Fahrzeuge nach Hersteller => Tesla => Model S (BEV, 2014 - heute) => Thema gestartet von: Wanderdüne am 11. Februar 2015, 09:02
Titel: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 11. Februar 2015, 09:02
Wie wird Tesla und Musk reagieren? Jetzt wird es interessant: nach dem rasenden Aufbau und der steilen andauernden Wertsteigerung an der Börse kommt nun der erste Dämpfer in der Erfolgsgeschichte. Es könnte eine monatelange Durststrecke werden.
Bisher war es allerbestes Segelwetter für Tesla, da konnte auch ein Schönwetterkapitän glänzen - jetzt kommt es gleich richtig stürmisch: der wohl länger niedrige Ölpreis und die Absatzschwäche im größten Markt. Wir werden sehen, wie sich Tesla unter Druck verhält. Der unten vermutete Rauswurf von Personal ist da wohl eher weniger effektiv und zeugt von Hilflosigkeit.
Die Frage ist berechtigt. Hatte ich glatt überlesen :icon_doh: . Wenn der Artikel so recherchiert ist, wie geschrieben und geprüft, muss ich das Thema eigentlich wieder löschen lassen. Fürchte nur, daß etwas dran ist, auch wenn der Autor "GP" der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig ist.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 11. Februar 2015, 13:53
Zum einen ist das Verhältnis zwischen Tesla Motors und China ohnehin nicht besonders gut Artikel: Patente? Könnt ihr behalten! (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Chinesen-wollen-Tesla-nicht-kopieren-article13039936.html)
Zum anderen operiert Elon Musk aktuell nur in der Verlustzone, was sich angeblich auch die nächsten 5 Jahre nicht ändern wird Artikel: Tesla bis 2020 ohne Gewinn (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/tesla-bleibt-noch-bis-2020-ohne-gewinn-a-1012851.html)
Unternehmen wie z.B. Honda fahren in Europa auch seit Jahren nur noch Verluste ein, können das aber durch satte Gewinne in Nordamerika und dem Heimatland Japan wieder wett machen. Da Tesla ein US Unternehmen ist, herrscht dort auch eine kapitalistische Investitionsstruktur vor, und diese Leute wollen in erster Linie ja Gewinne erzielen.
Bleiben wir zum Abschluss noch bei den Investoren und Partnern. Toyota hat sich zwischenzeitlich von einem Teil seiner Tesla Anteile getrennt, ein anderer Teil wird noch gehalten. Die Kooperation mit Panasonic läuft noch weiter und da hat man mit Sicherheit einen verlässlichen Partner mit hohen Qualitätsansprüchen. Daimler hat seine gesamten Anteile an Tesla wieder abgestoßen - interessanterweise wurde davon ein guter Teil an Abar Investment PJSC verkauft. Dieser Investment Fonds wird von der International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi kontrolliert. Soviel mal zum Thema "Akkus befreien uns vom Einfluss der Erdöllobby" Link (http://en.wikipedia.org/wiki/Tesla_Motors#Daimler_AG)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 12. Februar 2015, 14:56
Sehe ich nicht so kritisch. Ein zeitweises Minus ist kein Problem, wenn die Investitionen in Sachwerte hoch sind, sondern ganz normal. 5 Jahre Vorlauf sind auch normal. Nur einzelne Länder wie China oder die Rückleuchte Deutschland herauszupicken bringt zudem wenig. Hier ist mal ein Gesamtüberblick über alle E-Fahrzeuge in Europa: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/e-auto-neuzulassungen-in-europa-2014-wer-gibt-in-europa-richtig-strom-769381.html und hier Tesla-Spezifisch vielleicht etwas genauer: http://boerse.ard.de/aktien/tesla-ausgetraeumt-jetzt-geht-es-um-die-masse100.html http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Tesla-Aktie-vier-Prozent-im-Minus-Absatzziel-im-Quartal-deutlich-verfehlt-1000493354 http://www.iwr.de/news.php?id=28189
Auch interessant: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Orkan-Elon-liefert-Windstromrekord-article14306256.html http://www.dw.de/norwegen-soll-deutschen-strom-speichern/a-18248236
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 12. Februar 2015, 16:00
Auch wenn ich mir vorkomme wie der Klatschkolumnist von GALA oder Ähnlichem - jetzt habe ich angefangen und muss da durch.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 12. Februar 2015, 16:33
Scheinbar veröffentlicht Tesla keine Absatzzahlen, was bei dem relativ kleinem Marktsegment im 100,000 Euro-Bereich auch nicht verwundert. Hier ist eine frühere Absatzprognose: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/277932/umfrage/automobil-absatz-von-tesla/ "35.000 Fahrzeuge" und tatsächlich erreicht wurden wohl nur http://www.boerse-online.de/nachrichten/zertifikate/Tesla-Aktie-Auf-den-Absturz-setzen-1000472676 "geschätzt 33.000", vielleicht auch nur 32.000. Im Vorjahr 22.500 http://www.autozeitung.de/auto-news/tesla-model-s-verkaufszahlen-2013-aktienkurs-absatz-bilanz# Also lediglich +47% statt +55,6%.
Das die Prognose nicht erreicht wurde, dürfte am gefallenen Ölpreis gelegen haben und mit steigenden Stückzahlen muss man normalerweise auch die Preise senken, um den Markt dafür aufnahmenfähiger zu machen, was Tesla scheinbar nur begrenzt getan hat. Wundert mich eigentlich, die Batterien sollen ja erheblich billiger geworden sein und machen beim Tesla einen erheblichen Anteil an den gesamten Produktionskosten aus. Logischerweise wurde die Prognose verfehlt. Na und, das überleben die.
Mit dem fallenden Ölpreis und warum sonst auch immer ist der Absatz bei der Mercedes S-Klasse um +82,2% gestiegen: http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_Verkaufszahlen-2014-BMW-belegt-ersten-Platz-der-deutschen-Premiumhersteller_id_36257 . Was bedeutet, die Produktionskapazitäten können im Jahr vorher kaum ausgelastet gewesen sein. Dieses relativ kleine Marktsegment hat einfach enorme Schwankungen und macht Prognosen eben unsicher. Zieht der Ölpreis wieder an, dürfte sich das Rad wieder schneller vorwärts drehen.
Wen ich hier mal ganz nüchtern die Preise vergleiche: http://www.adac.de/infotestrat/fahrzeugkauf-und-verkauf/neuwagenberater/autokatalog/modelle.aspx?baureihe=S-Klasse+ http://www.adac.de/infotestrat/tests/auto-test/detail.aspx?IDTest=5022
scheint mir das T durchaus konkurenzfähig. Hier ein guter Test: http://www.motor-talk.de/news/zehn-punkte-gegen-tesla-und-ein-gewaltiger-dafuer-t5203132.html , Detailschwächen gibt es schon, aber im Grundsatz scheint das Paket zu stimmen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 12. Februar 2015, 17:52
... Wundert mich eigentlich, die Batterien sollen ja erheblich billiger geworden sein und machen beim Tesla einen erheblichen Anteil an den gesamten Produktionskosten aus. Logischerweise wurde die Prognose verfehlt. Na und, das überleben die. ...
Die Herstellkosten im Vergleich zum Umsatz sind wirklich nicht so schlecht. Deckungsbeitrag bei ca. 28%. Allerdings sind die Entwicklungs- und Verwaltungskosten mit insgesamt 31% (da ist dann wohl auch der SuC-Aufbau als Vertriebskosten drin) hoch und frisst alles auf. Der Verlust liegt mit -9% vom Umsatz und absolut bezogen auf die Fahrzeuge ziemlich hoch! Das sind immerhin 9.200 USD pro Fahrzeug (nur mal zum Vergleich: Opel/Vauxhall machte 2014 fast 5-mal soviel Verlust wie Tesla - allerdings mit ca. 1 Million verkauften Fahrzeugen, das sind 140 USD pro Fahrzeug).
Mit dem fallenden Ölpreis und warum sonst auch immer ist der Absatz bei der Mercedes S-Klasse um +82,2% gestiegen:
Von der S-Klasse wurden weltweit über 100.000 Fahrzeuge verkauft. D.h. allein der Zuwachs um die 82% oder 45.000 Fahrzeuge ist grösser als die gesamte TESLA Produktion - nur so als Relation. Und der Ölpreis ist erst seit Sommer am sinken. Ich denke, es gibt einfach immer mehr Reiche (Stichwort Schere arm und reich) und die S-Klasse ist ein tolles Auto, wenn man das Geld und den Fahrer hat ;D.
Tesla braucht unbedingt den Erfolg im Verkauf, da die fundamentalen Wirtschaftsdaten im operativen Geschäft eher kritisch aussehen. Wenn es zu Verkaufseinbrüchen kommt, kann die Börsenblase platzen.
Wo ist eigentlich die Investition in die Gigafactory? Die scheint in ein eigenständiges Unternehmen ausgelagert zu sein, oder?
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 12. Februar 2015, 18:35
Von der S-Klasse wurden weltweit über 100.000 Fahrzeuge verkauft. D.h. allein der Zuwachs um die 82% oder 45.000 Fahrzeuge ist grösser als die gesamte TESLA Produktion - nur so als Relation.
Hier noch ein bischen mehr Relation: http://www.grueneautos.com/2013/08/elektroauto-tesla-model-s-ist-die-meistverkaufte-luxuslimousine-in-den-usa/
Ohne die Bilanz oben zu durchschauen und es ist ja auch durchaus glaubwürdig, dass sich Tesla etwas zu viel gleichzeitig vorgenommen haben könnte, jedenfalls bauen sie: https://www.youtube.com/watch?v=1z390E4u66I Und es ist nunmal so, vor dem Return kommt der Invest. Zugriff auf die Börse haben sie ja, wie andere Großkonzerne, für die das Leben so recht bequem ist.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 13. Februar 2015, 11:49
Hier noch ein bischen mehr Relation: http://www.grueneautos.com/2013/08/elektroauto-tesla-model-s-ist-die-meistverkaufte-luxuslimousine-in-den-usa/
Das ist schon 1,5 Jahre alt.
Hier noch ein lustiger Artikel über das Glaskugel-guck-spiel mit den monatlichen Zulassungen von Tesla in den USA. Da ist wirklich viel Börsengeschwätz und Wunschdenken dabei.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 13. Februar 2015, 18:14
Mir war durchaus bewusst, dass die Zahlen 1,5 Jahre alt sind, ich wollte damit deutlich machen, wie stark sie schwanken. Bei Tesla steht die Einführung neuer Modelle bevor, dass die Bestellungen für die alten vorher zurückgehen ist normal, und der Winter zum Sportwagen-Verkauf ohnehin nicht die günstigste Zeit.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: happyyaris am 13. Februar 2015, 20:36
Bei Tesla steht die Einführung neuer Modelle bevor, dass die Bestellungen für die alten vorher zurückgehen ist normal, und der Winter zum Sportwagen-Verkauf ohnehin nicht die günstigste Zeit.
Neue Modelle? Worauf warten denn die potentiellen Kunden? Ich dachte den 85D und P85D kann man jetzt bestellen. Da müssten die Kunden doch Tesla die Bude einrennen, oder? Oder mögen die Kunden kein Model S mehr und wollen das Model X?
Warum Tesla wegen des Winters Probleme haben sollte, verstehe ich nicht. Tesla hat derzeit doch keinen Sportwagen mehr im Angebot, sondern nur das Model S, welches Tesla selbst als siebensitzige Limousine im Coupé-Look bezeichnet. Den sollte man sogar im Winter kaufen können, da winterfest. Den Sportwagen, also den Roadster kann man bei Tesla nicht mehr bestellen.
Die Aktionärsberichte von Tesla finde ich seltsam. Da ist mehr Wunschdenken von Elon Musk drin als Darstellung von Fakten. Elon Musk ist ein Visionär, der m.E. wohl Steve Jobs hinterhereifert. Das muss aber nicht ewig so gut gehen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 14. Februar 2015, 00:00
OK, Modell S ist kein Sportwagen. Es beschleunigt trotzdem in 3,2...5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, ähnlich schell wie ein Porsche, und der ist ein Sportwagen. Also kann man es zumindest auch als Sportwagen-Konkurenz ansehen.
Zu neue Modelle siehe http://teslamag.de/news/nach-modellpflege-model-s-besitzer-1653 und http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Connected-Car-Tesla-Model-X-Erste-Prototypen-auf-Testfahrt-gesichtet-11426584.html
Ein neues Modell schon bestellen zu können muss nicht bedeuten, dass es auch sofort in den bestellten Stückzahlen geliefert werden kann. Meist gibt es nach dem Produktionsstart wegen unrealistischer Planung und unzureichender oder ignorierter Vorserientests Verzögerungen und Probleme, die vom Hersteller liebend gerne unter der Decke gehalten werden.
Ist bei Mercedes oder BMW nicht anders, siehe http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/daimler-ein-wundermotor-der-zur-katastrophe-wurde-11875022.html und http://teslamag.de/news/grossbritannien-erste-auslieferungen-model-s-1953 + http://teslamag.de/news/norwegen-tesla-motors-antriebseinheiten-model-1956 . Welche Strategie ist besser: Die Kisten schnellstmöglich termintreu und ab Werk kaputt verkaufen oder ihre die Auslieferung um mehrere Monate hinauszuzögern und auch zu verteuern, um die Qualität zu sichern?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Tekpoint am 14. Februar 2015, 09:05
Ich sehe Tesla Motors nicht in der Krise, man muss mal sehen was Einnahmequellen sind und was Ausgabequellen sind das WELTWEIT.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 14. Februar 2015, 11:52
Bei TESLA sind nur erste Anzeichen für Risiken zu entdecken. Der Verkauf ist kein Selbstläufer mehr und die Produktion von 100 Stck. täglich eines Fahrzeugs auf 1000 Stck. täglich mit 3 Fahrzeugen und x Varianten zu steigern, ist nicht nur einfach eine Verzehnfachung sondern ein vollkommen anderes Geschäft.
TESLA ist derzeit an der Börse so viel Wert wie Renault. Renault hat 20 Fabriken weltweit, mehrere Marken und hält Beteiligung an Nissan. Verkauft selbst über 2 Millionen Fahrzeuge weltweit. Das ist doch ziemlich hirnrissig - und genau das Geschäft, dass Herr Musk beherrscht. Das Geschäft mit der Gier. Wenn man TESLAs Modellpolitik unter dem Blickwinkel des Börsenkurses anschaut, kann man mutmaßen, dass die Steigerung des Börsenwertes das eigentliche Ziel von TESLA ist. Ankündigungen, Prototypen, der geheimnisvolle Umgang mit Verkaufszahlen, die Gigafactory usw. , all das ist in eine Strategie eingebunden, die eine Überbewertung an der Börse fördert und damit starke Risiken eingeht. Vielleicht geht es aber auch nicht anders, wenn man in akzeptabler Zeit einen neuen Automobilhersteller aufbauen will.
Nicht falsch verstehen, die Fahrzeuge und das technische Konzept sind super! Und für einen Erstling ziemlich perfekt. Nur die Risiken sind hoch. Wenn sich die Börse abwendet und der Wert in den Keller fällt, steht sicher schon jemand zur Übernahme bereit. Eine Verkaufsflaute wegen Ölpreis und auf dem chinesischen Markt oder auch neue, technisch vergleichbare Fahrzeuge könnten hier zusammenkommen.
Es bleibt spannend!
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Tekpoint am 14. Februar 2015, 12:13
Ich verstehe nichts falsch da ;)
Risiko gibt es bei allem und jedem was man oder andre machen ;)
Nur muss man schauen wie sieht der Markt an sich aus? Wo investiert das kleine Unternehmen den überall und in was? Wie lange gibt es den und was sind bis her "nur" die Einnahmequellen? Wenn ich jetzt VW oder nehmen wir Renault was du angesprochen hast ist das doch ein Positive Bilanz.
Besser machen kann man es auch immer wieder, aber man steckt ja auch nicht drin in der Firma und kann von Außen her eh immer Klug sprechen. Kann auch sein das ich ja falsche Ansichten auch gerade habe.
Ich denken Telsa macht es richtig. Ich hätte nur erwartet das mehr der Fokus auf das Model X mal gelegt wird (bei den Vorbestellungen schon), den das hat sich sehr verzögert bis der auf den Markt kommt :/ Hoffe das bei den Model 3 nicht der Fall wird dann sein.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 14. Februar 2015, 13:52
Ich sehe das so: Die meisten Autohersteller sind zu sehr Dinosaurier und konsumieren als Lohn für ihre interne Unbeweglichkeit zu hohe Gehälter, um diese Wende hinzubekommen. 2500 ... 8.200 € Boni pro Mitarbeiter und die Endkunden mit dem Murks im Regen stehen lassen? Freiwillig bewegen die sich nicht von ihren Verbrennern weg, selbst wenn Tesla ihnen seine Patente geschenkt hat. Das Modell X kann erst auf den Markt kommen, wenn die GigaFactory fertig ist und die Batterien in Großserie um 30% preisgünstiger als bisher produziert. Der Grund ist einfach, wie es Tesla angibt: Das Modell X soll zwar etwas kleiner ausfallen und immerhin 50 % weniger kosten, benötigt aber aus physikalischen Gründen immernoch 80% der Batteriekapazität des teuren Modell S, um eine weiterin adäquate Reichweite sicherzustellen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 14. Februar 2015, 17:55
Ich glaube wir können getrost davon ausgehen, dass die (konventionellen) Autohersteller sehr genau in ihre Marktforschung und Verkaufszahlen schauen. Die bauen Hausfrauenpanzer und Pampersbomber, denn die verkaufen sich wie warme Semmeln. Und wenn die Kundschaft ein kleines, sparsames, Elektroauto wollte, dann gäbe es das schon. Bzw. zum Teil gibt's die ja, die kauft nur (fast) keiner. Für mich schaut es auch so aus, als ob der Wettbewerb bei den Autoherstellern ganz gut funktioniert und durchaus die Nachfrage das Angebot bestimmt.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 14. Februar 2015, 18:59
Ein E-Fahrzeug ohne Aufpreis geht im Normalverbraucher-Segment momentan noch nicht, wegen der bei hoher Reichweite zu hohen Kosten für die Batterien (um 15.000 Euro), die bei einem verkleinerten Fahrzeug nicht wesentlich sinken, weil das das zu transportierende Personen-Gewicht sowie der Platzbedarf und damit Luftwiderstand doch etwa gleich bleiben. Das klappt deshalb momentan ökonomisch nur bei Nobelkarossen, bei denen die Entwicklungskosten neben den Herstellungskosten eine besonders große Rolle spielen. Deshalb ist der Tesla in diesem Segment recht erfolgreich, denn bei der Entwicklung und den Werkstattkosten lässt sich eine Menge Aufwand sparen: 4...12-Zylinder-Motor, Einspritzpumpe, Ölpumpe, Lichtmaschine, Tank, Kühler, Kupplung, Getriebe, Differential, Abgasanlage, Katalysator/Partkelfilter ... braucht man alles nicht mehr.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Princo am 15. Februar 2015, 07:55
"Der Traum vom reinen E-Fahrzeug" ?! Das ist kein Traum und heißt Renault Twizy. Die Manager von Renault haben es aber nicht Ernst gemeint und ein völlig dämliches Batteriekonzept entwickelt "Die Spinnen die Gallier!". Warum? Ich hätte mir schon längst einen Twizy gekauft, wenn ich nicht jeden Monat "Gebühren" für "Nichts" bezahlen müsste. Der Twizy würde genau das tun, wozu ich Momentan den Stadtbus nutzte: Fahren in der Stadt ...
Was macht dieser Musk? Der baut einen Sportwagen?! Natürlich fahre ich mit einem Sportwagen in der Stadt spazieren. Nur mal so: Was hat Henry Ford gemacht? Der hat ein Auto für die "Massen" gebaut und nicht für ein paar betuchte Zeitgenossen. Was Musk macht ist Murks!
Das Batterieauto ist ein Konzept für die Städte. Es sollte eine Reichweite von 80km haben, zwei Personen plus "normale" Einkäufe transportieren können, muss nicht schneller als 80km/h fahren und sollte nicht größer als ein Smart sein. Darüber hinaus sollte dieses nicht teurer sein als ein vergleichbarer Kleinwagen, so um die 12T€.
Zukunft: Spezielle Autozüge transportieren die Batterieautos zwischen den Großstädten hin und her. Zwischen den kleineren Städten würde ich spezielle Autotransporter pendeln lassen ... Nutzen der aktuellen Ressourcen, Veränderung der Infrastrukturen, "Quer" denken!
Meiner Ansicht nach ist das Batterieauto ein viel größeres Konzept, als es die derzeitigen Kleingeister - neudeutsch Manager genannt - überhaupt denken können. Wer der Ansicht ist das es ausreicht einen VW Golf mit einem Elektromotor aus zu statten, der hat nicht verstanden worum es überhaupt geht: Was wir brauchen ist ein vollkommen neues, Verkehrstechnisch "integrales" Konzept, welches sich an den technischen Möglichkeiten eines Batterieantriebs orientiert und nicht an den Aktienkursen schwerfälliger Großunternehmen, welche von Greisen geführt werden ... Wenn das aktuelle Konzept "Automobil" nicht zu Grabe getragen wird, dann hat das reine Batterieauto keine Zukunft - Leider!
Grüße, Sven
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 15. Februar 2015, 08:02
Das selbst fahrende E-Auto (Taxi?) für die Stadt kommt. Dann muss man es auch nicht mehr von einer Stadt in die andere fahren lassen. Ja, das mit dem Twizzy ist echt blöd, ich hätte mir auch schon längst einen gekauft. Und für die Langstrecke gibt es Bahn, Bus, Flugzeug und von mir aus auch ein Auto mit Verbrenner.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 15. Februar 2015, 20:16
Was wir brauchen ist ein vollkommen neues, Verkehrstechnisch "integrales" Konzept, welches sich an den technischen Möglichkeiten eines Batterieantriebs orientiert und nicht an den Aktienkursen schwerfälliger Großunternehmen, welche von Greisen geführt werden ... Wenn das aktuelle Konzept "Automobil" nicht zu Grabe getragen wird, dann hat das reine Batterieauto keine Zukunft - Leider!
Vom Konzept her einverstanden. Aber so ein Konzept wird nicht gekauft, es wird gewählt. Das Konzept wird Dir weder Volkswagen, noch Toyota oder TESLA oder ein Apple-Car hinbringen. Solange wir hier eine Mutti wählen, die von Verkehr ( ;D ) nun so gar keine Ahnung hat und der Verkehrsminister mit seinem begrenzten Horizont nur seine bayerischen Stammtische (Maut, Autonomes Testgelände Bayern) bedient, wird das nichts.
Die oben genannten Greise haben übrigens jahrtausendelang höchstes Ansehen genossen, ob ihrer Erfahrung und Risikoabwägung: der Ältestenrat. Der heutige Jugendwahn ist nicht unbedingt besser und Volkswagen würde ich ungern in der Hand von z.B. E. Musk sehen - dazu hängen zuviele Arbeitsplätze und Familien dran.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 16. Februar 2015, 13:58
Ich sehe das so: Die meisten Autohersteller sind zu sehr Dinosaurier und konsumieren als Lohn für ihre interne Unbeweglichkeit zu hohe Gehälter, um diese Wende hinzubekommen. 2500 ... 8.200 € Boni pro Mitarbeiter und die Endkunden mit dem Murks im Regen stehen lassen? Freiwillig bewegen die sich nicht von ihren Verbrennern weg, selbst wenn Tesla ihnen seine Patente geschenkt hat. Das Modell X kann erst auf den Markt kommen, wenn die GigaFactory fertig ist und die Batterien in Großserie um 30% preisgünstiger als bisher produziert. Der Grund ist einfach, wie es Tesla angibt: Das Modell X soll zwar etwas kleiner ausfallen und immerhin 50 % weniger kosten, benötigt aber aus physikalischen Gründen immernoch 80% der Batteriekapazität des teuren Modell S, um eine weiterin adäquate Reichweite sicherzustellen.
Du meinst aber das Model III :-)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 16. Februar 2015, 14:20
"Der Traum vom reinen E-Fahrzeug" ?! Das ist kein Traum und heißt Renault Twizy. Die Manager von Renault haben es aber nicht Ernst gemeint und ein völlig dämliches Batteriekonzept entwickelt "Die Spinnen die Gallier!". Warum? Ich hätte mir schon längst einen Twizy gekauft, wenn ich nicht jeden Monat "Gebühren" für "Nichts" bezahlen müsste. Der Twizy würde genau das tun, wozu ich Momentan den Stadtbus nutzte: Fahren in der Stadt ...
.
Wieso gebühren für "nichts"? Du zahlst für die Abnutzung der Batterie und eine Austauschgarantie. Wenn du sie mietest, aber nicht nutzt, dann stimmt dein Nutzungsprofil nicht
Ich selbst habe kein passendes Nutzungsprofil für den Twizy. Heißt aber nicht, dass es das nicht gäbe. Und ja, der Twizy ist ziemlich teuer. Aus meiner Sicht das teuerste Elektroauto überhaupt, wenn man sich Preis-Leistung anschaut.
Zitat
Was macht dieser Musk? Der baut einen Sportwagen?!
Das Model S ist vielleicht eine Sportlimousine. Aber auch ein komfortabler 5-Sitzer, was Sportwagen doch nicht bieten. Schon lange nicht mit wahnsinnig viel Platz für Gepäck, Und bei Bedarf mit 2 zusätzlichen Sitzen für kinderreiche Familen.
Zitat
Natürlich fahre ich mit einem Sportwagen in der Stadt spazieren.
Platte Polemik. Das Model S ist in Verbund mit dem Superchargernetzwerk eine Elektro-Langstreckenlimousine.
Zitat
Nur mal so: Was hat Henry Ford gemacht? Der hat ein Auto für die "Massen" gebaut und nicht für ein paar betuchte Zeitgenossen. Was Musk macht ist Murks!
Fühlst dich wohl ausgegrenzt? Klar. Ein Fünfer BMW oder eine E-Klasse ist Murks, weil ihn sich die Massen nicht leisten können. Also sollten nur Dacias zu verkaufen legtim sein, um von dir dann nicht als Murks bezeichnet zu werden?
Zitat
Das Batterieauto ist ein Konzept für die Städte.
Sagst du. Es gibt welche für die Stadt. Die Mehrzahl taugt zum Pendeln in der Agglomeration, und Teslas taugen auch für Fernreisen.
Zitat
Es sollte eine Reichweite von 80km haben, zwei Personen plus "normale" Einkäufe transportieren können, muss nicht schneller als 80km/h fahren und sollte nicht größer als ein Smart sein. Darüber hinaus sollte dieses nicht teurer sein als ein vergleichbarer Kleinwagen, so um die 12T€.
Also kurz: der e-smart sollte bitte 12.000 Euro kosten. Und sonst sollte es keine elektrisch angetriebenen Alternativen geben, weil du das ja so super gut berurteilen kannst, was Nissan, Renault und Tesla-Fahrer wollen. Es geht hat nichts über persönliche Erfahrung und fundierte Kenntnisse. Ich bin beeindruckt. :-)
Zitat
Meiner Ansicht nach ist das Batterieauto ein viel größeres Konzept, als es die derzeitigen Kleingeister - neudeutsch Manager genannt - überhaupt denken können. Wer der Ansicht ist das es ausreicht einen VW Golf mit einem Elektromotor aus zu statten, der hat nicht verstanden worum es überhaupt geht: Was wir brauchen ist ein vollkommen neues, Verkehrstechnisch "integrales" Konzept, welches sich an den technischen Möglichkeiten eines Batterieantriebs orientiert und nicht an den Aktienkursen schwerfälliger Großunternehmen, welche von Greisen geführt werden ... Wenn das aktuelle Konzept "Automobil" nicht zu Grabe getragen wird, dann hat das reine Batterieauto keine Zukunft - Leider!
Hier kommen wir uns näher. Allerdings ist das auch wieder so eine Maximalforderung, die von vielen Einflussfaktoren bestimmt wird. Erste Schritte sind nun mal mühsam,vor allem vor so viel Skepsis oder Befremdung, und nicht zuletzt wegen fehlender Skaleneffekte anfangs auch teuer oder nicht schnell umsetzbar.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 16. Februar 2015, 14:42
Das Model S ist in Verbund mit dem Superchargernetzwerk eine Elektro-Langstreckenlimousine.
Das Model S ohne nähere Erklärung und Einschränkung als Elektro-Langstreckenlimousine zu bezeichnen, würde ich mit "Wunschdenken" titulieren.
Das Modell S ist erst einmal in der Basis 60 kWh nicht Supercharger-fähig. Diese Funktion ist optional und kostet extra oder man muss die grosse Batterie nehmen. Mit dem Basismodell ohne SuC wird jede Langstrecke aber auch zeitlich extrem "länger" mit Ladezeiten von etlichen Stunden..
Wenn man die Supercharger-Funktion bezahlt hat, muss der "Charge-Punkt" genau an den richtigen Orten sitzen, abhängig vom Startpunkt, und man benötigt 20 - 40 min Zeit zum Laden. Man bedenke nur mal, wie heute die Tankstellendichte ist und wie oft man sich ärgert, weil da wo man sie jetzt braucht, gerade keine ist. Eine Langstreckenlimousine - klassischerweise eine E-Klasse oder auch ein Passat - fährt aber mal so (mit 2 Fahrern ;) ) 1.000km am Stück nach Italien runter.
Der Tesla S ist toll, aber nur für wenige eine Langstreckenlimousine. Innerhalb der Familie der E-Autos natürlich schon.
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 16. Februar 2015, 15:33
Das Model S ohne nähere Erklärung und Einschränkung als Elektro-Langstreckenlimousine zu bezeichnen, würde ich mit "Wunschdenken" titulieren.
Bitte den obigen Kontext nicht übersehen. Das Model S wurde als unsinniges Stadtsportauto hingestellt. Übrigens eine ganz neue Kategorie, nur um seiner Abneigung ausdruck zu verleihen. Not macht halt erfinderisch. :-)
Komisch, dass ich mit dem Model S 60 mehr Langstrecken gefahren bin als zuvor im Prius.
