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,2512.msg39723.html#msg39723), den schlechten Radioempfang (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,2493.msg39401.html#msg39401), usw. Bei @Gutsch habe ich das Gefühl, er ist so sehr von allem am Yaris Hybrid enttäuscht, dass er das auch auf den Antrieb projeziert.

Diskutiert sollten diese Themen in den entsprechenden Threads, bitte nicht hier.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: TM am 07. September 2015, 12:58
Bosch (http://www.greencarcongress.com/2015/09/20150904-bosch48.html) scheint den Hybrid-Antrieb noch nicht zu beerdigen.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: PflegePrius am 07. September 2015, 14:08
48V Syteme sind doch wohl eher ein Marketinggag, um Hybrid dranschreiben zu können, eigentlich sind da nicht mal Antriebsmotoren, sonder überspitzt gesagt eher verstärkte Anlasser, allenfalls Schiebehilfen.

Wie auch immer, das, was Conti und Bosch da zeigen, ist eher die Vorbereitung des Abschieds vom 12V Netz im Fahrzeugbau, denn ein ernsthafter Versuch, Antriebe teilzuelekrifizieren. Die Berummelung als "Hybrid" stellt nicht mehr als ein ökologisches Feigenblatt dar. Wieviel Leistung kann ich denn damit generieren? für 1 kW (1,36 PS) müssten schon fast 21 Ampere durch den Motor, um nennenswert zu schieben, sollten es aber mindesten 20 PS sein, womit man dann schon bei über 300 Ampere läge... wen wollen die da verar...en? Wie dick sollen dnn die Kabel sein, und aus welchem Material die Steuerungselektronik? Und wie soll der Traktionsakku beschaffen sein, dass er solche LAstsröme abgeben und aufnehmen kann?

Gruß Christian
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: TM am 07. September 2015, 14:33
Ob die jetzt Hybrid dran schreiben oder Start/Stopp-Plus ist mir Jacke wie Hose. Wenn es tatsächlich den Verbrauch (im echten Leben) um 10-15% reduziert und eben NICHT den Hybrid-Aufpreis (der i.d.R. nicht wirtschaftlich ist) kostet, ist es für mich ok.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: PflegePrius am 07. September 2015, 14:47
Wenn es denn spart, soll es recht sein,

aber betrachte einmal realistisch: käme dieses System mit vielleicht 10 bis 15 PS in einem 140 PS Golf zum Einsatz, dann wären schon 10% Einsparung nur unter der Annahme eines Wirkungsgrades von annähernd 100% für Rekuperation und Boosting vorstellbar, zieh jetzt mal noch die Verluste ab, die bei der Rekuperation, der Zwischenspeicherung des Stromes und der Verwendung des Stromes auftreten, dann kannst du vielleicht optimistisch von 50% Wirkungsgrad ausgehen, die sich allerdings NUR auf das E System beziehen.

Wo sollen da 15% Sparpotential herkommen?
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: TM am 07. September 2015, 16:03
Ich bin mir nicht sicher ob die das System in den 140PS Golf bauen werden. Der wird sich wohl eher für einen Plug-in Hybrid empfehlen. Baut ja sogar Toyota das normale Hybrid-System in den 75PS Yaris. Ich vermute auch, dass Bosch die bis zu 15% Verbauchsersparnis mit einem Auto 1.0 (ohne Start/Stopp) im Vergleich errechnet hat. Ein Vorteil wird wohl auch das Drehmoment vom MG sein.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: PflegePrius am 07. September 2015, 16:15
gibt es noch nen 75 PS Golf?
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: TM am 07. September 2015, 17:05
Ich kenn mich jetzt mit VWs im besonderen nicht aus aber es gibt zum Glück noch Autos mit kleinen 3-Zylinder Saugmotoren. Die reichen prima aus um zügig und sicher von A nach B zu kommen. Mit meinem Yaris 1.0l (69PS) hatte ich in etwa den selben Verbrauch wie jetzt mit dem Yaris Hybrid.

