Zum Hauptinhalt springen
Thema: inftys e-Niro (26569-mal gelesen)
0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 120
Nein, der Rückruf hat mich nicht ereilt. Bisher hatte ich keine ungeplanten Werkstattaufenthalte, die unmittelbar dem Auto anzulasten gewesen wären.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 121
Zum dritten Geburtstag nochmal ein wenig Statistik:
Im dritten Jahr wurde das Auto knapp 2.700km weiter bewegt, als im Vorjahr. Dabei dürfte es sich hauptsächlich um Langstrecke gehandelt haben (ca. +2.500km im Vergleich zum Vorjahr). Es zeigt sich also, dass das Auto (für uns) voll langstreckentauglich ist. Dies hat sich gerade bei der beschriebenen Fahrt nach Meck-Pomm herausgestellt.
Insgesamt hat das Auto nun 40.000km runter. Geladen wurde 86 Mal am e-Charger zuhause, 17 Mal an AC extern und 10 Mal an DC-Ladern.

E-Mobilität allgemein
Allerspätestens nach dem Meck-Pomm-Urlaub sind letzte Zweifel an der Tauglichkeit eines BEV zerstreut worden. Uns kommt die entspanntere Art zu Reisen sehr entgegen und im Alltag überwiegen klar die Vorteile von Komfort, Fahrgefühl und heimischem Laden.
Der Wechsel auf Tibber als Stromanbieter konnte den durchschnittlichen kWh-Preis über alle Ladungen bei ca. 37Cent stabilisieren. Allerdings haben wir in den ersten fünf Monaten 2023 vor dem Wechsel auch 49Cent/kWh bezahlen müssen. Rechne ich nur die Kosten seit Umstellung auf Tibber, lande ich bei gut 33 Cent (da sind aber auch die externen Ladungen drin). Dh. seit dem Wechsel kosten 100km 5,94€ Energie (ab Ladesäule). (Vergleich zum Auris: 5,67l/100km * 1,6€= 9,07€)

öffentliche Ladesäulen
Öffentlich geladen haben wir nur noch, wenn wir uns außerhalb der Reichweite des Autos begeben haben. Alles andere ist im Vergleich zu Tibber zu teuer. Die Verlässlichkeit der öffentlichen Ladeinfrastruktur bleibt m.E. die Achillesferse, wenn selbst an Autobahnraststätten nicht zuverlässig geladen werden kann. :icon_doh:

Das Auto
Der Gesamteindruck bleibt positiv. Das nicht-lineare Verhalten der Reichweiten-/Ladestandsanzeige unterhalb von 20% SoC kalkuliere ich "manuell" mit ein und achte darauf, nicht signifikant unter 20% zu geraten. Die - nach heutigen Maßstäben - doch geringe DC-Ladeleistung hat sich als nicht so gravierend herausgestellt. Wir lassen uns einfach nicht mehr vom Auto (Verbrenner) hetzen und zu zu kurzen Pausen verleiten.

Reparaturen
Keine weiteren dem Auto anzulastenden. Allerdings hat uns der dritte Steinschlag in der Windschutzscheibe ereilt. Da er nicht im Fernsichtbereich ist, haben wir den aber noch nicht reparieren lassen.

Laden
Keine Probleme beim eigentlichen Ladevorgang. Nachdem ich eine Zeitlang über den HomeAssistant das Laden gesteuert habe, übernimmt das nun der e-Charger. Der hat Zugriff auf die Awattar-Strompreise (die den Tibber-Preisen entsprechen) und kann über die App so den Ladevorgang passend in die günstigen Zeiten legen. Warum sollte ich diese Logik nachbauen?

programmiertes Laden
Kein Update hier.

Verbrauch
Der Gesamtverbrauch hat sich bei 18kWh/100km ab Ladesäule festgesetzt. Gehe ich davon aus, dass sich eine Degradation des Akkus hier bemerkbar machen würde (ich weiß nicht, ob das so ist? *in die Runde guck*), sollte es selbigem also noch ganz gut gehen. Allerdings ist der BC-Verbrauch von 16,6 auf 16,9 gestiegen. Hmmm... :-/

Was nicht gefällt
Uns sind keine neuen Negativ-Punkte aufgefallen; alles andere habe ich ja schon in den alten Beiträgen beschrieben. Da gab es auch keine Änderungen.

Was gefällt
Hier gibt es auch nichts Neues. Insgesamt ein gutes Auto.

Erwartungen
Das Auto fährt, hat - wie jedes Auto - seine kleinen Nachteile, mit denen man halt lebt. Aber es tut problemlos was es soll: Uns super komfortabel von A nach B zu kutschieren. Und das ist und war letztlich meine Haupt-Erwartung an das Fahrzeug.

Würde ich ihn wieder kaufen?
Wenn ich mir anschaue, was es aktuell so zu kaufen gibt, bin ich mit dem Niro mehr als zufrieden. Signifikant bessere Autos in dem Segment bei gleich gutem (oder gar besserem :icon_charly_rofl:) Verbrauch sind mir nicht wirklich unter gekommen. Meist sind Neuvorstellungen einfach nur noch größer und bieten keine echten Vorteile. Ich hoffe auf echte Verbesserungen bei den Modellen im Stellantis-Konzern.
Ggf. benötigt meine Frau demnächst wieder ein eigenes Auto; sie interessiert sich für den e-Corsa.

