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Thema: Wie bringt man die Elektromobilität voran? (149912-mal gelesen) - Abgeleitet von Jorins und Tiffanys L...
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Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1755
Das Auto wird über die App einmalig mit einem EnBW-Konto verknüpft und darüber erfolgt dann die Abrechnung bei jedem Einstöpseln am EnBW-DC-Lader. Ist in meinen Augen ein erster Schritt, aber eben eine Krücke, weil dann die EnBW-Konditionen genutzt werden. Wenn das für einen ok ist, ist’s ein Komfortgewinn.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1756
Das Thema Elektroauto ohne eigene Lademöglichkeit ist nicht einfach. Früher hab ich jedem davon abgeraten, nach einem Jahr elektrischen Fahrens sehe ich das aber differenzierter. Klar wird zuhause Laden immer komfortabler sein, und sei es nur an einer Schuko-Steckdose, aber es geht in vielen Fällen auch ohne. Ob und wie gut das klappt kommt auf das Fahrprofil, die Umstände aber auch das Fahrzeug selbst an.

Ein Pendler der jeden Tag 100km wird ohne Lademöglichkeit zuhause oder auf Arbeit nicht glücklich werden, da sich sonst alle paar Tage aktiv ums Laden kümmern muss. Fährt man im Alltag jedoch eher kurze Strecken und kann z.B. beim Einkaufen laden, so hat man mit dem Laden wenig Aufwand. Bei Langstrecken verschiebt sich halt der 1. Ladestop nach vorne, wenn man halt mit 50% statt 100% gestartet ist.

Ebenso kommt es auch auf das Fahrzeug an: Jemand der plant regelmäßig öffentlich an 22kW AC-Säulen zu laden, sollte zu einem Auto mit mindestens 3-phasigem 11kW-Lader greifen. Ein Twingo mit 22kW-Lader ist hier die wesentlich bessere Wahl als ein Dacia Spring mit einphasigem 6,6kW-Lader. Gibt's es hingegen eher städtische Schnellader, kommt es auf die DC-Ladefähigkeiten meines Autos an.

es bringt einfach absolut NICHTS wenn man sich JETZT ein E Fahrzeug kauft wo alles noch in den Kinderschuhen steckt... jetzt überlegt mal ihr kauft euch einen... 2 Monate später kommt die Feststoffbatterie, 1000km Reichweite... eine bessere Ladetechnik... oder oder oder... dann seit ihr gefrustet und kauft euch wieder was neues.. ich sage WARTEN WARTEN WARTEN... ich habe aus meinen Fehlern gelernt nach gefühlt 3-5 Jahren ein neues Fahrzeug zu kaufen..

Leichtfertig ein neues Auto kaufen ist nie eine gute Idee, vor allem weil der Wertverlust in den ersten Jahren am höchsten ist. Ein Auto sollte man kaufen wenn man es braucht - oder wenn man eben "Bock" auf was neues hat und bereit ist die Mehrkosten zu tragen. Elektroautos sind sicherlich noch nicht für alle Einsatzzwecke geeignet, aber für viele Leute schon eine Option.
Mich erinnert das Ganze an Prius-Zeiten,d a bekam ich auch bis zuletzt erzählt, dass Hybrid zwar interessant sei, aber noch nicht ausgereift, doppeltes Ausfallrisiko bestehe, die Batterie nach wenigen Jahren kaputt gehen würde, etc. Inzwischen bekomme ich halt erzählt, wieso mein Elektroauto nicht funktionieren kann...

Mit 300-400km Reichweite müsste ich logischerweise auch nicht jeden Tag laden, das würde Stand heute sicherlich noch irgendwie klappen, aber wie sieht es ein Jahr weiter aus oder zwei? Nachdem sich die Säule hier rumgesprochen hatte, wird sie auch gut genutzt.

Leider werden Plugin-Hybride oft als "Kann laden, muss aber nicht" wahrgenommen und sind daher gerade bei Leuten ohne eigene Lademöglichkeit beliebt. Meiner Meinung nach ist die eigene Lademöglichkeit bei PHEVs aber wesentlich wichtiger als bei BEVs, da bei diesen öffentlich Laden kaum Sinn macht (man treibt den gleichen Ladeaufwand jedes Mal für 20-50km Reichweite statt für 200-500km). Schaut man sich die Verbräuche vieler PHEVs ungeladenen Zustand an, wäre für diese Leute ein Vollhybrid, BEV oder gar normaler Verbrenner sinnvoller. (HSD-PHEVs bilden die Ausnahme beim Verbrauch, aber da lohnt sich hoher Ladeaufwand noch weniger)

Natürlich ist die öffentliche Ladeinfrastruktur an vielen Stellen noch verbesserungswürdig, an anderen Stellen quasi inexistent. Mit steigenden BEV-Verkaufszahlen steigt aber auch der Bedarf und es wird fleißig ausgebaut. So finden sich immer häufiger Schnelllader an städtischen Tankstellen in zentraler Lage.