Oder meinst Du: Man merkt, dass man alt wird wenn der Einstiegs-Golf die 1.5-fache Leistung des GTIs der Golf I Reihe hat? :-)
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: PflegePrius am 07. September 2015, 18:14
@TM : gemessen daran

Gruß Methusalem  :-X  ;D
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 07. September 2015, 20:17
Ich weiss garnicht, was das ganze Herumdiskutieren über die Sinnhaftigkeit einer Hybridisierung Deutscher Fahrzeuge soll. In anderen Ländern gibt es mit Micro-/Mild-/Voll-Hybriden ja auch in allen Preiskategorieen und die werden zu tausenden gekauft.

Toyota Vollhybrid (http://toyota.jp/aqua/?padid=ag001_i_carlineup_search), Honda Mildhybrid (http://www.honda.co.jp/FREED/), Honda Vollhybrid (http://www.honda.co.jp/Fit/), Nissan Microhybrid (http://www2.nissan.co.jp/SERENA/point_eco.html), Nissan Vollhybrid (http://www2.nissan.co.jp/X-TRAIL/point_hybrid.html), Suzuki Microhybrid (http://www.suzuki.co.jp/car/solio/performance_eco/?data=b), Subaru Mildhybrid (http://www.subaru.jp/impreza/sport_hv/), Mazda Vollhybrid (http://www.mazda.co.jp/cars/axela/feature/skyactiv-h/?link_id=axsbtn), Daihatsu Vollhybrid (http://www.daihatsu.co.jp/lineup/altis/index.htm), Hino Dieselhybrid (http://www.hino.co.jp/dutro/feature/feature01.html), Hino Hybridbus (http://www.hino.co.jp/selega_hv/index.html)

In Anbetracht dessen, ist das was hier abläuft doch etwas lächerlich. Japanische Hersteller kaufen deutsche AdBlue Dieseltechnologie für Nutzfahrzeuge, da werden sich deutsche Hersteller ja wohl keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn Sie .Hybridsysteme in Nippon zukaufen.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 07. September 2015, 20:44
Japanische Hersteller kaufen deutsche AdBlue Dieseltechnologie für Nutzfahrzeuge, da werden sich deutsche Hersteller ja wohl keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn Sie .Hybridsysteme in Nippon zukaufen.

Welche deutschen Hersteller sollten denn welche japanischen Hybridsysteme zukaufen? Was hätten denn die Käufer der deutschen Fahrzeuge davon?

Jeder deutsche Hersteller ist derzeit mit der 2ten oder 3ten Generation von eigenen Hybridsystemen unterwegs.

VW (GTE) + Audi Hybrid (e-tron)
BMW - Hybrid im 5er, 3er, 2er, 7er (das "e" an der Bezeichnung)
Daimler - Hybrid in der S-Klasse, E-Klasse, C-Klasse (das "e" an der Bezeichnung)
Porsche - Hybrid im Panamera, Cayenne (SE im Kürzel)

Und das sind alles Plug-in Hybridsysteme mit ordentlich elektrischer Leistung (Kraft und gespeicherte Menge) für emissionsfreie Fahrten durch die Städte und Dörfer.

Gruss

Wanderdüne
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 07. September 2015, 21:36
Welche deutschen Hersteller sollten denn welche japanischen Hybridsysteme zukaufen? Was hätten denn die Käufer der deutschen Fahrzeuge davon?

Jeder deutsche Hersteller ist derzeit mit der 2ten oder 3ten Generation von eigenen Hybridsystemen unterwegs.

VW (GTE) + Audi Hybrid (e-tron)
BMW - Hybrid im 5er, 3er, 2er, 7er (das "e" an der Bezeichnung)
Daimler - Hybrid in der S-Klasse, E-Klasse, C-Klasse (das "e" an der Bezeichnung)
Porsche - Hybrid im Panamera, Cayenne (SE im Kürzel)

Und das sind alles Plug-in Hybridsysteme mit ordentlich elektrischer Leistung (Kraft und gespeicherte Menge) für emissionsfreie Fahrten durch die Städte und Dörfer.