Zitat
Das Modell S ist erst einmal in der Basis 60 kWh nicht Supercharger-fähig. Diese Funktion ist optional und kostet extra oder man muss die grosse Batterie nehmen. Mit dem Basismodell ohne SuC wird jede Langstrecke aber auch zeitlich extrem "länger" mit Ladezeiten von etlichen Stunden..
Und warum nun das Model S 60 hervogehoben wird, das im Vergleich zu den vielen verschiedenen 85er Modellen nur in homöopatischen Dosen verkauft wurde, verstehe mal einer.
Das Model S 60 ohne Supercharger-Option steht also repräsentativ für die Model S? Ehrlich, ist ist echt mühsam.
Zitat
Wenn man die Supercharger-Funktion bezahlt hat, muss der "Charge-Punkt" genau an den richtigen Orten sitzen, abhängig vom Startpunkt,
Inzwischen kaum noch. Klar, es gibt in der Bretagne, in den Südländern und im Osten noch mangelnde Versorgung mit Superchargern. In die Bretagne fahr ich damit nicht, obwohl ich das im Sommer vielleicht gerne würde. Aber das wird doch immer besser, Nordkap bis Rom ist jedenfalls schon mal drin. Wann wurde jemals ein Tankstellennetz schneller aufgebaut? Das wird leider nicht entsprechend honoriert. Die unbetroffene Ungeduld und Ungnade ist unfassbar.
Zudem wird gerne ausgeblendet, dass Elektroautos zusätzlich (ja sogar hauptsächlich) Destination-Charging können. Also z.B über Nacht im Hotel laden. Oder halt zu Hause oder am Arbeitsplatz, während des Strandbesuchs oder dem Einkaufsbummel. Hab ich oft gemacht und mach ich demnächst wieder so. Morgens ist der Tank voll. Nach dem Einkaufen voller. Mach das mal mit nem Verbrenner.
Es ist eine kleinere, aber gerne als völlig überbewerteter Maßstab genannte Zielgruppe bei der es von der Reichweite und Timing nicht passt. Die sind halt draußen. Ich seh das nämlich genau anders herum. Es passt für viele, auch wenn man sich ein bisschen umstellen muss. Dass man sich bei passendem Profil im Vergleich zum Verbrenner positiv umstellen kann, wird immer gerne übersehen.
Ich guck während ich das schreibe auf die App: "Charging Complete"
Zitat
Eine Langstreckenlimousine - klassischerweise eine E-Klasse oder auch ein Passat - fährt aber mal so (mit 2 Fahrern ;) ) 1.000km am Stück nach Italien runter.
Eine Verbrennerlangstreckenlimousine ja. Das ist Status Quo. Den Status Quo aus 100 Jahren Entwicklung erreicht man halt nicht in 2 Jahren.
Zitat
und man benötigt 20 - 40 min Zeit zum Laden.
Menschen, die wie ich schon zuvor mit dem Verbrenner alle 2-3 Stunden eine Pause einlegten, kommen damit aber klar. Es passt halt nicht für Leute mit häufigem Termindruck. Ein E-Auto braucht ein passendes Nutzungsprofil. Ein Langstreckenelektroauto auch.
Aus der Sicht eines praxis-erfahrenen Elektroautofahrers sieht das dann umgekehrt aus. Man braucht für einen Verbrenner ein passendes Profil, um die vielen alltäglichen Vorteile des Elektroautos aufzugeben. Darum gibt es ja auch so gut wie keine Rückkehrer zum Verbrenner. Ich wüsste keinen. Weder aus der Presse, noch aus Foren.
Zitat
Der Tesla S ist toll, aber nur für wenige eine Langstreckenlimousine. Innerhalb der Familie der E-Autos natürlich schon.
Ah, also doch. :-)
Und warum unken die Deutschen so? Weil unser Markt nicht aufgeschlossen ist für Neues. In einem Hybridforum muss ich das nun erklären. Ein Land der Zauderer ist nun mal kein Maßstab den Erfolg neuer Technologie zu messen.
Verkaufszahlenvergleich:
Zitat
In den Vereinigten Staaten war das Model S 2013 die mit Abstand meistverkaufte Luxuslimousine: ungefähr 18.000 Stück gegenüber 13.303 S-Klasse Mercedes, 10.932 7er-BMW, 10.727 Lexus LS, 6.300 Audi A8 und 5.421 Porsche Panamera.[10][11]
Auch in den ersten 4 Monaten des Jahres 2014 knüpfte Tesla an diesen Erfolg an und war mit 8066 verkauften Stück deutlich Marktführer in der Oberklasse vor BMW, Mercedes, Audi und Porsche. [12]
Zitat
Schweiz und Liechtenstein In der Schweiz werden pro Kopf weltweit die meisten Oberklassefahrzeuge verkauft. Es gibt es keine Subventionen für Elektroautos.[19] 2013 wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 213 Tesla Model S neu zugelassen, im gleichen Zeitraum 232 Porsche Panamera, 189 Mercedes-Benz S-Klasse, 163 BMW 7er, 118 Audi A8 und 15 VW Phaeton.[20]
2014 wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 496 Tesla Model S neu zugelassen, im gleichen Zeitraum 678 Mercedes-Benz S-Klasse, 199 Porsche Panamera, 158 Audi A8, 132 BMW 7er und 6 VW Phaeton.[21]
Deutschland ist in der Wahrnehmung ein Premium-Dienstwagen-Land. Mit einer heimischen Industrie, deren Image sich auf diese Kategorie stützt. Musk hatte den deutschen Markt völlig falsch eingeschätzt. Ich musste lachen, als über die Rolle Deutschlands sprach. Der Erfolg oder Misserfolg der Elektromobilität wird aber nicht in Deutschland entschieden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Model_S
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Tekpoint am 16. Februar 2015, 15:44
Wenn man die Supercharger-Funktion bezahlt hat, muss der "Charge-Punkt" genau an den richtigen Orten sitzen, abhängig vom Startpunkt, und man benötigt 20 - 40 min Zeit zum Laden. Man bedenke nur mal, wie heute die Tankstellendichte ist und wie oft man sich ärgert, weil da wo man sie jetzt braucht, gerade keine ist. Eine Langstreckenlimousine - klassischerweise eine E-Klasse oder auch ein Passat - fährt aber mal so (mit 2 Fahrern ;) ) 1.000km am Stück nach Italien runter.
Ich sehe schon dieses Argument wird sich ewig halten ^^ Selbst wenn Elektroautos mit Akkus mal über 2000 KM fahren können.
Also wie viele Autos fahren den schon in Euro 1000 KM an STÜCK durch? Ohne Pause, sprich ohne Pullerpause?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 16. Februar 2015, 16:31
Hallo! Warum die Aufregung? Das Wort "Langstrecke" kam nicht von mir.
Aber wer Langstrecke sagt, muss auch Langstrecke können.
Es ist eine kleinere, aber gerne als völlig überbewerteter Maßstab genannte Zielgruppe bei der es von der Reichweite und Timing nicht passt. Die sind halt draußen.
Ich sehe schon dieses Argument wird sich ewig halten ^^ Selbst wenn Elektroautos mit Akkus mal über 2000 KM fahren können. Also wie viele Autos fahren den schon in EU 1000 KM an STÜCK durch? Ohne Pause, sprich ohne Pullerpause?
Es ist sowieso eine kleine, völlig überbewertete Zielgruppe, die sich einen Tesla S oder eine vergleichbare viersitzige Sport-Langstreckenlimousine leisten können. Das ist aber genau die Zielgruppe von Tesla. Und diese Leute fahren sonst S-Klasse, Audi A8, BMW 7er, BMW 5er, E-Klasse und A6. Und die fahren 800km am Stück und wollen nicht 2 oder 3 mal für 40 min laden oder müssen auch nicht dauernd Pippi. Fahrleistungen dieser Fahrzeuge von mehr als 50.000 km jährlich sind üblich und nichts Besonderes. In einigen Teilen der Welt werden diese Fahrzeuge nur von Profis (sprich Chauffeuren) bewegt. Da wird noch seltener gehalten.
Insoweit: Ja, das Argument trifft auf nur eine kleine Gruppe zu, aber diese ist nun ausgerechnet die Modell S und Supercharger Zielgruppe.
Habe ich nie anders gesehen. Kannst alle meine Beiträge checken. Meine genannten Einschränkungen gelten aber weiter.
Zu den Verkaufszahlen:
Verkaufte Tesla weltweit 2014: ca. 32.000 Stck. (Steigerung ggü. 2013 ca. 70% - aus der Erinnerung) Verkaufte Daimler S-Klassen weltweit: ca. 103.000 Stck. (Steigerung ggü. 2013 ca. 80% - aus der Erinnerung)
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: happyyaris am 17. Februar 2015, 20:26
Es ist sowieso eine kleine, völlig überbewertete Zielgruppe, die sich einen Tesla S oder eine vergleichbare viersitzige Sport-Langstreckenlimousine leisten können.
Die sich dann fürs Eigenheim auch noch eine neue Garage dazu kaufen müssen.
Ich war erstaunt wie breit der Tesla Model S ist. Der ist ja breiter als die S-Klasse. Ich frage mich wie man mit dem Tesla Model S in normalen Garagen oder gar Tiefgaragen parken will. Beim Model X wird es dann auch nicht besser. Wie man da mit den Flügeltüren in einer normalen Garage oder Tiefgarage aussteigen will, ist mir ein Rätsel. Oder soll das Model X auch ohne diese überdimensionierten Flügeltüren angeboten werden?
Ich vermute daher sowieso, dass die meisten Tesla-Fahrer zusätzlich noch ein konventionelles Auto in der eigenen normalen Garage stehen haben, welches dann in DE alltagstauglich ist.
Die Diskussion um Reichweite und Anzahl Supercharger stellt sich daher vermutlich für die meisten Tesla-Fahrer nur beim Wochenendausflug.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 17. Februar 2015, 21:29
Ich vermute daher sowieso, dass die meisten Tesla-Fahrer zusätzlich noch ein konventionelles Auto in der eigenen normalen Garage stehen haben, welches dann in DE alltagstauglich ist.
Da würde ich glatt formulieren: Alle TESLA Fahrer haben zusätzlich noch ein konventionelles oder Hybrid Fahrzeug zur Verfügung. Lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 17. Februar 2015, 23:20
Es ist sowieso eine kleine, völlig überbewertete Zielgruppe, die sich einen Tesla S oder eine vergleichbare viersitzige Sport-Langstreckenlimousine leisten können. Das ist aber genau die Zielgruppe von Tesla. Und diese Leute fahren sonst S-Klasse, Audi A8, BMW 7er, BMW 5er, E-Klasse und A6. Und die fahren 800km am Stück und wollen nicht 2 oder 3 mal für 40 min laden oder müssen auch nicht dauernd Pippi. Fahrleistungen dieser Fahrzeuge von mehr als 50.000 km jährlich sind üblich und nichts Besonderes. In einigen Teilen der Welt werden diese Fahrzeuge nur von Profis (sprich Chauffeuren) bewegt. Da wird noch seltener gehalten.
Schön, dass du das so genau weißt. Ich nämlich nicht. Ich sehe viele reiche Rentner in S-Klassen, aber statistisch sagt das natürlich nichts. Und schau mal ins Tesla Forum. Darauf werde ich nachher noch mal verweisen, wenn ich dem antworte, der lt. Nick mit dem Yaris happy ist, aber so viel vermutet wenn nicht zu wissen glaubt, wie Tesla-Fahrer ticken und welche Probleme sie vermeintlich hätten. :-)
Wir haben hohe und auch höhere als obige Laufleistungen im Tesla-Forum. Ich mit meinen 30K per anno bin auch nicht gerade ein Wenigfahrer.
Zitat
Zu den Verkaufszahlen: Verkaufte Tesla weltweit 2014: ca. 32.000 Stck. (Steigerung ggü. 2013 ca. 70% - aus der Erinnerung) Verkaufte Daimler S-Klassen weltweit: ca. 103.000 Stck. (Steigerung ggü. 2013 ca. 80% - aus der Erinnerung)
Wer ist Daimler und wer ist Tesla? Wer hatte mehr Vorlauf? Angesichts der etablierten und teils treuen Kundschaft Daimlers finde die Tesla-Zahlen beschämend für Daimler. Ist aber nicht wirklich so, weil es andere Gründe gibt.
Viele Tesla-Fahrer sind Aufsteiger - wegen des Elektroantriebs. Teilweise über zwei, drei Fahrzeugklassen, Daher sind die Zahlen im Vergleich zu den S-Klassen höher als sie scheinen. Was den Erfolg des Newcomers Tesla trotzdem nicht schmälert. Das Ziel ist ja nicht, die Luxusklasse anzugreifen, sondern die nachhaltigere Mobilität durch Luxus attraktiver zu machen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 17. Februar 2015, 23:23
Die sich dann fürs Eigenheim auch noch eine neue Garage dazu kaufen müssen.
Ich bin Laternenparker. Ich lade nicht in einer Garage. Denkst du Teslas sind wasserscheu? Man braucht einen Zugang zu Strom, am besten Starkstrom ab 16A. Zielgruppe heißt das Zauberwort.
Zitat
Ich war erstaunt wie breit der Tesla Model S ist. Der ist ja breiter als die S-Klasse. Ich frage mich wie man mit dem Tesla Model S in normalen Garagen oder gar Tiefgaragen parken will. Beim Model X wird es dann auch nicht besser. Wie man da mit den Flügeltüren in einer normalen Garage oder Tiefgarage aussteigen will, ist mir ein Rätsel. Oder soll das Model X auch ohne diese überdimensionierten Flügeltüren angeboten werden?
Wie immer wieder. Es muss passen. Mir passt kein Cabrio. Die Falcon Wing Doors sind nicht meins. Tesla meint ja, dass die auch in flachen Tiefgaragen funktionieren, weil Sensoren das kontrollieren. Wie dann der Einstiegskomfort noch ist, weiß der erste Käufer. Wir haben einen für die Firma vorreserviert. Nicht für mich. Aber unser überdachter Firmenparkplatz erlaubt das und die Halle, in welcher ich manchmal lade, ist das auch kein Problem.
Zitat
Ich vermute daher sowieso, dass die meisten Tesla-Fahrer zusätzlich noch ein konventionelles Auto in der eigenen normalen Garage stehen haben, welches dann in DE alltagstauglich ist.
Ein Tesla ist in DE alltagstauglich. Was für ein Begriff. Jeder hat einen anderen Alltag. Sag mal schämst du dich eigentlich nicht, dieses Auto aus deiner Unerfahrung heraus derart `mit deinen Vermutungen zu diskriminieren?
Zitat
Die Diskussion um Reichweite und Anzahl Supercharger stellt sich daher vermutlich für die meisten Tesla-Fahrer nur beim Wochenendausflug.
Im selben Kontext. Ich qualifiziere das als Gelaber. Guck ins Tesla-Forum, falls es dich wirklich interessiert. Was ich hier aus der Praxis schreibe, interessiert dich ja eh nicht vor deinen Vorurteilen. Meins ist aber auch nur eine Einzelaufnahme, nicht mehr und nicht weniger.
Aber es wird nicht gefragt oder recherchiert, schon gar nicht ausprobiert, sondern ... was ist das? Warum ist es für einen Nicht-Elektroautofahrer so wichtig `zu beurteilen oder zu vermuten, wie Tesla-Fahrer damit klar kommen, wenn er selbst keinen Tesla kaufen will?
****
An alle, die sich offen für Teslas interessieren: Ich lese so viel Skepsis und Ablehnung, die nicht mit den Erfahrungen des Elektroautofahrers vereinbar sind. Da machen sich Verbrennerfahrer für Elektropiloten Sorgen, die diese gar nicht haben, weil es bei ihnen nun mal passt und die ihnen bewusst gewordenen Vorteile der Elektromobilität einfach viel zu überzeugend sind, wenn man sie selber täglich nachvollziehen kann und nicht auf Geschichten aus dem Internet angewiesen ist, um sich ein Bild zu machen.
Um ernsthaft übers Elektroauto zu reden, ist nicht der Worst-case der Ansatz, sondern der Best-case. Die Alternativen sind doch fast schon pervers. Nie zuvor gab es so viele verschiedene Fahrzeugmodelle oder Antriebssysteme zur Wahl. Welch ein Luxus.
Aber warum kritteln diese Unbetroffenen dauernd am Elektroauto rum? Die Foren - ganz vorne bei Motortalk - sprechen Bände darüber, dass sich unglaublich viele Menschen dazu berufen fühlen, das Thema Elektromobilität madig zu machen. `
*****
Und für diejenigen, die es wirklich interessiert, weil die Frage nun mal im Raum steht. Ich bin innerhalb des Jahres mit dem Tesla nur ein einziges Mal mit meinem CX gefahren. Das ist sehr schlecht, denn Oldtimer wollen auch mal bewegt werden. Der CX wurde dann noch mal zum CX-Treffen bewegt, aber nicht von mir, weil ich dort den Tesla präsentiert habe.
Hinzu kommen zwei Spaßfahrten mit der Ente zum Oppenheimer Strand. Auch die will und muss mal bewegt werden.
Schaut euch meinen Spritmonitor an. Zu Prius-Zeiten waren die Oldtimer recht oft im Einsatz. Mit dem Tesla hat man einfach keine Lust mehr mit dem Verbrenner zu fahren, selbst wenn man einen in der Garage hat.
Im Tesla-Forum gibt es durchaus Leute, die einen Verbrenner vorhalten. Das heißt aber nicht, dass ein Tesla Model S nicht alltagstauglich wäre. Ich fahre im Alltag sogar "nur" ein MS60. Mit dem MS85 ist das noch mal eine andere Dimension.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 17. Februar 2015, 23:25
Falsch geklicktes kann man hier nicht löschen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 17. Februar 2015, 23:30
Mir stinkt das jetzt übrigens. Ich nutze die Gelegenheit mich hier jetzt zu verabschieden.
Gruß an alle netten Leute hier, aber ich kriege hier zu oft schlechte Laune.
Cheers Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 18. Februar 2015, 07:57
Mir stinkt das jetzt übrigens. Ich nutze die Gelegenheit mich hier jetzt zu verabschieden.
Das fände ich sehr schade. Wenn du dich so sehr ärgerst, warum ignorierst du nicht einfach manche Aussagen?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 18. Februar 2015, 10:18
Hast ja Recht, Jorin. Ich hatte gestern mal einen Hals.
Ich gehe jetzt ins hiesige Yaris Forum ein paar Ohrstöpsel gegen Motorjaulen empfehlen. :-)
Im Ernst. Wenn ich in Motortalk lese, ist es was anderes als hier. Im Stall der Hybrid- und Elektropiloten ärgere ich mich über undifferenzierte Polemik - aus den eigenen Reihen.
Hier lesen doch Leute mit, die sich über Hybridfahrzeuge oder Elektroautos informieren wollen und erwarten Erfahrungen und kein Gemecker ohne Hand und Fuß.
Ich bin sieben Jahre lang HSD-Toyotas gefahren. Auch die standen unter Vorurteilen und oft im völlig falschen Licht. Aber von außen. Nun habt ihr hier die Elektroautos aufgenommen. Anscheinend will das nicht harmonieren. Ich bleibe aber hier und ich bleibe streitbar.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 18. Februar 2015, 11:11
Ich glaube nicht, dass Fahrer von Elektrofahrzeugen oder du persönlich hier nicht willkommen bist. Ich glaube, hier prallen immer mal wieder zwei Extreme aufeinander.
Da bist eben du. Geschäftsmann, offen für Neues und Unkonventionelles. Bei dir passt ein Twizzy für die Freizeit ebenso wie ein Model S für andere Fahrten. Das nötige Kleingeld ist da, die Infrastruktur hast du dir in gewissem Rahmen selbst geschaffen oder sie passte zufällig von Anfang an. Alles prima, bei dir klappt die Elektromobilität super. Das liegt aber auch daran, weil du keine Probleme damit hattest, dich ein wenig anzupassen.
Und dann gibt es die, die sich nicht anpassen möchten oder nicht können. Und die sehen eben erstmal alle Nachteile. Und beißen sich dran fest, weil sie unflexibel sind - ob gewollt oder weil es eben wegen fehlendem Kleingeld oder mangelndem Einfluss auf die Infrastruktur nicht geht.
Und dann gibt es viele, die liegen irgendwo dazwischen. Und die machen hier immer noch den Hauptanteil aus und die sind froh, ab und zu daran erinnert zu werden, dass Elektromobilität heute schon lebbar ist.
Ich würde es begrüßen, wenn du uns nicht verlässt.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 18. Februar 2015, 14:53
Hast ja Recht, Jorin. Ich hatte gestern mal einen Hals.
Muss auch mal sein (den Hals haben).
Das find ich riesig super, das Du bleibst, denn ohne die Diskussionen zum Tesla aus erster Hand würde hier ein ganz tolles Konzept elektrischer Mobilität ohne gewichtige Stimme sein. Sei versichert, auch andere, nicht so radikale Konzepte haben es schwer im Netz, obwohl das Dir jetzt auch nicht hilft.
Es freut sich
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 18. Februar 2015, 18:03
Hallo Holger,
An dieser Stelle sollte mal etwas Zeit zur Selbstreflexion sein.
Ich bin selbst kein Kind von Traurigkeit und habe in der Vergangenheit schon das ein und andere mal über die Stränge geschlagen. Auch habe ich Verständnis für persönliches Engagement in eine Idee.
Auf der anderen Seite muss man sagen, dass manche Debatten schon sehr erhitzt geführt worden sind - insbesondere wenn es um Brennstoffzellenfahrzeuge ging. Der Tesla S den Du fährst, gehört so viel ich weiss nicht Dir selbst, sondern ist ein Firmenwagen - korrigiere mich wenn ich falsch liege. Über einen Firmenwagen den der Chef bezahlt und der auf dem Firmengelände mit Strom betankt wird kann ich persönlich keinen Stolz ob der PS Zahlen oder der kostenlosen Lademöglichkeit empfinden. Im Gegensatz zu einem Privatkauf habe ich mir dieses Fahrzeug nicht erarbeitet und ein Verbrenner PKW der auf einem Firmengelände abgestellt wird und von einem Mitarbeiter dort betankt wird würde auch sehr bequem sein und micht nichts kosten.
Die Möglichkeit ein solches Fahrzeug zu fahren sollte nicht zu einer Hybris führen, bei der man sich anderen Fahrern überlegen fühlt, diese herabwürdigt und deren Überlegungen ignoriert. Das wiederum gilt dann aber wiederum für jede Art von Fahrzeug und ein zahlreiche Beispiele findet man dann im Motortalk Forum^^
In diesem Sinne, Peace out
Gruß, Sebastian
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Erestor am 18. Februar 2015, 18:27
Fahrzeuge der >50.000€ Klasse sind extrem häufig Firmenwagen, durch die steuerlichen Regeln in der Hinsicht sichert Deutschland den Autoherstellern so ihre Profite ;)
Bei nicht gerade wenigen Unternehmen in höheren Positionen bekommen Personen Firmenwagen, die im Jahr geschäftlich keine 5000km zurücklegen...und jeden Tag weiterhin mit der S-Bahn von Ihrer Stadtwohnung zur Firma fahren :applaus: Einfach weil es für die Firma und den Mitarbeiter finanziell am Ende besser ist als ein Geld Bonus in der selben höhe, die der Firmenwagen in den Jahren kostet.
Zitat
Im Gegensatz zu einem Privatkauf habe ich mir dieses Fahrzeug nicht erarbeitet
Nicht jeder Mitarbeiter hat ein Anrecht auf einen Firmenwagen in einer solchen Preisklasse...solch eine Position muss man sich eben auch erst mal erarbeiten ;) Und zumindest ICH würde mir niemals einen solch teures Auto Privat kaufen, da gibt es noch weitaus sinnvolleres was ich mit den gesparten >30.000€ anfangen könnte.
Und als 2. oder 3. Leben freut sich dann der Gebrauchtwagenkäufer der unbedingt den Luxus Wagen haben möchte, ihn sich aber erst leisten kann wenn er 1-5 Jahre alt ist und nur noch 1/3tel kostet, dass die Reparaturen dadurch aber nicht auch 1/3tel kosten wird allerdings gerne vergessen ;)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 18. Februar 2015, 18:55
Erestor> Das die Steuerpolitik in Deutschland darauf ausgelegt ist hiesigen Firmen ihre Pfründe zu sichern ist kein Geheimnis. Mir ging es auch nicht um diesen Punkt.
Und um dies Vorwegzunehmen, mir ging es auch nicht um die Jahreswagenpolitik, bei der Gebrauchtwagenkäufer durch künstlichen Hype der Automobilblätter zum kauf einer Turbogurke getrieben werden sollen - auf deren Folgekosten sie dann sitzen bleiben.
Mir ging es um Vergleichbarkeit der Lebensumstände und Vergleichbarkeit der Gedankengänge. Wir wissen beide dass bei weitem nicht alle Leute mit Firmenwagen oder einer Position sich durch hohe Leistung oder Intelligenz hervortun. Eine große Anzahl an Leuten in Deutschland leistet viel und bekommt wenn sie Glück haben nur ein kurzes Dankeschön dafür. ;)
Viele der Leute hier im Forum haben ihr Fahrzeug privat gekauft, bezahlen ihren Treibstoff und den Unterhalt selbst und machen sich auch Gedanken über die Zukunft. Weiterhin steckt man in das eigene Auto, dass man sich selbst erarbeitet hat auch mehr Herzblut, schätzt dieses für alle Vorteile die es bietet und kann die Nachteile die es haut auch verzeihen. Das ist die Basis, um die Gedankengänge anderer Fahrer zu verstehen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: happyyaris am 18. Februar 2015, 20:37
Erstmal schön, dass Du bleibst. Es ist gut jemanden hier zu haben, der aus erster Hand die Vor- und Nachteile des Tesla S darstellen kann.
Ich gehe jetzt ins hiesige Yaris Forum ein paar Ohrstöpsel gegen Motorjaulen empfehlen.
Kein Problem. Ich habe nichts gegen Kritik an meinem Yaris HSD. Ganz im Gegenteil. Ich bin der Meinung, man sollte bei einem Auto nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile kennen. Ich finde es schlimm, wenn sich jemand einen Yaris HSD mit falschen Erwartungen kauft und nachher enttäuscht ist.
Der Yaris ist sicherlich ein gutes Stadtauto, aber die Autobahn ist nicht sein Gebiet. Ich hätte mir auch ein E-Auto gekauft, wenn es dieses zum Preis eines Yaris gegeben hätte und dieses auch im tiefsten Winter eine garantierte 150 km Reichweite ohne zu frieren gehabt hätte (das sind meine persönlichen Anforderungen mit Fahrten zur Arbeit und nachmittags bzw. abends den Fahrtendiensten für meine Kinder). So ist es erst mal vor einem Jahr ein neuer Yaris HSD geworden mit dem ich auch Dank dieses Forums zufrieden bin. Gerade weil ich schon vorher die Nachteile gekannt habe. Beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt und es wird hoffentlich ein E-Auto.
Ich mag keine ultimative Lobhudelei, egal für welches Auto oder Produkt.
Im Ernst. Wenn ich in Motortalk lese, ist es was anderes als hier. Im Stall der Hybrid- und Elektropiloten ärgere ich mich über undifferenzierte Polemik - aus den eigenen Reihen.
Hier lesen doch Leute mit, die sich über Hybridfahrzeuge oder Elektroautos informieren wollen und erwarten Erfahrungen und kein Gemecker ohne Hand und Fuß.
Der Thread-Titel ist "Tesla im Krisenmodus?". Also zurück zum Thread-Titel.
Tesla wird es m.E. beim derzeitigen Produktangebot schwer haben, weiter dieses Wachstum beizubehalten. Irgendwann ist das Marksegment gesättigt, Für das Auto gibt es m.E. nur ein kleines Kundensegment, bei dem Tesla mit vielen etablierten Autofirmen und Modellen wie der S-Klasse konkurriert. Korrigiere mich, wenn ich das falsch sehe.
Wie gehst Du denn mit der Größe es Autos um? Evtl. kannst Du ja Fotos vom Parken in Parkhäusern zeigen. Wie machst Du das, wenn Du mit dem Tesla einkaufen willst? Oder meidest Du Tief- und Parkgaragen?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 18. Februar 2015, 23:22
An dieser Stelle sollte mal etwas Zeit zur Selbstreflexion sein.
Ich bin selbst kein Kind von Traurigkeit und habe in der Vergangenheit schon das ein und andere mal über die Stränge geschlagen. Auch habe ich Verständnis für persönliches Engagement in eine Idee.
Auf der anderen Seite muss man sagen, dass manche Debatten schon sehr erhitzt geführt worden sind - insbesondere wenn es um Brennstoffzellenfahrzeuge ging. Der Tesla S den Du fährst, gehört so viel ich weiss nicht Dir selbst, sondern ist ein Firmenwagen - korrigiere mich wenn ich falsch liege. Über einen Firmenwagen den der Chef bezahlt und der auf dem Firmengelände mit Strom betankt wird kann ich persönlich keinen Stolz ob der PS Zahlen oder der kostenlosen Lademöglichkeit empfinden. Im Gegensatz zu einem Privatkauf habe ich mir dieses Fahrzeug nicht erarbeitet und ein Verbrenner PKW der auf einem Firmengelände abgestellt wird und von einem Mitarbeiter dort betankt wird würde auch sehr bequem sein und micht nichts kosten.
Die Möglichkeit ein solches Fahrzeug zu fahren sollte nicht zu einer Hybris führen, bei der man sich anderen Fahrern überlegen fühlt, diese herabwürdigt und deren Überlegungen ignoriert. Das wiederum gilt dann aber wiederum für jede Art von Fahrzeug und ein zahlreiche Beispiele findet man dann im Motortalk Forum^^
In diesem Sinne, Peace out
Gruß, Sebastian
Also Sebastian, das verstehe nun mal einer. Du wirfst mir das Sachen vor und zeigst dabei doch nur, dass du überheblich bist, indem du mich in irgendwelche Klischees einordnest.
Ich werde meine persönlichen Verhältnisse nicht weiter als bisher geschehen Forum darstellen Tust du das? Ich kann dir nur soweit sagen, dass du falsch liegst. Und dich um höflich zu bleiben noch fragen, wie du dazu kommst, mich hier zu klassifizieren. Und wieso sollte ich stolz sein? Ich habe den Tesla nicht konstruiert.