Welchen Vorteil bringt diese Technik denn, wenn darüber keine Abrechnung erfolgt?

Man spart sich nach der ersten Anmeldung die Authentifizierung via Ladekarte oder App. Auto einstecken und Ladevorgang startet (damit vom Komfortlevel wie bei Tesla).

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1757
Leider werden Plugin-Hybride oft als "Kann laden, muss aber nicht" wahrgenommen und sind daher gerade bei Leuten ohne eigene Lademöglichkeit beliebt. Meiner Meinung nach ist die eigene Lademöglichkeit bei PHEVs aber wesentlich wichtiger als bei BEVs, da bei diesen öffentlich Laden kaum Sinn macht (man treibt den gleichen Ladeaufwand jedes Mal für 20-50km Reichweite statt für 200-500km). Schaut man sich die Verbräuche vieler PHEVs ungeladenen Zustand an, wäre für diese Leute ein Vollhybrid, BEV oder gar normaler Verbrenner sinnvoller. (HSD-PHEVs bilden die Ausnahme beim Verbrauch, aber da lohnt sich hoher Ladeaufwand noch weniger)

Dazu habe ich eine Gegentheorie: Ohne 0,5%-Regelung wären die meisten PHEV sicherlich noch Diesel. :-X

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1758
Ja, die 0,5%-Regelung hat definitiv einen wichtigen Einfluss - z.B. bei meinem Kollegen.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1759
Dazu habe ich eine Gegentheorie: Ohne 0,5%-Regelung wären die meisten PHEV sicherlich noch Diesel. :-X

Bei den PHEV die als Firmenwagen laufen bin ich da ganz bei dir. Wer sich privat einen PHEV kauft hat meiner Erfahrung nach schon den Antrieb möglichst viel elektrisch zu fahren. Dementsprechend ist dann aber auch der Frust, wenn man jedes Mal für 20-50km an die Ladesäule gehen muss...

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1760
So komische Leute wie ich...  ;D

Bei mir hatte sich die Situation aber auch vier mal geändert in den vier Jahren, in den ich ihn besitze. Angefangen vom Verlängerungskabel im Waschraum, über den absoluten Luxus mit Steckdose am Stellplatz bis hin zur Situation, dass daheim laden eigentlich gar nicht mehr möglich ist derzeit.

Dabei schwankte auch die Nutzung... 50km Autobahn; 13km Bundestraße; 80km Autobahn/Landstraße; sporadisch überhaupt bewegt, bzw. 8km zum Bahnhof; andere 80km; jetzt sind es knapp 20km Landstraße.

Meine Erkenntnis davon in meinem speziellen Fall: Von überwiegend elektrischer Nutzung bis hin zur Spielerei nebenbei ist alles vertreten gewesen und absolut alles davon hätte ich bei einer besseren Infrastruktur, bzw. Lademöglichkeit am Wohnhort mit einem BEV erledigen können.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1761
Da wird gar kein Vertrag (im Auto) hinterlegt, sondern das Auto wird von der Ladesäule anhand einer ID erkannt. Dazu muss wohl das Auto einmal bei EnBW mittels App "registriert" werden, damit EnBW die ID deines Autos kennt.
So wie ich das verstehe, ist das der Mechanismus von EnBW, der anhand der MAC-Adresse funktioniert. Hat sich auch nicht EnBW ausgedacht, sondern ist eine Schnapps-Idee von Fastned.

Klappt allerdings nicht, wenn man Autos wie von VW jedesmal eine neue MAC-Adresse generiert. Das ist nicht der Fehler von VW, wenn EnBW etwas ausnutzt, was so nicht vorgesehen und spezifiziert ist. VW ändert aus Sicherheitsgründen die MAC-Adresse. Das EnBW-Autocharge nicht mit der MEB-Platform funktioniert ist als kein Bug, sondern ein Feature.

Sicher eine MAC-Adresse nicht, da diese prinzipiell mitlesbar und fälschbar ist. Das Verfahren von EnBW ist m.E. eine Quick and Dirty-Lösung. Da kann man jetzt schon absehen, dass das der CCC (Chaos Computer Club) mit Geräten von ein paar Euro hackt.

Bin gespannt, was passiert, wenn erste Kunden über hohe Rechnungen jammern und sagen, dass sie überhaupt nicht an dem Lader waren. Zahlt dann der Kunde oder zieht enBW die Rechnung zurück, weil das Verfahren immanent unsicher ist?

