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Thema: Oppas eGolf (3862-mal gelesen)

0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Oppas eGolf
Moin, moin...

Wie gewünscht werde ich hier in loser Folge über meine Erlebnisse mit dem eGolf berichten.
Zunächst ein paar techn. Daten aus dem Datenblatt für all diejenigen, die sich noch gar nicht mit diesem Fahrzeug beschäftigt haben und keinen Bock haben zu googeln ;)

Motor:                    Permanentmagneterregte Synchronmaschine (PSM)
Leistung:                 85kW (115PS)  bei 3000 - 12000 1/min
Drehmoment:         270Nm 
1-Gang-Getriebe

Batterie:                   Lithium Ionen  mit 24,2 kWh Bruttokapazität, Netto ca. 21kWh nutzbar
                                264 Zellen in 27 Modulen, Nennspannung 323 V

Ladedauer:              AC 2,3kW (230V, 10A)  von 0 auf 100%     ca. 13h        (am mitgelieferten "Ladeziegel")
                                AC 3,6kW (230V, 16A)  von 0 auf 100%     ca. 8h          (an der Wallbox)
                                DC 50kW                      von 0 auf 80%       ca. 30min.    (an der CCS-Schnelladesäule)

Leergewicht:                         1585kg inklusive Fahrer 68kg und 7kg Gepäck
zul. Gesamtgewicht:             1980kg

Vmax:                                     140 km/h
Beschleunigung 0 - 100:          10,4 sek.
Elastizität  80 - 120:                    8,0 sek.

Stromverbrauch kombiniert:      12,7 kWh/100km
Reichweite nach NEFZ:               190km
Reichweite praxisnah:                 130 - 190km

Wie gesagt, das sind die offiziellen Angaben aus dem Datenblatt, erstmal so als Einstieg.

Die 12,7 kWh/100km habe ich z.Bsp. während meines Testwochenendes im Frühjahr problemlos erreicht bzw. teilweise sogar unterboten, für einen geübten Hybridfuß kein Problem, zumindest im Bereich Stadt/Landstraße. Jetzt im Winter liege ich meist so bei 15 - 18 kWh/100km, je nach Streckenprofil, Außentemperatur und Heizungseinstellung.

Fortsetzung folgt...

Gruß Der Oppa
Jetta Hybrid seit 03/2014  &  72.000km (74.000km)
e-Golf seit 12/2016  &  30.000km (45.000km)

*** Wie lang eine Minute ist, hängt davon ab, ob man AUF dem Klo sitzt oder DAVOR wartet ***

  • TM
  • [*]
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #1
Cooles Auto, coole Farbe, hab am i3 fast die selbe Farbe. ;-)

  • Tekpoint
  • [*]
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #2
Wirklich hübsche Farbe und an sich auch ein schickes Auto, hatte in selbst ganz paar Tage zur Probefahrt :)

Die C - Tagfahrleuchten gefallen mir richtig geil bei VW :)

Was mich nur stört ist eben das er nur mit 3,7KW am öffentlichen Ladenetz laden kann :( Und CCS ist ja Mangelware :(
Was hilft mir die Weite des Weltalls, wenn die Schuhe zu eng sind

  • Knauser
  • [*]
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #3
Mehr davon  :applaus:

Ich wüsste gern (mit den Monaten) die ganzen Kosten. Habe gesehen du führst den auch bei Spritmonitor.
Ich bekomme relativ wenig von E-Autos mit, deswegen ist das für mich sehr interessant. Also Versicherung, Steuern (zahlt man so etwas?), kWh-Preise wann, wo, spielt die Uhrzeit eine Rolle? Wenn du zur Wartung musst, was kostet das, was wird gemacht?

Und ansonsten? Als ich mit meinem Yaris Hybrid zum Reifenwechsel in die freie Werkstatt fuhr, sagte mir der Meister "ein ganz normales Auto". Ist das bei dir und den Menschen die damit fahren, mit fahren auch so oder unterscheidet sich dein E-Golf, doch sehr von einem normalen Golf? Ich merke schon, ich muss YouTube befragen, bin neugierig auf dein Auto.  ;) Habe ich bisher vernachlässigt, man hörte zwar davon, aber das war es dann auch.