Ich bin auch nicht überheblich, und wenn, dann war ich es im Prius genauso. Ich kann meine Außenwirkung nicht so gut beurteilen wie andere.
Aber wenn es wegen Happy Yaris so rüberkommt. Das war keine Überheblichkeit, sondern eine Zurechtweisung. Und ja, sie drückte meine Verärgerung aus. Mir ist dabei egal, ob da ein Yaris- oder eine Porschefahrer behauptet, ein Tesla sei nicht alltagstauglich, die meisten Tesla-Fahrer führen nur an Wochenendausflügen Supercharger an, was wohl implizieren sollte, dass ein Tesla nicht innerhalb der Woche auf Autobahnen bewegt werden könne.
Wie gesagt, ich gehe auch nicht in den Yaris-HSD Thread und spiele dort den Miesmacher. Bin auch früher nicht zu den Lexus-Freunden gegangen, um ihnen zu erzählen, dass andere Hybride sogar noch einen Kofferraum haben.
Ein wichtiger Unterschied: Ich wusste die Literzahl der Lexus-Kofferräume sogar und und hätte nicht irgendwelche "Überlegungen" in den Raum stellen müssen. Aber sowas mach ich nicht. Auch nicht beim BSZ-Hybrid. Auch da interessieren mich die Fakten. Kann ich was nicht belegen, poste ich nicht.
Ich kritisiere die mangelnde Erfahrung, die mangelne Beweislage für solche vermeintlichen Analysen. Wären es wenigsten negative Fragen gewesen, nicht in den Raum geworfene Behauptungen oder Thesen, dann sähe das doch gleich anders aus. Nein. Elektropiloten werden nicht gefragt, sondern es werden Sachen in die Welt gesetzt, die du hier nun "Überlegungen" nennst, die man entweder weiter ungeprüft stehen lassen müsste oder eben aufbröselt. Von einem Ignorieren solcher Kommentare meinerseits kann nun wirklich nicht die Rede sein.
Wenn ihr hier gerne in die Glaskugel gucken wollt, ist das legitim. Da kann man kaum sachlich bleiben, auch wenn es noch so wissend klingen mag, denn die Zukunft ist nun mal ungewiss. Spekulationen sind das, keine Analysen. Die beziehen sich auf Vergangenes.
Und nochmal: Daran ist aus meiner Sicht überhaupt nichts verkehrt.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: PflegePrius am 18. Februar 2015, 23:23
... Der Tesla S den Du fährst, gehört so viel ich weiss nicht Dir selbst, sondern ist ein Firmenwagen - korrigiere mich wenn ich falsch liege. Über einen Firmenwagen den der Chef bezahlt und der auf dem Firmengelände mit Strom betankt wird kann ich persönlich keinen Stolz ob der PS Zahlen oder der kostenlosen Lademöglichkeit empfinden. Im Gegensatz zu einem Privatkauf habe ich mir dieses Fahrzeug nicht erarbeitet und ein Verbrenner PKW der auf einem Firmengelände abgestellt wird und von einem Mitarbeiter dort betankt wird würde auch sehr bequem sein und micht nichts kosten. ...
Hallo Sebastian,
bitte bleib ein wenig vorsichtig mit Vermutungen. Ich fühle mich zwar nicht angegriffen, aber mein Auris ist auch ein Firmenwagen, naja, von meiner Firma, für die ich auch voll umfänglich hafte, insofern ist Besitzerstolz wohl doch erlaubt, wer sagt, dass es Emotion nicht genau so geht, in ähnlicher Konstellation?
Ansonsten solltest deine Einstellung noch hinterfrage, ob privat geleaste oder finanzierte Autos Besitzerstolz generieren dürfen... sie gehören ebenfalls der Bank.
Ich les seine Beiträge sehr gern, und kenne ihn auch schon aus dem gelben Forum als offen und argumentativ gut unterwegs. Ich lese auch weniger Stolz und Angab aus seinen Posts, sondern, sehe eher einen Schreiber hinter dem Text, der sich globale Gedanken macht, und der sich eben nicht über das Eigentum an einigen Kilo Blech definieren muss,
Gruß Christian
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 18. Februar 2015, 23:52
Ich hätte mir auch ein E-Auto gekauft, wenn es dieses zum Preis eines Yaris gegeben hätte und dieses auch im tiefsten Winter eine garantierte 150 km Reichweite ohne zu frieren gehabt hätte (das sind meine persönlichen Anforderungen mit Fahrten zur Arbeit und nachmittags bzw. abends den Fahrtendiensten für meine Kinder). So ist es erst mal vor einem Jahr ein neuer Yaris HSD geworden mit dem ich auch Dank dieses Forums zufrieden bin. Gerade weil ich schon vorher die Nachteile gekannt habe. Beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt und es wird hoffentlich ein E-Auto.
Ja, aber was hat das mit Tesla zu tun?
Zitat
Ich mag keine ultimative Lobhudelei, egal für welches Auto oder Produkt.
Ultimative Lobhudelei? Findet sie hier statt?
Zitat
Der Thread-Titel ist "Tesla im Krisenmodus?". Also zurück zum Thread-Titel.
Tesla wird es m.E. beim derzeitigen Produktangebot schwer haben, weiter dieses Wachstum beizubehalten. Irgendwann ist das Marksegment gesättigt, Für das Auto gibt es m.E. nur ein kleines Kundensegment, bei dem Tesla mit vielen etablierten Autofirmen und Modellen wie der S-Klasse konkurriert. Korrigiere mich, wenn ich das falsch sehe.
Habe ich schon. Tesla hat alleine ca. 30 Prozent Kundschaft aus dem Prius-Lager. Zumindest in 2014 in den USA. Und hier in Deutschland bin ich auch nicht der Einzige. Beim letzten Treffen waren von 20 Tesla-Fahrern drei zuvor im Prius zufrieden. Hinzu kommen Quereinsteiger aus allen anderen Automarken.
Und eine Ausschnittsbetrachtung. Im Tesla Forum sind unter denjenigen, die ihre Vorgänger gelistet haben, die ehemaligen S-Klasse Fahrer unterrepräsentiert. Ich müsste jetzt noch mal in den Thread gehen. Da waren sehr viele Audis und BMW dabei, natürlich nicht nur, aber auch A8 und 7er, aber eben auch viele Leute mit kleineren Vorgängern: Volvos, Citroëns, Toyotas, Renaults und sogar ein Fiat ist mir in Erinnerung.
Zitat
Wie gehst Du denn mit der Größe es Autos um? Evtl. kannst Du ja Fotos vom Parken in Parkhäusern zeigen. Wie machst Du das, wenn Du mit dem Tesla einkaufen willst? Oder meidest Du Tief- und Parkgaragen?
[/quote]
In Frankreich ja. Das war aber auch schon mit dem Avantime so. Obwohl das ein Franzose war. Das Model S ist eines der breitesten Autos. Breiter als ein Porsche Cayenne. Hier und in Holland hatte ich bisher kein Problem. Halt, doch. Dieses komische Parkhaus in Bad Ems. Reinfahren war total easy. Aber die Ausfahrt hat mir einiges abverlangt. Da fahre ich nicht wieder rein.
Gruß Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 19. Februar 2015, 18:50
Also Sebastian, das verstehe nun mal einer. Du wirfst mir das Sachen vor und zeigst dabei doch nur, dass du überheblich bist, indem du mich in irgendwelche Klischees einordnest.
Ich werde meine persönlichen Verhältnisse nicht weiter als bisher geschehen Forum darstellen Tust du das? Ich kann dir nur soweit sagen, dass du falsch liegst. Und dich um höflich zu bleiben noch fragen, wie du dazu kommst, mich hier zu klassifizieren. Und wieso sollte ich stolz sein? Ich habe den Tesla nicht konstruiert.
Ich bin auch nicht überheblich, und wenn, dann war ich es im Prius genauso. Ich kann meine Außenwirkung nicht so gut beurteilen wie andere.
Aber wenn es wegen Happy Yaris so rüberkommt. Das war keine Überheblichkeit, sondern eine Zurechtweisung. Und ja, sie drückte meine Verärgerung aus. Mir ist dabei egal, ob da ein Yaris- oder eine Porschefahrer behauptet, ein Tesla sei nicht alltagstauglich, die meisten Tesla-Fahrer führen nur an Wochenendausflügen Supercharger an, was wohl implizieren sollte, dass ein Tesla nicht innerhalb der Woche auf Autobahnen bewegt werden könne.
Wie gesagt, ich gehe auch nicht in den Yaris-HSD Thread und spiele dort den Miesmacher. Bin auch früher nicht zu den Lexus-Freunden gegangen, um ihnen zu erzählen, dass andere Hybride sogar noch einen Kofferraum haben.
Ein wichtiger Unterschied: Ich wusste die Literzahl der Lexus-Kofferräume sogar und und hätte nicht irgendwelche "Überlegungen" in den Raum stellen müssen. Aber sowas mach ich nicht. Auch nicht beim BSZ-Hybrid. Auch da interessieren mich die Fakten. Kann ich was nicht belegen, poste ich nicht.
Ich kritisiere die mangelnde Erfahrung, die mangelne Beweislage für solche vermeintlichen Analysen. Wären es wenigsten negative Fragen gewesen, nicht in den Raum geworfene Behauptungen oder Thesen, dann sähe das doch gleich anders aus. Nein. Elektropiloten werden nicht gefragt, sondern es werden Sachen in die Welt gesetzt, die du hier nun "Überlegungen" nennst, die man entweder weiter ungeprüft stehen lassen müsste oder eben aufbröselt. Von einem Ignorieren solcher Kommentare meinerseits kann nun wirklich nicht die Rede sein.
Wenn ihr hier gerne in die Glaskugel gucken wollt, ist das legitim. Da kann man kaum sachlich bleiben, auch wenn es noch so wissend klingen mag, denn die Zukunft ist nun mal ungewiss. Spekulationen sind das, keine Analysen. Die beziehen sich auf Vergangenes.
Und nochmal: Daran ist aus meiner Sicht überhaupt nichts verkehrt.
Grüße Holger
Hallo Holger,
ich habe meine Eindrücke vom Thread Batterie vs Brennstoffzelle (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,2363.60.html) geschildert.
Soweit mir bekannt ist, ist der Tesla S 60 den Du fährst ein Firmenwagen und lädt bei Dir auf der Arbeit. Du hattest Dich in einem Gespräch mit einem anderen Forenteilnehmer selbst als Laternenparker bezeichnet. Meine Verhältnisse kennst Du, die stehen in meinem Fahrzeugprofil. Ich habe mein Auto gebraucht privat gekauft und zahle alle Kosten aus eigener Tasche.
Warum ich explizit auf den Firmenwagen gekommen bin: Du schreibst in mehreren Threads über die Vorteile des Tesla S. Auf Kritiken zur Ladezeit gehst Du zwar ein, belächelst die Verbrennerfahrer dennoch merklich. Selbiges Phänomen taucht bei der Debatte um Brennstoffzellenfahrzeuge auf - da kritisierst Du "alte Gewohnheiten des zum tanken fahrens" und hebst die höhere Leistung des Tesla S 85 Models zum Toyota Mirai hervor. Der Punkt ist, dass Du durch das Laden auf der Arbeit dich von den Notwendigkeiten der Betankung/Lademöglichkeit am Wohnort abgekoppelt bist - Du hast das Problem garnicht. Auch fährst Du nicht das Tesla S 85 bzw. das 85 Performance Modell um den "großen Leistungsunterschied" zum Mirai selbst zu spüren - kritisierst aber, dass andere Forenmitglieder Aussagen ohne Eigenerfahrungen treffen.
Nimm das mal als gut gemeintes Feedback zum Thema Außenwirkung auf. Es geht mir nicht darum einen Streit anzuzetteln, sondern um eine Unterhaltung auf gleichem Level. Wenn ich die einen oder anderen Dinge hart ausdrücke, dann muss ich auch dazu bereit sein von anderen ebenfalls hart ausgedrückte Antworten zu erhalten. Jeder Mensch ist anders, denkt anders und hält andere Dinge für richtig oder falsch. Wenn ich jemandem davon überzeugen möchte, dass eine Sache besser ist, dann versuche ich mich erst in diese Person hineinzuversetzen und zu überlegen ob ich in der gleichen Lage, mit den gleichen Mitteln eine Verbesserung erreichen kann, von der auch diese Person etwas hat.
Gruß, Sebastian :-)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 19. Februar 2015, 19:00
bitte bleib ein wenig vorsichtig mit Vermutungen. Ich fühle mich zwar nicht angegriffen, aber mein Auris ist auch ein Firmenwagen, naja, von meiner Firma, für die ich auch voll umfänglich hafte, insofern ist Besitzerstolz wohl doch erlaubt, wer sagt, dass es Emotion nicht genau so geht, in ähnlicher Konstellation?
Ansonsten solltest deine Einstellung noch hinterfrage, ob privat geleaste oder finanzierte Autos Besitzerstolz generieren dürfen... sie gehören ebenfalls der Bank.
Ich les seine Beiträge sehr gern, und kenne ihn auch schon aus dem gelben Forum als offen und argumentativ gut unterwegs. Ich lese auch weniger Stolz und Angab aus seinen Posts, sondern, sehe eher einen Schreiber hinter dem Text, der sich globale Gedanken macht, und der sich eben nicht über das Eigentum an einigen Kilo Blech definieren muss,
Gruß Christian
Hallo Christian,
ich habe den Firmenwagen aus Holgers Posting im Batterie vs Brennstoffzellenthread herausgelesen. Und wie zu sehen ist, habe ich auch geschrieben dass wenn ich mich irre, gerne korrigiert werden darf. Ich für meinen Teil empfinde nur Eigentümerstolz, wenn mir mein Chef einen Autoschlüssel in die Hand drückt, dann ist es immer noch sein Wagen und nicht meiner. Das kann ja jeder gerne so sehen wie er möchte, aber wenn man anfängt zu vergleichen "Ich fahre einen xyz (als Firmenwagen) und der fährt nur einen Yaris (privat)" dann finde ich das schon bedenklich.
Auf Spitzfindigkeiten brauchen wir uns jetzt nicht verlegen, ich denke Du weisst sehr genau wie ich das meine, oder? ^^
Wie Du e-motion siehst, liegt ganz bei Dir. Ich habe das gelbe Forum vor einiger Zeit aus persönlichen Gründen verlassen und finde es hier angenehmer. Ich habe jetzt meine persönlichen Eindrücke beschrieben, wie seine Postings auf mich wirken - das ist dann eben meine Meinung. :)
Gruß, Sebastian
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 20. Februar 2015, 09:07
... den Firmenwagen aus Holgers Posting im Batterie vs Brennstoffzellenthread herausgelesen. Und wie zu sehen ist, habe ich auch geschrieben dass wenn ich mich irre, gerne korrigiert werden darf. Ich für meinen Teil empfinde nur Eigentümerstolz, wenn mir mein Chef einen Autoschlüssel in die Hand drückt, dann ist es immer noch sein Wagen und nicht meiner. ...
OT: Wir müssen Grenzen der persönlichen Situation respektieren. Niemand sollte genötigt werden, seine spezifische Situation zu erklären oder durch eine Korrektur mehr preiszugeben, als er gewillt ist. Ich bin selbst Dienstwagenfahrer und möchte hier nicht als Nutzer 2ter Klasse behandelt werden, der keinen Stolz auf sein Fahrzeug empfinden darf, ob ich es nun tue oder nicht, und dessen persönliche Erfahrungen nicht zählen.
Jeder von uns ist in einer besonderen Situation - in seiner. Ich erinnere nur an die Anfangssituation mit meinem Diesel-Hybrid und den hitzigen Diskussionen hier. Der Diesel, der eben nie Kurzstrecke, nie in der Stadt und viel Autobahn mit 4 Erwachsenen fährt und deshalb trotz Feinstaubproblem und Stinkerei die richtige Wahl war. Das ist doch aber gerade spannend und anders als in Marken- oder Ein-Fahrzeug-Foren: hier treffen die verschiedenen Lebensprofile und die dazugehörigen Fahrzeuge zusammen: Yaris, E-Klasse, Lexus, Daihatsu, Tesla, Prius, VW usw.
Hoffe auf noch grössere elektrische Vielfalt und hitzigen, sachlichen, respektvollen Umgang - wie üblich hier.
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 20. Februar 2015, 10:29
ich habe meine Eindrücke vom Thread Batterie vs Brennstoffzelle (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,2363.60.html) geschildert.
Soweit mir bekannt ist, ist der Tesla S 60 den Du fährst ein Firmenwagen und lädt bei Dir auf der Arbeit. Du hattest Dich in einem Gespräch mit einem anderen Forenteilnehmer selbst als Laternenparker bezeichnet. Meine Verhältnisse kennst Du, die stehen in meinem Fahrzeugprofil. Ich habe mein Auto gebraucht privat gekauft und zahle alle Kosten aus eigener Tasche.
Ja, Laternenparker. Wohnung 2. Stock. Keine Garage. Aber im Kontext ging es darum, wie man zu Hause Altenativen findet. Z.B. kann man sich eine Garage mieten oder eben mit dem Arbeitgeber verhandeln. Das ist alles schon vorgemacht. Nur halt in der Elektroauto-Szene. Menschen, die sich in der Praxis noch nicht konkret mit der Thematik auseinandersetzen, z.B. in ihrer Firma gar nicht gefragt haben, ob sie eine Steckdose zur Verfügung stellen würde, und andere Schritte gar nicht angehen, können kaum darüber urteilen, wie machbar und nicht machbar das sein würde.
Zitat
Warum ich explizit auf den Firmenwagen gekommen bin: Du schreibst in mehreren Threads über die Vorteile des Tesla S. Auf Kritiken zur Ladezeit gehst Du zwar ein, belächelst die Verbrennerfahrer dennoch merklich.
Das ist Unsinn. Ich habe selber Verbrenner. Ich kritisiere aber Verbrenner. Und das hart. Aber die Hersteller. Auch wir haben Einsatzzwecke, die mit dem Elektroauto noch nicht darstellbar sind. Meine Freunde fahren Verbrenner. Aussagen aus ihrem Kontext herauszuziehen, machst du es dir zu einfach. Zumal es dir gar nicht ansteht und mit der Diskussion um die Antriebstechnik nichts zu tun hat, wer was hat und wer man ist. Dahinter steckt dein eigenes Bedürfnis, welches ich an deiner Stelle mal hinterfragen würde.
Zitat
Selbiges Phänomen taucht bei der Debatte um Brennstoffzellenfahrzeuge auf - da kritisierst Du "alte Gewohnheiten des zum tanken fahrens" und hebst die höhere Leistung des Tesla S 85 Models zum Toyota Mirai hervor.
Ja. Weil sie selbst bei passendem Mobilitätsprofil vorgeschoben werden und als Reflexion auf die Reichweitenangst, die in der Presse und von den Skeptikern vorgeschoben werden.
Die Leistung der Tesla Model ist nun mal viel höher. Wo ist das Problem?
Zitat
Der Punkt ist, dass Du durch das Laden auf der Arbeit dich von den Notwendigkeiten der Betankung/Lademöglichkeit am Wohnort abgekoppelt bist - Du hast das Problem garnicht.
Genau. Und jeder, der eine Lösung sucht und findet, hat das Problem gar nicht. Du hast es jetzt erkannt?
Zitat
Auch fährst Du nicht das Tesla S 85 bzw. das 85 Performance Modell um den "großen Leistungsunterschied" zum Mirai selbst zu spüren - kritisierst aber, dass andere Forenmitglieder Aussagen ohne Eigenerfahrungen treffen.
Naja, ich bin die 380 und 420 PS Versionen mehrfach gefahren. Was du so alles weißt. Selbst das Model S 60 ist doppelt so stark motorisiert. Das sind doch einfach Fakten.
Zitat
Nimm das mal als gut gemeintes Feedback zum Thema Außenwirkung auf.
Oh Danke. Ich werte das aber nur als deine Reflexion. Die ich nach wie vor ziemlich anmaßend finde und vor allem abseits vom Sinn und Zweck unseres Themas
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 20. Februar 2015, 10:40
ich habe den Firmenwagen aus Holgers Posting im Batterie vs Brennstoffzellenthread herausgelesen. Und wie zu sehen ist, habe ich auch geschrieben dass wenn ich mich irre, gerne korrigiert werden darf. Ich für meinen Teil empfinde nur Eigentümerstolz, wenn mir mein Chef einen Autoschlüssel in die Hand drückt, dann ist es immer noch sein Wagen und nicht meiner. Das kann ja jeder gerne so sehen wie er möchte, aber wenn man anfängt zu vergleichen "Ich fahre einen xyz (als Firmenwagen) und der fährt nur einen Yaris (privat)" dann finde ich das schon bedenklich.
Wo steht das Bitte? Das ist wirklich unglaublich. Ich habe bemängelt, dass sich ein Yaris Fahrer berufen fühlt, im Tesla-Thread für miese Stimmung zu sorgen. Er hat übrigens bestätigt, dass er sich kein Model S kaufen will oder das absehbar wäre. Ich hatte das zuvor schon erläutert, dass ich auch nicht in Yaris, Porsche oder Lexus-Threads gehe und dort miese Stimmung mache. Denn auch über diese Autos könnte man rummeckern. Liest du nicht, was ich schreibe?
Was soll dieser Quatsch mit dem Stolz? Ich bin als Geschäftsführer und Inhaber einer GmbH eine öffentliche Person, habe somit kein Problem, das zu öffentlich zu kommunizieren. Ich bin tatsächlich stolz, dass ich als Arbeitgeber den lieben Menschen um mich herum einen sicheren Arbeitsplatz geben kann. Ohne sie wäre unser Unternehmen nichts wert. Stolz kann man doch nur darauf sein, was man selber geschaffen hat. Aber was bitte hat das mit der Elektromobilität zu tun? Wer keinen Stecker findet, aus welchen Gründen auch immer, ist halt raus. Komischerweise sind aber sau viele solche Leute "drin" und diskutieren über die Unmachbarkeit an sich, die dann vermeintlich noch die meisten mitbetreffen soll.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: happyyaris am 20. Februar 2015, 15:29
Wo steht das Bitte? Das ist wirklich unglaublich. Ich habe bemängelt, dass sich ein Yaris Fahrer berufen fühlt, im Tesla-Thread für miese Stimmung zu sorgen. Er hat übrigens bestätigt, dass er sich kein Model S kaufen will oder das absehbar wäre.
Das ist nun wirklich unglaublich: "ein Yaris-Fahrer berufen fühlt"? Welche Standesdünkel zeigst Du denn mit dieser Aussage?
Beim Thread-Titel "Tesla im Krisenmodus" darf nur ein Tesla-Fahrer etwas aussagen? Es dürfen also nur Tesla-Fahrer oder potentielle Tesla-Fahrer darüber diskutieren, warum Tesla evtl. in eine Krise kommt?
Oder lässt Du nur Fahrer bestimmter Fahrzeugklassen zu? Wenn da so ist, dann verabschiede ich mich jetzt aus diesem Forum. Bye!
Es ging nicht darum miese Stimmung zu machen, sondern inhaltlich zum Thread-Titel zu diskutieren.
Ich habe dazu die Vermutung aufgestellt, dass die meisten Tesla-Fahrer noch ein weiteres konventionelles alltagstaugliches Auto haben. Diese Theorie hast Du nicht widerlegt, sondern Dich angegriffen gefühlt. Ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass der Tesla S neben vielen Vorteilen, auch Nachteile hat, wie beispielsweise die große Breite hat. Dies führt dann zusammen mit anderen Nachteilen zu einer kleinen Käuferschicht, was dazu führen kann, dass das Wachstum bei Tesla nicht mehr so stark wie bisher wächst. Aber über Nachteile willst Du anscheinend nicht mit einem Yaris-HSD-Fahrer diskutieren. Das entspricht nicht Deinem Stand.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 20. Februar 2015, 15:47
Ich hätte mir auch ein E-Auto gekauft, wenn es dieses zum Preis eines Yaris gegeben hätte und dieses auch im tiefsten Winter eine garantierte 150 km Reichweite ohne zu frieren gehabt hätte (das sind meine persönlichen Anforderungen mit Fahrten zur Arbeit und nachmittags bzw. abends den Fahrtendiensten für meine Kinder).
Tatsächlich braucht Tesla vermutlich bald ca. 3 Milliarden Dollar von der Börse oder einem Investor, um die GigaFactory fertigzustellen und dabei ist miese Stimmung und das Verkaufen der Tesla-Anteile durch Mercedes-Benz und Toyota nicht unbedingt hilfreich. Tatsächlich hat die Aktie bisher nur eine kleine Delle, vielleicht in der Vergangenheit erst zu langsam und dann zu schnell gestiegen: http://kurse.boerse.ard.de/ard/kurse_einzelkurs_uebersicht.htn?sektion=portrait&i=9408435&seite=aktien&chartzeitraum=50000
Erhöhter Kapitalbedarf löst bei Aktionären immer Bedenken aus, die statt dessen schon vorher die erhöhte Gewinne sehen möchten. Dass die Aktie erst nach 3,5 Jahren zu steigen begann, als der Erfolg von Tesla für die Aktionäre sichtbar wurde, ist der übliche Vorlauf-Zeitraum einer guten Investition. :-)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 20. Februar 2015, 16:42
Zurück zum eigentlichen Thema bitte. Und wenn das nicht klappt, geht mal ne Runde spazieren. Das beruhigt ungemein.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 20. Februar 2015, 17:12
"ein Yaris-Fahrer berufen fühlt"? Welche Standesdünkel zeigst Du denn mit dieser Aussage? Beim Thread-Titel "Tesla im Krisenmodus" darf nur ein Tesla-Fahrer etwas aussagen? Es dürfen also nur Tesla-Fahrer oder potentielle Tesla-Fahrer darüber diskutieren, warum Tesla evtl. in eine Krise kommt?
Oh, ich hatte ja letztens auch mal einen Hals. Ich entschuldige mich dafür, dass es bei dir so ankommen kann. Leider hast du das aus dem Kontext genommen. Ein Lexus oder Porsche Fahrer hat sich noch nicht gemeldet. :-)
Es ging mir doch nur darum, dass die Unbetroffenheit (mit dem Yaris glücklich) nicht davon abhält, negative Stimmung zu machen.
Zitat
Beim Thread-Titel "Tesla im Krisenmodus" darf nur ein Tesla-Fahrer etwas aussagen? Es dürfen also nur Tesla-Fahrer oder potentielle Tesla-Fahrer darüber diskutieren, warum Tesla evtl. in eine Krise kommt? Oder lässt Du nur Fahrer bestimmter Fahrzeugklassen zu?
Ach wo. Es gibt nur wenige Tesla-Fahrer hier. Es handelte sich um die Stimmungsmache abseits vom Topic.
Zitat
Es ging nicht darum miese Stimmung zu machen, sondern inhaltlich zum Thread-Titel zu diskutieren.
[/quote]Ich habe dazu die Vermutung aufgestellt, dass die meisten Tesla-Fahrer noch ein weiteres konventionelles alltagstaugliches Auto haben. Diese Theorie hast Du nicht widerlegt, sondern Dich angegriffen gefühlt. [/quote]
Nein. Ich war nicht angegriffen wegen dem Ersatzfahrzeug, sondern weil du den Tesla als nicht alltagstauglich hinstellst. Es gibt nicht "den Alltag". Ich habe widerlegt, differenziert und sogar z.T. bestätigt. Lies noch mal. Ich meinem Model S selber vertrete das Widerlegen. Ich selber habe keinen Verbrenner gebraucht, seit ich das Model S besitze. Immerhin schon ein ganzes Jahr lang. Wenn in der Firma ein Hybrid steht, heißt das nicht, dass ich problemlos darauf zugreifen könnte. Da haben manche eine falsche Vorstellung. Ich halte mich jedenfalls an die Spielregeln.
Zitat
Ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass der Tesla S neben vielen Vorteilen, auch Nachteile hat, wie beispielsweise die große Breite hat. Dies führt dann zusammen mit anderen Nachteilen zu einer kleinen Käuferschicht, was dazu führen kann, dass das Wachstum bei Tesla nicht mehr so stark wie bisher wächst.
Ja, das mit der Breite stimmt auch und dementsprechend fiel meine Antwort aus, Was willst du mehr?
Zitat
Aber über Nachteile willst Du anscheinend nicht mit einem Yaris-HSD-Fahrer diskutieren. Das entspricht nicht Deinem Stand.
Das ist doch nicht wahr. Ich nehme deine Inhalte, nicht dein Auto.
Zitat
Die sich dann fürs Eigenheim auch noch eine neue Garage dazu kaufen müssen.
Zitat
Ich vermute daher sowieso, dass die meisten Tesla-Fahrer zusätzlich noch ein konventionelles Auto in der eigenen normalen Garage stehen haben, welches dann in DE alltagstauglich ist.
Zitat
Die Diskussion um Reichweite und Anzahl Supercharger stellt sich daher vermutlich für die meisten Tesla-Fahrer nur beim Wochenendausflug.
Zitat
auch im tiefsten Winter eine garantierte 150 km Reichweite ohne zu frieren
Zitat
Ich mag keine ultimative Lobhudelei,
Darum ging es, sonst nichts.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 20. Februar 2015, 17:21
Zurück zum eigentlichen Thema bitte. Und wenn das nicht klappt, geht mal ne Runde spazieren. Das beruhigt ungemein.
Klar Jorin, wobei der Titel auch sehr reißerisch ist. Tesla war 2009 im Krisenmodus. Der inflationäre und völlig übertriebene Gebrauch des Wortes Krise macht es bald unmöglich, echte Krisen anzukündigen. :-) Aber Tesla muss auch das aushalten.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 20. Februar 2015, 20:16
e-motion>
Hallo Holger,
Wie man an der Reaktion von happyyaris sieht, sind in diesem Thread die Emotionen durchaus hochgekocht. Auch scheine ich nicht der einzige zu sein, der Deine Äußerungen als etwas herablassend aufgenommen hat. Lies mal den den Batterie vs Brennstoffzellenthread und diesen hier nochmal in Ruhe und so neutral als möglich durch, vielleicht fällt Dir dann auf was ich meine
1.) Du gehst von Deiner Situation aus und argumentierst über die Vorteile. Dabei verlierst Du aber wiederholt die Lebensumstände anderer Fahrer aus den Augen und würdigst sie herab.
