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Thema: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet! (1411-mal gelesen)
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Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Wir hatten im Oktober 2014 in einen hybriden Toyota Kombi investiert. Der hat uns gute Dienste geleistet, war sparsam und bequem. Und als Kombiversion auch für Urlaubsfahrten (Dänemark) geeignet. Bis zu unserem Umzug, in 2021, zurück in meine Heimat Berlin.
Da gab es das erste Mal Ärger, im September war er zur Inspektion, gut 2 Monate später sprang er nicht mehr an. Achselzucken bei der Inspektionswerkstatt (Motor Company Neukölln), rufen Sie halt´n Abschleppdienst an :-(
Das eine Batterie leer ist, einen knappen Monat nach der Inspektion, schien in Neukölln niemand zu rühren.
Zeit für einen Werkstattwechsel dachten wir uns, riefen in Lichterfelde an, die uns sofort weiterhalfen. Einen Abschlepper schickten, der kostenlos dank der Toyota Card war. Eine neue Batterie war fällig, 200 € gingt ja noch, der Auris sprang brav an. Wobei wir ihn selten brauchten, die Öffis in Berlin sind brauchbar und Autos gibts in der Stadt ohnehin zu viele.
Der Dänemark Urlaub ´22 in Dk war wieder ein Genuss und der Auris ein braver Lastesel. Wir brauchten ihn immer seltener und so stand er von Ende September bis April. Somit hatten wir uns auch gleich den Wechsel auf Winterreifen und zurück gespart.
Aber der Startversuch nach der Winterpause scheiterte schon im Ansatz, die Kiste war nicht mal mehr zu öffnen, war einfach mausetot. Auch die Öffnung mit dem Notschlüssel ging nicht mehr. Später lernten wir: Den Schlüssel einmal nach links und dann nach rechts drehen, warum steht so was nicht in der Bedienungsanleitung?
Also wieder den Abschlepper geholt, und der klärte uns auf: Batterieversagen ist eine typische Schwäche der Toyotas, ob Yaris, Auris, Corolla, oder wie sie alle heißen. Da hätte er schon zigfach Starthilfe geben müssen.
Stimmt das ist das eine Schwäche der hybriden Toyotas? Nur der Toyotas oder auch anderer Hybride? Wie kann das sein, was nuckelt da einfach die Batterie leer?
Der Tipp vom Abschlepper lautete jedenfalls: Alle 2-3 Wochen mit dem Wagen fahren...
Unseren Entschluss hat das nur bestätigt, noch einmal in Urlaub fahren und dann wird die Kiste verkauft. Für 2-3 mal Nutzung pro Jahr gibt es schließlich Mietwagen.
Vor allem: Was soll ich mit einem Auto, das von uns verlangt, es immer wieder zu fahren, nutzloser weise?

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 1
Ich kann deinen Frust verstehen, wage aber mal zu behaupten, dass eine Standzeit von 7-8 Monaten für die meisten modernen Autos zu einem Problem werden dürfte. Das Steuergerät für den Funkschlüssel bzw. Keyless Go müssen im Betrieb bleiben, dazu kommt die Selbstentladung der Batterie. Da hilft nur die Batterie auszubauen und/oder an ein Erhaltungsladegerät zu hängen. Wenn der Wagen draußen steht, wäre auch ein kleines Solarpanel denkbar...

Bei einer Nutzung von nur 2-3x im Jahr dürfte ein Mietwagen auch aus finanziellen Aspekten interessanter sein...

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 2
Ich denke auch, länger als ein halbes Jahr ein Auto einfach so hinstellen, ist heutzutage nicht gesund für die kleine Batterie. Meine war ja auch tot (nach 7 Jahren allerdings erst), aber ich schalte ja schon vor einem zweiwöchigen Urlaub das Smart Entry System und alles andere, was ich abschalten kann, ab. Bleibt das aktiv, sucht das Fahrzeug ständig nach dem Schlüssel, ich glaube, ich habe irgendwann mal von mehreren Malen pro Sekunde gelesen. Das kostet natürlich Strom, und das über 8 Monate? Hui!

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 3
Hinzu kommt, dass die meisten autobatterien ja eher billige blei/säure, evtl agm noch seltener gel bausweise haben. Mir ist schon eine 120 ah Gel Batterie im Winter im kofferraum gestorben, weil offenbar gerade kalte Temperaturen entladend wirken.  (Diese Batterie hat ein e-schlauchboot angetrieben)
Ich weiß nicht - evtl. Gibt es ja LiFePO starterbatterien für Autos? Dann wäre die selbstentladung gesichert. Aber keyless systeme verbrauchen tatsächlich beständig strom. Als der uno motors 2 ausgeliefert wurde (ein e-roller) war die erste serie oft nicht zu ôffnen, weil sich zwischenzeitlich (lagerte monatelang wo) der akku entladen hatte.