Vermutlich nicht. Sicherheit scheint beim Laden so und so kein Thema zu sein, wenn man sich folgenden CCC-Vortrag ansieht: https://www.youtube.com/watch?v=xU18ylN3gPE

Übrigens wird in dem Vortrag auch Autocharge von Fastned, jetzt auch von EnBW genutzt, als wegen der verwendeten MAC-Adresse als unsicher bezeichnet. Und ich kann es nachvollziehen. Als EnBW-Kunde würde ich dieses Feature sicherlich nicht nutzen wollen.........

Nachdem ich mir diesen CCC-Vortrag angesehen habe, muss ich sagen:
"VW: Gut gemacht. Ihr habt recht Eure Kunden vor der unsicheren EnBW-Lösung zu schützen!"

Der Vortrag des CCC ist von 2017. Seitdem hat EnBW nicht dazu gelernt? Oder schauen die sich keine Vorträge vom CCC an?

Beim Plug&Charge (ISO 15118 – Wikipedia) läuft das anders. Das ganze ist krptografisch abgesichert.
Übrigens habe ich mich zugegebenermaßen geirrt. Bei Plug&Charge soll noch eine Möglichkeit realisiert werden mehrere Zahlmöglichkeiten zu hinterlegen. Zitat:
Zitat
Nach der mit Stand September 2021 noch in Entwicklung befindlichen ISO 15118-20 ist auch die gleichzeitige Hinterlegung mehrerer Zahlungsmöglichkeiten im Fahrzeug vorgesehen.
Das hatte ich noch nicht mitbekommen, aber es ist vermutlich bei VW, Mercedes, etc. so noch nicht so realisiert.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1762
Ich habe noch nicht gehört, das bei Fahrzeugen mit statischer Mac Adresse irgendwas gehackt worden wäre. Zumal das dann nur die Ladetechnik betreffen würde. Alle sicherheitsrelevanten Systeme arbeiten eh autark.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1763
Schau Dir mal den Vortrag vom CCC an. Es geht nicht darum ein Auto zu hacken.

Es geht darum, dass andere auf Deine Kosten laden können, weil die Ladeanbieter und auch Fastned und EnBW die Systeme sehr schlampig ohne Sicherheitsfeatures gebaut haben. Gerade beim Schnellladen kann das sehr teuer werden......

Wenn jemand die MAC-Adresse Deines Fahrzeuges herausfindet und Du bei EnBW dieses Feature hast freischalten lassen, ist das sehr unsicher. Ebenso kann man selbst Ladekarten erstellen, wenn man die 20Stellige ID hat, die die Kartenhersteller nicht als Sicherheitsfeature vorgesehen haben und die zudem munter in der Ladesäule gespeichert und übertragen wird.

DIe Ladeanbieter habe einfach Quick and Dirty gebastelt. Hauptsache es funktioniert. Das diese kein zahlen über EC oder Kreditkarte anbieten wollen, ist für mich verständlich. So etwas würde sie überfordern.....

Ein Vorteil hat der Vortrag beim CCC. Vor Gericht hätte ein Ladeanbieter vermutlich keine Chance darzustellen, dass seine Systeme sicher sind und der Kunde zahlen muss. Der würde sich vor Gericht nur lächerlich machen. Wird aber einem Kunden, der den Betrug nicht auffällt nicht helfen. Ebenso einem Kunden, der nicht bereit ist den Aufwand zu treiben gegen den Ladeanbieter vor Gericht zu ziehen.


Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1765
EQS 350: Mercedes nimmt Elektroauto vom Markt

Ich Frage mich ja was wäre wenn man den schwachen Motor (~292 PS) mit der starken Batterie kombiniert.. gibt's dann nicht über 1000km Reichweite?..

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1766
Warum meinst Du, dass ein Elektromotor mit einer möglichen geringeren Momentanleistung bei gleicher Leistungsaufnahme weniger verbraucht? Ist ja kein Verbrenner.

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1767
Ich hatte irgendwo gelesen, dass (zumindest beim Ioniq) der Wirkungsgrad bei geringer Leistungsaufnahme geringer ist als bei höherer Leistungsaufnahme. Wenn also die Gesamtleistung geringer wird, verschiebt sich bei gleicher absoluter Leistungsaufnahme die relative Leistungsaufnahme etwas in den höheren Bereich, wo es mehr Effizienz gibt. Ich habe allerdings keine Idee, wie hoch die Effizienzunterschiede sind.


 

Antw.: Wie bringt man die Elektromobilität voran?

Antwort Nr. 1769
Das kann man so nicht sagen. Wahrscheinlich haben beide Modelle den gleichen Motor. Nur wird bei dem kleineren Akku die maximale Leistung auf Grund des schwächeren Akkus begrenzt. Denn die starke Stromentname würde den kleineren Akku zu sehr belasten.