Zum Beispiel schreibst Du
Zitat
...Menschen, die sich in der Praxis noch nicht konkret mit der Thematik auseinandersetzen, z.B. in ihrer Firma gar nicht gefragt haben, ob sie eine Steckdose zur Verfügung stellen würde, und andere Schritte gar nicht angehen, können kaum darüber urteilen, wie machbar und nicht machbar das sein würde...
Kurz darauf schreibst Du dann noch
Zitat
...Ich bin als Geschäftsführer und Inhaber einer GmbH eine öffentliche Person, habe somit kein Problem, das zu öffentlich zu kommunizieren...
. Eine GmbH gründet man nicht einfach so aus dem nichts und als Geschäftsführer musst Du auch keinen Chef fragen ob Du denn bei ihm laden könntest. Ich kann Dir als Arbeitnehmer von Firmen und Vorgesetzten berichten, welche es noch als großes Privileg ihrer Mitarbeiter betrachten, dass diese kostenlos auf dem Firmengelände parken dürfen.
2.) Du gestehst Dir selbst Dinge zu, welche Du anderen nicht zugestehst. Ein Beispiel hat Happyyaris schon aufgeführt, ein weiteres ist Deine Reaktion auf meine Frage
Zitat
Zumal es dir gar nicht ansteht und mit der Diskussion um die Antriebstechnik nichts zu tun hat...
, oder auch das von Dir einstmals genannte "Störfeuer" beim Akkuauto - mit dem Du wiederum beim Brennstoffzellenauto keine Probleme hast.
Ich habe hier selbst schon merhmals über die Stränge geschlagen und möchte Dich in diesem Wissen auch nicht "aburteilen". Was ich möchte ist einfach nur, dass man auf einem Level und in Augenhöhe spricht. Wir sind alle nur Menschen mit ihren Eigenheiten.
In diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Abend :)
Gruß, Sebastian
Wanderdüne> Entschuldige dass ich Dich hier ganz unten adressiere, das ist nicht böse gemeint. Ich wollte mit meiner Antwort an e-motion keine Privatsphärenbohrmaschine ansetzen - mir ging es darum verständlich zu machen, was ich persönlich sehe und dass man versteht warum es auf mich so wirkt.
Wünsche Dir auch noch einen schönen Abend :-)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 20. Februar 2015, 23:29
Zurück zum Thema: der Krisenmodus? war ja deshalb genannt, weil der China Cheffe von Tesla wegen schlechten Verkaufszahlen gegangen wurde. Wir könnten das Thema ja mal ruhen lassen, bis die Verkäufe von Februar bekannt sind. Und dann sollte Model X kommen. Gruss Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Mad55 am 21. Februar 2015, 09:28
Mich stimmt viel bedenklicher, dass Apple Mitarbeiter aus dem Akkubereich bei Tesla abgeworben hat.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 21. Februar 2015, 16:57
Wie ich bei den Priusfreunden schon schrieb, sehe ich da eher Vorteile. Auch wenn die verlorenen Mitarbeiter Tesla sicher weh tun.
Ich spar mir das Neutippen und setze meinen Beitrag einfach noch mal hier rein.
Apple würde Tesla nicht schaden, sondern helfen. Wenn Apple Ja zur Elektromobilität sagt und seine Fangemeinde mit in die E-Mobilität zieht, dann wird auch Tesla davon profitieren. Als Alternative mit einem vergleichbaren Spirit, nämlich ein endogener Elektroautohersteller zu sein, der konsequent und nachhaltig auf dieses Thema setzt und vor allem nicht unter den Kompromissen durch Selbstkanibalisierungsdruck steht, wie die etablierten Autohersteller. Apple hätte die Kraft und die Möglichkeiten, die Störfeuer und Bremsmanöver der etablierten Hersteller zu entblößen. Im Grunde genommen ist dieses aktuelle Gerücht um Apple und E-Auto schon der erste Beitrag, von welchem Tesla durch Apples Bekanntheitsgrad profitiert. Tesla wird in fast jedem Beitrag zum iCar erwähnt. Nicht Mercedes oder VW. Auch der i3 profitiert ein wenig. Aber nur weil er neben den Tesla der einzige ist, der wirklich als konsequentes Elektroauto verstanden wird. Also kein Conversion-Mule ist.
Dass Apple, wenn ihnen ein gutes Auto gelingt, in Stückzahlen langfristig erfolgreicher als Tesla sein könnte, ist für mich keine Frage. Aber ein Auto?
Denn Apple müsste, genau wie Tesla, eine ganze Modellpalette auf den Markt bringen. Die Elektromobilität leidet nämlich u.a. auch darunter, dass für nicht jeden oder zumindest für eine großen Teil der Autofahrer das passende oder gewohnte Konzept zur Verfügung steht. Und auch für Apple wird das jeweils ein paar Jahre dauern, eine neue Modellreihe zu entwickeln und zu lancieren. Tesla hat insofern schon mal 8 Jahre und wie es aussieht 3-4 Modellreihen Vorsprung, wenn Apple 2020 das überhaupt erste eigens entwickelte E-Auto auf den Markt bringen möchte.
Mir fällt es immer noch schwer daran zu glauben, dass Apple das machen wird, was Tesla vorhat. Musk ist begeisterter Autofahrer und weitsichtig zugleich.
Ich denke, dass Apple eher auf selbstfahrende Commuter (also quasi auf den öffentlichen Nahverkehr) setzen wird, auf Autos, die nicht mehr selber bessessen werden, die im Grunde gar nichts mehr mit den Autos zu tun haben werden, die wir noch kennen. Tesla sehe ich da anders positioniert. Apples Konkurrent wäre also eher Google.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Princo am 22. Februar 2015, 07:20
Apple und Autos? Zu erst einmal die Aktie: Diese hatte in den zurück liegenden Monaten eine leichte Seitwärtsbewegung gemacht, was gleich bedeutet ist mit "Verlust" unter den Anal-Lysten ;D Nun die Idee - mehr ist es noch nicht - mit dem iCar und die Aktie geht wieder nach oben - Wer hätte das gedacht!?
Wie denkt (vermutlich) die breite Schicht der Autofahrer: Batterieauto ist toll, jedoch möchte ich auch an einem Stück von Hamburg nach München fahren, ohne dabei mehr als 10 Minuten für das Tanken zu "verschenken" (das ist auch meine Meinung!). Ergo, dass Batterieauto muss ein kombiniertes Konzept sein: Fremd-Transport (z.B. Zug) über längere Strecken (CtC = City to City) mit gleichzeitigen Laden der Antriebsbatterie des Autos. Das alles darf nicht wesentlich teurer werden, sonst ist das Konzept schon im Ansatz gescheitert.
Das Batterieauto selbst, muss ein Kompromiss zwischen Gewicht, Sicherheit, Komfort und Reichweite werden. Aussehen wird es wie ein Prius (der gefällt mir von der Form auch nicht so sehr), wird kleiner und etwas enger. Fährt voraussichtlich nicht schneller als 100km/h ...
Was kauft der gewöhnliche Deutsche? "Super Unnötige Vehikel" = SUV mit fetten Dieselmotoren :applaus:
Zwei Dinge stimmen am Batterieauto nicht: 1) Die Einstellung der meisten Autokäufer, 2) Die lieblosen Konzepte der Politik und Wirtschaft.
Tesla wird nur eine Randnotiz in der Geschichte des Automobilbaus werden. Im wesentlichen verdienen die das Geld mit den Verkauf von Umweltzertifikaten und nicht mit Batterieautos. Das ist kein Konzept, sondern "Murks".
Und Apple? Oh je, wenn die einen BMW i3 bauen, dann kostet der nicht 40T€ sondern 80T€ und wird voraussichtlich viel besser zum Kommunizieren, als zum Fahren geeignet sein. Auf die Farben und die Formgebung darf man dennoch sehr gespannt sein. Drücken wir die Daumen, dass Apple Ernst macht mit dem iCar - dann kommt bestimmt auch irgendwann ein iFly und ein iSpaceship.
Grüße, Sven
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 22. Februar 2015, 16:11
Tesla ist nicht pofitabel, weil sie eine Mamutaufgabe angehen, die ihresgleichen sucht. Nach der Entwicklung des erfolgreichen Model S, sind sie nun an der Entwicklung zwei weiterer Modelle. Sie bauen ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz auf und ein Betankungsnetz noch dazu. Es gibt anscheinend nicht nur noch Investoren und Manager, die auf Quartalsergebnisse schauen, sondern auch langfristige Projekt angehen und unterstützen. "Die Märkte", wie das immer so schön in der Tagesschau vermittelt wird, werden mir jedenfalls zu sehr als heilige Kuh hingestellt.
Die Zertifikate helfen natürlich, das alles zu stemmen. Aber ist es aus deiner Sicht nicht für einen guten Zweck?
Selbst fett gefressene etablierte Autohersteller rufen nach Subventionen, wenn sie eine Wasserstofftankstellen-Infrastrukur wollen, auch für Elektroautos betteln sie beim Steuerzahler, egal Autofahrer oder Fußgänger: "Hilfe. Wir wollen kein volles Investitionsrisiko tragen!" Sind Subventionen besser als Zertifikate? Jedenfalls treffen Kosten für Zertifikate die Richtigen.
Dort sitzen Manager, die nur ihren eigenen begrenzten Horizont (Verbrennerhersteller) und wahrscheinlich auch auf Zeit ihres Vertrages verantworten wollen. Menschen wie Elon Musk sind völlig anders gestrickt. Ob Tesla nun scheitert oder nicht. Den Versuch ist es wert. Denn dieser Mann hat wirklich Ziele und hechelt nicht den Wünschen derer her, die nur im Hier und Jetzt denken und handeln wollen. Ich bin mir sicher, dass viele der Aktionäre nicht mal auf Profit aus sind, sondern diese Kultur explizit mit tragen wollen.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 22. Februar 2015, 20:46
Ich bin mir sicher, dass viele der Aktionäre nicht mal auf Profit aus sind, sondern diese Kultur explizit mit tragen wollen.
Och, ich glaub schon: http://www.onvista.de/news/der-aktionaer-tesla-muss-gehoerig-gas-geben-2069443 Die wollen irgendwann einfach Rendite sehen. Und in der Tat sind auf diesem Markt, mit neuer Technik, enorme Umsätze abzuholen: http://www.teleboerse.de/empfehlungen/Hat-Tesla-alle-Zweifel-ausgeraeumt-article12321541.html "Nur scheint angesichts der jüngsten Kursrallye bereits sehr viel von diesen Wachstumsaussichten in den Notierungen eingepreist zu sein" http://www.onvista.de/news/tesla-50-prozent-p-a-+-sicherheitspuffer-2077543 "lässt sich eine Bonus-Rendite von 17 Prozent bzw. von 50 Prozent p.a. erzielen". Nach dem Motto spekulativer Anleger, no risk, no fun.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 23. Februar 2015, 09:03
Menschen wie Elon Musk sind völlig anders gestrickt. Ob Tesla nun scheitert oder nicht. Den Versuch ist es wert. Denn dieser Mann hat wirklich Ziele und hechelt nicht den Wünschen derer her, die nur im Hier und Jetzt denken und handeln wollen.
Es wäre tröstlich, wenn Du Recht hättest, e-motion. Allein, mir fehlt der Glaube an das Gute in E. Musk.
Man kann die ganze TESLA Geschichte auch als zielgerichtete Börseninszenierung verstehen. Und das würde auch zur Geschichte von E. Musk passen: X.com, PayPal, SpaceX, Tesla (zumeist hat er nicht gegründet, sondern investiert)
Was jetzt folgt ist reine Spekulation, genauso wie es Spekulation ist, daß E. Musk und die Tesla-Aktionäre etwas anderes antreibt als Gier.
- es geht gar nicht darum, profitabel ein E-Automobil herzustellen. Um profitabel zu sein, müssten die Kosten pro Model S um ca. 30%-40% sinken, da heute operativ ca. 10% Verlust pro Model S entstehen. Das halte ich in der aktuellen Fahrzeuggeneration für nicht realistisch. Somit wäre aber auch das auf dem S aufbauende Model X unprofitabel. Wenn aber in der Luxusklasse nichts verdient wird, wie soll dann im Mittelklassesegment mit dem Modell 3 Geld verdient werden?
- es werden nur unregelmäßig Verkaufszahlen veröffentlicht, nur wenn es halt passt.
- der Markt wird knapp gehalten, lieber Produktionsprobleme und ähnliches - das hält die Nachfrage hoch.
- die Gigafactory wurde über eine Wandelanleihe finanziert http://de.m.wikipedia.org/wiki/Wandelanleihe. Damit muss TESLA den Aktienkurs hochhalten, um die Märkte zu bedienen und die Wandelanleihe erfolgreich im Moment der Fälligkeit wandeln zu können.
- Modelle wie das Modell X und 3 werden früh angekündigt und dann mehrfach verschoben, um die Börsenphantasie hochzuhalten. Hier wird eine Hollywood reife Story für die Investoren gestrickt. Neuer Liefertermin für das Modell X ist jetzt 2016 (schön ausgedrückt "delivery estimate for new reservations").
- Spektakulär vor sinnvoll - oder wie soll ein Modell X mit den Hebetüren in einem Parkhaus oder einer Garage funktionieren?
- die Munkelei über Apple und TESLA kann auch dem Börsenkurs geschuldet sein, wenn nicht gar das ganze Projekt bei Apple der Börse geschuldet ist. Oder es ist eine Ablenkung und ein ganz anderes Produkt kommt.
Entschuldigt bitte, aber ich kann bei einem Unternehmen, dass sich so über die Börse finanziert und von aberwitzigen Wachstumsplänen mit 500.000 Fahrzeugen im Jahr 2020 erzählt, aber die angekündigten 35.000 im Jahr 2014 nicht erreicht und in 2015 einmal 25.000 Tesla pro Quartal verkaufen wollte, nicht wirklich vertrauensvoll auf Kultur oder moralisch bessere Ziele bauen.
Für mich gilt hier auch weiterhin ein alter Grundsatz: an der Börse gibt es nur zwei Dinge: Angst und Gier. Von Moral ist da keine Rede.
Bleibt skeptisch und hätte liebend gerne Unrecht
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 23. Februar 2015, 13:38
Ich gebe euch beiden ja recht, dass Tesla natürlich vor allem Investoren hat, die irgendwann mal einen Profit sehen wollen, Aber "viele", die an den vergleichweise altruistischen Motiven des Unternehmens teilhaben wollen, stellen damit ja nicht unbedingt eine große Fraktion dar. Übrigens ist es nicht nur Musk. Auch die anderen Gründer und Mitglieder des Vorstands sind so drauf.
Dass an der Börse von Moral keine Rede sein kann, würde ich auch nicht in eine Singularkausalität verbannen. Es gibt ja durchaus unterschiedliche Produkte, die Rendite bringen, aber für unterschiedliche Moral stehen. Investiere ich in Exxon oder Solar. Altrustisch veranlagte Geschäftsmodelle müssen ja nicht aufgrund ihres positiven Beigeschmacks defizitär sein. Ich denke, dass es auch das Gegenteil sein kann.
Nicht nur deshalb frage ich mich, warum die Aktie nicht längst ins Bodenlose gestürzt war, nachdem die teilweise durchaus zutreffend beschriebenen Verkündungsmethoden und teilweisen Verspätungen nun schon jahrelang durch alle Medien gekaut worden waren. Nachdem Daimler und Toyota ihre Anteile mit prächtigem Gewinn an den Markt zurückgegeben hatten.
Das Argument, das Model S sei defizitär, ist vor dem Hintergrund der von mir genannten Investitionen in das Gesamtsystem vielleicht doch etwas singulär betrachtet.
Eine ganze Fabrik wurde mit Personal und Maschinerie ausgerüstet, diese schon zweimal nachgerüstet, perspektivisch und nicht nur für das Model S. Den Einnahmen für die Fahrzeuge stehen weiterhin Ausgaben für das weltweit angelegte Vertriebs- und Servicenetz gegenüber. Alleine schon für das Superchargernetzwerk. Es würde sich nicht lohnen, das für nur ein einziges Modell aufzubauen, Das wäre tatsächlich eine Anleitung zum Verlustmachen. Es geht doch um den Ausbau einer Strategie, die sich auf zukünftige Modelle und Stückzahlen richtet. Würde Tesla das nicht tun, würde auch keiner an Tesla glauben und nicht in eine solche Zukunftstrategie und ihren durchaus möglichen Erfolg investieren.
Nicht zu unterschätzen: Das Model S als Produkt unterstützt diesen Glauben an ein Gelingenkönnen ungemein. Wer das Auto gefahren ist, versteht warum. Vereinfach nennt man das in der Szene das Tesla-Grinsen. Und dieses Grinsen spricht sich sogar bei denen rum, die das Auto nur vom Hörensagen kennen. Ich meine damit nicht die bloße Beschleunigung a la Warp-Antrieb. Tesla hat da wider Erwarten insgesamt ein tolles Auto auf die Beine gestellt. Nach einem Jahr mit dem Model S ziehe ich immer noch meinen Hut. Nicht nur ich, sondern auch Branchenkenner. Ich hätte das so nicht erwartet. Und ihr beiden im Jahre 2009, als das Model S angekündigt wurde, wohl auch nicht. :-)
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 23. Februar 2015, 13:50
Den Einnahmen für die Fahrzeuge stehen weiterhin Ausgaben für das weltweit angelegte Vertriebs- und Servicenetz gegenüber.
Weltweit? Kommt da noch was? :-/ Ernst gemeinte Frage, ohne Tesla schlecht machen zu wollen.
Die Tesla-Karte (http://www.teslamotors.com/de_DE/findus) zeigt in Deutschland neun Service-Center, davon drei stück im Ruhrpott. Der Osten Deutschlands ist nicht versorgt, dort kommt man derzeit mit der Reichweite des Model S noch nicht mal zu nem Service-Center hin. Ansonsten konzentriert sich Tesla auf den amerikanischen Raum (auch hier gibt es noch sehr große Lücken, der nordwestliche Teil ist nicht abgedeckt) und Nordeuropa. Oh, und es gibt noch Rund ein Dutzend Service Center in Asien. Weltweit ist für mich anders.
Wie macht Tesla da weiter? Sind weitere Center geplant bzw. angekündigt?
Interessant wäre auch, wie hoch diese Ausgaben im Vergleich mit konventionellen Herstellern sind. Ein Tesla-Store, zumindest der in Frankfurt, ist super übersichtlich und hat Platz für ein (!) Fahrzeug. Kann so teuer ja eigentlich nicht sein, im Vergleich... Obwohl, viele Showrooms anderer Hersteller werden ja vom Eigentümer der Werkstatt bezahlt, nicht vom Hersteller selbst, übertrieben vereinfacht. Wie ist das bei Tesla?
Ich glaube, das kann man so nicht direkt vergleichen. Tesla macht vieles ganz anders, als wir es gewohnt sind. Die Frage dieses Threads ist nur: Geht die Rechnung auf oder manövriert Musk das Unternehmen an die Wand? Und da können wir alle nur abwarten...
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 23. Februar 2015, 14:55
Wenn ich geschrieben hätte, "Tesla hat bereits ein weltweites Vertriebs- und Service-Netz ausgebaut", dann wäre deine ernüchternd scheinende Bilanz nachvollziehbar.
Wir stehen vor einer unvergleichlichen Situation. Hat Mercedes sein Vertriebsnetz innert 2 Jahren weltweit aufgebaut? Ich bin erstaunt, welch hohe Maßstäbe an einen Newcomer angelegt werden und wie wenig Zeit man bereit ist, einzurechnen.
Wenn ich mir die Entwicklung des Superchargernetzwerkes anschaue, bin ich nach wie vor überrascht, wie schnell Tesla das bisweit umsetzen konnte. Ich hätte mit viel größeren Schwierigkeiten gerechnet. Besonders hier in Deutschland. In einem anderen Forum berichtet ein Kenner, dass Tesla in Österreich auf große Hürden stößt. Wohl auch weil der Säulenbetreiber Smatrics über gute Verbindungen verfügt und der österreichische Amtsschimmel dicker ist als anderswo. Das ist nicht meine Analyse, sondern die eines Österreichers wohlgemerkt. :-)
Auch in UK gab es Probleme mit den Betreibern von Ladesäulen an den Autobahnen, die Tesla dort keine Standortrechte zugestehen wollten.
Zu deiner konketen Frage. Tesla plant für den Osten eine Service-Station in Leipzig. Noch in diesem Jahr, wenn alles klappt, aber definitiv für 2016. Das weiß ich, weil ich gerade einen Unternehmer aus Leipzig habe probefahren lassen, der danach möglichst sofort seinen Benz loswerden wollte und noch am Folgetag per email bei Tesla vorstellig wurde.
Jetzt muss ich doch quoten :)
Zitat
Interessant wäre auch, wie hoch diese Ausgaben im Vergleich mit konventionellen Herstellern sind. Ein Tesla-Store, zumindest der in Frankfurt, ist super übersichtlich und hat Platz für ein (!) Fahrzeug. Kann so teuer ja eigentlich nicht sein, im Vergleich... Obwohl, viele Showrooms anderer Hersteller werden ja vom Eigentümer der Werkstatt bezahlt, nicht vom Hersteller selbst, übertrieben vereinfacht. Wie ist das bei Tesla?
Viel preiswerter, denke ich. Wobei das Vertriebskonzept es vereinfacht, das Auto in zentraler Lage zu präsentieren, was wiederum höhere Mietkosten bei kleinerer Fläche verusachen könnte. Die Service-Center widerum liegen eher außerhalb. In Frankfurt auf der Hanauer Landstraße, wo auch die Stationen der etablierten Hersteller angesiedelt sind.
Teslas Vertriebsmodell basiert auf dem Internetverkauf. Selbst im Shop. Als ich dort nach der Probefahrt (Autos standen in der Tiefgarage) mein Model S bestellte, ging ich mit dem Verkäufer an einen riesiegen Touchscreen an der Wand die Menüpunkte durch. Dann den Button "Reservieren" gedrückt und der Rest ging per Email und über Log-in im persönlichen Acount bei Tesla. Das Vertriebsmodell ist mit dem anderer Hersteller nicht vergleichbar. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass sie dieses Vertriebsmodell nachempfinden werden. BMW ist da schon auf dem Weg.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 23. Februar 2015, 15:02
Wenn ich geschrieben hätte, "Tesla hat bereits ein weltweites Vertriebs- und Service-Netz ausgebaut", dann wäre deine ernühternd scheinende Bilanz nachvollziehbar.
Teslas Move ist bisher beispiellos. Wir stehen vor einer unvergleichlichen Situation. Hat Mercedes sein Vertriebsnetz innert 2 Jahren weltweit aufgebaut? Ich bin erstaunt, welch hohe Maßstäbe an einen Newcomer angelegt werden.
Hab ich nur gemacht, weil es für mich nicht so ausschaut, als würde Tesla Abermilliarden investieren, um schnellstmöglich ein weltweites, dichtes Netz best-ausgestatteter Werkstätten und Showrooms aus dem Boden zu stampfen. Da gibt es riesige Flecken auf der Landkarte ohne Möglichkeit, einen Tesla warten zu lassen. Woran liegts? Daran, dass in einigen US-Bundesstaaten kein Tesla-Store eröffnen durfte? Oder daran, dass der Markt in diesen Gegenden, die bisher nicht "versorgt" sind, zu unbedeutend ist? Es liegt aber wohl kaum daran, dass diese Stores und Service Center so dermaßen teuer sind, dass kein Geld da wäre, sie zu eröffnen, oder?
Das ist ein bißchen das Henne-Ei-Problem. Ich kaufe keinen Tesla, wenn ich ihn nicht warten lassen kann. Und es wird kein Service Point eröffnet, wo sich kein Markt findet. Denke ich. Weiß ich aber nicht wirklich. Alles Theorie. ;)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 23. Februar 2015, 15:13
Noch einen hinterher: Ich finde den Gedanken ja auch super, Musk macht das alles, damit wir schnellstmöglich rein elektrisch Fahren können. ;)
Ich fürchte aber, das Supercharger-Netzwerk wächst hauptsächlich deswegen so schnell, weil sonst kaum jemand ein E-Fahrzeug für diesen Preis und mit den Nachteilen einer fehlenden Schnelllade-Infrastruktur (die ich bei diesen dicken Batteriepaketen als immens wichtig erachte) kaufen würde. Und das wäre das Aus für Tesla!
So hat man doch Vorteile: Keine zig Abrechnungssysteme, immer nur ein Kabel/Stecker dabei (nehme ich an), und ein bißchen was vom elitären Club hat das Ganze auch noch. ;)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 23. Februar 2015, 15:44
Hab ich nur gemacht, weil es für mich nicht so ausschaut, als würde Tesla Abermilliarden investieren, um schnellstmöglich ein weltweites, dichtes Netz best-ausgestatteter Werkstätten und Showrooms aus dem Boden zu stampfen.
Naja, Abermilliarden kommt aber jetzt von dir. :-) Zudem habe ich mit einer Gleichzeitigkeit von Vorhaben argumentiert, die beispiellos ist. Ich habe übrigens auch meine Skepsis. Wenn ich höre Tesla ginge in den indischen Markt oder nach Indonesien. Die werden schon wissen warum. Ich könnte mir vorstellen, dass in den dortigen Metropolen Reichtum vorhanden und konzentriert ist.
Zitat
Da gibt es riesige Flecken auf der Landkarte ohne Möglichkeit, einen Tesla warten zu lassen. Woran liegts? Daran, dass in einigen US-Bundesstaaten kein Tesla-Store eröffnen durfte? Oder daran, dass der Markt in diesen Gegenden, die bisher nicht "versorgt" sind, zu unbedeutend ist?
In den USA war das nur in einer Handvoll von Staaten so. Aber natürlich verkauft man ein Auto für >70k€ besser, wenn man es dort anbietet und mit Service-Centern versorgt, wo die zahlungskräftigerer Kundschaft häufiger vertreten ist.
Warum schließt Lexus und nun sogar Toyota in Ludwigshafen?
Zitat
Es liegt aber wohl kaum daran, dass diese Stores und Service Center so dermaßen teuer sind, dass kein Geld da wäre, sie zu eröffnen, oder?
Nein, das glaube ich nicht. Es ist eine Frage verschiedener Ressourcen. Auch eine das geeigneten Personal zu rekrutieren.
Zitat
Das ist ein bißchen das Henne-Ei-Problem. Ich kaufe keinen Tesla, wenn ich ihn nicht warten lassen kann. Und es wird kein Service Point eröffnet, wo sich kein Markt findet. Denke ich. Weiß ich aber nicht wirklich. Alles Theorie. ;)
Die Ich-Form hast du jetzt aber nicht nachhaltig gewählt? :-)
Ich mach das jetzt aber. Als ich im Citroën-Forum aufgefordert wurde, angesichts meiner Begeiserung des Konzepts doch mal nach München zu pilgern, um eine Probefahrt zu machen, lehnte ich das für mich ab. Aber kaum war das Service-Center für Frankfurt eine feste Ansage, saß ich im Auto. und fuhr probe. Was dann sofort in eine Bestellung mündete...
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 23. Februar 2015, 15:50
Noch einen hinterher: Ich finde den Gedanken ja auch super, Musk macht das alles, damit wir schnellstmöglich rein elektrisch Fahren können. ;)
Ich fürchte aber, das Supercharger-Netzwerk wächst hauptsächlich deswegen so schnell, weil sonst kaum jemand ein E-Fahrzeug für diesen Preis und mit den Nachteilen einer fehlenden Schnelllade-Infrastruktur (die ich bei diesen dicken Batteriepaketen als immens wichtig erachte) kaufen würde. Und das wäre das Aus für Tesla!
So hat man doch Vorteile: Keine zig Abrechnungssysteme, immer nur ein Kabel/Stecker dabei (nehme ich an), und ein bißchen was vom elitären Club hat das Ganze auch noch. ;)
Das ist doch nicht zu befürchten, sondern besonders ein zu begrüßender Teil einer ganzheitlichen Strategie. Genau das macht BMW doch falsch. Stellt den Kunden ein Auto hin, das vom Ladekonzept nicht wirklich durchdacht funktioniert und schon mal gar nicht auf dem Stand der Technik ist. Wobei ich vermute, dass dies sogar absichtlich gemacht wurde, um die Kanibalisierungseffekte möglichst klein zu halten und sich nicht mit den Mitstreitern im S-LAM Projekt anzulegen. Auch der Range-Extender ist ein Hinweis, dass es mehr darum geht zu zeigen, dass Elektroautos bestenfalls als Stadtautos taugen können. Vermeintlich.
Den elitären Aspekt ordne ich aber einer Neidreflexion zu. Nimm's nicht wörtlich, denn du differenzierst ja weiter unten. Aber irgendwo kommt Wörtlein jetzt ja wohl her. Die Supercharger sind essentiell wichtig. Nicht nur wegen der flächendeckenden Versorgung auf Fernstrecken, sondern auch wegen deren Ladeleistung, die es erst möglich macht, ein Auto mit langstreckentauglicher Batteriekapazität zügig aufzuladen. Ich sehe das viel nüchterner. Eben als Teil eines funktionalen Konzepts.
Gegen Vorwurf des Elitären spricht auch, dass Tesla seine Ladetechnik, nein auch die gesamte Antriebstechnik den Herstellern anderer Elektroautos anbot. Das einzig elitäre bei Tesla ist für mich der Gedanke, das derzeit beste Auto der Welt zu fahren. Ja so sehe ich das, und das muss natürlich keiner genauso sehen. Aber mir geht's sau gut dabei. :-)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 23. Februar 2015, 15:51
Warum der Toyota-Konzern die Lexus-Zentren in Deutschland schließt, liegt vermutlich daran, weil sich Lexus hier nicht verkaufen lässt und der Markt zu unbedeutend ist. Warum Tesla in manchen Gegenden erst gar nicht in Erscheinung tritt, könnte die gleichen Gründe haben.
Ich werde mir keinen Tesla kaufen, weil ich ihn mir finanziell schlicht nicht leisten kann. Wäre er eine echte finanzielle Alternative, würde ich drüber nachdenken. Aber das würde ich auch nur, weil ich noch einen Verbrenner als Ersatz greifbar habe, für Notfälle. Das ist aber jetzt hier wieder nicht das Thema...