Gruss

Wanderdüne

Das sind alles vor allem teure Systeme mit zweifelhaftem Nutzen (überschwerer Vollhybrid mit erweiterter EV Funktion / Möchtegern BEV das unnötigerweise immer einen schweren Verbrennungsmotor mit sich herumschleppt). Wie viele davon werden verkauft? Vom Toyota Aqua wurden alleine im August in Japan 12.390 Stück verkauft. Wer in Deutschland Treibstoffkosten sparen will, legt erstmal 36.900,00 EUR für einen Golf GTE für "emissionsfreie Fahrten durch Städte und Dörfer" hin? Wirklich?

Oder er legt einfach noch etwas drauf und kauft sich einen BMW oder einen Porsche  :-/

Schau nochmal genau hin, ich habe in der obigen Aufstellung keine Lexus, Acura oder Infinitys drin - weil die sich in Japan auch nur Graf Goggs leisten kann.

Ich spreche jetzt von Brot & Butter Autos, die sich ein Normalverdiener auch leisten kann und bei dem der Aufpreis nicht höher ist als der zum Diesel.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 07. September 2015, 22:20
Schau nochmal genau hin, ich habe in der obigen Aufstellung keine Lexus, Acura oder Infinitys drin - weil die sich in Japan auch nur Graf Goggs leisten kann.

Ich spreche jetzt von Brot & Butter Autos, die sich ein Normalverdiener auch leisten kann und bei dem der Aufpreis nicht höher ist als der zum Diesel.

Man kann sich natürlich immer Kriterien heraussuchen, die dann die eigenen Vorstellungen bestärken. Jetzt also Brot & Butter. Von den genannten Fahrzeugen sind unter den ersten 10 der deutschen Zulassungen: der Golf, der Passat, der 3er, die C-Klasse und der A3. Beim 2er bin ich mir nicht sicher. Insofern ist das zumindest in Deutschland Brot & Butter (ok, auch mit Lachs drauf).

Und natürlich ist der Aufpreis für eine 10 kWh Batterie höher als für eine 5-10 mal kleinere. Dementsprechend geringer ist aber auch das Potenzial zur Einsparung. Und ehrlich gesagt ermüdet es langsam, dass dem Plug-in immer das Sparen abgesprochen wird. Das sind nur Vermutungen und Vorurteile. Im Spritmonitor sprechen die reellen Werte beim Golf GTE für sich. Interessiert hier aber keinen, oder?

Gruß

Wanderdüne





Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 07. September 2015, 23:41
Zitat
Im Spritmonitor sprechen die reellen Werte beim Golf GTE für sich.

Naja, der auf Platz 1 schleppt den 150 PS Motor wohl nur zum Abgastest und Ölwechsel. Wird der jemals warm?
Gesamtverbrauch trotz permanentem Eco-Fahrstil: 23,12 kWh/100 km

Was zudem anzuzweifeln ist, weil es nach der Erstbetankung widersprüchliche Angaben zum Benzinverbrauch gibt.
Ein Elektroauto hätte ihm bei seinem Fahrstil einen Verbrauch von höchstens 14 kWh beschert.
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/666868.html

Der zweite: 38,5 kWh/100 km
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/698965.html

Der dritte: 43,1 kWh/100 km
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/696649.html

Der vierte: 53,1 kWh/100 km mit fehlerhaftem Eintrag = 0 Verbrauch
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/695619.html

Der fünfte: 58 kWh nur Sprit,
plus 80 angegebene 80 kWh geladen, die aber nicht in die Rechnung einfließen und mangels km-Stand nicht nachvollzogen werden können.


Ein Prius kostet 10.000 Euro weniger und kommt mit 5,1 Litern, entspricht 44 kWh/100 km aus.
Mich überzeugt Plug-in nicht, wenn es ein stinknormales Verbrennerauto ist, dem ein E-Antrieb hinzugefügt wurde.
Sogenannte Conversionmodelle sind einfach nur für den NEFZ R 101 gemacht. Der Verbraucher legt drauf.

Grüße
Holger


Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 08. September 2015, 00:26
Der zweite: 38,5 kWh/100 km
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/698965.html

Ich weiß nicht, wie Du die Suchfunktion beim Spritmonitor bedienst. Aber der ist bei mir nicht der zweite, sondern auf Platz 10. dann sind also mal locker 10 weit vor dem Prius mit 44kWh. Geht doch.