 

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 122
Verbrauch
Der Gesamtverbrauch hat sich bei 18kWh/100km ab Ladesäule festgesetzt. Gehe ich davon aus, dass sich eine Degradation des Akkus hier bemerkbar machen würde (ich weiß nicht, ob das so ist? *in die Runde guck*), sollte es selbigem also noch ganz gut gehen.
IMHO würde man das nicht/kaum am Verbrauch merken, sondern eher an der nachlassenden Reichweite. "Kaum", weil ein höherer Innenwiderstand zu mehr Verlusten führen würde.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 123
Besten Dank für Deine Schilderungen, infty! Das ist für mich hilfreich. :applaus:

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 124
Hab gerade nach langer Zeit nochmal den OBD-Adapter angestöpselt: Das BMS zeigt 100% SoH an, alle Zellspannungen lagen bei 3,74V. :applaus: Ob das nun vertrauenswürdig ist? Keine Ahnung. :icon_nixweiss: Andererseits: warum sollte das BMS an der Stelle Müll ausgeben, wenn man nicht unterstellt, dass es erkennen kann, ob „irgendein“ Adapter oder ein Kia-Adapter der Werkstatt die Daten abruft? :-/ Einen signifikanten Reichweitenrückgang habe ich bisher jedenfalls auch nicht festgestellt. Also gehe ich erstmal davon aus, dass es dem e-Audole ganz gut zu gehen scheint und ich den Akku offenbar recht pfleglich behandle.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 125
Nach meiner Erfahrung und den Aussagen im GE-Forum sagt der über OBD auslesbare SoH-Wert bei Kiundai nichts über Alterung aus. Interessant sind Zellspannungsdifferenzen am oberen oder unteren SoC-Bereich, idealerweise unter konstanter Last. Und natürlich, wie weit man kommt.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 126
Der SoC lag bei paarundsechzig; was bedeutet „konstante Last“? Das Auto stand in der Garage, nur die Heizung lief und zog ihre paar kW (da das Auto ausgekühlt war). Das ist „konstant“, aber auch „Last“? ;D

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 127
Ich denke da so an konstante Geschwindigkeit einen ordentlichen Berg hoch, also möglichst konstant mind. 20-30kW. Das ist allerdings nichts Offizielles, sondern nur meine persönliche Idee.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 128
Okay, sowas ist hier eher selten. Ich wohne zwar in der Voreifel, aber die meisten Strecken führen von hier aus Richtung Norden ins platte Land. ;D Mal sehen, vielleicht pömpel ich den Adapter nochmal dran, wenn meine Frau das nächste Mal fährt und schaue dann parallel auf den Carscanner.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 129
Ach Mist, jetzt, wo wir aus Lugano wieder zuhause sind stolpere ich über die letzten Beiträge. :icon_doh: Wo hätte ich das besser testen können, als auf den Alpenautobahnen? Egal, nu ist’s zu spät; hab überhaupt nicht mehr dran gedacht. :icon_daumendreh2:
Wie nicht anders zu erwarten hat uns das e-Audole auch dieses Mal erfolgreich und völlig problemlos in den Urlaub kutschiert. :applaus: Nach 779,8km in 8:05h der Rückfahrt standen 16,7kWh/100km im BC. Vom Status der Hinfahrt hab ich kein Foto gemacht; es waren meine ich 17,4kWh/100km bei etwas kürzerer Fahrtzeit. Temperaturen lagen beide Male so zwischen 17 und 24 Grad. Tempomat war - wo erlaubt - auf 120 gestellt. Es war faszinierend, wie viele Verbrenner ich überholen musste, die nicht mal dieses Tempo schaffen. Auf jeder Fahrt haben wir je vier Pausen gemacht - also im Schnitt knapp alle 200km. Da ich nicht wusste, wie sich die Anstiege im Gebirge auf den Verbrauch auswirken, habe ich sehr konservativ geplant. Meist haben wir schon bei deutlich über 40% angestöpselt und trotzdem Ladeleistungen von 77kW bekommen. Viel mehr sitzt eh nicht drin. Ferner haben die Pausen meist auch so lange gedauert, dass der Akku auf deutlich über 80% geladen war. In einem Fall (Mittagspause) bis 97%. Passiert halt, wenn das Gasthaus beim Autohof gut besucht ist und es mit dem Essen dann was länger dauert. :icon_nixweiss: Bei den meisten Standorten bestand aber keine Ladestaugefahr - deswegen hab ich das entspannt gesehen. Beim zweiten Stopp der Hinfahrt war ein Triplecharger, den ich erst nutzen wollte, defekt („EEPROM error jalla jalla irgendwas“) im Display, sodass ich dann den 150kW-Charger daneben nutzen musste. Da hat dann tatsächlich jemand auf mich warten müssen, da zwischenzeitlich auch der zweite Anschluss besetzt wurde. Wir genießen die längeren Pausen jedenfalls und bei solchen Entfernungen spielt es unserer Meinung nach eh keine Rolle, ob man nun eine, anderthalb oder gar zwei Stunden früher am Ziel ist. Es dauert eh nen ganzen Tag und was nutzt es mir, wenn ich die auf der Fahrt eingesparte Zeit dann erstmal am Ziel brauche, um vom Fahrtstress runterzukommen?
Im Vorfeld hatte ich erneut ne Liste von potentiellen Ladestopps gemacht. Das hat sich bewährt, so kann ich schneller einschätzen, ob ich die nähere oder eine der weiter entfernteren Lademöglichkeiten nutze.
Erneut waren die Fahrten angenehm entspannt, da sie am Feiertag und Sonntag stattfanden. Klar gabs ein paar Idioten und potentielle Selbstmörder, aber da halte ich mich schön von fern und lass sie möglichst schnell vorbei. Die Anstiege habe ich beim Fahren nur an der Druckänderung auf den Ohren bemerkt. Das Auto zieht da bei den 120 problemlos hoch und hat noch ausreichend Reserve. Kein lautes Dröhnen, nur Abroll- und etwas Windgeräusche. ;) Schön zu sehen waren Reichweiten- und SoC-Zuwachs, wenn es im Anschluss bergab ging und rekuperiert wurde.
Fazit: Auch Autobahnen im Gebirge sind bei schönem Wetter problemlos. Bei schlechteren Bedingungen muss man ggf. mehr „auf Kante“ fahren oder halt ne Pause mehr einplanen. Mit etwas mehr Zeit im Gepäck lässt sichs wunderbar reisen. Mehr Ladepower brauchen wir eigentlich nicht; dann würde das Auto bei den Pausen stressen. ;-) Nen größeren Akku eigentlich auch nicht - da würden wir dann wohl eher wieder die eigenen körperlichen Bedürfnisse hinten an stellen, so nach dem Motto: „Ach, die nächsten 100, 150km halte ich jetzt auch noch durch.“