Ich bin gespannt, wo Tesla in 5 oder 10 Jahren steht. Natürlich wünsche ich dem Unternehmen und den jetzigen Tesla-Besitzern, dass es mit der Marke bergauf geht und sie uns erhalten bleibt. Aber wirklich sicher bin ich mir da eben auch nicht.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 23. Februar 2015, 16:44
Ich bin mir da auch nicht sicher. Aber vor ein paar Jahren, war ich da noch viel weniger sicher. Ich verfolge das Model S und Tesla seit 2009.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 24. Februar 2015, 00:41
Da gibt es riesige Flecken auf der Landkarte ohne Möglichkeit, einen Tesla warten zu lassen. Woran liegts? Daran, dass in einigen US-Bundesstaaten kein Tesla-Store eröffnen durfte? Oder daran, dass der Markt in diesen Gegenden, die bisher nicht "versorgt" sind, zu unbedeutend ist? Es liegt aber wohl kaum daran, dass diese Stores und Service Center so dermaßen teuer sind, dass kein Geld da wäre, sie zu eröffnen, oder?
Das ist ein bißchen das Henne-Ei-Problem. Ich kaufe keinen Tesla, wenn ich ihn nicht warten lassen kann. Und es wird kein Service Point eröffnet, wo sich kein Markt findet. Denke ich. Weiß ich aber nicht wirklich. Alles Theorie. ;)
In Deutschland gibt es momentan nur 1000 Teslas. Dafür dürften die aktuell 7 Werkstätten mehr als ausreichen, eine für 143 Fahrzeuge. Zu Warten ist an dem Auto nicht viel oder garnichts, die Garantie läuft auch ohne Wartung weiter. Sie wird nur jährlich oder alle 20.000 km zum Pauschalpreis von 600 Euro empfohlen.
Einen Ölwechsel braucht man ja nicht, Klimaanlage und Bremsen sollten alternativ auch freie Werkstätten warten können. Siehe dazu http://tesladrivers.blogspot.de/2013/11/der-serviceplan-fur-das-model-s-im.html und http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/batteriefabrik-reparatur-und-wartung-von-teslas-wird-zum-problem/10278940-2.html und http://www.goingelectric.de/2013/04/30/news/tesla-model-s-service-garantie/ Unfallschäden dürften dagegen problematisch sein, dann muss vermutlich über eine deutlich längere Strecke abgeschleppt werden.
Und natürlich verkauft man ein Fahrzeug bevorzugt dort, wo Händer und Werkstatt dafür in der Nähe sind. Das sind in Deutschland momentan nur die Großstädte, München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, Hamburg. Wer davon weit ab wohnt, muss sich etwas genauer überlegen, ob er einen Tesla kauft, das ist nunmal so.
Das Porsche-Werkstättennetz ist übrigens auch nicht so dicht wie das von Alltags-Marken. An meinem Wohnort ist da nix, obwohl sonst fast alles bekannte präsent: Mercedes, BMW, Opel, Audi, Ford, Volkswagen, Peugeot, Citrön, Toyota, Mitusbishi, Nissan, Mazda, Kia, Daihatsu. Und wenn ein Porsche-Fahrer in die Werkstatt muss, dann fährt der nur einige tausend Euro leichter wieder heraus. Die müssen dort beispielsweise, um die Zündkerzen zu erneuern, den Motor ausbauen, weil sie in dem verbauten Motorraum anders nicht rankommen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: k11 am 24. Februar 2015, 08:48
Zitat
Ich werde mir keinen Tesla kaufen, ... Aber das würde ich auch nur, weil ich noch einen Verbrenner als Ersatz greifbar habe, für Notfälle.
Hallo Jorin,
ich habe jetzt 9500 Km mit dem Tesla gefahren. Bisher hatte ich immer noch den Prius PlugIn für den Notfall. Ich verkaufe ihn jetzt, ist ein tolles Auto, aber den möglichen Notfall sehe ich nicht mehr. Schade, keiner in der Familie will in haben :icon_no_sad: :-( :'(
Gruß Klaus
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 24. Februar 2015, 09:01
Okay, vielleicht ist das einfach ein Effekt, den man erleben muss. Etwas, was man lernen muss. Mir fehlt die Praxis im E-Auto, um beruhigt damit in Urlaub fahren zu können. Oder was ist, wenn ich das aufladen vergessen habe, aber schnell wohin muss? Das soll hier aber nicht das Thema sein.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 24. Februar 2015, 11:52
NaJa. Ganz unkritisch scheint die Autobahn-Reichweite auch beim Tesla nicht zu sein: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/tesla-s-im-nachtest-258-km-reichweite-bei-120-km-h-und-13-grad-8612751.html Das scheint auch dieses Video etwa zu bestätigen: https://www.youtube.com/watch?v=uYnVXA_Y0QM Mit mittlerer bis niedriger Geschwindigkeit steil bergauf und wieder bergab scheint dagegen kein Problem zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=AAX7HmYftNI Die große Flachbatterie, die da im Unterboden verbaut ist, die braucht man scheinbar auch, zumindest auf deutschen Autobahnen: http://www.teslamotors.com/de_DE/supercharger http://griin.de/serienreifes/elon-musk-tesla-supercharger-fuer-deutschland-grosses-zdf-interview
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 24. Februar 2015, 18:35
Und wenn ein Porsche-Fahrer in die Werkstatt muss, dann fährt der nur einige tausend Euro leichter wieder heraus. Die müssen dort beispielsweise, um die Zündkerzen zu erneuern, den Motor ausbauen, weil sie in dem verbauten Motorraum anders nicht rankommen.
Die Servicekosten bei Porsche sind nicht wesentlich anders als bei anderen Fahrzeugen. Das ist meine eigene Erfahrungen mit 911 Turbo, 911 GT3 RS und Cayman. Auch muss man nur alle 30.000km zum Service und das Öl (0W40) bleibt auch 30.000km im Motor. Klar kostet ein Satz Bremsscheiben für den GT3 RS mehr als für den Toyota Yaris Hybrid, dafür gibt's aber auch keine Probleme mit Rost. :-) Wobei ich mich da bei meinem Yaris Hybrid nicht beschweren kann, bisher (20.000km) gibt's kein Problem. Übrigens muss auch bei meinem Smart Roadster der Motor abgesenkt werden, um an die Zündkerzen zu kommen. Ist aber kein Drama und spielt für die Service-Kosten nur eine untergeordnete Rolle. Eher schon, dass er alle 10.000km teures Öl haben will ...
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 25. Februar 2015, 01:08
So? http://www.motor-talk.de/forum/kalkulation-kosten-cayman-s-t4741015.html "Ich habe 15 Jahre einen Porsche gefahren; da sind 2500,-- Euro und mehr für einen Werkstattbesuch locker weg."
http://www.motor-talk.de/forum/kalkulation-kosten-cayman-s-t4741015.html "Öl, Bremsflüssigkeit, Zündkerzen, Luftfilter, Zusand nach 8 Jahren & Airbagkontrolle. KM Stand aktuell 63 000" "Das PZ Zuffenahausen setzt hier mal eben 1500 - 1700.- Euro an."
http://www.motortests.de/auto/porsche/cayman/987c/3-4-s-sport-ftId5170 "Erstzulassung 8/2008" "96000 km" "Werkstattkosten pro Jahr 3.000-5.000 Euro"
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 25. Februar 2015, 11:33
Die Servicekosten bei Porsche sind nicht wesentlich anders als bei anderen Fahrzeugen. Das ist meine eigene Erfahrungen mit 911 Turbo, 911 GT3 RS und Cayman. Auch muss man nur alle 30.000km zum Service und das Öl (0W40) bleibt auch 30.000km im Motor. Klar kostet ein Satz Bremsscheiben für den GT3 RS mehr als für den Toyota Yaris Hybrid, dafür gibt's aber auch keine Probleme mit Rost. :-) Wobei ich mich da bei meinem Yaris Hybrid nicht beschweren kann, bisher (20.000km) gibt's kein Problem. Übrigens muss auch bei meinem Smart Roadster der Motor abgesenkt werden, um an die Zündkerzen zu kommen. Ist aber kein Drama und spielt für die Service-Kosten nur eine untergeordnete Rolle. Eher schon, dass er alle 10.000km teures Öl haben will ...
Naja, der Vergleich ging aber nicht um Porsche versus Yaris, sondern um das Model S mit einem vergleichbar teurem Porsche. Wenn die eigene Erfahrung vorliegt, warum nennst du uns nicht einfach die Inspektions- und Reparaturkosten?
Ich habe einen teuren Ranger-Service-Vertrag abgeschlossen. Für vier Jahre und 80 TKM kostet der 2.800 Euro. Also 700 Euro im Jahr. Das ist alles mit drin. Auch der Service direkt auf meinem Firmenstellplatz oder irgendwo auf Reisen auf dem Hotelparkplatz. Zweimal war der Ranger schon bei uns in der Firma. Einmal um das Fahrlicht nachzujustieren und einmal um das Tachodisplay auszutauschen, Ranger: "Es könnte ausfallen, das wollen wir doch nicht, gell?"
Danach geht's mit 600 Euro im Jahr für die Inspektion weiter. Also 1200 Euro in zwei Jahren oder alle 40TKM. Das noch mal als Vergleichsbasis zu deinen Porsche.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 25. Februar 2015, 11:52
Ich habe für den Service (alle 30.000km) immer zwischen 500,- und 700,- bezahlt. Je nachdem ob noch irgendwelche Filter mit gewechselt wurden. Das ist die selbe Grössenordnung wie ich auch für den BMW M3 bezahlt habe. Das ggf. für Reifen, Bremsen, etc. nach was dazu kommt ist klar und hängt eher von der Art der Nutzung ab. Dass ein Auto ohne Verbrennungsmotor günstiger im Service sein sollte ist glaub ich klar. Zumindest bis ein Akku-Tausch notwenig wird. Da bleibt dann nur zu hoffen, dass der technologische Fortschritt dafür sorgt, dass das E-Auto dann kein Totalschaden ist.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 25. Februar 2015, 12:14
:besserwisser: Servicekosten Porsche versus Tesla: Zwischenstand: unentschieden. :besserwisser:
a) Ranger-Service ( :applaus: Tesla, aus der Not mit den wenigen Servicestationen ein Geschäft mit grosser Kundenzufriedenheit gemacht)
TESLA: 4 Jahre / 80Tkm = 2.800.-€ Porsche: alle 30Tkm 600.-€
Porsche ist bei jeder Fahrleistung günstiger.
b) Normal Service
TESLA: jährlich / 40Tkm = 600.-€ Porsche: alle 30Tkm 600.-€
Tesla ist bei jährlichen Fahrleistungen >30Tkm günstiger, sonst Porsche
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 25. Februar 2015, 13:14
Wobei mir der Vergleich nicht ganz klar wird. Für mich haben Porsche und TESLA S nicht viel gemeinsam. Ok, ich habe nie einen Porsche Cayenne oder Panamera gehabt. Aber die 911er bzw. den Cayman kann man meiner Meinung nach nicht mit dem TESLA S vergleichen. Mit dem Turbo und dem GT3 war ich ca. 10 mal pro Jahr auf der Rennstrecke unterwegs, das würde ich mit dem TESLA S wohl eher nicht machen. Auch um am Wochenende mal Pässe zu fahren würde ich nicht den TESLA wählen. Wenn ich es richtig verstehe, dann ist der TESLA S doch eine Reise-Limousine oder meinetwegen auch ein Gran Tourismo. Also zumindest für mich ist ein TESLA S nie im Leben ein Sportwagen. Ich tu mir ja schon schwer den 911er Turbo mit seinen gut 1.5to als Sportwagen zu bezeichnen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 25. Februar 2015, 15:11
Es gibt schon einen einigermaßen vergleichbaren Porsche. Also eine Limousine. Panamera Plug-in-Hybrid.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 25. Februar 2015, 17:29
Ein Tesla Modell S Performance beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, ein Porsche 911 Carrera PDK Sport in 4,4 Sekunden. Der Tesla mit Performance-Plus-Paket kostet ab 103.940 Euro und der Porsche ohne Sport Chrono Paket ab EUR 93.927,50 Euro. Das ist einigermaßen vergleichbar. Ich glaub auch nicht dass der Porsche und sein Motor in der Werkstatt dauerhaft billiger bleiben als meine frühere Durchschnitts-E-Klasse von Mercedes. Nur eine einzige Inspektion lag da unter 1000 Euro. Und die Gesamtkosten nach 10 Jahren und 200.000 km hätten durchaus gereicht, um eine neue Tesla-Batterie zu kaufen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 25. Februar 2015, 17:35
Na, so vergleichbar ist aber auch ein Toyota Corolla (99 PS, 19.000 Euro) und ein BMW Mini Countryman (98 PS, 20.400 Euro). Macht aber auch keiner. ;)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 25. Februar 2015, 17:56
Super Thread! Aus Tesla im Krisenmodus wird ein toller Tesla-Porsche Vergleich. Und ich mache mit.
Bin nämlich die vergleichbaren Wagen schon gefahren - den Panamera S E Hybrid sowie ein Model S 85.
Innenraumgrösse vergleichbar - Vorteil TESLA Gepäckraum - Vorteil TESLA Bedienung - je nachdem was man mag Verarbeitung - Vorteil Porsche Beschleunigung bis 100 km/h - Vorteil TESLA Beschleunigung ab 150 km/h - Vorteil Porsche Endgeschwindigkeit - Vorteil Porsche (270 km/h) Strassenlage - Vorteil Porsche Handling - Vorteil Porsche Bremsen - Vorteil Porsche Preis - Vorteil TESLA Reichweite - Vorteil Porsche
und noch ganz privat : Sound - Vorteil Porsche Spass - Vorteil Porsche Image - Vorteil TESLA
Und dann ist da noch die Porsche Getriebeautomatik. Es kann ja sein, daß ein 1-Gang Getriebe ideal ist, aber ein so schnell schaltendes Getriebe - als ob Walter Röhrl eingebaut ist - ist einfach super klasse, dafür kriegt Porsche einen :applaus: !
Endstand:
Porsche 10:5 TESLA
Gruss
Wanderdüne, die im Panamera so gar nicht dünenmäßig rüberkam
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 25. Februar 2015, 18:11
Ein Tesla Modell S Performance beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, ein Porsche 911 Carrera PDK Sport in 4,4 Sekunden. Der Tesla mit Performance-Plus-Paket kostet ab 103.940 Euro und der Porsche ohne Sport Chrono Paket ab EUR 93.927,50 Euro. Das ist einigermaßen vergleichbar. Ich glaub auch nicht dass der Porsche und sein Motor in der Werkstatt dauerhaft billiger bleiben als meine frühere Durchschnitts-E-Klasse von Mercedes. Nur eine einzige Inspektion lag da unter 1000 Euro.
Naja, Längsdynamik ist nicht alles. Macht sich aber prima am Stammtischquartett. Ist der Dauerhafte Topspeed vom Tesla S auch mit dem 911er vergleichbar? Mal von der Fahrdynamik insgesamt mal abgesehen. Ein 911er Carrera braucht so 8:20 Min um die Nordschleife. Für einen Tesla würde ich da eher mit ca. 10 Minuten rechnen. Und dann ist die Batterie aber leer. Beim 911er könnte man sogar ein paar Runden fahren und dann in 5 Minuten tanken. Die Nordschleife ist ein recht guter Leistungsvergleich für sportliche Autos. Ich finde es gut, dass es Tesla gibt. Aber beim Pässe fahren oder auf der Rennstrecke wäre er nicht meine erste Wahl. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass es jemand gibt, der sich ernsthaft überlegt ob er sich jetzt einen Tesla oder einen 911er kaufen soll. Die Autos sind meiner Meinung einfach viel zu verschieden.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 25. Februar 2015, 18:18
Ist der Dauerhafte Topspeed vom Tesla S auch mit dem 911er vergleichbar?
Nein. Interessiert aber vermutlich nicht jeden Porsche-Fahrer, weil die dauerhafte Topspeed oft ohnehin von der Straße oder Polizei begrenzt wird und eine Stunde Turbo-Fahren zur Entspannung reicht.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: TM am 25. Februar 2015, 19:04
Nein. Interessiert aber vermutlich nicht jeden Porsche-Fahrer, weil die dauerhafte Topspeed oft ohnehin von der Straße oder Polizei begrenzt wird und eine Stunde Turbo-Fahren zur Entspannung reicht.
Ok: Was glaubst Du wie oft der durchschnittliche Tesla-Fahrer seinen Tesla in 3.4s von 0 auf 100km/h beschleunigen wird? Mein Tipp wäre, dass man das an einer Hand abzählen kann. Vermutlich wird auch der 911er-Fahrer selten mit voller Leistung von 0 auf 100km/h beschleunigen. Beides Zahlen für's Autoquartett. Aber warum Du glaubst, dass die (theoretische) Beschleunigung ausreicht um die Autos vergleichbar zu machen, aber die Höchstgeschwindigkeit dabei keine Rolle spielt kann ich nicht nachvollziehen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 25. Februar 2015, 20:27
Theoretisch ja. Praktisch gibt es im menschlichen Gehirn jedoch einen diese zutreffende Analyse ignorierenden Mechanismus, bei besonders großer Beschleunigung eine besonders große Freude zu empfinden, hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=GD8rpJ0nm7A Die Mediziner haben das vor Jahren analysiert, ist wohl nicht sonderlich kompliziert, würde aber zu weit führen.
Aber warum Du glaubst, dass die (theoretische) Beschleunigung ausreicht um die Autos vergleichbar zu machen, aber die Höchstgeschwindigkeit dabei keine Rolle spielt kann ich nicht nachvollziehen.
Sie spielt durchaus eine wichtige Rolle und zwar dort, wo man sie ausfahren kann. Das ist jedoch nur auf Autobahnen möglich. Von 0 bis 100 km/h Beschleunigen geht dagegen schon auf Landstraßen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 26. Februar 2015, 19:34
Naja, der Vergleich ging aber nicht um Porsche versus Yaris, sondern um das Model S mit einem vergleichbar teurem Porsche. Wenn die eigene Erfahrung vorliegt, warum nennst du uns nicht einfach die Inspektions- und Reparaturkosten?
Ich habe einen teuren Ranger-Service-Vertrag abgeschlossen. Für vier Jahre und 80 TKM kostet der 2.800 Euro. Also 700 Euro im Jahr. Das ist alles mit drin. Auch der Service direkt auf meinem Firmenstellplatz oder irgendwo auf Reisen auf dem Hotelparkplatz. Zweimal war der Ranger schon bei uns in der Firma. Einmal um das Fahrlicht nachzujustieren und einmal um das Tachodisplay auszutauschen, Ranger: "Es könnte ausfallen, das wollen wir doch nicht, gell?"
Danach geht's mit 600 Euro im Jahr für die Inspektion weiter. Also 1200 Euro in zwei Jahren oder alle 40TKM. Das noch mal als Vergleichsbasis zu deinen Porsche.
Grüße Holger
Sorry, muss mich korrigieren. Zum Positiven und zum Negativen. Ich habe eben nachgeschaut: Der Ranger-Service plus Inspektionen incl. aller Teile außer Reifen kostet mich 2.200 Euro für 80 TKM und vier Jahre. Damit belaufen sich die jährlichen Inspektionskosten im Sorglospaket auf 550 Euro, sofern man im KM-Limit bleibt.
Denn meine 30TKM/anno ziehen den jährlichen Preis wegen des Kilometerlimits hoch. Also wird es nur 3 Jahre halten: Macht doch wieder 733 Euro. Also sogar etwas mehr. :-)
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 26. Februar 2015, 22:39
Der Ranger-Service plus Inspektionen incl. aller Teile außer Reifen kostet mich 2.200 Euro für 80 TKM und vier Jahre. Damit belaufen sich die jährlichen Inspektionskosten im Sorglospaket auf 550 Euro, sofern man im KM-Limit bleibt.
Ich kenne das Kleingedruckte bei diesem Ranger-Service nicht. Theoretisch kann das garnicht sein. Lautet das Keingedruckte etwa so?: static.dasweltauto.at/_1621170215/img/at/pdf/PorscheApproved.pdf
Folgendes darin würde ich in der Pfeife rauchen: * "Nicht versichert sind optische und akustische Mängel, welche die Funktionalität nicht beinträchtigen." * "Nicht ersetzt werden mittelbare oder unmittelbare Folgeschäden..." * "Nicht ersetzt werden Kosten für Prüf-, Mess- und Einstellarbeiten sowie Kosten für Wartungs-, Inspektions- und Pflegearbeiten, Reinigungsarbeiten, Beschaffungs-, Entsorgungs-, Fracht-, Versandkosten und Ähnliches." * "Alterung und natürlicher Verschleiß sind keine Sachmängel und daher grundsätzlich von der Garantie ausgeschlossen."
Ein Kennzeichen einer tatsächlich wirksamen Herstellergarantie ist, dass bereits das Vorhandensein eines Schadens einen Garantieanspruch auslöst, was die Beweislast zum Hersteller und nicht zum Kunden verschiebt. Und dass Folgeschäden inklusive sind. Ein Folgeschaden ist beispielsweise ein Motorschaden von 4.500 Euro infolge eines defekten Dichtungsgummis für 2,50 Euro. Alterung und Verschleiß von der Garantie auszuschließen, ist auch so eine Sache. Eine Garantie braucht man doch gerade wegen Alterung und Verschleiß, oder warum sonst?
Siehe dazu http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neuwagengarantie-der-aerger-ist-jedenfalls-garantiert-1960825.html und http://www.welt.de/motor/article120819153/Wenn-die-Inspektion-fuers-Auto-12-000-Euro-kostet.html
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: k11 am 27. Februar 2015, 08:37
Hallo,
bei mir ist der Service für die ersten 4 Jahre ohne Km Begrenzung inklusive. Selbst das Wechseln der Winter-/Sommerreifen kostet - nichts! Es sind auch alle Teile (ausgenommen Reifen) enthalten. Ach ja, und bei jedem Besuch im SeC wurde bisher das Auto innen und außen gereinigt - ohne Kosten. Noch was, Wischwasser auffüllen hat bei Toyota oder Mercedes oder Opel Geld gekostet, hab ich daher immer abgelehnt, hier ist das Service ohne Berechnung!
Warum muss man andere immer missionieren? Jedes Auto hat seine Vor- und Nachteile. Ich war mit dem Prius PlugIn sehr zufrieden, bis auf die Heizung im Winter. Von meinem Model S bin ich immer noch begeistert. Ja, das Auto kostet doppelt so viel wie der PlugIn, aber das ist er auch Wert. Und um es vorweg zu nehmen, ich wollte nie so viel Geld für ein Auto ausgeben, bin aber wirklich froh, dass ich es gemacht habe. Ich spare im Jahr (hochgerechnet aus den ersten 3 Monaten) an Sprit-, Strom- und Unterhaltungskosten etwa 6 TEuro, das rechnet sich.
Allen allzeit gute Fahrt und viel Spaß im eigenen Auto Klaus
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 27. Februar 2015, 11:05
Also ich kann mir schon vorstellen, dass man von einem Händler einen Vertrag bekommen kann, der alle üblichen Inspektionsarbeiten abdeckt. Inspektion bedeutet jedoch im Wortsinne nur überprüfen, nicht reparieren. Praktisch stellt man oft fest, dass im Zusammenhang mit einer Inspektion jede Menge Notwendigkeiten für dringende Reparaturen erkannt werden, besonders bei Fahrzeugen älter als 4 Jahre.
Siehe dazu auch https://www.youtube.com/watch?v=7YB2zff-NFA
Im Gegensatz zur Darstellung im Video waren die Notwendigkeiten für Reparaturen bei mir oft real, ich hab mir die Teile häufig zeigen lassen, beispielsweise Riss in der Frontscheibe (Steinschlag oder Temperaturspannungen), Fahrwerk steuert aus der Spur (alle 3 Jahre), undichte Zylinderkopfdichtung (1*, 100.000 km), durchgerostete Federn (links und rechts), abgerostete Halterungen der Abgasanlage (alle 4,5 Jahre), versagende Fensterheber (4* alle 5 Jahre), undichter Kühler (Steinschlag, 2*), undichte Klimaanlage (wo auch immer), klemmender Stellmotor tief verbaut im Motorraum (alle 4,5 Jahre der gleiche), Stoßdämpfer verlieren Öl (links und rechts, alle 6 Jahre), Wischwasserbehälter verliert Wasser (alle 4 Jahre), Scheinwerfer werden trübe (links und rechts, alle 7 Jahre), Rost überall usw.. Ein Händler wird kaum Reparaturkostenrisiken übernehmen können, die allein der Hersteller beeinflussen kann.
Entsprechende Garantieleistungen können deshalb praktisch nur vom Hersteller kommen. Und zumindest auf den Internet-Seiten fast aller Autohersteller (inklusive Tesla) findet man dazu regelmäßig kaum belastbares. Was verlässlich anzieht ist oft nur die gesetzliche Gewährleistung von effektiv 6 bis zu theoretisch 24 Monaten.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 27. Februar 2015, 13:29
Ich kenne das Kleingedruckte bei diesem Ranger-Service nicht. Theoretisch kann das garnicht sein. Lautet das Keingedruckte etwa so?: static.dasweltauto.at/_1621170215/img/at/pdf/PorscheApproved.pdf
Folgendes darin würde ich in der Pfeife rauchen: * "Nicht versichert sind optische und akustische Mängel, welche die Funktionalität nicht beinträchtigen." * "Nicht ersetzt werden mittelbare oder unmittelbare Folgeschäden..." * "Nicht ersetzt werden Kosten für Prüf-, Mess- und Einstellarbeiten sowie Kosten für Wartungs-, Inspektions- und Pflegearbeiten, Reinigungsarbeiten, Beschaffungs-, Entsorgungs-, Fracht-, Versandkosten und Ähnliches." * "Alterung und natürlicher Verschleiß sind keine Sachmängel und daher grundsätzlich von der Garantie ausgeschlossen."
Ein Kennzeichen einer tatsächlich wirksamen Herstellergarantie ist, dass bereits das Vorhandensein eines Schadens einen Garantieanspruch auslöst, was die Beweislast zum Hersteller und nicht zum Kunden verschiebt. Und dass Folgeschäden inklusive sind. Ein Folgeschaden ist beispielsweise ein Motorschaden von 4.500 Euro infolge eines defekten Dichtungsgummis für 2,50 Euro. Alterung und Verschleiß von der Garantie auszuschließen, ist auch so eine Sache. Eine Garantie braucht man doch gerade wegen Alterung und Verschleiß, oder warum sonst?
Siehe dazu http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neuwagengarantie-der-aerger-ist-jedenfalls-garantiert-1960825.html und http://www.welt.de/motor/article120819153/Wenn-die-Inspektion-fuers-Auto-12-000-Euro-kostet.html
Ich habe nur beste Erfahrungen mit der Behebung von Mängeln und mit dem Service:
KM 450 Ranger kommt in die Firma zur Nachjustierung des Fahrlichts 2.555: Online-Software-Update 5.88 auf 5.90 4.258: Online-Software-Update 5.90 8.701: Vor-Ort Ranger Service Vorsorglicher Wechsel des Tachodisplays 10.750: Online-Software-Update 5.90 auf 6.00 (Sehr viele neue Features Beschreibung hier zu komplex) 14.529: Freiwillig vorgezogener Werkstattaufenthalt. Montage des Titan-Unterbodenschutzes und Retrofit des Doppelladers auf 32 kW (zuvor 26 kW) 27.816: Online-Software-Update 6.00 auf 6.10 (Tolle neue Features Beschreibung hier zu komplex) 28.573: Rückruf in die Werkstatt: Contactor ausgetauscht, Drive-Unit ausgetauscht (beides Garantie) 28.573: Gleichzeitig Autobahnpaket als kostenloses Upgrade nachgerüstet. Dickere Stabilisatoren und neue Abstimmung von Lenkung und Fahrwerk 30.181: Online-Software-Update 6.10 (Neue Features Beschreibung hier zu komplex)
Mir wurde keine Arbeitszeit für die Inspektion berechnet. Ich habe noch keinen Cent extra gezahlt. Im Gegenteil. Das Auto wurde permanent erneuert oder erweitert. Ob Berganfahrhilfe, die bei Auslieferung noch kein Standard war oder das Autobahnpaket. Das vorletzte Update brachte dynamische Hilfslinien beim Rückwärtsfahren. Bein anderen Hersteller muss man das alte Modell verkaufen und das Facelift neu kaufen, oder gar auf die nächste Modellgeneration warten. Die Zeiten ändern sich. Das macht Tesla vor.
Nörgeln und zweifeln sollte man erst dann, wenn es Grund dafür gibt. Ich kann sogar im Voraus nörgeln. :-) Ich habe so einen Schiss, dass Apple Tesla übernimmt. Dann wäre es vorbei mit atruistischen Ansätzen und herausragendem Service. Und zu Toyotas Service kann ich auch was sagen, nach 7 Jahren in den Prius. Als die Fahrbatterie unseres P2 nach 5 Jahren und ein paar Tagen platt war, verweigerte Toyota die Garantieleistung. Wäre ich nicht so ein informierter Prius-Fan gewesen, hätte er am Ende noch damit Erfolg gehabt. Er ging von der Garantie vom P3 und aus gab das so weiter. Ich wies ihn auf die 8 Jahre hin, die zum P2 gehören. Oder waren es sieben? Jedenfalls sollten sich P3 Fahrer nicht wünschen, dass ihnen passiert, was mir mit dem P2 passierte. Die sind nach 5 Jahren mit einer Kulanzanfrage konfrontiert und gehen erst mal ein paar Nächte mit Ungewissheit schlafen, wie hoch die Rechnung für sie ausfallen würde. Ich werde hier nun nicht spekulieren, wie diese Kulanz ausgesehen hätte. Das überlasse ich jedem selber. Und dabei ist der Toyota-Service sogar einer der besseren unter denen, die ich bisher kennenlernen durfte.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 27. Februar 2015, 14:03
Ich finde es schade, diese Diskussion unter einem derart unpassenden und pessimistischen Titel führen zu müssen. Alternative wäre, das ganze Geunke von Unbetroffenen einfach so stehen zu lassen. Tesla setzt in vielen Dingen neue Maßstäbe und bietet einen unfassbar zuvorkommenden Service. Ich kann mir nicht erklären, was außer Neid dazu verleitet, sich so ablehnend und skeptisch mit dieser Marke auseinander zu setzen. Wo sind denn die Horrormeldungen, die schlechten Erfahrungen. Das sind doch immer wieder nur Spekulationen von Unerfahrenen und Unbetroffenen, die als drohende Unwetter einen Autohimmel gemalt, der in der anderen Hemisphäre strahlt.