Und das sich die Kollegen kein Elektrofahrzeug kaufen, dafür kann es viele gute oder auch schlechte Gründe geben. Für viele geht es halt als einziges Fahrzeug der Familie nicht.

Gruß

Wanderdüne
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 08. September 2015, 00:28
Naja, Autos, die nicht mal 10.000 TKM auf der Uhr haben, zählen für mich beim Verbrauch nicht.
Zu oft gibt es bei Spritmonitor Jungs, die mal kurz für eine schöne Statistik die Zähne zusammenbeißen.
Ich musste schon auf 5.000 km runter gehen. Sonst wäre es nur einer gewesen. :-)

Um für den Prius um 6 kWh oder kombiniert 0.5 Liter zu unterbieten 10K€ mehr hinlegen?
Dann noch der größere Fußabdruck bei der Herstellung!

Ich verstehe nicht, dass du nicht verstehst, was diese deutschen Autos sollen.

Ein Outlander ist viel konsequenter umgesetzt. Fast schon ein Elektroauto. Öhem. :-)
Ein Prius mit größerer Batterie wäre auch was anderes als diese Alibi-Conversion-Autos,
die, ich bleibe dabei, nur für die Flottenverbrauchsanrechnung entworfen wurden.
Es ging außerdem natürlich auch darum, einfach ins Regal zu greifen.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 08. September 2015, 00:46
Man könnte um der künstlich geschürten Reichweitenpanik beim Elektroauto zu begegnen auch einen Range Extender installieren. Einen Benziner der so klein wie möglich gehalten ist und dann die permanenten "Ich will aber auch mal weitere Strecken fahren"-Nörgler zufrieden stellt. BMW hat es mit dem i3 bereits getan und die Jungs von Nissan haben etwas in der Pipeline.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: PflegePrius am 08. September 2015, 11:37
Hallo,

Zum Plugin wird ja viel gesagt, mich überzeugt bisher kein Modell. Aber, ein entsprechendes Fqhrprofil und passende Umgebung vorausgesetzt, sicher ein gangbare Weg. Wer häufig innerhalb der Ereichweite bleibt und an Start und Ziel eine Lademöglichkeit hat, für den wären größere Akkus nur teurer Ballast. Wenn er dann ein oder zwei mal im Jahr in den Urlaub fährt, braucht er weder einen Zweitwagen, noch einen Tesla, dank vorhandenem Verbrennen.  Da stört dann auch der relative Mehrverbrauch zum Vollhybriden ohne Stecker nicht.
Bei meinem Profil würde ich überwiegend im Vollhybrid.odus fahren müssen mit leerem Akku da macht es halt keinen Sinn.

Das alle Welt selig machende Vehikel wird es so schnell nicht geben drumherum bin ich froh aus so viele  Konzepten auswählen zu können.

Gruß  Christian
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Knauser am 08. September 2015, 13:02
Ich muss mal eine Frage aus Neugierde los werden. So weit ich bisher gelesen habe, fahren Toyota Vollhybride max. 2 km je Modell mit Strom aus der Batterie elektrisch. Nun sehe ich bei Deutschen Herstellern meistens "Plug-In-Hybride in großen, schweren Autos" Einen normalen Vollhybrid mit größerer elekrischer Reichweite sehe ich nun weder bei Toyota noch bei anderen Herstellern, noch bei Deutschen. Wenn größere Batterie dann Plug-In.

Nun die Frage ist es technisch nicht sinnvoll eine größere Batterie zu verbauen? Sagen wir mit 6 km elektrischer Reichweite. Wird das Auto dadurch zu schwer oder zu teuer? Kann man einen so großen Akku nicht durch Energierückgewinnung laden? Woran liegt es das sich daran nicht Deutsche Hersteller versuchen?

Ich kann mir schon denken, dass es am verschlafenen Entwicklungsstand liegt.
Manchmal bin ich froh darüber, ich mag Deutsches Design bei Autos nämlich nicht.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Lutz am 08. September 2015, 14:13
Schau mal hier:
http://www.automobil-produktion.de/2014/07/co2-flottenemissionen-sinken-immer-langsamer/

Die Deutschen Hersteller haben insgesamt höhere Flottenemissionenund müssen mehr tun, um da runter zu kommen.
"Dank" NEFZ bringt da ein Plug-In mehr. Toyota ist schon rel. weit und hat keine so große Not die Flottenemissionen zu "tunen".

