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Thema: Strompreise (11634-mal gelesen)
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Antw.: Strompreise

Antwort Nr. 270
Wegen einer eventuellen Kostenersparnis habe ich mir sicher kein E-Auto gekauft. Dagegen spricht schon der Kaufpreis.
Trotzdem war ich letztes Jahr mit Kraftstoffkosten in Höhe von 5,11 €/100 km unterwegs.
Ausschlaggebend war der Komfortgewinn wie z.B. geräuscharmes Reisen, nie wieder Eis kratzen oder die meist guten Fahreigenschaften. Nicht zuletzt hatte ich mir Vorteile beim teilautonomen Fahren versprochen, die allerdings bei keinem der gefahrenen Autos wirklich erfüllt wurden.
Nach wie vor würde ich niemandem zu einem E-Auto raten, wenn zu Hause keine Lademöglichkeit besteht und der Löwenanteil dort geladen werden kann. Ich selbst hätte dann sicher auch keines.
Dass wir CO₂ frei fahren, glaube ich nicht mal. Der Strom ist doch nur grün gewaschen...  :-/

Antw.: Strompreise

Antwort Nr. 271
Ich glaube, das von @KSR1 geschilderte Verhalten und viele der Probleme rühren daher, dass man sich beim Aufbau von Ladeinfrastruktur keine Gedanken darüber macht, wer dort üblicherweise und regelmäßig laden wird. Dann baut man Schnelllader in Kino-Parkhäuser, wo die Autos nach spätestens einer Stunde komplett voll sind, während der Fahrer mit etwas Glück gerade sein Eis nach dem Werbeblock bestellt hat, und wundert sich, dass der sein Auto nicht umparkt. Oder man führt auf Plätzen, an denen Berufspendler laden, Zeitbeschränkungen ein, während am Supermarkt ein AC-Lader steht, der in der halben Stunde, die man in dem Laden verbringt, gerade 6 kWh in den Akku befördert. Wenn die Ladeleistung zum Zeitaufwand für den Aufenthaltsgrund passt, besteht überhaupt kein Grund, irgendwas zu deichseln, um die Ladedauer zu verändern.

Dass man auf bestimmten Parkplätzen z.B. in Innenstädten gewisse Zeitbeschränkungen vorgibt, damit möglichst viele Personen jeweils etwas Strom bekommen können, verstehe ich ja auch. Aber das sollte eben standortabhängig und nicht ladetarifabhängig sein. So wäre es sinnvoll, an größeren Parkplätzen Säulen mit unterschiedlichen Ladeleistungen und ggf. Zeitbeschränkungen zu haben, sodass sich jeder die Säule suchen kann, die zu seiner erwarteten Parkzeit passt. Das setzt natürlich ein entsprechendes Verständnis der Nutzer voraus, an dem es ja oftmals auch noch zu hapern scheint. Und wie @RaiLan schreibt, hoffe ich, dass mein nächstes Auto mit 22kW an AC laden kann. Nicht für zuhause, sondern eben für die Fälle wie gestern. So gesehen ist das für mich sogar noch wichtiger, als eine höhere DC-Leistung, da ich außerhäusig häufiger an AC, als an DC lade.

@N1301  e-Auto-Fahren ist das Beste, was ich mir vorstellen kann, wenn es um das reine Fahrerlebnis geht, und man zuhause laden kann. Die Probleme liegen allesamt in der öffentlichen Ladeinfrastruktur begründet. Entweder ist sie nicht verfügbar, von Ignoranten blockiert oder von Anbietern überteuert. Da ist noch viel zu tun, bis wir auf dem Level der heutigen Versorgung mit Tankstellen sind. Und auch gewisse Lernkurven bei Anbietern und Nutzern sind m.E. noch zu durchlaufen. Dass man nicht dauerhaft mit Strom billiger unterwegs sein würde, als mit Sprit, war mir von vornherein klar. Das war aber auch nicht mein Hauptgrund für den Wechsel. Ich habe bisher noch nie an einer Umsonst-Ladesäule geladen - weil diese halt von der Allgemeinheit querfinanziert werden. Ich kann mir meinen Strom/Sprit leisten, ohne auf Zuschuss von der Gesellschaft angewiesen zu sein. Außerdem bilden die Treibstoffkosten nur einen geringen Anteil der Gesamtkosten - zumindest, wenn man Neuwagen kauft.

Zum CO2-Anteil: allein die Tatsache, dass mein Stromer nur ein Drittel an Primärenergie verheizt, ist für mich hier das Kriterium. Dazu kommt, dass der Strom - zumindest langfristig - immer CO2-neutraler werden wird (auch wenn es hier heuer Rückschläge gibt, weil wir den Umstieg nicht auf die Kette kriegen), während Sprit immer gleich schlecht bleibt.

 

Antw.: Strompreise

Antwort Nr. 272
Außer EnBW haben auch noch Maingau und alle anderen ihre Ladepreise erhöht.
Der ChargeMyHyundai-Tarif ohne Grundgebühr hat 49ct pro Ladung zzgl. den Preis an der Ladesäule genommen. Nun ist umgestellt auf 49ct zzgl. Preis in der App.  Das habe ich an der Rechnung gemerkt. Laden an einer Schnellladesäule: 95ct/kWh, an der Säule stand 47ct/kWh.
Gesehen habe ich auch noch: Laden an einem EnBW-Hypercharger 79ct/kWh zzgl. Blockiergebühr von 27ct/Min. nach 29 Minuten.
Soweit dazu.
Selbst über Plugsurfing ist das jetzt günstiger.
Über EnBW sowieso, wenn man sich möglichst auf die EnBW-Lader beschränkt. Die sind nur um 2ct/kWh teurer geworden.