Zumal Tesla das erste eigene Auto auf den Markt gebracht hat und vor diesem Hintergrund mehr bietet als von mir erwartet.
Schaut euch nur die Einführung des P3 an. Ich war dabei. Garantieleistung zurückgefahren, Energimonitor auf Mäusekinogröße zurückentwickelt, Geklapper, Geknarze, 12V-Batterie Problem usw usf... Ich war dabei! Ich hab's nix vor dem P3 orakelt, dass es so kommen würde. Nein, ich dachte ich kriege ein reiferes Auto als den P2. Nehmt's mir nicht krumm. Aber stellt euch mal vor, wie das ist, wenn die ganze Welt an diesem Auto rummeckert und rumzweifelt, ohne damit eigene und belastbare Erfahrungen gemacht zu haben und man selber Erfahrungen hat, die ganz anders ausfallen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 27. Februar 2015, 16:22
Ich finde es schade, diese Diskussion unter einem derart unpassenden und pessimistischen Titel führen zu müssen. ... Ich kann mir nicht erklären, was außer Neid dazu verleitet, sich so ablehnend und skeptisch mit dieser Marke auseinander zu setzen..
Hey, der Titel ist von mir und hatte einen konkreten Hintergrund. Und ich beobachte immer noch das Heraufziehen dunkler Wolken für TESLA. In Norwegen wurden im Januar nur 71 Tesla verkauft aber 879 e-Golf. Das war mal ein bis zu 1.400/Monat Rekord-Tesla-Markt.
Das hat nichts mit Neid oder dem Super Ranger Service oder dem tollen Auto zu tun. Es sind schon die besten Produkte gescheitert (Video 2000, Borgward). Leider.
Ablehnend und skeptisch macht mich nur, daß meiner Ansicht nach das Geschäftsmodell nicht auf nachhaltige, langfristige Herstellung von Fahrzeugen ausgerichtet ist, sondern auf Optimierung des Börsenkurses und Realisierung des Börsengewinns in absehbarer Zeit. Dazu habe ich schon mehrmals Anzeichen und Hinweise genannt.
Ich glaube nicht an altruistische Motive, Firmen-Philosophien oder Kundenzufriedenheit - nur die Gier treibt grosse Organisationen (nicht den einzelnen Menschen oder kleinere Einheiten!) an.
Wenn ich mich irre, wäre das wunderbar!
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 27. Februar 2015, 16:51
Nicht der Titel ist das Problem, sondern dass wir unter diesem Titel auch alle anderen Bedenkenträgerschaften diskutieren müssen. Der Titel dreht sich um Teslas Zukunft, also um eine Spekulation.
Bedenken gegen das Model S oder seine Garantiebedingungen sind eine andere Sache als Spekulation. Das meinte ich.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 27. Februar 2015, 17:17
Scheinbar wird da verwechselt, dass ich Garantiebedingungen von Porsche zitiert habe, nicht von Tesla. Man bekommt somit effektiv einfach keine Hersteller-Garantie, weder von Porsche noch von Tesla, sondern nur die gesetzliche Gewährleistung. Sportwagen werden übrigens üblicherweise nur für 50...25% der Lebensdauer normaler Reisefahrzeuge ausgelegt, um die Leistung hinzukriegen. :icon_wp-exclaim:
Allerdings denke ich, dass beim Tesla weniger kaputtgehen kann, weil er weniger versagensanfällige Teile hat. Der ist im Motorbereich einfach einfacher aufgebaut. Bei seiner Batterie vermute ich, dass sie je nach Fahrweise (sportlich bis gemütlich) nach 6-12 Jahren ersetzt werden muss, aber auch kann, wenn man in der Zwischenzeit jede Menge Werkstattrechnungen eines Verbrenners gespart hat. Absatzkriese, Fehleinschätzung: http://www.mein-elektroauto.com/2012/09/elektroautohersteller-tesla-motors-senkt-umsatz-prognose/6065/ gab's schonmal.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 27. Februar 2015, 17:28
Man bekommt somit effektiv einfach keine Hersteller-Garantie, weder von Porsche noch von Tesla.
Zitat
The Tesla Model S drive unit warranty has been increased to match that of the battery pack. That means the 85 kWh Model S, our most popular model by far, now has an 8 year, infinite mile warranty on both the battery pack and drive unit. There is also no limit on the number of owners during the warranty period.
Moreover, the warranty extension will apply retroactively to all Model S vehicles ever produced. In hindsight, this should have been our policy from the beginning of the Model S program. If we truly believe that electric motors are fundamentally more reliable than gasoline engines, with far fewer moving parts and no oily residue or combustion byproducts to gum up the works, then our warranty policy should reflect that.
8 Jahre Garantie mit unbegrenzter Laufleistung auf Batterie und Antriebseinheit
http://www.teslamotors.com/de_DE/models/features
Zitat
Tesla Service includes everything needed to keep your Model S in great condition, from an annual inspection to 24 hour roadside assistance and necessary hardware upgrades. Our goal is not to just fix things, but to make your car better than it was. However, even if you never bring in the car, your warranty is still valid.
http://my.teslamotors.com/service#/tesla-service
Und ohne Gewähr, weil ich selber nicht nachgucken will:
• Garantie • 4 Jahre, 80.000 km (je nachdem, was zuerst eintriff) Neuwagengarantie • 8 Jahre, 200.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt) Garantie auf Batterie und Antriebseinheit von Model S mit 60 kWh Batterie • 8 Jahre Garantie mit unbegrenzter Laufleistung auf Batterie und Antriebseinheit von Model S mit 85 kWh Batterie • Beide Varianten der Batterie-Herstellergarantie decken auch Schäden durch unsachgemäße Anwendung des Auflademechanismus und Brand der Batterie ab, selbst wenn der Brand vom Fahrer verursacht wurde. Bei P85D 8 Jahre Garantie mit unbegrenzter Laufleistung auf Batterie und Antriebseinheit.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 27. Februar 2015, 17:48
Diese Werbe-Garantien über unbegrenzte km oder mit 30 Jahren Laufzeit sind mit wenigen Ausnahmen für die Hersteller spotbillige Etikettenschwindel. Der "infinite-mile-warranty" fehlt beispielsweise die Aussage über die infinit verfügbare Batteriekapazität, damit dürfte sie weitgehend wertlos sein. Das gleiche gilt auch für die 8 Jahre Garantie auf die Batterie, denn die garantierte Batteriekapazität ist undefiniert und damit vermutlich nicht einklagbar. Nur ein Totalausfall der Batterie könnte vermutlich erfolgreich eingeklagt werden.
Hier stellen VW und BMW den Kunden momentan besser, wenn auch keineswegs sorgenfrei. Nach 100.000 bis 160.000 km ist bei denen finito mit der Kapazitätsgarantie, von 70...80%.
Bezüglich Antriebseinheit dürfte die 8-Jahre-Garantie von Tesla tatsächlich nützlich sein. Ich halte diese auch für praktisch einklagbar, dass bekommt man bei keinem Verbrenner. Das gilt auch für die unsachgemäße Anwendung des Auflademechanismus und Brand der Batterie, selbst wenn der Brand vom Fahrer verursacht wurde. Ein echtes Plus.
Der gute Service von Tesla kann vermutlich einfach deshalb garantiert werden, weil der Kunde die dafür anfallenden Kosten übernehmen muss.
Die sonstigen Neuwagengarantien von Tesla stehen hier: https://www.teslamotors.com/sites/default/files/blog_attachments/model_s_new_vehicle_limited_warranty_german_1.0.pdf und scheinen tatsächlich zunächst erheblich umfangreicher zu sein als das, was die man für Verbrenner bekommt, jedoch mit folgender Einschränkung: * "Der Energie- oder Leistungsverlust der Batterie über die Zeit oder aufgrund oder infolge der Batterienutzung ist durch diese Batterie-Garantie NICHT gedeckt." und * "Diese Neuwagengarantie deckt keine Fahrzeugschäden ... infolge von ... Verschleiß ...".
Eine wirksame Garantie gegen Korrosion scheint, wie auch bei praktisch allen Verbrennern üblich, nonexistent. Möglicherweise keine verzinkte Karosserie. Wenn man vorhat, irgendwann auch die Batterie zu erneuern, sollte man den Wagen vielleicht gleich nach dem Kauf zu Timemax schaffen. Ansonsten macht es nichts.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 27. Februar 2015, 18:54
Ich habe so einen Schiss, dass Apple Tesla übernimmt. Dann wäre es vorbei mit atruistischen Ansätzen
Hallo Holger,
entschuldige dass ich mich hier einmische, aber diesen Satz kannst Du doch nicht ernsthaft gemeint haben. Elon Musk ist Geschäftsmann wie jeder andere auch. Seine Attacken auf die Brennstoffzelle kommen nicht von ungefähr - er möchte für sein Akkugeschäft und die Firma seiner Cousins "SolarCity" keine Konkurrenz haben.
Überlege Dir einfach mal, ob es einem richtigen Philanthropen von Belang wäre, ob sich Menschen emissionsfrei mit seinen Produkten oder mit den Produkten eines Wettbewerbers bewegen. :)
Ansonsten habe ich keine Einwände, diskutiert ruhig weiter.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 27. Februar 2015, 19:44
Sportwagen werden übrigens üblicherweise nur für 50...25% der Lebensdauer normaler Reisefahrzeuge ausgelegt, um die Leistung hinzukriegen.
Gerade Porsche ist da ein rühmliches Beispiel. Die Autobörsen sind voll von gut erhaltenen Porsche mit langem Leben und hoher Laufleistung. Ich habe mal gelesen, dass 60% aller jemals gebauten Porsche noch zugelassen sind. Das ist enorm. Und Porsche ist durchaus Alltagstauglich.
Ob das mit der Verwendung von VW Teilen so bleibt, weiß ich nicht. Aber für die 911er sollte das weiter gelten.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 27. Februar 2015, 21:07
Dann gehörten die zu den Ausnahmen ohne hohe Laufleistung: http://www.ebay.de/itm/Porsche-996-Mit-Rechnung-Uber-21000-Tausend-Euro-/161051968204 http://www.auto-motor-und-sport.de/forum/threads/1542-Porsche-911-Typ-996-Motorschaden-nach-90-000-km
Wie stark die Motoren und der Fahrer bei der möglichen Dauer-Höchstgeschwindigkeit eines Porsche beansprucht werden, bekommt man hier doch irgendwie mit: https://www.youtube.com/watch?v=sWDN07UJZqo Was für ein Geschüttel und Gedröhne.
Der fahrt zwar 30% langsamer und kurzzeitiger: https://www.youtube.com/watch?v=JlAQeOvetaA Scheint mir aber irgendwie angenehmer.
Wenn ich mir diesen E-Motor-Satz im Unterboden ansehe, was könnte da bei 100.000 km bzw. 1500 Betriebsstunden (2 Betriebsmonaten) kaputt gehen? https://www.youtube.com/watch?v=fnFvXwpm2To Ich glaube nichts. Drehstrom-E-Motoren und ausreichend gekühlte Leistungselektronik arbeiten normalerweise über Jahre zuverlässig.
Und der? https://www.youtube.com/watch?v=st3WDUYomkk Dreht hoch, wird heiß, viele hochbelastete Bauteile: https://www.youtube.com/watch?v=bvfz5s11NOc
Dass 60% aller jemals gebauten Porsche noch zugelassen sind kann auch daran liegen, dass die Wohlhabenden in den letzten 15 Jahren noch zahlreicher geworden sind: http://www.timemax.de/porsche-rostet-nicht-oder-vielleicht-doch
Scheinbar wird bei Porsche seit 1981 tatsächlich vollverzinkt: http://www.pff.de/porsche/board104-porsche-modelle/board2-porsche-911/porsche-911-g-modell/2641119-erkennen-verzinkte-karosserie/ Dann sollten die Porsche-Karoserien kaum noch rosten.
Die Karosserie von Tesla ist wohl größtenteils, eventuell nicht vollständig, aus Aluminium. Also muss er vielleicht doch nicht zu Timemax. Aluminium rostet normalerweise nicht, ist allerdings (nach Unfallschäden) viel schwieriger zu schweißen: http://www.peuker-metallbau.de/aluminiumschweissen.html
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 28. Februar 2015, 09:25
Der fahrt zwar 30% langsamer und kurzzeitiger: Scheint mir aber irgendwie angenehmer.
Der Geräuschunterschied im Porsche und TESLA bei 175 km/h sollte nicht vorhanden sein, da es da fast ausschließlich Windgeräusche gibt. Außer man gibt Gas, dann brüllt der Porsche natürlich los. Das kann man allerdings auch gut finden ;D. Einen 911er kann man bei 175 km/h sehr angenehm fahren, ruhig, entspannt und mit einem angenehmen Brummen im Heck, wenn man es mag.
Mein Eindruck war, das der TESLA ab ca. 80 km/h sogar lauter war als meine E-Klasse. Das liegt evtl. an den Tür- und Fensterdichtungen sowie der Dämmung der Türen.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 28. Februar 2015, 13:11
entschuldige dass ich mich hier einmische, aber diesen Satz kannst Du doch nicht ernsthaft gemeint haben.
Ach woher. Jeder soll hier schreiben,
Zitat
Elon Musk ist Geschäftsmann wie jeder andere auch. Seine Attacken auf die Brennstoffzelle kommen nicht von ungefähr - er möchte für sein Akkugeschäft und die Firma seiner Cousins "SolarCity" keine Konkurrenz haben.
EM ist kein Geschäftsmann wie jeder andere. Ich übrigens auch nicht. :-) Seine Attacken auf die BSZ (im PKW!) kommen aus der Sicht des Physikers. Oder einfach eines rational denkenden Menschen. Auch mit altruistischem Ansatz. Auch wenn das so mancher nicht glauben oder wahrhaben will. So was gibt es.
Es ist kein gutes Zeichen, wenn ein Hersteller wie Toyota das Brennstoffzellen Auto gegen das weitaus effizientere Elektroauto positioniert, nicht gegen seine eigenen Verbrenner. Musks Attacke ist eine ideologische, wissenschaftlich fundierte, nicht geldgierige. Und er macht Toyota an, weil sie nicht mitziehen, ja sogar ausgestiegen sind. Das ist nach der Hybridoffensive aus Musks Sicht wirklich enttäuschend.
Auch für mich. Warum fahre ich nun Elektroauto? Wegen Toyotas Prius. Kein Witz. Aber in Stufe II wollten sie mich nicht mitnehmen. Der halbherzige P-HEV ist zwar in der Summe effizienter als die Bastellösungen in den Conversion-P-HV der deutschen Hersteller, aber selbst in P-HV Kreisen scheint er zu inkonsequent, was den viel effizienteren E-Anteil angeht. Wobei selbst das bisher noch nicht bei vergleichbarer Systemleistung betrachtet werden konnte. Die niedrigen Verbräuche und CO2-Austöße resultieren doch nicht aus dem Verbrennermßnahmen, sondern vom Batterie-Elektro-Anteil, welcher allerdings auch noch völlig falsch mit Null Emission angesetzt wird. Anderes Thema wieder.
Zitat
Überlege Dir einfach mal, ob es einem richtigen Philanthropen von Belang wäre, ob sich Menschen emissionsfrei mit seinen Produkten oder mit den Produkten eines Wettbewerbers bewegen. :)
Ja, das tue ich doch. Und er auch. Warum soll der spärliche regenerative Strom dermaßen verschwendet werden? Es geht um die Konkurrenz um diese Ressource. Ein FC-HEV erfordert nun mal regenerativen Strom für drei Elektroautos. Das ist einfach dumm. Ich habe noch kein überzeugendes Argument zu dieser Frage von Toyota gelesen, es sei denn, es geht um die Überschüsse an regenerativer Energie. Diese Nische darf das FC-HEV auch bei Musk besetzen, sofern dies günstiger und besser umsetzbar ist als mit Batterien. Da Tesla nun auch Batterien für dass Puffern von regenerativem Strom in Häusern anbietet, gibt es eine Vorlage. Sollte das mit der BSZ effizienter und kostengünstiger möglich sein, darf sie sich doch bewähren, oder nicht?
Hier wird immer ausgeblendet, welche Subventionen und welches Politikum nötig sind, um die Physik auszutricksen.
Grüße Holger
Zitat
Ansonsten habe ich keine Einwände, diskutiert ruhig weiter.
Sicher. Wir haben inzwischen drei, vier verschiedene Themen unter dem obigen Titel. :-)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 28. Februar 2015, 13:22
Diese Werbe-Garantien über unbegrenzte km oder mit 30 Jahren Laufzeit sind mit wenigen Ausnahmen für die Hersteller spotbillige Etikettenschwindel.
Du magst ja recht behalten. Aber das würde ich abwarten. Tesla ist alleine schon als Newcomer angehalten, besonders kulant zu sein. Es gibt Grund für diese misanthropischen Gemälde, denn die Etablierten Hersteller haben massig schlimme Vorlagen geliefert. Aber der Blick in die Zukunft kann sich nun mal nicht an der Vergangenheit anderer orientieren. Gebt Tesla doch eine Chance.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 28. Februar 2015, 13:31
Der Geräuschunterschied im Porsche und TESLA bei 175 km/h sollte nicht vorhanden sein, da es da fast ausschließlich Windgeräusche gibt. Außer man gibt Gas, dann brüllt der Porsche natürlich los. Das kann man allerdings auch gut finden ;D. Einen 911er kann man bei 175 km/h sehr angenehm fahren, ruhig, entspannt und mit einem angenehmen Brummen im Heck, wenn man es mag.
Mein Eindruck war, das der TESLA ab ca. 80 km/h sogar lauter war als meine E-Klasse. Das liegt evtl. an den Tür- und Fensterdichtungen sowie der Dämmung der Türen.
Gruß
Wanderdüne
Ich kann mir vorstellen, dass der Benz beim Dahingleiten mit spezifischen Tempi leiser ist. Ich habe nicht beide auf selbem Asphalt hintereinander gemessen. Ob eine Erinnerung ausreicht?
Schön zurechtlegen kann man sich alles. Die E-Klasse muss nie anfahren, beschleunigen, Berge hochfahren. Auch Autozeitungen messen immer nur den Gleitmodus auf ebener Strecke im längsten Gang. Wie toll wäre das, wenn man die Autos in diesen Modus beamen und dort verweilen lassen könnte.
Und zum Porsche-Beispiel. Ich glaube ein 911er Fahrer würde sich wohl eher bei Porsche beschweren, wenn der Motor leise wäre, wie der des Model S. :-)
Dass ein Model S unschlagbar leise fährt, bleibt für mich eine Erfahrung, keine Deutung. Kann sein, dass ein E-Benz bei Tempo 80 ein, zwei dBA leiser rollt, oder von mir aus auch bei Tempo 120, 130. Man sucht sich halt sein Fensterchen. In der Summe des Geräuscheindrucks kann aber kein Verbrennerauto dem Elektroauto das Wasser reichen. Dämmen kann man alle gleich. Schweigen lassen aber nicht. Da müssen wir aber hin. Nicht umsonst kämpft die Verbrennerlobby für Soundgeneratoren, also gegen das Elektroauto. Allen voran Audi, sie gründeten eine Abteilung dafür, in einer Zeit, als sie nicht mal ein P-HV im Angebot hatten,
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: sly am 01. März 2015, 08:57
Das ist nun wirklich unglaublich: "ein Yaris-Fahrer berufen fühlt"? Welche Standesdünkel zeigst Du denn mit dieser Aussage?
Beim Thread-Titel "Tesla im Krisenmodus" darf nur ein Tesla-Fahrer etwas aussagen? Es dürfen also nur Tesla-Fahrer oder potentielle Tesla-Fahrer darüber diskutieren, warum Tesla evtl. in eine Krise kommt?
Oder lässt Du nur Fahrer bestimmter Fahrzeugklassen zu? Wenn da so ist, dann verabschiede ich mich jetzt aus diesem Forum. Bye!
Es ging nicht darum miese Stimmung zu machen, sondern inhaltlich zum Thread-Titel zu diskutieren.
Ich habe dazu die Vermutung aufgestellt, dass die meisten Tesla-Fahrer noch ein weiteres konventionelles alltagstaugliches Auto haben. Diese Theorie hast Du nicht widerlegt, sondern Dich angegriffen gefühlt. Ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass der Tesla S neben vielen Vorteilen, auch Nachteile hat, wie beispielsweise die große Breite hat. Dies führt dann zusammen mit anderen Nachteilen zu einer kleinen Käuferschicht, was dazu führen kann, dass das Wachstum bei Tesla nicht mehr so stark wie bisher wächst. Aber über Nachteile willst Du anscheinend nicht mit einem Yaris-HSD-Fahrer diskutieren. Das entspricht nicht Deinem Stand.
Administrative Information:
Der User happyyaris hat wie angekündigt Löschantrag gestellt. Dem ist heute stattgegeben worden. Schade, das manchmal so hart diskutiert werden muss, das sich einzelne User hier entfernen lassen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 01. März 2015, 16:35
Der User happyyaris hat wie angekündigt Löschantrag gestellt. Dem ist heute stattgegeben worden. Schade, das manchmal so hart diskutiert werden muss, das sich einzelne User hier entfernen lassen.
Hallo Sly!
Soll ich das nun als eine Rüge deinerseits verstehen, wenn du den obigen Beitrag in voller Länge postest, in dem der uns Verlassende sein ursprüngliches Posting relativiert und meine Worte aus dem Kontext zieht und zur Verstärkung seines Ärgers ins nie von mir Gesagte verdreht, mich mit "Standesdünkeln" beschimpft?
Zudem ich, obwohl ich mich zuvor richtig geärgert hatte über die mit "ich vermute" geschickt gestreuten Vorurteile und Sticheleien, habe ich um Entschuldigung gebeten, falls es bei ihm falsch angekommen wäre und auch erleutert, wie es von meiner Seite gemeint war. Das wollte er nicht anerkennen. Er hat es nicht nur in den falschen Hals gekriegt, sondern er wollte es auch und nun zitierst du seine Verdrehungen des von mir Gesagten.
Dass du dich als Admin nun nicht neutral verhältst, was soll mir das sagen? Soll ich brav sein? Bitte lasse es mich wissen, damit ich weiß woran ich hier bin, und kann dann entscheiden, auch ob ich hier so wie ich bin noch bleiben darf, möchte oder soll. Einen Hals hatte ich in diesem Thread ja eh schon mal. Aber im Moment schwillt der schon wieder, zwar nicht so schlimm, aber ich geh besser schon mal Schwellsalbe holen... :-)
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 01. März 2015, 22:50
Ich finde es Mega-schade, wenn wir hier jemanden vergraulen. Worte wie Neid, Standesdünkel, Dieselstinker usw. sind vielleicht lustig gemeint, sollen provozieren oder sind nur so dahingeschrieben, scheinen aber mehr zu verletzen als oftmals gedacht oder gewünscht. Nehme mich da nicht aus bei den unbedachten, waffenscheinpflichtigen Worten und Beiträgen.
@happyyaris: wenn Du als Gast weiter liest: es wäre schön, wenn Du wieder zu uns stoßen würdest. Anmelden geht ganz einfach ;), hab sogar ich geschafft.
Was ich nicht möchte: weniger Kontroverse und weniger Streit um das Richtige - aber noch mehr Respekt und etwas mehr Rücksicht.
So, Wort zum Sonntag ist zu Ende.
Gruß und gute Nacht.
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 02. März 2015, 09:03
Ich bin nun seit Jahrzehnten im Internet diskutierenderweise unterwegs, anfangs in deutschen Chaträumen bei CompuServe (http://de.wikipedia.org/wiki/Compuserve) und in Newsgroups, später dann in nationalen und internationalen Internetforen. Seit gut 10 Jahren moderiere ich, teils in eigenen Foren, teils in Foren Anderer. Ich glaube, ich kann mich durchaus in andere Mitglieder hinein versetzen und verstehen, wie das geschriebene Wort hier und da ankommt und missverstanden werden kann.
Was ich allerdings nur hier erlebe, ist die Art von Schmollen, die einige wegen ein paar blöd formulierten Beiträgen an den Tag legen und die dazu führt, dass der Schmollende sofort seinen Account löscht. Nie sind mir bisher dermaßen - entschuldigt :icon_daumendreh2: - dünnhäutige Teilnehmer begegnet wie unter den Hybrid- und Elektroauto-Fahrern. Ich kenne es, dass man sich mal virtuell ein bißchen zofft, sich ein bißchen kabbelt, sich mal ein ziemlich deftiges Wort um die Ohren schmeißt. Das beruhigt sich aber immer recht schnell wieder. Nur hier nicht! :icon_look: Hier zieht man gleich von dannen. Bye bye, ich machs mir einfach, ich bin beleidigt und gehe. Woran liegt das? Kann mir das jemand erklären? Ich möchte wirklich verstehen und Abhilfe schaffen, damit niemand sich so sehr angegriffen fühlt, dass er als einzig denkbare Lösung[1] den Löschantrag stellt. :icon_no_sad:
Die Misere
Stellt euch vor, es geht um Bananen. Bleiben wir bei diesem Beispiel (https://forum-alternative-antriebe.de/index.php/topic,4533.0.html), das macht die Sache recht einfach. Wir reden also über Bananen. Gustav (ich hoffe, da fühlt sich nun niemand angesprochen) hat sich eine Banane gekauft und findet die einfach super. In seiner überschwenglichen Freude eröffnet er ein Thema und beschreibt begeistert die Form der Banane, den tollen süßlichen Geruch und die knallgelbe, satte Farbe:
Zitat
Ich bin endlich umgestiegen, von den altbekannten, konservativen Äpfeln auf eine neue, knallgelbe Banane! Die ist einfach super und so viel besser als die alten Äpfel! Die riecht und schmeckt viel besser als eure Äpfel, die Farbe ist knackiger als bei euren Äpfeln und bestimmt bleibt sie auch viel länger frisch als eure Äpfel! Der Banane gehört die Zukunft - Nie wieder Äpfel!
Dumm nur, dass Gustav seine Banane nicht nur einmal dermaßen lobt, sondern immer wieder! Das stößt Donald natürlich im Laufe der Zeit etwas auf, denn Donald mag Äpfel sehr gerne. Er könnte sich auch eine Banane leisten, sieht aber keine Not darin. Ihm reicht der grüne, saftige Apfel, der ihm einfach schmeckt. Zudem nervt ihn, dass Gustav die Äpfel immer wieder so abwertet. Also antwortet Donald:
Zitat
Toll, deine Banane. ::) Schmeckt dir also besser als ein Apfel, das glaube ich dir sogar. Aber mir nicht. Ich bleibe bei meinen Äpfeln. :besserwisser: Und außerdem bekommt deine Banane doch früher oder später dunkle Flecken. Und was ist denn mit der Herstellung deiner Banane? Mein Apfel wächst nebenan auf dem Baum, der muss nicht erst hierher transportiert werden. Deine Banane ist da viel umweltschädlicher, alleine durch den Transport. Blöde Banane, Äpfel sind da viel besser!
Das führt zu folgender Situation:
1. Donald fühlt sich immer mehr als Obstkäufer zweiter Klasse. Gustavs Beiträge, die die Banane immer wieder weit über die Äpfel stellen, suggerieren ihm, seine Äpfel seien von vorgestern, nichts mehr Wert, eine schlechte Entscheidung. Donald fühlt sich im Forum zunehmend unwohl, da seine Entscheidung pro Äpfel immer wieder in Frage gestellt wird und Gustav ihm das Gefühl gibt, er hätte ja gar keine Ahnung.
2. Für Gustav ist das aber auch eine blöde Situation. Er kann nicht verstehen, wie man sich der Zukunft so dermaßen verschließen kann und wieso Donald die Banane nicht auch besser schmeckt als der Apfel. Donald muss an Geschmacksverirrung leiden. Und die Sache mit dem Transport ist doch auch halb so wild, wird doch alles Mögliche ständig um die Welt verschifft. Wieso versteht Donald Gustav denn nicht und freut sich einfach mit ihm? Auch er fühlt sich zunehmend unwohl im Forum.
Die Lösung
Dass sich beide unwohl fühlen und das immer schlimmer wird, ist nicht nötig. Würde Gustav die Äpfel als eine gleichberechtigte Alternative sehen und akzeptieren, dass Donald diese eben einfach besser schmecken und Donald schätzt, dass sie an Nachbars Baum wachsen, würde es Donald viel besser gehen. Würde Donald Gustav seine Banane gönnen und sich mit ihm an der knallgelben Schale erfreuen, und nicht auf eventuell auftretenden dunklen Flecken rum reiten, würde es Gustav viel besser gehen.
Ich möchte jeden Teilnehmer bitten, sich die Wirkung seiner Beiträge auf andere Mitglieder bewusst zu machen, bevor man diese veröffentlicht! Im Grunde ist es ganz einfach, miteinander auszukommen, wenn man die allgemein gültige Etikette beachtet:
1. Bleibt fair! Stellt euch nicht über Andere. Ihr seid anders, aber nicht besser!
2. Bleibt gelassen! Nehmt nicht gleich alles persönlich und seid nicht gleich eingeschnappt!
3. Lasst euch Zeit! Schlaft über einen Beitrag, wenn er euch bedenklich erscheint, bevor ihr ihn veröffentlicht. Nutzt die Entwurfs-Funktion dazu!
4. Entschuldigt euch unmissverständlich, wenn euch jemand signalisiert, dass er sich von euch auf den Schlips getreten fühlt.
5. Drückt euch klar und deutlich aus und vermeidet allzu komplizierte Formulierungen, die Andere schnell falsch verstehen könnten.
6. Tritt euch jemand auf den Schlips, macht das deutlich! Sagt, was euch stört, und fresst es nicht in euch hinein.
7. Es gibt jederzeit die Möglichkeit, das Team um Hilfe zu bitten, bevor eine Situation eskaliert.
Kopfschüttelnd, Jorin
1 Es gibt auch die Möglichkeit, andere Mitglieder zu ignorieren. Deren Beiträge werden dann ausgeblendet.↵
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 02. März 2015, 11:37
Hallo Jorin!