Ich denke etwas zwischen Vollhybrid und Plugin macht keinen Sinn. Der Akku beim PlugIn ist ja nur deshalb so groß, damit die reine elektr. Reichweite für die Stadt passt und man zu Hause an der Steckdose laden kann.
Um einen mittelgroßen Akku zu laden müsste der Motor mehr laufen oder längere Bremsperioden da sein. Hat man das? Gewinnt man soviel Energie, daß sich das Mehrgewicht trotzdem beim Kraftstoffverbrauch rechnet? Ich glaube nicht.

VG,
Lutz
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: manu54 am 08. September 2015, 14:14
Nun die Frage ist es technisch nicht sinnvoll eine größere Batterie zu verbauen? Sagen wir mit 6 km elektrischer Reichweite. Wird das Auto dadurch zu schwer oder zu teuer? Kann man einen so großen Akku nicht durch Energierückgewinnung laden? Woran liegt es das sich daran nicht Deutsche Hersteller versuchen?
also... eigentlich ganz logisch:
a: das Auto wird auf jeden Fall deutlich teurer
b: das Auto wird auf jeden Fall deutlich schwerer

Dadurch, dass das Auto (mit großem Akku) schwerer ist, wird auch entsprechend mehr Energie benötigt um es zu bewegen. Ich hab jetzt keine belastbaren Zahlen, sondern nehme einfach ein 'Schätz-Beispiel'.
Soll die rein elektrische Reichweite verdreifacht werden, so wird man (bei gleichbleibender effektiver Leistung) dazu eventuell die 4-fache Akkukapazität benötigen, da ja auch das zusätzliche Akkugewicht bewegt werden muss. Bis hierher ist jetzt ja noch alles gut. Abgesehen davon, dass der Kleinwagen langsam 'Panzer-Gewicht' bekommt.
Jetzt kommt aber der Punkt "teurer".
Ein Vollhybrid benutzt natürlich auch seinen Verbrenner zum Antrieb. Durch die viel schwereren Akkus muss auch dieser stärker werden, um die selbe effektive Leistung wie das Originalfahrzeug zu erbringen. Und da schlägt die Physik gnadenlos zu:
Mehr Leistung == mehr Spritverbrauch!!
Da der Vollhybrid seinen Akku durch den Verbrenner und Rekuperation auflädt, wird das Verhältnis von 'getankter' Leistung und Spritersparnis immer kleiner, so dass irgendwo der Punkt erreicht wird, wo der Hybrid mit größerem Akku mehr Sprit verbraucht als der mit kleinem Akku. (kann gern mal jemand eine dynamische Formel dazu aufstellen, die diese Zusammenhänge mathematisch beweist. :-P )

Manuela
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Knauser am 08. September 2015, 18:11
Danke für die Antworten. Die meiste Energie wird beim anfahren benötigt und dafür ist die Batterie dimensioniert. Sie werden sich etwas dabei gedacht haben. Sollten die Akkus mal leichter werden ist eventuell auch mehr Reichweite rein elektrisch ohne plug in möglich. Bin gespannt auf die Zukunft.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 08. September 2015, 19:00
Nochmal zur Verdeutlichung: in Europa gilt der NEFZ Testzyklus, nach dem sämtliche Standardverbrenner getestet werden. Für Plug-In-Hybride gilt der R101 Testzyklus Link (http://www.autobild.de/artikel/plug-in-hybridautos-verbrauchswerte-1877754.html).