Die V-Max hat von mir ein  :wldn: verdient. Endlich mal ein Auto, dass von Natur aus so schnell fährt wie ich es maximal fahren würde.

Da du noch deinen Jetta Hybrid hast, was ist für dich im Moment billiger der Preis pro kWh oder der Preis für das Benzin an der Tankstelle? Und (ich weiß vom Gewicht, CW-Wert usw. die Unterschiede nicht) welches Auto geht effizienter mit der Energie um? Habe hier einen Rechner in beide Richtungen gefunden.
Fuel economy conversions / calculator - EcoModder.com

Im großen ganzen interessiert mich also alles, was mit deinem Auto zu tun hat.
Deine Berichte sind mehr wert, als "Presse"-Ausschüttungen.

Nur zu, erzähle uns immer mal wieder etwas über dein Auto.
Viele Fragen, brauchst nicht alles beantworten, ist nur halt selten, dass jemand beide Antriebstechniken nutzt und man den User auch noch selbst befragen kann  :-) 

Reisen statt Rasen - Ich fahre nicht nach Tacho, ich fahre nach Ecometer

  • bgl-tom
  • [*]
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #4
Wichtig wäre der Praxisverbrauch, auch wenn man mehr oder weniger häufig kostenfrei laden kann. Warum? Weil das nicht jeder kann und in Zukunft sicher seltener zu finden sein wird.
Sion ist reserviert. Bin zwar nicht voll überzeugt von der Umsetzbarkeit für den Preis, aber er hat ein paar nachhaltige Ideen, die mir gefallen.

Vom 3er BMW (F31) zum Yaris: ein Fortschritt bei Komfort, Verbrauch, Vernunft

Antw.: Oppas eGolf
Antwort #5
Danke für die Infos/technische Daten.

Ist ein 3-Phasen-AC-Lader auch optional generell nicht verfügbar? Das stört mich auch am Ampera-e.  Beim BMW i3 ist er ja optional verfügbar. Wenn ich mir in ein E-Auto kaufe, möchte ich mir auch eine PV-Anlage aufs Dach packen und möchte damit auch einen Teil laden. Das geht mit einem Langsamlader mit einer Phase AC nur schlecht. Einen DC-Lader werde ich mir zu Hause aus Kostengründen kaum aufbauen können.
  • Zuletzt geändert: 22. Januar 2017, 09:58 von Hybis

Antw.: Oppas eGolf
Antwort #6
Mahlzeit...

Oha, ich sehe doch einiges Interesse hier aufflammen. Schön! War meine Idee, mich nochmal hier anzumelden, doch nicht so verkehrt.

Ja die Farbe "pacific blue" finde ich auch echt klasse. Auch deshalb hat die Suche nach "Mr.Right" über ein halbes Jahr gedauert. Aber hauptsächlich wegen den nun doch spürbar sinkenden Preisen für Gebrauchte eGölfe.
Die ersten wurden ja im Frühjahr 2014 ausgeliefert. Nun drücken langsam einige Vorführer der Autohäuser (wie meiner) und die ersten Leasingrückläufer in den Markt.
Zudem kommt ja dieses Frühjahr schon das erste Facelift mit dann 35 kWh Akku und einigen neuen Gimmicks auf den Markt, der sowohl in WOB als auch in der gläsernen Manufaktur in Dresden vom Band laufen wird. Dann sinken die Preise für den 24er noch mehr. Also gute Zeiten für Schnäppchenjäger.

Ja Tekpoint, auch die Videos Deiner Probefahrt habe ich eingesaugt und haben zu meiner Entscheidung beigetragen. Vielen Dank nochmal für Deine Mühe! (Nur die coole Ambientebeleuchtung hat meiner leider nicht, ein kleiner Wermutstropfen)

Der Aufbau der CCS-Ladeinfrastruktur geht meiner Meinung nach inzwischen rasant vorwärts. Tank&Rast zum Beispiel will bis Ende diesen Jahres an allen Standorten CCS-Lader in Betrieb haben. Die werden zwar sicher nicht kostenlos bleiben wie im Moment, aber trotzdem finde ich dieses Engagement vorbildlich. Da geht man dann auch gern mal einen Kaffee außer der Reihe trinken... ;)

Einen 3-Phasen-Lader für den "24er eGolf" gibt es weder für Geld noch gute Worte. Einphasig 16A oder CCS 50kW Gleichstrom.
Der neue "35er eGolf" wird 2-phasiges Laden (7,2kW) unterstützen, ob serienmäßig oder optional weiß ich nicht. Den kann man ja im Moment auf der VW-Seite noch gar nicht konfigurieren.