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 4
Bei dem Roller war das Paradoxe das man, um an die Akkus zum laden zu gelangen, die elektrisch betätigte Sitzbank entriegeln musste.
War natürlich doof wenn der 12 V Hilfsakku tot war... .

Aber zu Deinem Problem.
Selbst wenn ein 12 V Bleisammler nur kühl gelagert wird muss er alle 6 Monate nachgeladen werden.
bei Deiner Nutzung würde ich auch im Bedarfsfall für einen Mietwagen plädieren.

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 5
Ich hab das Gefühl, dass das Problem bei sogenannten modernen Autos liegt. Einfach weil die für irgendeinen elektronischen Schnurkus permanent an der Batterie nuckeln. Waren das noch Zeiten, als man ein Cabrio im Oktober einfach abstellen konnte und im Mai wieder einsteigen.....
So, dieses "moderne" Auto steht jetzt beim Händler, der guckt sich das an und will für eine neue Batterie 290 € aufrufen. Allerdings dürfte die alte (eine Varta Markenbatterie) noch Garantie haben, sie stammt vom Dezember 2021. Damals hat sie 238 € gekostet.
Wir werden sehen.

PS: Wenn wir uns zukünftig ein Auto leihen, dann am besten einen Oldtimer, bar jeder Elektronik  :-P

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 6
Im Handbuch müsste etwas drinstehen, was man bei längeren Standzeiten machen soll. So zumindest steht es auch für meine beiden BEV.
Ich würde auf Anwenderfehler tippen.

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 7
Vielleicht sollte man sich überlegen eine Starthilfe Powerbank anzuschaffen. Die soll man zwar auch alle 3 Monate einmal nachladen.

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 8
Die Powerbank reicht zum Starten, aber nicht zum nachladen. Dafür ist die Spannung viel zu gering.


Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 10
Vergiss bloß dieses Solarpanel! hatte es selbst und es bringt grade mal 2W keine 20W! das ist nur ein ~15x15cm Panel.. das wird öfters neu eingestellt weils eben FAKE ist.. die Qualität ist zwar okay aber wie gesagt KEINE 20W! ich habe hier ein 50W Glas Panel welches schon alleine 36x80cm misst.. ergo können das nie 20W sein die da angegeben sind..

 

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 11
So, die Kiste ist beim Händler, der hat die Batterie wieder aufgeladen und wir können den Auris wieder abholen.
Und sollen ihn mindestens alle 3-4 Wochen anwerfen. Was ich echt bekloppt finde.
Viel kanns ja nicht kosten, abschleppen ist bei der Toyota Card enthalten.
Bleiben Zeitverlust, Nerven und 2½Std. sinnlos in der Gegend rumfahren.
Weg damit!

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 12
Andere Frage hast du eine Garage? Dann klemm doch die Batterie solange ab? Oder deaktiviere das keyless entry im Radio.. bei mir war die Batterie mal defekt gewesen weil sie durch ein Nachrüstradio leer gezogen wurde.. hab auch 200€ für die Batterie bezahlt und selber eingebaut. seitdem Ruhe, hab aber auch damals immer bei der Inspektion mindestens einen Toyota da stehen sehen wo der Motor immer lief.. also denke Mal die verlassen sich zu sehr auf das High Voltage Bypass laden und am Ende geht die kleine 12v Batterie doch in die Knie weil zu wenig Fahrzeit. Konnte das ja beobachten bei der defekten Batterie da ich nur 10 min. 5 km zur Arbeit einen Monat hatte und die ist immer wieder leer gegangen (50% Gesund oder was da stand)

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 13
Das klingt für mich sinnvoll. Ein Auto(mobil) ist ein Fahrzeug, kein Stehzeug. Da Ihr das Auto scheinbar nur für Urlaubsfahrten braucht, scheint es mir sinnvoller, dann jeweils einen Mietwagen zu nehmen. Vermieter haben schon länger auch Toyota Hybrid und inzwischen auch BEV im Angebot.
Alternativ halt nen Starthilfe-Booster kaufen, den man alle 2-3 Monate mal an die Steckdose hängt.

Antw.: Das Auto, das zum Fahren verpflichtet!

Antwort Nr. 14
... und 2½Std. sinnlos in der Gegend rumfahren.
...

Das kannst Du Dir sparen. Wenn Du ihn in READY einige Zeit stehen lässt, wird der 12V-Akku genauso geladen, ab und zu springt der ICE an, um den HV-Akku nachzuladen.
Es geschieht dabei dasselbe wie beim sinnlosen Herumfahren, nur sehr viel sparsamer, materialschonender und (in diesem Fall tatäschlich) emissionsreduziert.

Gruß!
JoAHa