Danke für deinen Beitrag! Es wäre schön, man könnte die empfohlene Gelassenheit - ja auch Distanziertheit - jeden Tag des Jahres an den Tag legen. Aber wir alle sind ja verschiedene Menschen und Persönlichkeiten, deren diplomatisches Geschick sehr unterschiedlich ist und, da Talentsache, auch bleiben wird. Nicht, dass ich mich nicht verbessern möchte, Aber muss man alles aushalten können, sich alles gefallen lassen? Und schon geht's rund. :-)
Aber warum soll sich jemand nicht entschließen können, sich zu verabschieden? Ich finde das völlig OK, wenn es keinen Spaß mehr macht. Der Spaß ist der Treiber für Beteiligung und man überlegt sich doch, wo man seine Energie hinsteckt.
Ich bestätige meine latente Dünnhäutigkeit, meine gelegentliche höhere Reizbarkeit hier oder auch in anderen Foren, denn ich kenne sie und kenne auch deren Gründe. Ob damals mit dem Prius, oder nun mit dem Tesla, Wenn man sich zum Protagonisten für etwas Neues, Andersartiges macht, kriegt man es sofort und zuverlässig mit zwei Problemen zu tun. Einerseits mit seinen eigenen Engagement. Das führt in der Regel dazu, dass man sich gut mit der jeweiligen Materie, meist in der Tat besser auskennt als - und damit haben wir das zweite Problem - die Ablehner, die man mit seinem aus ihrer Sicht wohl zu lauten Engagement auf den Plan ruft. Diese Unterschiede im Emotionalen und Rationalen müssen quasi zum Streit führen. Wir streiten ja auch gerne hier. Das macht ein Forum erst unterhaltsam und oft erst richtig spannend. Spannung!
In meinem Fall ist es hauptsächlich so, dass mich nicht belegte, vor allem nicht belegbare Behauptungen und Klischees nerven. Das ist aber Forenalltag und gehört zum täglichen Brot des Botschafters für eine Sache, damit hier für mich nicht das Problem.
Das Wort Yaris aus dem Mund eines Tesla-Fahrers ist legitim. Dabei bin ich, wenn ich argumentiere, einfach nur der Holger. Kommt das rüber? Das muss egal sein. Es zählt was genau geschrieben wird. Und ja, ich gehe nicht ins Lexus-Forum, auch nicht ins Yaris Forum, und halte den Leuten ausschließlich Probleme und Bad-case-scenarios vor Augen, die sie gar nicht haben, die ich aus einer Distanz und Unwissenheit beurteile, was auch durch das Schmücken mit "ich vermute" nicht harmloser wird.
Und selbst wenn, legitimiert das nicht, jemanden vor diesem klischeebesetzten Potenzial zu diskreditieren. Zumals es weitgehend ersichtlich scheint, dass dieses Klischeehafte als eine scheinbar willkommene, selbst herbeigedeutete Steilvorlage benutzt wird, um vom Sachlichen wegzukommen und die in den Raum geworfenen Provokationen auf argumentativer Ebene nicht relativieren oder revidieren oder einfach nur ausdiskutieren zu wollen. Also wird konstruiert: e-motion hat gesagt, ein Yaris Fahrer darf hier nicht mitreden. Darauf falle ich nicht rein. Diplomatie nur dem Diskurs, der sie auch verdient. Schade, dass Happy Yaris sich diesem Diskurs nun entzogen hat. Auch wenn noch ein wenig die Fetzen geflogen wären. Spannung! :-) Ich denke aber, wir beide hätten die Kurve gekriegt.
Das Problem ist, wenn es ans Image geht, wenn man sein Gesicht zu wahren hat. Wenn man sich genötigt sieht, Ferndiagnosen nicht so stehen lassen zu dürfen. Da helfen auch keine guten Ratschläge zu Forenregeln mehr. Das muss geklärt werden. Standesdünkel sind eine klare, präzise Unterstellung und eine Beleidigung noch dazu. Übrigens ohne nachfolgende Bitte um Entschuldigung. Dem stellt Sly mit seiner Bekanntgabe des Austritts das Posting gegenüber, das mit seiner Einseitigkeit und den inhaltlichen Missdeutungen das definitiv falsche Bild vermeintlicher Standesdünkel eher noch unterstreicht. Das ist nicht neutral. Neutral wäre, einfach mitzuteilen: "Der User hat uns auf Grund der Auseinandersetzungen in der vorangegangenen Diskussion verlassen."
Ich bin nicht böse mit Sly, will aber ausdrücklich betonen, wie ich das sehe. Also wie das bei mir ankommt. Damit ist es jetzt für mich aber auch gut. Denn wie gesagt: Wir sind halt nur Menschen und wir wollen hier Spaß, nicht Ärger haben. :-)
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: YarisFahrer am 02. März 2015, 17:15
Da über mich spekuliert wird, habe ich mich mal kurz wieder angemeldet, um dies aus meiner Sicht (früher happyyaris) darzustellen.
Ich habe einige Vermutungen im einem Thread "Tesla im Krisenmodus?" aufgestellt, die ich als Diskussion dazu gesehen habe, um eine Erklärung zu finden, warum evtl. Tesla in der Krise ist oder noch in die Krise kommen könnte. In diesem Thread geht es nicht um Fahrberichte zu Tesla.
Dann kam die Aussage
Zitat von: e-motion
Wo steht das Bitte? Das ist wirklich unglaublich. Ich habe bemängelt, dass sich ein Yaris Fahrer berufen fühlt, im Tesla-Thread für miese Stimmung zu sorgen. Er hat übrigens bestätigt, dass er sich kein Model S kaufen will oder das absehbar wäre.
die ich wie folgt kommentiert habe:
Zitat
Das ist nun wirklich unglaublich: "ein Yaris-Fahrer berufen fühlt"? Welche Standesdünkel zeigst Du denn mit dieser Aussage?
Wenn das als Beleidigung verstanden wird, entschuldige ich mich. Ich sehe das Wort Standesdünkel persönlich nicht als Beleidigung. Dieses Wort sagt treffend aus, dass sich jemand herablassend als etwas Besseres ansieht. Ich muss zugeben, dass ich bei offensichtlichem herablassendem Verhalten sehr dünnhäutig bin.
Ich bin hier hauptsächlich anonym unterwegs, weil ich nicht will, dass man Argumente mit Dingen wie Ausbildung, Beruf, etc. in Vermischung bringt. Statussymbole waren mir schon immer ein Graus. Auch ein Grund (neben vielen anderen) sich einen Yaris und kein anderes Auto zu kaufen.
Das Wort Yaris aus dem Mund eines Tesla-Fahrers ist legitim. Dabei bin ich, wenn ich argumentiere, einfach nur der Holger. Kommt das rüber? Das muss egal sein.
Irgendwie kommt das schlecht rüber.
Ich habe Dir schon mal gesagt, dass ich keinerlei Probleme habe, wenn Mängel an einem Auto aufgezeigt werden. Ich finde es sogar gut, wenn man bei einem Produkt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile erkennt. Es steht Dir also frei Mängel beim Toyota HSD und auch bei Tesla aufzuzeigen. Wenn Du meine Threads ansiehst, wirst Du sehen, dass ich meinen Yaris nicht nur positiv sehe.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 02. März 2015, 18:37
Jeder hier kann den Verlauf und den jeweiligen Kontext, in welchen die Zitate eingebunden waren, selber verfolgen. Das unter uns beiden wäre ein endloses Diskutieren um des Kaisers Bart, wenn man immer wieder Sachen in ihren Kontext zurückführen wollte.
Nun, wir haben uns gegenseitig um Entschuldigung gebeten. Ich nehme deine jedenfalls gerne an. Und wir beide haben unseren Standpunkt mittlerweile zur Genüge vertreten können. Ich denke daher und schlage dir vor, dass wir es dabei nun auch beruhen lassen können und uns wieder vertragen. Also. Ein neuer Anlauf? :-)
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: YarisFahrer am 02. März 2015, 18:39
Na, dann wünsch ich dir einen schönen Abend und entschuldige mich sogar noch mal - alleine schon für die ganze Aufregung. ;-)
Ok. Sorry, für die Aufregung. Schönen Abend!
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 02. März 2015, 20:35
Entschuldigt dass ich hier nochmal etwas von meinem Gesülze reinschreibe, aber...
Ich wollte nur sagen, was für saucoole Leute wir hier haben. :applaus:
Ich kann mich Wanderdüne da nur ausdrücklich anschließen :wldn: Vielen Dank auch an Jorin :wldn: Und ich finde es auch gut dass Holger und happyyaris zu einer sauberen Aussprache gekommen sind :wldn:
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 03. März 2015, 08:21
Nun, wir haben uns gegenseitig um Entschuldigung gebeten. Ich nehme deine jedenfalls gerne an. Und wir beide haben unseren Standpunkt mittlerweile zur Genüge vertreten können. Ich denke daher und schlage dir vor, dass wir es dabei nun auch beruhen lassen können und uns wieder vertragen. Also. Ein neuer Anlauf? :-)
Entschuldigt dass ich hier nochmal etwas von meinem Gesülze reinschreibe, aber... ...
och nööö... noch ein Entschuldiger ;D :applaus: jetzt wirds aber langsam eng hier :-X
Nein, Im Ernst, ich finds gut, dass es geklärt wurde, nur so kann wieder Frieden einkehren, der es auch ermöglicht, mal etwas kontrovers zu werden, ohne gleich der Anlass des nächsten Krieges zu werden :wldn:
Gruß Christian
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 05. März 2015, 15:34
Beim Tesla-Thema geht eine Diskussion schnell mal in den Krisenmodus. :-)
Ich bin ja mal gespannt, ob es langfristig Tesla oder andere Hersteller sein werden, die in den Krisenmodus fallen, wenn sich Apple, Google und andere Konzerne, die wir noch gar nicht auf dem Plan haben, für Elektroautos engagieren. Jedenfalls reagieren die etablierten Hersteller auf einen möglichen Neueinsteiger wie Apple nervöser als Tesla. Tesla verspricht sich davon eher Vorteile, während die Etablierten eher eine drohende Konkurrenz in diesem Szenario sehen.
hs
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 05. März 2015, 15:48
Ich bin ja mal gespannt, ob es langfristig Tesla oder andere Hersteller sein werden, die in den Krisenmodus fallen, wenn sich Apple, Google und andere Konzerne, die wir noch gar nicht auf dem Plan haben, für Elektroautos engagieren. Jedenfalls reagieren die etablierten Hersteller auf einen möglichen Neueinsteiger wie Apple nervöser als Tesla. Tesla verspricht sich davon eher Vorteile, während die Etablierten eher eine drohende Konkurrenz in diesem Szenario sehen.
;D Nervosität oder drohende Konkurrenz kann ich hier nicht entdecken. Interessant wird es sein wie stark Volkswagen wirklich den Bereich Hybride und e-Autos bedient. Immerhin will VW nicht nur zahlenmäßig der Größte sein.
"Der Autokonzern, der zu den größten drei der Welt gehört, wolle "nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch die Nummer eins weltweit werden", verkündete er zum Start des Automobilsalons."
Daran sollte man Winterkorn 2016 messen, wenn er dann geht. Mit der MQB Plattform haben sie alle Mittel in der Hand, den Hybrid und e-Auto Markt aufzumischen.
Aber natürlich steckt auch hier nur Gier dahinter.
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 09. März 2015, 11:01
In China scheint sich so ein wenig das Schicksal von TESLA zu entscheiden. Richtigerweise erwartet E. Musk hier wesentlich höhere Verkaufszahlen. Allerdings ist auch die chinesische Konkurrenz (BYD, Chery) stark unterwegs. Wenn von 5.200 EVs im Januar nur 120 oder 2% von TESLA sind, werden die 500.000 TESLA in 2020, die die Gigafactory auslasten sollen, nicht erreicht werden können. Ohne Erfolg in China geht es nicht.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 09. März 2015, 17:13
Why Tesla Motors Inc. Won't Pay for Advertising in 2015
Zitat
After emphasizing during the earnings call that he doesn't believe Tesla will have to pay for advertising this year, Musk dropped one of his typical cryptic comments: "I do have a secret weapon on the demand side that we'll probably start to deploy later this year for demand generation." Of course, he was quick to say such a move wouldn't be "totally necessary" but that it "could be pretty interesting." He wrapped up his incredibly vague preview of this secret asset by saying it could be a "good weapon against the dealers."
Whatever Musk's "secret weapon" for driving demand, it doesn't appear Tesla this year will finally start spending money on advertising. If it does, it's likely to be such a small portion of revenue as to be basically nonexistent. For now, Tesla has a number of marketing tools that are driving substantial demand: an unorthodox retail strategy, satisfied customers, word of mouth, and free test-drives. Why spend money to generate demand when you don't have to?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 09. März 2015, 17:46
Gucken wir halt mal, was geplant ist: http://tesladrivers.blogspot.de/2014/11/news-gigafactory-nimmt-gestalt-an.html + http://www.teslamotors.com/sites/default/files/blog_attachments/gigafactory.pdf
Bauen wollen sie demnach letzlich 500.000 Fahrzeuge/Jahr. Ist das überhaupt realistisch? Glaub schon. Siehe http://www.welt.de/wirtschaft/article136599522/Toyota-und-VW-knacken-die-Zehn-Millionen-Marke.html http://www.rp-online.de/leben/auto/news/die-verkaufszahlen-der-zehn-vw-marken-bid-1.2207445 http://www.welt.de/wirtschaft/article123873276/GM-und-VW-liefern-sich-heisses-Rennen.html
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 09. März 2015, 17:56
Das ist vielleicht nicht die richtige Quelle, zumindest mit starkem Eigeninteresse, oder ;D Hofberichterstatter. Positiv ist nur: sie schreiben es wenigstens gleich dazu.
"Daniel Sparks owns shares of Tesla Motors. The Motley Fool recommends and owns shares of Tesla Motors. "
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 09. März 2015, 20:13
Das ist natürlich Marketing-Gummi, obwohl etwas mehr als gar keine Werbung bei weniger Absatz normal wäre. Hier sehe ich allerdings ein echtes Krisensymptom: http://www.goingelectric.de/forum/tesla-model-s/model-s-kein-doppellader-mehr-t9515.html
Also das können die doch nicht ernst meinen oder?: http://www.teslamotors.com/de_DE/charging
Die erhöhen erst die maximale Motorleistung um 84% und halbieren nun die maximale Ladeleistung aus der Drehstrom-Dose?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: k11 am 10. März 2015, 08:27
Zitat
Die erhöhen erst die maximale Motorleistung um 84% und halbieren nun die maximale Ladeleistung aus der Drehstrom-Dose?
Nein, der Doppellader ist nur nicht mehr dirket in der Bestellliste enthalten. Dafür kostet die Nachrüstung jetzt nur noch so viel wie vorher bei der Direktbestellung. Das hat den Vorteil, man kann es sich erst mal sparen. Wenn man dann feststellt man braucht es doch, kann man es nachrüsten. Das war bisher sehr viel teuerer, so dass man schon bei der Bestellung entscheiden musste Doppellader oder nicht.
Mit den vielen Superchargern (das ist richtiges Schnellladen mit 120 statt 22kW) ist der Bedarf für Doppellader doch deutlich reduziert. Ich habe bisher nur einmal mit 22 kW geladen und das auch nur um auszuprobieren, ob es funktioniert.
Im Übrigen gibt es mittlerweile den CHAdeMO Adapter. In manchen Gegenden ist das die bessere Alternative zu Doppellader.
Also, man hat nun die freie Auswahl und kann jederzeit aufrüsten.
Ich finde das gut!
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 10. März 2015, 09:57
Für Tesla kann es nur teurer werden, den Doppellader so billig wie bisher ab Werk nur noch zur Nachrüstung, auf Rückfrage, anzubieten. Es könnte sein, dass diese Entscheidung nichts mit Sparmaßnahmen zu tun hat, sondern mit aktuellen Forderungen von politischer Seite. Kennen wir das nicht schon:
Eventuell versuchen einige Politiker, wie bei der PKW-Maut, durch das Vordefinieren technischer Standards für Schnelladevorgänge die Grundlagen für ein Überwachungssystem für den Straßenverkehr zu etablieren. Wusste das EU-Parlament überhaupt, was es hier beschlossen hat?: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32014L0094 http://www9.landtag-bw.de/WP15/Drucksachen/3000/15_3071_d.pdf
Hier eine gute Analyse des Entstehens der Misere: www.econstor.eu/bitstream/10419/59880/1/719487021.pdf "So soll der Zustand der Batterie abgerufen, der Zugriff auf das Fahrzeug authentifiziert und das Fahrzeug automatisch identifiziert werden"
Hier ein kleiner Versuch herauszubekommen, was Tesla über seinem Stecker wohl macht: http://www.teslamotorsclub.com/showthread.php/19591-Supercharger-protocol-for-diy-CHAdeMO-adapter
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: k11 am 11. März 2015, 08:07
Zitat
Für Tesla kann es nur teurer werden, den Doppellader so billig wie bisher ab Werk nur noch zur Nachrüstung, auf Rückfrage, anzubieten
Das macht Toyota doch beim Prius schon seit Jahren. Alles Sonderzubehör wird erst in Europa eingebaut. In Tilburg wird doch sowieso erst der Akku zugefügt. Der Doppellader sitzt einfach unter der Rückbank. Außerdem ist das doch Sache von Tesla. Als Geschäftskunde finde ich das natürlich doppelt gut, die 1% Regel geht ja auf den Listenpreis ;D
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 11. März 2015, 15:14
Ich glaube, das hat mehr Hintergrund als eine Einzelfallentscheitung. Die Schnellade-Leistungen aus dem etabliertem Drehstromnetz werden von den Herstellern momentan flächendeckend reduziert oder nicht ausgebaut: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Elektroautos_in_Serienproduktion Die einzigen Großserienfahrzeuge, in die noch 22 kW Drehstrom reingehen sind das Tesla Model S, der Renault ZOE und der Smart Fortwo. Nur bis 2013 gab es den Renault ZOE noch mit 43 kW Drehstrom-Anschluss. Das ältere Modell kann man deshalb kostengünstig und sehr schnell auf vielen Bauernhöfen laden: http://auto.pege.org/2014-ecartec/43-kw-ac.htm
Nachtrag, scheinbar kann man auch den neuen Renault ZOE noch mit 43 kW laden. Aber irgendwie scheint man dafür ein spezielles Kabel zu brauchen, in dem zusätzliche Elektronik drin sein muss. Hier das alte Modell beim 43-KW-Laden: https://www.youtube.com/watch?v=afxjF-jv4DU
Siehe ergänzend auch http://www.sueddeutsche.de/auto/ferngesteuerte-elektroautos-saftlos-auf-knopfdruck-1.1839088 http://www.sueddeutsche.de/auto/datenspeicherung-im-auto-sammelwut-ermoeglicht-fernzugriff-1.1840348
Hinter dieser Kabel- und Ladeproblematik scheint doch etwas mehr zu stecken, als der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 11. März 2015, 16:24
"Wird momentan flächendeckend reduziert."
Das klingt ja so, als hätte ein BMW i3 oder e-UP! vorher schneller laden können.
Da wird nichts reduziert. Die meisten Hersteller haben Autos mit kleinen Batterien und sparen nicht nur dort, sondern auch bei der Ladeleistung an Drehstrom. Nicht mal 11 kW können die meisten deutschen und japanischen E-Autos. Sie können gar nicht 3-phasig laden!
In Japan hat man mit Chademo gleich auf Gleichstromladen gesetzt, was aber immer noch Unsinn ohne Drehstromalternative ist. Und dann sind viele Chademo-Stationen auch noch auf 20 kW begrenzt.
Das ist auch ein Krieg gegen Selbstversorger. Ein Gleichstromladegerät für zu Hause kostet ein Vermögen! Aber man will auch mal zu Hause oder im Büro etwas schneller laden können. Kommt alles mal vor. Dafür ist Drehstrom ideal und vergleichsweise kostengünstig zu installieren. Und m.E. liegt hier genau das Problem:
Den Wechselstrom-Ladestandard so extrem niedrig zu halten, wie die deutschen Hersteller, ist Teil der Strategie Elektromobile weniger anpassungsfähig, kostengünstig und alltagstauglich aussehen zu lassen. Stichwort Eigenkanibalisierung. So lange Verbrennerhesteller mitbestimmen, ja eigentlich sogar maßgebend bestimmen, wie langsam die Elektromobilität funktionieren darf, sehe ich da auch kein Land. Man kann gar nicht genug würdigen, wie gut es ist, einen davon befreiten Hersteller wie Tesla zu haben. Ohne Tesla würden die deutschen Hersteller gar nichts machen. Außer Plug-in Hybride, denn die lassen sich so schön mit dem Spezial-NEDC R101 und zudem noch mit einem Multiplikator im Flottenverbrauch anrechnen - und den ganzen Verbrennerkram kann man trotzdem noch weiterverkaufen.
hs
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 11. März 2015, 18:14
Das ist auch ein Krieg gegen Selbstversorger. Ein Gleichstromladegerät für zu Hause kostet ein Vermögen!
Um mal eine Zahl zu nennen: Der "22kW-Bordlader mit Schnellladefunktion" kostet beim Smart ED momentan 3.060,00 € Aufpreis. Das ist, verglichen mir den üblichen Kosten für so leistungsstarke Gleichstromladegeräte, relativ günstig. Bei Tesla scheint es auf einen ähnlichen Preis pro kW hinauszulaufen, denn 11kW Ladeleistung sind ja schon serienmäßig verbaut. Der Renault ZOE scheint hier besonders günstig, denn das ganze Auto ist inkl. 43 kW Wechselstrom-Ladeleistung, die einem Wert von ca. 6000 Euro entsprechen könnten, ohne Batterie ab 21.700,– € zu haben. Scheinbar drückt die Produktion in größeren Stückzahlen den Preis erheblich.
Zum scheinbar geplanten Datentransport über das Ladekabel siehe: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektromobilitaet-Nutzer-sorgen-sich-um-Privatsphaere-2413347.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom http://www.energy20.net/pi/index.php?StoryID=317&articleID=205861 "Dieser Datenaustausch erfolgt zum einen in Form einer Signalisierung durch ein Rechteck-Signal auf einer Pilot-Leitung, was im Wesentlichen für das AC-Laden technisch ausreichend ist. Zum anderen wird für das DC-Laden eine erweiterte Kommunikation benötigt, weil in diesem Fall die Kommunikation Bestandteil der aktiven Laderegelung wird. Für die Beschreibung der Kommunikation zwischen Ladesäule und Fahrzeug ist die Norm ISO/IEC 15118 vorgesehen."
http://www.smart-v2g.info/blog/?p=561 "Daten-Sicherheit beim vertragsbasierten Laden mittels der ISO/IEC 15118" -> "Zertifikatskonzept gemäß ISO/IEC 15118-2" -> Fahrzeugproduktion: * "Erstellung eines OEM Provisioning Zertifikats" (individuell für jedes Elektrofahrzeug) * "Übergabe Zertfikats‐ID (Zert.-‐ID) an Kunde" * "z.B. Info-Blatt, Fahrzeughandbuch" * "Abschluss eines Ladestromvertrags" (Zert.-‐ID)
http://www.hafencity.com/upload/files/files/HafenCity_Praxisleitfaden_Elektromobilitaet.pdf "Ist eine Identifizierung notwendig?" "Bei gemeinschaftlicher bzw. öffentlicher Nutzung ist eine Identifizierung des jeweiligen Nutzers oder Fahrzeugs notwendig."
Warum? Ich brauche doch auch keine Identifizierung, um ein Brötchen zu kaufen. Nach meiner Meinung wird hier von staatlichen Stellen versucht, ein kombiniertes Schnüffel- und Kontrollsystem als Ladestandard für Elektrofahrzeuge zu etablieren. Und dabei ist Tesla eventuell als Konkurrent im Weg, weil die den geplanten Aufwand zur Überwachung und Kontrolle der Ladevorgänge mit ihrer Strom-Flatrate wegrationalisieren. Somit fehlt bei diesen Fahrzeugen die gesetzlich notwendige Begründung, um die Identifizierung überhaupt zu machen, siehe http://dejure.org/gesetze/BDSG/3a.html
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 14. März 2015, 10:47
Jetzt musste auch der Chef vom Vertrieb sich "neu orientieren". TESLA macht gerade die Phase vom Selbstläufer - getragen von starkem Wachstum - zu einem Unternehmen, dass aktiv sein Produkt verkaufen muss - in einer Phase der Stagnation, auch beim Börsenkurs - durch. Jetzt zeigt sich, ob TESLA durchhält oder E. Musk doch lieber bald verkauft.
Und es wird nicht einfacher bezw. es bleibt spannend
- der Markt der günstigeren EVs wird mehr und mehr besetzt. Wenn das Model 3 kommt, ist der Markt von Nissan / Golf und Co. weitgehend besetzt. - der Ölpreis bleibt niedrig - Model X ist spät - ganz neue Konzepte kommen von Google oder Apple? - die Plug-in Hybride kommen auf breiter Front (VW, Audi, Mercedes, ...)
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 14. März 2015, 17:43
Und es wird nicht einfacher bezw. es bleibt spannend
- der Markt der günstigeren EVs wird mehr und mehr besetzt. Wenn das Model 3 kommt, ist der Markt von Nissan / Golf und Co. weitgehend besetzt. - Model X ist spät - ganz neue Konzepte kommen von Google oder Apple? - die Plug-in Hybride kommen auf breiter Front (VW, Audi, Mercedes, ...)
Gruß
Wanderdüne
Das sind doch Argumente, warum es einfacher wird!
Zitat
- der Markt der günstigeren EVs wird mehr und mehr besetzt. Wenn das Model 3 kommt, ist der Markt von Nissan / Golf und Co. weitgehend besetzt.
Sehe ich genau anders. Wenn Golf & Co, das Elektroauto hoffähig machen, wächst der derzeit noch winzige Markt stärker und erzieht zu einer Offenheit - gegenüber E-Mobilen an sich, aber natürlich auch gegenüber Teslas Elektroautos.
Zitat
- ganz neue Konzepte kommen von Google oder Apple?
Was Tesla hilft. Sorgen wegen Apple oder Google sollten sich besser die Anbieter konventioneller Antriebe machen. Oder meinst du, die Apple und Google Autos werden dieseln?
Zitat
- die Plug-in Hybride kommen auf breiter Front (VW, Audi, Mercedes, ...)
Und keiner will erkennen, dass sie eher den Markt für Elektroautos öffnen? Irgendwann kommt der Punkt der Erkenntnis, dann wollen die Leute nicht mehr für zwei Antriebssysteme und das Wartungskonzept des Verbrenners zahlen.
Das größte Problem der Elektromobilität ist, dass sie nicht verstanden wird. Zumal ganze Heerscharen von PR-Spezialisten, Journalisten und Skeptiker dafür Sorge tragen, dass das noch eine Zeit lang so bleibt.
Kein vernünftiger Mensch will Konsequenzen wie den zu schnellen Verlust von Millionen Arbeitsplätzen in der Verbrennerindustrie und ihrer Peripherie. Gleichzeitig ist das Elektroauto aber immer noch sehr überzeugend. Also muss man dauernd was negatives herbeistricken und z.B. die Veränderungen in der Infrastrruktur und im Nutzungsverhalten so schwierig wie möglich ausmalen und gestalten. :-)
Zitat
- der Ölpreis bleibt niedrig
Ja, das Geld regiert die Welt. Wie lange noch darf das Öl als billig gelten? Es könnte ja sein, dass man den Ölpreis künstlich hebt, wenn weiter so gerne gedieselt wird. Diesel ist immer noch subventioniert. Die Diskussion, das zu ändern läuft inzwischen sogar ernsthaft.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 16. März 2015, 09:24
Hier noch mal etwas zum Thema. Das wird ein Prüfstein, ob Tesla auch im differenzierten Markt in Europa und im speziellen chinesischen Markt bestehen kann.
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 17. März 2015, 13:29
Und es geht weiter... Interessant hierbei ist der Hinweis auf a) die hohen Importzölle in China und b) den zu geringen Fussraum im Fond, da solche Fahrzeuge in China Chauffeurslimousinen sind. Nicht umsonst werden dort C-Klasse, A6 oder S-Klasse in der Lang-Version verkauft.
Tja, wenn man sich mit einem Markt nicht auseinandersetzt sondern nur an sein woanders erfolgreiches Produkt glaubt, kann (oder muss) man scheitern. Und dann sind für E. Musk mal schnell die Mitarbeiter vor Ort Schuld. Dabei waren weder die Importzölle noch die Struktur des chinesischen Luxusmarktes mit den langen Versionen geheimnisvoll oder überraschend neu. Da steigt der Käufer im Autohaus zuerst hinten ein. Alles bekannt.
"Der Fisch stinkt vom Kopf" - das gilt auch hier. Wer ohne Lang-Version für über 100T USD in China antritt, hat einen konzeptionellen Fehler gemacht und kann das wohl kaum auf seine Mitarbeiter schieben. Insofern ist die neue Struktur im Vertrieb bei TESLA auch logisch und richtig.
Nur das Gerede vom schlechten Vertrieb in China und dessen falschem Gerede über Ladeschwierigkeiten ist arg heuchlerisch. Wenn man weniger verkauft als geplant, braucht man auch nicht so viele Leute und kann sie nicht wirtschaftlich rechtfertigen. Dann muss man betriebsbedingt entlassen. Nur das passt natürlich nicht in die "mein Börsenkurs muss steigen"-Story und dann ist es doch einfacher die Misere auf schlechte Mitarbeiter zu schieben. Und die Mitarbeiter rennen mit dem Stempel "versagt wegen Blödheit" herum, :icon_fred_ironie: während Herr Musk es ja so viel besser weiß. :icon_fred_ironie: ENDE. Ganz schön fies, der E. Musk. Oder anders gesagt: keinen Deut besser als die anderen Konzernlenker.