Aufgabe eines Hybriden ist ja nicht möglichst weit elektrisch zu fahren (das ist Aufgabe eines Elektroautos), sondern eine möglichst große Energieausnutzung des Verbrennungsreibstoffs. Chemische Energie wird in Bewegungsenergie umgewandelt, überschüssige Bewegungsernergie in elektrische Energie und diese wieder in Bewegungsenergie. Ein gut abgestimmtes Hybridsystem nutzt Elektro- und Verbrennungsmotor jeweils in den Situationen, wenn selbige am effektivsten arbeiten können.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 08. September 2015, 21:09
also... eigentlich ganz logisch:
a: das Auto wird auf jeden Fall deutlich teurer
b: das Auto wird auf jeden Fall deutlich schwerer

Dadurch, dass das Auto (mit großem Akku) schwerer ist, wird auch entsprechend mehr Energie benötigt um es zu bewegen.
....

....
Jetzt kommt aber der Punkt "teurer".
Ein Vollhybrid benutzt natürlich auch seinen Verbrenner zum Antrieb. Durch die viel schwereren Akkus muss auch dieser stärker werden, um die selbe effektive Leistung wie das Originalfahrzeug zu erbringen. Und da schlägt die Physik gnadenlos zu:
Mehr Leistung == mehr Spritverbrauch!!

....

Bei dem Wort "deutlich" muss man natürlich mal sagen, was das ungefähr bedeutet. Die Frage war ja, ob man die elektrische Reicheweite von ca. 2 km auf ca. 6 km treiben kann. Nehmen wir einmal an, die Batterie soll von 1 kWh auf dann 4 kWh vergrößert werden. Dann müsste das Fahrzeug bei einer Energiedichte der Batterie von 150 Wh/kg um ca. 20 kg schwerer werden. Finde ich jetzt nicht schrecklich viel.

Wenn dann eine übliche Plug-in Batterie kommt, sind wir bei 12 kWh und bei dann 80 kg mehr. Das ist dann deutlich, wie mit 2. Person besetzt, aber auch mit 50 km idealer Reichweite.

Bei der erbarmungslosen Physik ist folgendes anzumerken. Natürlich benötige ich mehr Leistung um zu beschleunigen, kann diese aber auch mehr aus der größeren Batterie entnehmen. Der Benziner wird in dem Fall nicht größer, sondern der E-Antrieb kräftiger. Hier steigt also nicht der Sprit- sondern der Stromverbrauch. Aufgrund der höheren, beschleunigten Masse habe ich in der Rekuperation dann allerdings auch eine höhere Energiespeicherung und kann aufgrund der großen Batterie und des stärkeren E-Motors auch viel mehr rekuperieren. Auch das ist physikalisch richtig.

Ich bin echt gespannt, was sich durchsetzt, die nächsten Jahre. Plug-ins oder Vollhybride ohne Stecker.

Gespannt wie ein Flitzebogen

Wanderdüne
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Mittelblock am 08. September 2015, 22:41
@Wnderdüne: Was sich durchsetzt, hängt davon ab, welches Land du dabei im Sinn hast:-)

Die großen "Senioren Und Versehrten" Vehikel werden den Stecker bekommen, andere weiter die Effizienz des Antriebs verbessern und die Emissionsanforderungen dadurch einhalten... bin ich mir sicher.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 09. September 2015, 00:52
Genau, was durchgesetzt wird, nicht was sich durchsetzt!
Gegen den R101 und seine gewollten Effekte kann kein noch so klug konzipierter Hybrid antreten. Es sei denn, man hat viele im Programm, wie Toyota.

Es bleibt allerdings die Frage, wie viele R101 Autos die dicken Hersteller benötigen, um die Schadstoffgrenzwerte ihrer Flotte einzuhalten.
Um den teuren und komplizierten Antriebsstang an den Verbraucher zu bringen, muss nämlich quersubventioniert werden.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 09. September 2015, 22:29
Genau, was durchgesetzt wird, nicht was sich durchsetzt!
....
Um den teuren und komplizierten Antriebsstang an den Verbraucher zu bringen, muss nämlich quersubventioniert werden.
Das Thema Durchsetzen am Markt und Subvention trifft wohl insbesondere für die E-Fahrzeuge zu. Wo deren Durchsetzung mit staatlichem Geld gefördert wird, werden diese Fahrzeuge auch gekauft. Die Subventionen in Kalifornien, Niederlande oder Norwegen und auch die Steuerbefreiung bei uns, werden allerdings von allen ehrlichen Steuerzahlern bezahlt. Auch von denen, die gar kein Auto fahren wollen.