Bei Spritmonitor habe ich den eGolf zwar angelegt, richtig. Aber wenn man es ordentlich machen will, müßte man ja täglich jede Ladung inklusive Ladeverluste und jede kleine Zwischenladung unterwegs dokumentieren. Das ist mir eindeutig zu aufwändig.

Steuern sind die ersten 10 Jahre ab EZ nicht fällig. Von der AB-Maut wird er auch befreit sein. Vers.-Einstufung muss ich nochmal nachgucken...

Ladepreise:
Einige Anbieter bieten derzeit ihren Strom noch für Lau an - Tank&Rast oder einige Stadtwerke z.Bsp. Auch bei den VW-Händlern konnte ich bisher kostenlos laden, sowohl die "Schnarchladung" mit 3,7kW als auch CCS
Ansonsten wird die Schnarchladung meist nach kWh abgerechnet ( 30-50ct/kWh ) und CCS nach Minuten ( z.Bsp. 36ct/min. )
Vermeiden muss man mit dem eGolf unbedingt Anbieter, die AC-Lader bis 22kW nach Minuten abrechnen. Das kann zum Beispiel der Renault Zoe gut nutzen mit seiner Ladeleistung, mit dem eGolf schießt man sich aber selbst ins Knie...
Die Uhrzeit des Ladevorgangs spielt meines Wissens nach keine Rolle.

Werkstattkosten:
Die erste Inspektion eines eGolf ist nach 2Jahren oder 30000km fällig. Danach immer 1x im Jahr oder alle 30000km, je nachdem, was zuerst eintritt. Kosten sollen so um die 120-140€ betragen, das kann ich aber erst im Sommer verifizieren, wenn meiner dran ist. ;)
Was da für Arbeiten gemacht werden? Keine Ahnung. Sichtprüfung von Fahrwerk und Bremsen, Bremsflüssigkeit wechseln, Funktionstest relevanter Baugruppen, Softwareupdates. Irgendwas müssen sie sich ja einfallen lassen. Wischwasser auffüllen, Innenraum aussaugen und Akku aufladen nur auf Kundenwunsch   ;D

Was ist effizienter? Natürlich der eGolf. Derzeit im Winter wie gesagt 15-18 kWh/100km + Ladeverluste. Bei 25ct/kWh also grob 5€/100km. Beim Jetta jetzt im Winter meist so 5,6l/100km x 1,35€ (E10) =7,56€/100km. Das wird sich im Sommer vermutlich noch weiter zugunsten des eGolf verschieben, weil jetzt die Heizung selbst mit Wärmepumpe unheimlich Reichweite frisst.

Soweit erstmal... Fortsetzung folgt...

Gruß Der Oppa

PS: Anbei mal ein Screenshot, gestern von Magdeburg nach Halle auf der A14, Tempomat 95km/h, Heizung auf 20°C, ECO-Modus, nicht im Windschatten eines LKW oder Bus, aber fast windstill.
Jetta Hybrid seit 03/2014  &  72.000km (74.000km)
e-Golf seit 12/2016  &  30.000km (45.000km)

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  • e-motion
  • [*]
  • Ehemaliges Mitglied
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #7
Zitat
Bei Spritmonitor habe ich den eGolf zwar angelegt, richtig. Aber wenn man es ordentlich machen will, müßte man ja täglich jede Ladung inklusive Ladeverluste und jede kleine Zwischenladung unterwegs dokumentieren.

Wüsste nicht, dass die Verbrenner bei Spritmonitor mit Ladeverlusten angegeben werden. Trag die Tank-to-Wheel Werte ein und du liegst fair und vergleichbar. Einflüsse von Standklima und Standheizung (z.B. Vorheizen) sind individuell. Verbrauch Vorheizen Garagenparker gegen Null, Laternenparker sehr hoch. Das hat in Spritmonitor leider keinen eigenen Platz. Wie man auch nicht den Strombezug eintragen kann. Da wird einfach übern Kamm mit 600g/kWh gerechnet. Hab ich in 80TKM und drei Jahren nie getankt.
Elektrofahrer, ihr müsst euch bei Spritmonitor keine Sorgen um Well-to-Wheel machen. Das findet dort offiziell nicht statt.