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Princo am 17. März 2015, 19:41
Musk hat(te) zweifelsohne eine tolle Idee. Mit einem teuren Sportwagen zu starten war bestimmt auch eine gute Idee, denn so kommen die Investitionskosten schnell wieder rein. Zeitgleich hat er es aber verpasst einen Wagen fürs Volk zu entwickeln. Keine Firma im Pkw-Sektor hat es leicht, wenn diese nicht ein Ford-T oder VW-Käfer im Programm haben.
Zwei mögliche Volks-Batterieautos:
Der Cityflitzer: 80km Reichweite, max. 80km/h schnell, 2 Sitzplätze, vier Getränkekisten. Für Notfälle einen kleinen Benzin Unterflurmotor der Strom über einen Generator zur Verfügung stellt: max. 50km/h / Reichweite 80km. Max. 15T€
Den Benzin Unterflurmotor wird so gut wie niemand benötigen, weil die meisten Autos täglich viel kürzere Strecken bewegt werden. Dieser dient für die ersten Jahre (neue Fahrzeugklasse) als psychologische "Stütze" - Mann/Frau kann ja weiter fahren, wenn man muss oder will ;D Das ist ähnlich wie mit der Handkurbel für das Anlassen des Motors. Diese gab es standardmäßig auch noch ein paar Jahre nach der Einführung des elektrischen Anlassers ...
Grüße, Sven
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 17. März 2015, 20:07
Und es geht weiter... Interessant hierbei ist der Hinweis auf a) die hohen Importzölle in China und b) den zu geringen Fussraum im Fond, da solche Fahrzeuge in China Chauffeurslimousinen sind. Nicht umsonst werden dort C-Klasse, A6 oder S-Klasse in der Lang-Version verkauft.
Tja, wenn man sich mit einem Markt nicht auseinandersetzt sondern nur an sein woanders erfolgreiches Produkt glaubt, kann (oder muss) man scheitern. Und dann sind für E. Musk mal schnell die Mitarbeiter vor Ort Schuld. Dabei waren weder die Importzölle noch die Struktur des chinesischen Luxusmarktes mit den langen Versionen geheimnisvoll oder überraschend neu. Da steigt der Käufer im Autohaus zuerst hinten ein. Alles bekannt.
"Der Fisch stinkt vom Kopf" - das gilt auch hier. Wer ohne Lang-Version für über 100T USD in China antritt, hat einen konzeptionellen Fehler gemacht und kann das wohl kaum auf seine Mitarbeiter schieben. Insofern ist die neue Struktur im Vertrieb bei TESLA auch logisch und richtig.
Nur das Gerede vom schlechten Vertrieb in China und dessen falschem Gerede über Ladeschwierigkeiten ist arg heuchlerisch. Wenn man weniger verkauft als geplant, braucht man auch nicht so viele Leute und kann sie nicht wirtschaftlich rechtfertigen. Dann muss man betriebsbedingt entlassen. Nur das passt natürlich nicht in die "mein Börsenkurs muss steigen"-Story und dann ist es doch einfacher die Misere auf schlechte Mitarbeiter zu schieben. Und die Mitarbeiter rennen mit dem Stempel "versagt wegen Blödheit" herum, :icon_fred_ironie: während Herr Musk es ja so viel besser weiß. :icon_fred_ironie: ENDE. Ganz schön fies, der E. Musk. Oder anders gesagt: keinen Deut besser als die anderen Konzernlenker.
Gruss
Wanderdüne
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal machen würde, aber hier muss ich Holger beispringen. Für mich klingen diese Beiträge vor allem nach deutscher Überheblichkeit. Wo ist das Deutsche Elektroauto, welches global seinen Eindruck hinterlässt?
Wie erfolgreich ist denn der Volkswagen Konzern in Nordamerika? Wie viele Fahrzeuge verkaufen Mercedes/BMW außerhalb ihrer Nobelhobel Segmente?
Es ist gerade mal 2 Jahre her, da hat der chinesische Unmut deutsche Hersteller getroffen Link (http://www.n-tv.de/auto/Deutsche-Autos-stinken-Chinesen-article10356481.html). Man sollte sich deswegen nicht zu sehr in Schadenfreude üben, das kann schnell zurückkommen wie ein Bumerang.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 17. März 2015, 20:28
Für mich klingen diese Beiträge vor allem nach deutscher Überheblichkeit. Wo ist das Deutsche Elektroauto, welches global seinen Eindruck hinterlässt?
Hier geht es doch gar nicht um deutsche Autos und auch nicht um die TESLA-Fahrzeuge. Und die Beiträge sind auch nicht alle deutsch sondern auch englisch. Es geht um die Möglichkeit, dass es bei TESLA eine Krise gibt - und die Anzeichen dafür. Und den Umgang von TESLA damit, wenn es denn eine Krise ist.
Und das ist deshalb so spannend, gerade weil TESLA so positiv revolutionär ist und so gute Erstlings-Fahrzeuge macht ABER auch ein solches Geheimnis über Verkaufs- und Produktionszahlen. Da macht die Spekulation einfach doppelt Spaß. Mit meiner Vermutung, dass dahinter reines Börsenjonglieren steht, halte ich ja nicht hinterm Berg.
Und wenn der Verkauf von BMW Nobelhobeln oder Mersern in Nordamerika hier jemand interessiert, kann man doch einfach ein neues Thema erstellen, hier hätte es wohl nix zu suchen.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 18. März 2015, 22:03
"Der Fisch stinkt vom Kopf" - das gilt auch hier. Wer ohne Lang-Version für über 100T USD in China antritt, hat einen konzeptionellen Fehler gemacht und kann das wohl kaum auf seine Mitarbeiter schieben.
Ja, ganz einfach. Allerdings passen ein Geschäftswagen mit Fahrer und längere Ladezeiten ohnehin kaum zusammen. Als Freizeitfahrzeug bzw. Sportwagen ist der Tesla sehr gut geeignet, aber kaum als regelmäßige Langstrecken-Reiselimousine.
Siehe auch http://teslamag.de/news/china-tesla-motors-model-s-2694
"Die Kunden hatten ihre ursprüngliche Bestellung storniert, um anschließend das neue Top-Modell zu bestellen. In vielen Fällen jedoch, wurde die Erstbestellung dennoch nach China geliefert."
Das wäre natürlich ein Eigentor: "Ein Mitarbeiter hält die Verantwortlichen gar für “dickköpfig”." "Musk “zu autoritär und ungeduldig” für den komplizierten chinesischen Markt."
"Zum einen könnte man diese Fahrzeuge mit einem Rabatt von 20 Prozent anbieten" "Vorschläge wurden von den Verantwortlichen in den Vereinigten Staaten abgelehnt"
Dass ist doch ganz normal, wenn unangekündigt ein neues Modell auf den Markt gebracht wird, sinkt das Interesse am Vorgänger schlagartig. Und er lässt sich nur noch mit erheblichen Preisnachlässen verkaufen. Die Erstbesteller sind verprellt, und die Neuinteressenten auch.
Dazu kommt, dass Tesla erst im Jahr 2014 begonnen haben kann, nach China zu liefern: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektroautohersteller-Tesla-will-nach-China-expandieren-2087546.html
Mitten im Anlauf dort kommt das neue Modell, das geht natürlich schief. Und dazu das: http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/china-bremst-tesla-aus/
"Das Model S, ein anderes gibt es noch nicht von Tesla, wird in den USA für 70.000 Dollar verkauft. In China kostet der elektrobetriebene Wagen allerdings 120.000 Dollar." +71,4%?
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroautos-die-fuenf-draengendsten-probleme-bei-tesla-a-1024054.html "Im Sommer 2014 stoppte Tesla wie geplant die Produktion wegen der Umstellung auf eine neue Fertigungsstraße. Das Hochfahren der neuen Straße dauerte allerdings länger als erwartet"
Wenn die Produktion des neuen Modells noch nicht lief, konnten sie wohl zeitweise nur das bisherige Modell liefern. Vermutlich haben die Chinesen deshalb nun 2301 leicht veraltete Fahrzeuge, die sie zu überhöhten Preisen verkaufen sollen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 20. März 2015, 10:52
So, die lang erwartete Pressekonferenz ist gemacht. Das TESLA mit SW-updates zusätzliche Features im Auto freischaltet ist ja wohl so was von super! :applaus: Auch haben - aber nicht übers www! Obwohl, vielleicht würde ich mich daran auch gewöhnen.
Ansonsten wenig spektakulär. Die Reichweitenangst wird über zusätzliche Informationen gemildert - zu Ende wird der ängstliche Blick auf die verbleibende Reichweite wohl erst sein, wenn das SC oder andere Schnellladenetze dichter gewebt sind....
Die Äussereungen zum autonomen Fahren sind wiederum eine echte TESLA Börsengschichte. So wie es im letzten Absatz steht, wird nur das automatisierte Staufahren und Gefahrenbremsen wirklich implementiert. Das kann die E-Klasse seit 2013 auch, und noch mehr. Das allein ist allerdings schon mehr als man bei manchem anderem Premium-Hersteller derzeit bekommt. Und teuer bezahlen muss. Warum muss man dann noch so dick auftragen?
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 20. März 2015, 11:43
Ich war hier schon raus. Aber das geht mir jetzt doch zu weit.
Tesla nicht verstehen zu wollen, ist eine hohe Kunst. Deswegen gibt es ja diesen Thread.
"Das kann die E-Klasse auch"
Ja, toll. Dann übersetze ich mal, was die Mercedes auch können.
Du kaufst 2014 eine E-Klasse. Dann kündigt Mercedes an, demnächst für alle Versionen der E-Klasse einen Assistenten einzubauen. Alleine "in alle Versionen" ist schon befremdend. Aber darum geht es nicht. Du musst nun nur noch die nächsten E-Benz Mopf-Modelle, vielleich die nächste Modellgeneration abwarten, dann deinen verkaufen und den neuen bezahlen. Das machst du natürlich nicht, denn der Wertverlust deines nur halbjährigen und einjährigen E-Benz ist so hoch, dass es dumm wäre, dass Auto nur wegen des neuen Assistenten zu verkaufen. Also fährst du weiter ohne, der Tesla Pilot fährt mit.
Warum auch große Worte um ein völlig neues Navisystem, Totwinkel-Assistent, Notbremsassistent online für Umme und sofort per Online-Update im eigenens bereits gekauften Auto? Das automatisierte Staufahren gab es übrigens schon vor diesem Update. Aber warum große Worte darum, auch dass mit 7.0 noch mehr Assistenz, wie automatisiertes Lenken kommen wird? Meine E-Klasse kann das ja auch.
Und vor allem kann meine E-Klasse ja auch mit 400-700 PS und Allrad abgasfrei und leise loslegen. Benzin braucht meine E-Klasse ja nur selten. Wenn man diesen einen Plug-in Hybrid hat und dank passendem Fahrprofil den Verbrenner nur spazieren fährt. Aber, oops. Diese E-Klasse gibt's ja gar nicht. Das ist ja ein S500.
Viel Spaß beim weiteren Vergleich zwischen Mercedes und Tesla. Weiter viel Spaß beim Schlechtreden von Tesla! Ich zieh mich jetzt wieder aus diesem Thread zurück, vielleicht bis Update 7.0. :-)
hs
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 20. März 2015, 11:50
Du kaufst 2014 eine E-Klasse. Dann kündigt Mercedes an, demnächst für alle Versionen der E-Klasse einen Assistenten einzubauen. Alleine "in alle Versionen" ist schon befremdend. Aber darum geht es nicht. Du muss nun die nächsten E-Benz Mopf-Modelle abwarten, dann deinen verkaufen und den neuen bezahlen.
Sorry, Holger, aber das ist doch zu 99% bei jedem Auto so! Dass nun einzig Tesla das anders macht (und dank der umfangreichen Vernetzung auch kann), ist eine einmalige Sache und davon profitierst du jetzt auch zum ersten Mal. Erinnere dich doch mal an deine vorherigen Fahrzeuge, Twizzy eingeschlossen. Die können auch nicht per Update derart modernisiert werden. War aber doch trotzdem okay, oder?
Das jetzt als total veraltet und blödsinnig hinzustellen, so wie es momentan wieder mal klingt, empfinde ich nun auch nicht gerade als fair.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 20. März 2015, 11:58
Hab ich geschrieben, "der Twizy kann das auch" ? Unfair, ich werf mich weg.
Aber keine Sorge, ich bin hier raus.
Grüße Holger
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 20. März 2015, 12:00
Nö, hast du nicht geschrieben. Du hast geschrieben: "Schmeiß den Mercedes weg, wenn du Updates willst." Schmeißt du auch deinen Twizzy weg, weil der das nicht so schön kann wie dein Tesla?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 20. März 2015, 12:17
Das TESLA mit SW-updates zusätzliche Features im Auto freischaltet ist ja wohl so was von super! :applaus: Auch haben - aber nicht übers www! Obwohl, vielleicht würde ich mich daran auch gewöhnen.
Das allein ist allerdings schon mehr als man bei manchem anderem Premium-Hersteller derzeit bekommt. Und teuer bezahlen muss.
Und das?
Es ging mir doch gar nicht um TESLA Model S als Fahrzeug. Hier ging es nur um die Assistenzysteme. Da kam dann der Vergleich mit der E-Klasse. Habe allen Respekt vor TESLA s Leistung und den Fahrzeugen. Ich bin halt nur so ein Börsen-Feind ;D .
Gruß
Wandedüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KSR1 am 22. März 2015, 23:33
... "Das Model S, ein anderes gibt es noch nicht von Tesla, wird in den USA für 70.000 Dollar verkauft. In China kostet der elektrobetriebene Wagen allerdings 120.000 Dollar." +71,4%? ...
Ist sichergestellt, das es sich um das exakt gleiche Modell handelt? Sind externe Einflüsse wie Steuern außen vor?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 23. März 2015, 00:33
Also zuletzt hieß es, dass in China für ausländische Elektrofahrzeuge ein 10% Steueraufschlag gilt Link (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/china-besteuert-weiter-importierte-e-autos-a-989461.html)
Hier ist auch nochmal die Preisstrategie aufgeführt Link (http://thenextweb.com/asia/2014/01/23/tesla-reveals-china-pricing-for-model-s-with-minimal-markup-admits-it-could-charge-more/)
Der Protektionismus in China is offener und direkter als Beispielsweise in Europa mit deren Hubraum- und CO2-Besteuerung. Die können es sich leisten zu sagen "Entweder ihr macht mit unseren heimischen Firmen Joint-Ventures, oder ihr habt Pech gehabt und tragt die Konsequenzen".
Ohne einheimische China Kontakte und deren Guan-Xi Beziehungen (z.B. ein Jahr lang ergebnislos Geschäftspartner allmonatlich zum Essen einladen, Geschenke für die Tochter/den Sohn vorbeibringen oder andere Gefälligkeiten die bei uns einfach unter Bestechung laufen würden) ist man in China aufgeschmissen.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 30. März 2015, 14:03
Es scheint in China für TESLA nicht einfacher zu werden, eher schwieriger. Wenn es wirklich nur ca. 250 Zulassungen im Februar in CHN sind, bin ich mal gespannt, wie es weiter geht.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: YarisFahrer am 30. März 2015, 17:28
Es scheint in China für TESLA nicht einfacher zu werden, eher schwieriger. Wenn es wirklich nur ca. 250 Zulassungen im Februar in CHN sind, bin ich mal gespannt, wie es weiter geht.
Die Frage ist, was Tesla macht, um die verlorenen Kunden (die die gekündigt haben, aber nicht neu angeschlossen haben) wieder zurückzugewinnen. Neben den von KaizenDo richtig angegebenen Guanxi müsst Tesla noch mehr tun als nur einen Executive-Sitz anbieten. Preissenkungen wären da vermutlich ein Anfang, helfen aber evtl. nicht ohne weitere Maßnahmen.
Ich bin mal gespannt.
@KaizenDo: Was würdest Du als Asienversteher als richtige Maßnahme erachten?
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 30. März 2015, 17:45
Eine Möglichkeit für die Chauffeursfahrzeuge wäre: vom Wettbewerb lernen.
Ohne jetzt über Sinn und Unsinn zu diskutieren (nur einmal konnte ich den Kommentar nicht zurückhalten) sind hier lauter Sachen, die TESLA wohl noch nicht kann:
- Multikontur und Massagesitze - Beifahrerlehne umklappen, Sitz nach ganz vorne - elektrische Sonnenblenden - Tische, Kühlfach, Liegesitze - Beduftung :icon_doh: :applaus:
dazu noch Split-View, WLAN, separates Telefonmodul usw.
Von der Qualität der Sitze und des Leders sowie der Verarbeitung ganz abgesehen, hat TESLA noch einen langen Weg vor sich.
Gruss
C.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: e-motion am 30. März 2015, 18:11
https://www.youtube.com/watch?v=pzRJyFhFzvk
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 30. März 2015, 21:01
Danke für den Originalton. Seine nicht so gestelzte und gestylte, etwas stammelige Rede macht ihn mir glatt sympathisch.
Wenn er dann allerdings behauptet, dass sein Unternehmen das kompetenteste Team für autonomes Fahren hat, schneidet er doch etwas auf. Weder sind die TESLA heute soweit wie ein Mercedes, Audi oder BMW. Noch sind die nachgewiesenen autonomen Fahrleistungen in Testfahrzeugen besonders. Eher etwas spät dran. Etwas Bescheidenheit und Respekt vor den Leistungen der Wettbewerber gehört wohl nicht zum üblichen Repertoire. Vor allem wenn man wichtige Teile wie die Lenksäule von Mercedes übernehmen konnte.
Da passt jetzt gerade das dazu: http://www.automobil-produktion.de/2015/03/zuschlag-erteilt-delphi-fertigt-zfas-fuer-audi/
Da bin ich mal gespannt, ob Apple und TESLA was zusammen auf die Beine stellen. Das wäre dann so richtig spannend. Dann schließen sich vielleicht Volkswagen und Toyota zusammen ;D ...
Eigentliches Ziel von E. Musk ist wohl weiterhin das Weltall - und nicht das irdische rumgefahre.
Gruß
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 30. März 2015, 21:24
Die Frage ist, was Tesla macht, um die verlorenen Kunden (die die gekündigt haben, aber nicht neu angeschlossen haben) wieder zurückzugewinnen. Neben den von KaizenDo richtig angegebenen Guanxi müsst Tesla noch mehr tun als nur einen Executive-Sitz anbieten. Preissenkungen wären da vermutlich ein Anfang, helfen aber evtl. nicht ohne weitere Maßnahmen.
Ich bin mal gespannt.
@KaizenDo: Was würdest Du als Asienversteher als richtige Maßnahme erachten?
Dazu kann ich leider nicht viel sagen, außer dass die Chinesen im inneren ein stolzes Volk sind. Sie sind sich ihrer Wirtschaftsmacht bewusst und lassen die Ausländer nach ihren Regeln spielen (Joint Ventures, GuanXi, Langvarianten Limousinen, und mehr). Wer nicht mitspielt oder wer sich zu deutlich an die Spitze setzt wird von der chinesischen Regierung und den chinesischen Medien schnell in die Realität zurückgeholt (Anti-Japan Proteste, "Deutsche Autos stinken", Importzölle, Preisbeschränkungen).
Was soll da die richtige Maßnahme sein? Medienwirksames Kotau - wodurch man kurzfristig den chinesischen Stolz pflegt, sich aber im Heimatland USA unbeliebt macht und den Europäern (Ich nehme jetzt mal die Wanderdüne und Mercedes als Beispiel) ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert. Letztendlich wollen Chinesen eigene starke Elektrofahrzeuge - ein Statussymbol wie Audi, BMW oder Mercedes ist dort nur solange ein Statussymbol, bis es in Ungnade fällt *schnüffel*.
Meine persönliche Meinung - und fernab einer Vorhersage - ist, dass Tesla hier Prioritäten setzen sollte. Welchen Markt und welchen Kundenkreis möchte man und wieviel ist einem das Wert? Zahlenmäßig ist der Absatz in China am größten, wertmäßig sind nach wie vor die USA der größte Markt der Welt pro verkauftem Fahrzeug. Deutsche Hersteller - allen voran Volkswagen machen in China gute Geschäfte, wenn sich dort allerdings das Geschäftsklima verändert sieht es ganz schnell ganz düster aus. Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht hierher.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 31. März 2015, 10:49
Diesen Fahrzeugtest wollte ich euch nicht vorenthalten. Wo sieht man schon mal den Fond einer S-Klasse in Vollausstattung in Licht-Funktion? Ein wenig kann man dann verstehen, warum sich die Besitzer hinten im TESLA eher trist und karg aufgehoben vorkommen.
ab 7:30 wird es bunt...
https://www.youtube.com/watch?v=z87U8qVxNio
Gruss
Wanderdüne
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 31. März 2015, 13:48
Trist und karg aufgehoben vorkommen? Natürlich kann man mehr Luxus verbauen, wenn der Antrieb billiger ist. Sehe da ganz andere Probleme beim Benz, die man als Neuwagenkäufer nicht unbedingt mitbekommt. Die Hände so wie demonstriert vom Lenkrad wegnehmen, davon kann ich ohnehin nur abraten. Beim Tesla gefällt mir persönlich erstmal die rote Farbe des Vorführwagens nicht, physikalisch betrachtet die schlechteste Wahl. Was mir gefällt, der voraussichtlich relativ niedrige Verbrauch, auch in der Werkstatt, die nonexistente Abgasanlage und das Motorengeräusch.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Wanderdüne am 01. April 2015, 17:57
Diesen Fahrzeugtest wollte ich euch nicht vorenthalten. Wo sieht man schon mal den Fond einer S-Klasse in Vollausstattung in Licht-Funktion? Ein wenig kann man dann verstehen, warum sich die Besitzer hinten im TESLA eher trist und karg aufgehoben vorkommen.
ab 7:30 wird es bunt...
https://www.youtube.com/watch?v=z87U8qVxNio
Gruss
Wanderdüne
Der Tesla ist eine sportliche Limousine der oberen Mittelklasse, während die Mercedes S-Klasse das Luxusflaggschiff im Segment darstellt. Was will man bei zwei verschiedenen Zielsetzungen denn da vergleichen? Ich kann auch ein Vergleich stellen zwischen einem Toyota Alphard Executive Lounge und dem Mercedes, bei dem der Alphard in Sachen Komfortfaktor die S-Klasse sowas von an die Wand klatscht... aber wozu? Das sind auch zwei unterschiedliche Zielsetzungen - man muss schon objektiv bleiben :)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: YarisFahrer am 01. April 2015, 22:38
Der Tesla ist eine sportliche Limousine der oberen Mittelklasse, während die Mercedes S-Klasse das Luxusflaggschiff im Segment darstellt. Was will man bei zwei verschiedenen Zielsetzungen denn da vergleichen?
Hast Du die Tabelle im Video bei 2:05 gesehen? Man hat zwei Autos der Luxusklasse mit annähernd gleicher Motorleistung verglichen, bei der Tesla-Model-S mit $127.270 sogar noch teurer als der Mercedes S550 $123.995 war.
Das Kraftfahrtbundesamt hat den Tesla in die Oberklasse eingestuft: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/teslas-model-s-misst-sich-mit-mercedes-s-klasse-und-7er-bmw-a-954748.html
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 01. April 2015, 23:51
Hast Du die Tabelle im Video bei 2:05 gesehen? Man hat zwei Autos der Luxusklasse mit annähernd gleicher Motorleistung verglichen, bei der Tesla-Model-S mit $127.270 sogar noch teurer als der Mercedes S550 $123.995 war.
Das Kraftfahrtbundesamt hat den Tesla in die Oberklasse eingestuft: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/teslas-model-s-misst-sich-mit-mercedes-s-klasse-und-7er-bmw-a-954748.html
Mit dem Unterschied, dass der Preis beim Mercedes aus einem Standard-Verbrenner plus Ausstattung besteht, während der Preis des Tesla S hauptsächlich aus einem technologisch fortschrittlichen Elektro-Antriebstrakt besteht. Wollen wir demnächst einen Toyota Mirai mit einem Volkswagen Jetta vergleichen weil beide Stufenheck Limousinen sind und beide zufällig die gleiche PS-Leistung haben?
Ich glaube wir sind intelligent genug, um die absichtlich gestellten Milchmädchenrechnungen heimischer Hersteller zu durchschauen. Für deren Motivation gibt es interessante Parallelen...
https://youtu.be/ImVwd6RPudc
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: YarisFahrer am 02. April 2015, 06:59
Mit dem Unterschied, dass der Preis beim Mercedes aus einem Standard-Verbrenner plus Ausstattung besteht, während der Preis des Tesla S hauptsächlich aus einem technologisch fortschrittlichen Elektro-Antriebstrakt besteht.
Interessiert den Kunden aber in der Regel nicht wirklich. Und Tesla möchte ja Kunden von konventionellen Antrieben weg ziehen, also ist die Zielgruppe klar der bisherige Fahrer von 7er BMW, S-Klasse und Audi A8.
Sollte Teslas Zielgruppe für das Model S aber eher die 5er, A6 und E-Klasse-Klientel sein, dann hat man als potentieller Käufer eben mit saftigem E-Antrieb-Aufpreis zu rechnen, den man ausgeben wollen muss, sonst wirds derzeit eher nix mit Tesla.
Ich weiß es nicht, wie Tesla da denkt. Ich weiß aber, dass der Vergleich unter diesem Gesichtspunkt (gleiche Preisklasse und gleiche Leistungsklasse) schon erlaubt sein sollte.
Und ja, ich finde die S-Klasse innen auch tausendmal exklusiver und luxuriöser als den Tesla.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 02. April 2015, 19:21
Wo steht dass, das Tesla Käufer von S-Klasse, 7er BMW und Audi A8 abwerben möchte? Ich habe nichts dergleichen gehört und wenn man sich die typischen Tesla Kunden ansieht, sind das aufgeschlossene Leuten welche die Technik toll finden oder auch was für die Umwelt tun wollen.
Ich erinnere an ein bekanntes Video, indem ein Prius gegen einen BMW auf einer abgesperrten Strecke antrat. Beim Prius wurde dauernd das Gaspedal durchgetreten, während der BMW hinterherfuhr. Da der BMW dabei weniger verbrauchte bescheinigten die Tester dem Prius eine schlechte Effektivität. Gebildete Leser wissen, dass wir im Alltag relativ wenig auf abgesperrten Rennstrecken oder Flughafengeländen unterwegs sind und auch kaum dauernd Vollgas fahren. Welchen Sinn hatte also der Test? Wohl am Ende nur das verletzte Ego der anderen Hersteller sowie der Möchtegern-Rennfahrer aller Marken zu verarzten.
Müssen wir als Hybridpiloten so einen gestellten Schwachsinn dann noch ernsthaft diskutieren? ;)
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: YarisFahrer am 02. April 2015, 19:56
Müssen wir als Hybridpiloten so einen gestellten Schwachsinn dann noch ernsthaft diskutieren?
Geht es auch bitte ohne diese Abwertungen der Forumsteilnehmer, die mal nicht Deiner Meinung sind? Ich finde dies extrem anstrengend. So macht dies keinen Spass.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du gar nicht diskutieren willst. Dich zwingt niemand dazu.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: KaizenDo am 02. April 2015, 20:56
Geht es auch bitte ohne diese Abwertungen der Forumsteilnehmer, die mal nicht Deiner Meinung sind? Ich finde dies extrem anstrengend. So macht dies keinen Spass.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du gar nicht diskutieren willst. Dich zwingt niemand dazu.
Wo genau siehst Du eine Abwertung der Forumsteilnehmer? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du Streit suchst.
Nochmal für Dich zum mitschreiben, da vielleicht etwas falsch rübergekommen ist. - Ich kritisiere das Genöle was wir jeden Monat in Auto Motor und Sport, AutoBild und wie sie sonst noch heißen zu lesen bekommen. - Ich kritisiere die undifferenzierten und halbstarken Posts mancher Leute in Foren wie z.B. Motortalk die nichts, nichts, nichts von der Materie verstehen und nur das auswändig nachplappern was sie in den vorgenannten Magazinen gelesen haben. - Ich hebe differenzierte Leser sowie die Hybridpiloten positiv hervor, welche sich ein eigenes Urteil bilden und diese manipulativen PR Kampagnen aussortieren.
Es steht Dir natürlich frei Dich dem vorgegebenen Massengeschmack der Autorjournalie kopfnickend anzuschließen, das fände ich dann allerdings extrem Schade und anstrengend.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: R.B. am 02. April 2015, 21:13
Und ja, ich finde die S-Klasse innen auch tausendmal exklusiver und luxuriöser als den Tesla.
Autsch, trifft ins Mark. Ich kenne zumindest meine schöne alte E-Klasse von ganz innen, noch weiter innen als im Innenraum. Und von unten. Und ich möchte, den Luxus weiter oben und außen hin oder her, nie wieder eine haben. Es mag sein, dass MB inzwischen wieder bessere Qualität liefert, aber dieser Langzeit-Totalversager bei einem 45.000 Euro-Produkt muss für MB und seine Aktionäre Konsequenzen haben.
Ich hab den Wagen nach Komplettreparatur mit neuem TÜV an Verwandte verschenkt, verkaufen konnte man den guten Gewissens nicht mehr. 2 Jahre später ging er zum Verschrotter.
Titel: Antw.: Tesla im Krisenmodus?
Beitrag von: Jorin am 03. April 2015, 08:05
Wo steht dass, das Tesla Käufer von S-Klasse, 7er BMW und Audi A8 abwerben möchte?
Nirgendwo, das war eine Vermutung meinerseits. Denkst du denn wirklich, Tesla bringt ein E-Auto mit dieser Leistung und Formgebung auf den Markt, mit Alcantara, Leder und etwas Bling-Bling, und möchte dann keine Kunden anderer Luxusfahrzeuge abwerben? Natürlich wollen und müssen sie. Wo sollen denn sonst die Käufer herkommen, die sich so ein Auto für 90.000 Euro leisten wollen? Sollen das die sein, die vorher Twike gefahren sind[1]? :-/ :icon_doh:
Da wir längst wieder mal weit vom Thema abgekommen sind und sich hier wieder unschöne Beiträge tummeln, schließe ich das Thema nun. Vielleicht schauen wir in einem Jahr nochmal, wo Tesla steht, und können in einem neuen Thread respektvoll ohne Seitenhiebe über die dann aktuelle Situation diskutieren.
1 Bitte, liebe Twike-Fahrer, fühlt euch nun bitte nicht von mir auf den Schlips getreten!↵