Wogegen die Quersubventionierung nur die konventionellen Fahrzeuge des speziellen Herstellers bezahlen und man dort Ausweichmöglichkeiten zu Herstellern hat, die das nicht tun z.B. Toyota ( ;D oder betreiben die etwa Quersubvention beim Mirai, nee, nie).

@Wnderdüne: Was sich durchsetzt, hängt davon ab, welches Land du dabei im Sinn hast:-)

Die großen "Senioren Und Versehrten" Vehikel werden den Stecker bekommen, andere weiter die Effizienz des Antriebs verbessern und die Emissionsanforderungen dadurch einhalten... bin ich mir sicher.

Beim Durchsetzen meine ich "weltweit" und nicht ein spezielles Land.

Bisher ist allerdings der Plug-in nicht speziell für SUVs gemacht. Die meisten SUVs sind eher anders mit Hybrid versorgt (Lexus, Outlander) aber zukünftig wird das sicher so sein. Die Mehrzahl werden aber weiterhin Limousinen und (hoffentlich) Kombis darstellen wie Golf, Passat, S-Klasse, Panamera, 3er, 2er oder C-Klasse.

Gruß

Wanderdüne





Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 09. September 2015, 23:25
Ist der Outlander kein Plug-in Hybrid?

Ich bin selber gegen Subventionen. Aber wenn du es so willst, dann zahlen die Aktioniäre oder halt die Normalauto-Käufer die Quersubventionen, um die teure Technik zum attraktiven Preis anzubieten. Was ja noch gar nicht der Fall ist. Mit dieser Maßnahme rechne ich erst, wenn die Flottenverbrauchswerte nicht erreicht zu werden drohen und R 101 Autos in den Markt gedrückt werden sollen.

Obrigens bleibt der Zyklus R101 plus Anrechnung mit Hebelfunktion vom kommenden WLTP-Verbrauchszyklus unberührt.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Wanderdüne am 10. September 2015, 00:03
Ist der Outlander kein Plug-in Hybrid?

Die Antwort gibt:

Ein Outlander ist viel konsequenter umgesetzt. Fast schon ein Elektroauto. Öhem. :-)

 ;D  ;D  ;D
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: e-motion am 10. September 2015, 00:31
:-)

2,0-Liter-Benzinmotor mit 89 kW (121 PS) - Müffelfaktor

Müffelpotenzial stuft ihn klar als PHEV ein, aber wenigstens nicht so ein doofes PHV.
PHV sind normale Autos, die mit E-Krücke bestückt werden, parallele Hybride mit EV-Modus.
Der Outlander ist bis auf einen kleinen süßen Restmodus ein serieller Hybrid. Er fährt quasi ausschließlich mit seinen Elektromotoren.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 10. September 2015, 01:04
Bezüglich Subventionen - warum ist in Deutschland Dieselkraftstoff billiger als Benzin? Warum wird aufs Co2 geschaut, aber nicht auf Partikelausstoß und NoX? Warum werden Motoren nach Hubraum besteuert, unabhängig davon wie viel Treibstoff sie tatsächlich verbrauchen? Alles staatliche Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Industrie.

In Japan ist das auch so (Steuererleichterungen auf Hybride und Kei Cars, Unterstützung beim Kauf von BEVs und FCEVs), allerdings profitieren dann auch alle von geringerer Schadstoffbelastung. Der Aufpreis vom Normalverbrenner zum Microhybrid (den Bosch & Co mit 48V System für 2017 angekündigt haben) beträgt bei Suzuki 1800,00 EUR. Anbei eine Info zum Hybridanteil bei Honda Japan Link (http://www.honda.co.jp/hybrid/)
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: Knauser am 11. September 2015, 10:10
Warum das Auto der Zukunft das Aus für VW, Mercedes und Co. bedeuten könnte [Kommentar]
http://t3n.de/news/auto-der-zukunft-636659/?utm_source=feedburner+t3n+News+12.000er&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+aktuell%2Ffeeds%2Frss+%28t3n+News%29

Ich weiß ich bin böse, wenn ich das sage.
Aber, ich kann mit Autos aus Deutscher Produktion nichts anfangen.
Beschränke mich schon immer auf Kleinwagen und Kompaktklasse. Egal ob der Hersteller Ford aus Köln, Opel, VW aus Wolfsburg, BMW aus Bayern, Mercedes, Audi, auch Seat (wenn auch in Spanien gebaut) heißen. Auch bei Porsche und Premiumklasse geht es mir nicht anders.