Viel Spaß mit dem eGolf! Schönes Blau, find ich auch. 


Antw.: Oppas eGolf
Antwort #8
Einen 3-Phasen-Lader für den "24er eGolf" gibt es weder für Geld noch gute Worte. Einphasig 16A oder CCS 50kW Gleichstrom.
Der neue "35er eGolf" wird 2-phasiges Laden (7,2kW) unterstützen, ob serienmäßig oder optional weiß ich nicht. Den kann man ja im Moment auf der VW-Seite noch gar nicht konfigurieren.
Danke für die Info. Von einem 2-Phasen-Lader habe ich bisher noch nichts gehört. Die mir bekannten 7,2kW-Lader in E-Autos machen das mit einer Phase und 32A. 2 x 16A wäre mir neu.
  • Zuletzt geändert: 22. Januar 2017, 17:47 von Hybis

Antw.: Oppas eGolf
Antwort #9
Wenn ich mir in ein E-Auto kaufe, möchte ich mir auch eine PV-Anlage aufs Dach packen und möchte damit auch einen Teil laden. Das geht mit einem Langsamlader mit einer Phase AC nur schlecht. Einen DC-Lader werde ich mir zu Hause aus Kostengründen kaum aufbauen können.
Hier muss ich ein wenig schmunzeln, denn wenn Du eine PV-Anlage hast brauchst Du "theoretisch" keinen DC-Lader (also AC->DC-Wandler) mehr. denn die PV liefert DC frei Haus. Wird nur überall in AC gewandelt, da die Verteilnetze nichts anderes akzeptieren.

Also: PV ohne Wandlung in AC direkt ins e-Auto ;-)

Theoretisch. Geht das praktisch?

Vermutlich nicht, da die Spannungen der PV-Module zu niedrig sind, oder?

Grüße
Peter
Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist! ;)

Meine bisherigen Hybride: P2 FL, P3 VFL
Mein aktueller Hybrid: Auris 2 EXE

Antw.: Oppas eGolf
Antwort #10
Ich habe noch nie von einem CCS-Lader gehört, den man direkt an PV-Module anschließen kann.....

Antw.: Oppas eGolf
Antwort #11
@wagenwinde

Theoretisch geht das bestimmt. Wenn man die einzelnen Strings der PV-Anlage entsprechend auslegt, kann man jede "gewünschte" Spannung herstellen.
Praktisch gibt's aber ganz andere Probleme. Vor dem Beginn des Ladens kommunizieren ja Auto und Ladesäule miteinander über den aktuellen Akkuzustand und "handeln" davon abhängig das Ladeprozedere aus, damit die Ladesäule "weiß", was das Auto verträgt. Diese Kommunikation müsste ja dann die Solaranlage übernehmen. Sowas gibt's derzeit nicht, soviel ich weiß. Kann ja aber noch kommen...

Gruß Der Oppa
Jetta Hybrid seit 03/2014  &  72.000km (74.000km)
e-Golf seit 12/2016  &  30.000km (45.000km)

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  • Knauser
  • [*]
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #12
@Oppa reloaded habe mir erlaubt, etwas von dir zu zitieren, aus dem anderen Thema.

Die Heizung wird seit dem Umstieg auf den eGolf eher sparsam eingesetzt. Jeder Dreh am Heizungsregler Richtung "wärmer" wird sofort mit einer sinkenden Restreichweite quittiert.

Das ist nicht nur beim eGolf so. Scheint mir bei jedem Auto 2.0 so zu sein. Wärme fordert Energie und ob die nun aus dem Tank oder aus dem Akku kommt, bleibt sich gleich. Meinen Verbrauch bekomme ich nur so runter. Heizung auf max. Lüftung (wenn es die Scheiben zulassen) aus. So wird es nur durch den Fahrtwind warm. Zwar nicht sehr warm, aber es lässt sich aushalten. Alternativ Heizung auf 16,5 Grad Celsius und Lüftung an. Aber, schon das führte bei mir zu laufendem Motor an der Ampel  :besserwisser: Bei mir geht das so Sicherheit-Verbrauch-Wohlfühlen in der Reihenfolge.