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 130
Zitat
da würden wir dann wohl eher wieder die eigenen körperlichen Bedürfnisse hinten an stellen, so nach dem Motto: „Ach, die nächsten 100, 150km halte ich jetzt auch noch durch.“
Das erinnert mich an meine letzte Reise. Irgendwann meldete sich die Blase, aber der anvisierte Lader war noch 70km entfernt. 5km vor dem Lader nutzte ich dann doch den Rastplatz und fand - Gott sei Dank - auch gleich eine freie Toilette. Die restlichen km zum Lader waren dann wesentlich entspannter...

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 131
So, hier noch ein bisschen Statistik zur Reise:
Gesamtstrecke waren 1579km. Inklusive der auf 100% SoC hochgerechneten Ladung gestern Nacht haben wir für die Strecke 279kWh verbraucht und 172,16€ bezahlt. Macht im Schnitt 17,67kWh/100km und 10,9€/100km bzw. 0,617€/kWh. Der Verbrauch ist in meinen Augen phänomenal und bestätigt erneut, wie effizient der Niro zu bewegen ist - auch nach über 3 Jahren und mit nunmehr über 46Mm auf der Uhr. Geladen habe ich mit der EnBW-Karte; auch an den Ionity-Standorten in der Schweiz. Beim ersten Mal, weil ich keine Lust auf Hantier mit der Ionity-App hatte und eh nur wenig nachladen wollte, beim zweiten Mal, weil ich die Ionity-App nicht ins Netz bekam. Das hat sich nachher aber als Layer-8-Problem herausgestellt (VPN im Handy war noch aktiv und hat irgendwie den Internetzugang blockiert). Auf der Hinfahrt haben wir 2 Stunden 28 Minuten pausiert, auf der Rückfahrt 3 Stunden 12 Minuten.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 132
Danke für den Bericht. Der Verbrauch überrascht mich, weil niedriger als von ABRP angenommen.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 133
ABRP rechnet für (meinen) Niro immer mit zuviel Verbrauch. Die Rahmenbedingungen waren aber auch echt gut. Das Auto wurde größtenteils in seiner Außentemperaturkomfortzone bei >20 Grad bewegt. Auf der Rückfahrt gab es zwar stellenweise leichten Regen, dafür schien aber nur wenig Sonne, sodass ich einen Großteil der Strecke im „Only fan“ Modus unterwegs war, da die Außenluft reichte, um den Innenraum angenehm temperiert zu halten. Kein Stau und ziemlich konstantes Tempo haben sicher auch nicht geschadet. Irgendwelche Übungen wie Pulse-and-Glide oder Schalten in N kamen mir garnicht erst in den Sinn. Keine Ahnung, ob das was am Verbrauch gemacht hätte; es hätte die Fahrt auf alle Fälle anstrengender gemacht.

Antw.: inftys e-Niro

Antwort Nr. 134
Bei abrp kann man den Verbrauch doch definieren,  mit dem gerechnet werden soll.