Ich bekomme bei egal welchem Modell und das beobachte ich bei mir seit 20 Jahren, einfach einen roten Kopf und Brechreiz, wenn ich das Design anschaue.

Japaner, selbst Koreaner, Franzosen, Engländer machen es einfach schicker.
Da kommt ein ganz neuer auf den Markt nennt sich Tesla und gefällt mir trotz des Preises sofort. Design 1A, Antrieb Elektrisch. Na mehr Zukunft geht wohl kaum.

Bin gespannt wann die Deutschen Hersteller endlich mal etwas für die Umwelt machen.
Und zwar für Leute wie du und ich, bezahlbar. Bisher sehe ich nur Plugin in der Oberklasse oder überteuerte Erdgasfahrzeuge beim Kleinwagen.

Von daher freue ich mich für alle anderen Hersteller. Wenn denn bloß endlich mal die Lobbyarbeit in der Presse und Politik versagen würde. Wenn sich mehr Kunden schlau machen fällt das irgendwann auf.
Titel: Antw.: Wie die deutsche Autoindustrie still und heimlich den Hybridantrieb beerdigt
Beitrag von: KaizenDo am 12. September 2015, 14:12
Ich persönlich finde einen VW up! oder einen VW Sharan ganz gut, mich stören dabei nur die Analog-Dashboards, sowie Turbobenziner und DSG als einzige Automatikoption beim Sharan. Der Ford B-Max hätte mir gefallen, den gibts allerdings auch nur mit Powershift. Sehr gut gefällt mir der neue Mini Cooper (da freut sich meine Frau  :-D  ), aber auch hier wieder einmal Turbobenziner mit Direkteinspritzung. Bei BMW spricht mich der i3 optisch an, leider bin ich zu groß für dieses Auto. Bei Mercedes finde ich die V-Klasse sehr ansprechend, aber Diesel geht schonmal garnicht bei mir. Bei Audi fällt mir jetzt kein konkreter Wagen ein der mir näher gefällt, aber ich finde deren Lichtanlagen und vor allem die LED-Blinker extrem g**l  ;D

Dem Artikel stimme ich in der Hinsicht zu, als dass deutsche OEMs sich über Jahre hinweg und auch noch bis heute über Leistung definieren und vom Nimbus deutscher Qualitätsproduktion profitierten. Problematisch wird es dann, wenn man die verfügbare Leistung auf Grund dichterem Verkehrs oder Geschwindigkeitsbegrenzungen ohnehin nicht nutzen kann und durch Globalisierung als auch durch Sparmaßnahmen der Qualitätsnimbus viel von seinem Wert eingebüßt hat. Bei Themen wie Sparsamkeit, Konnektivität oder Raumausnutzung haben andere mehr zu bieten.

Dass die deutsche Autoindustrie deswegen von Unternehmen wie Google oder Sony mit ihren Autokonzepten überrollt wird glaube ich dagegen nicht. Zum Autobau gehört neben Investitionsgeldern und einer Handvoll Glück auch Fachkenntnis, ein Gespür für Kundenwünsche sowie ein Quentchen Erfahrung. Samsung baut ja auch Autos (mit Renault) - auf dem Weltmarkt merkt man davon nicht viel. Wenn die heimischen Hersteller für die Aufnahme neuer Ideen und Änderungen bzw. Anpassungen bereit sind, ist man auch Fit für die Zukunft. Das wären z.B. CVT Getriebe (wichtig in Asien), Hybridisierung zu vertretbaren Preisen (siehe Japan), Überdenkung des Downsizing & Direkteinspritzungsprinzips (Partikel, NoX), sowie Digitalisierung des Cockpits und verstärkte Konnektivität (wichtig in Asien und Amerika)