Zum Hauptinhalt springen
Thema: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht (856-mal gelesen) - Abgeleitet von Zuletzt gekaufte E-Bi...
0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig werden würde, ein E-Bike, welches kaum gefahren wurde, für 40% seines Neupreises zu verkaufen.  :-X  Drückt mir die Daumen, dass sich bald ein Käufer findet.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 1
Kann sein, dass es noch schwieriger wird als du jetzt denkst. Habe da so meine negativen Erfahrungen.
Wir hatten uns 2012 2 Pedelecs zugelegt: ein schweizer Flyer (damals schon sauteuer, 2500€ und ein Billigmodell von Kaufland, 600 oder 700€). Wir wurden belächelt, heute fahren sicherlich 90% dieser "Sportler" e-Bikes. Nach 6 Jahren mussten wir aus gesundheitlichen Gründen leider und schweren Herzens die Räder verkaufen. Leichter gesagt als getan. Viele Versuche unternommen, wenig Interesse, am liebsten geschenkt. Letztendlich fast genau so, wir wollten die Dinger endlich loswerden.
Ich hoffe, du hast mehr Glück. Bei dem heutigen Überangebot ein schwieriges Unterfangen.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 2
Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig werden würde, ein E-Bike, welches kaum gefahren wurde, für 40% seines Neupreises zu verkaufen.  :-X  Drückt mir die Daumen, dass sich bald ein Käufer findet.
Ich hatte voriges Jahr ein E-Trekkingbike versucht, für knapp 1k zu verkaufen. Es kostete 2017 über 2k und ist nur ca. 600km gelaufen. Die Reichweite kann auch mal über 100km angezeigt werden. Hab extra noch eine Wartung in einer guten Werkstatt durchführen lassen. Dabei haben sie ein Update aufgespielt, dass es jetzt viel besser fährt. Da es keiner wollte und da es auch viel besser fährt als vor dem Update, hab ich meine Anzeige nach ein paar Wochen wieder rausgenommen.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 3
Ich glaube die Angst um den Akku dürfte einer der Hauptfaktoren beim Gebrauchtkauf sein - kostet z.B. für das Bergamont der Ersatzakku 700 EUR.

Als jemand der sich mit eBikes bislang nicht groß beschäftigt hat hätte ich bei einem eBike-Akku nach drei Jahren schon etwas Sorgen - im Gegensatz zu einem BEV-Akku...

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 4
Da die Anzahl guter Bikes die nicht Topmarken sind wie unsere Liqbikes, genauso bei einem Namhaften Hersteller gebaut werden und neu keine 2000€ kosten statt 4k -8K für Topmarken mit ähnlicher Leistung. Warum soll ich ein 4 Jahre altes Topmarkenbike für 2K kaufen wenn ich neu eine unbekanntere Marke für unter 2K kriege und da noch Garantie drauf habe.? Und ich denke wie beim E-Auto, sollte auf dem Akku eine genormte Gesundheitszustandsanzeige sein, denn sonst kann man als Leihe nicht viel über den Akkuzustand sagen und weil die Akkus praktisch den alleinigen technischen Wert darstellen , geht man das Risiko lieber nicht ein.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 5
Da die Anzahl guter Bikes die nicht Topmarken sind wie unsere Liqbikes, genauso bei einem Namhaften Hersteller gebaut werden und neu keine 2000€ kosten statt 4k -8K für Topmarken mit ähnlicher Leistung.

Wenn du damit "nur" Akku und Motor meinst, mag das stimmen. Wenn du alles andere noch mit einbeziehst, wird es schwierig.

Warum soll ich ein 4 Jahre altes Topmarkenbike für 2K kaufen wenn ich neu eine unbekanntere Marke für unter 2K kriege und da noch Garantie drauf habe.?

Weil unbekannte Marken mehrere Risiken aufweisen können(!): Nicht bei jedem Händler ist Service möglich und man weiß nicht, wie im Garantiefall gearbeitet wird, eine Online-Bestellung ist auch nicht jedermanns Geschmack und wie die Verarbeitung und Qualität sein wird, kann man manchmal auch nicht ahnen.

Das sind doch ähnliche Gründe, warum hierzulande Kfz-Startups wie Fisker oder e.Go oder unbekannte Automobilhersteller nur schwer Fuß fassen.


Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 6
Denke, der Zeitpunkt ist denkbar schwierig. Lange kamen die Hersteller nicht der Nachfrage hinterher und so wie ich das mitbekommen habe, hat sich der Markt wieder ein bisschen homogenisiert.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 7
Voriges Jahr habe ich mir ein Cube Reaction Hybrid One gekauft. In Deutschland hergestellt, ähm, zusammengebaut, und trotzdem überschaubare 2.500 EUR bezahlt.
https://www.cube.eu/de-de/cube-reaction-hybrid-one-500-skyblue-n-white/b5db342093d2269265e9c0a158aaeb29
Ich gebe doch keine 4k für so ein Rad aus, wenn ich es für weniger bekomme.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 8
Muss ich mich jetzt dafür rechtfertigen, dass ich vor 3 Jahren ein stattliches E-Bike für 4.000 Euro gekauft habe? Scheinbar.  :-X

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 9
Nein, das nicht. Aber du brauchst dich auch nicht wundern, wenn du das zu dem Preis nicht mehr los wirst, wenn neue gute Bikes neu nur noch die Hälfte kosten.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 10
Ist doch klar, ich verlange ja auch nicht den Preis von damals. Ich bin aktuell bei 1.700 Euro VHB von damals 4.000 Euro Neupreis, für ein Bike, was nicht mal 100 km gelaufen ist und der Akku immer wach gehalten und schonend gelagert wurde. Und mir ist bewusst, dass das niemand weiß und es dafür keine Garantie gibt. Die gibt es bei privaten Geschäften mit gebrauchtem Zeug ja nie. Aber ja, ich werde wohl scheinbar weiter runtergehen müssen, damit es hier nicht vergammelt.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 11
Ganz aktuell hat ein Kumpel von mir ein KTM Pedelec gekauft.
0,5 jahre alt, 400 km für 55 % vom Neupreis.... .

Aber du brauchst dich auch nicht wundern, wenn du das zu dem Preis nicht mehr los wirst, wenn neue gute Bikes neu nur noch die Hälfte kosten.
Nicht nur das sondern der Preisverfall bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist auch extrem.
Das ist auch mit der Grund das viele Firmen keine BEVs mehr leasen weil der Preisverfall in die Raten des gewerbeleasings mit eingepreist werden und die BEVs dann viel teurer sind als PHEV oder ICEs.

Und ich denke wie beim E-Auto, sollte auf dem Akku eine genormte Gesundheitszustandsanzeige sein, denn sonst kann man als Leihe nicht viel über den Akkuzustand sagen.
Da muss ich dir leider die Illussion nehmen. Der SOH (State of health) den der Autohersteller berechnet / Ermittelt und den Du über die OBD Schnittstelle auslesen kannst ist keine genormte Größe. Jeder Hersteller kocht hier sein eigenes Süppchen.
Der auslesbare SOH des Akkus ist allerhöchstens für den vergleich des Akkuzustandes bei identischen Modellen interessant.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 12
In den 90‘ern habe ich im Fahrradeinzelhandel gearbeitet. Ein Problem, hochwertige Räder zu verkaufen, war das Fehlen eines funktionierenden Gebrauchtmarktes. Ich hatte gedacht, der E-Bikeboom hätte hier für eine Änderung gesorgt. Viele dieser Räder werden ja über Leasing verkauft und es müssten realistische Restwerte ermittelt werden. Offenbar ist das nicht so. Jorin, ich fürchte, du musst dich mit dem Verlust abfinden. Oder du nutzt das Ding statt Auto  ;)
An alle, die meinen, es ginge auch billig: Ich habe vor 30 Jahren zahlreiche Räder mit einem hochwertigen Rahmen in verschiedenen Ausstattungen aufgebaut. Davon laufen einige heute noch bei den ErstbesitzerInnen im Alltagsbetrieb. Mein eigenes hat mittlerweile weit über 100.000 km auf der Uhr inklusive Salzwintern und Radreisen. Der damalige Verkaufswert hätte bei 3.000,-DM gelegen, zu der Zeit ein sehr hoher Preis. Mit moderner Technik würde das heute 4.000,-€+ kosten, ohne Motor!. Eine solche Geldausgabe lohnt natürlich nur, wenn das Rad auch wirklich genutzt wird, oder man ein bisschen verrückt ist.
Und ganz ehrlich, um drei mal im Jahr einen kleinen Ausflug zu machen, wären mir 2.500,-€ zu teuer.


Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 13
Mein 11 Jahre altes Flyer Rad (Neupreis 2500,-) mit 10000km und relativ neuem Ersatzakku wurde über Portale meist mit ca. 500,- angeboten. Verkauft hatte ich es für 290,-, quasi der Akku-Restwert.

Antw.: E-Bikes verkaufen ist nicht ganz so leicht

Antwort Nr. 14
Ist doch klar, ich verlange ja auch nicht den Preis von damals. Ich bin aktuell bei 1.700 Euro VHB von damals 4.000 Euro Neupreis
Du kannst unglaubliches Glück haben, den einen Interessent zu finden, der genau dieses Bike haben will. Ansonsten sehe ich keine Chance, es für diesen Preis zu verkaufen. Den Kunde interessiert nicht der von dir damals gezahlte Preis, sondern nur was es heute im Vergleich neu kostet. Ist bei Autos ja nicht anders.

Ich habe manches auf (Ebay)kleinanzeigen versucht zu verkaufen und kaufe auch relativ viel. Meine Erfahrung: die Bereitschaft, für Gebrauchtes Geld auszugeben, ist sehr überschaubar. Schau mal, zu welchen Preisen bspw. gebrauchte Möbel (oder gar Einbauküchen) angeboten werden. Trotz teils absurd niedrigem Preis werden sie monatelang angeboten.