Wie ist es in deinem eGolf?
Würde mich sehr interessieren, ob man dort durch solche Funktionen auch etwas tricksen kann. Ich denke mal nicht, weil bei dir läuft ja kein Verbrenner. Also Heizung an für die Sicherheit, mehr Möglichkeiten die Restreichweite zu erhöhen hat man nicht oder?

Reisen statt Rasen - Ich fahre nicht nach Tacho, ich fahre nach Ecometer

  • bgl-tom
  • [*]
Antw.: Oppas eGolf
Antwort #13
Spannungen der PV zu niedrig? Eher nicht. Problem wird sein, dass das Auto eine konstante Spannung brauchen könnte, während die PV nur stark schwankende liefern kann.
Sion ist reserviert. Bin zwar nicht voll überzeugt von der Umsetzbarkeit für den Preis, aber er hat ein paar nachhaltige Ideen, die mir gefallen.

Vom 3er BMW (F31) zum Yaris: ein Fortschritt bei Komfort, Verbrauch, Vernunft

Antw.: Oppas eGolf
Antwort #14
Mahlzeit...

Heute mal wieder ein paar Eindrücke von mir. Da nach den "eingebauten" Sparmöglichkeiten gefragt wurde, fange ich damit an.
Der eGolf hat drei Fahrprofile - NORMAL, ECO und ECO+. Diese beeinflussen die Höchstgeschwindigkeit, die Motorleistung sowie die Innenraumklimatisierung:

- Normal:   140km/h,  115PS/85kW,   Klimatisierung mit voller Leistung;
- ECO:       115km/h,   95PS/70kW,    Klimatisierung "verbrauchsoptimiert";
- ECO+:     90km/h,     75PS/55kW,    keine Heizung/Klima, nur Lüftung  ( der "Heimbringer" im Notfall )

Dafür gibt's einen extra Taster in der Mittelkonsole, wo man die Fahrmodi einfach durchschalten kann. Wenn die Restreichweite in bedenkliche Bereiche kommt, schalten sich die Sparmodi aber auch automatisch ein, um noch ein paar Kilometer rauszukitzeln. Ich fahre bisher immer in der ECO-Stufe, reicht mir vollkommen aus. Übrigens kann man jederzeit, zum Beispiel beim Überholen, mittels KickDown den eingestellten Modus "überstimmen" und volle Leistung abrufen. Nach dem Kickdown geht er wieder in den vorher eingestellten Modus zurück.
Was nicht so schön ist, soll auch nicht verheimlicht werden: Wenn das Auto abgestellt wird, ist beim nächsten Start IMMER der Normal-Modus drin und 22°C voreingestellt. Er merkt sich die Einstellung der letzten Fahrt einfach nicht. Heißt also bei jedem Start erstmal auf ECO und 20°C umstellen... Ist jetzt zwar nicht dramatisch, aber halt nicht optimal gelöst.

Ansonsten hat sich auf der täglichen Pendelstrecke schon Routine eingestellt. Das Vorheizen des Innenraumess an der Steckdose nutze ich kaum noch, da ich auf der Rückfahrt sowieso am CCS-Lader halt mache, zumindest, solange dieser noch kostenfrei ist ;-)

Das Verbrauchsverhalten im Verlauf der Fahrt ist dem eines Verbrenners ähnlich - er fängt meist kurz nach dem Losfahren so um die "40kWh/100km" an und hangelt sich dann langsam runter. Am Ende der Fahrt sind es dann meist 16-18 kWh/100km. Beinhaltet dann allerdings auch die Fahrt mit Abstandstempomat und LaneAssist hinter einem geeigneten LKW mit 95km/h auf dem BAB-Stück. Angenehmer Nebeneffekt ist aber auch, dass ich noch nie so relaxt auf Arbeit/zu Hause angekommen bin wie derzeit. Ich genieße die fast nicht vorhandene Geräuschkulisse, höre "MDR Kultur" und schaue zu, wie sich die "Heizer" auf der linken Spur "batteln". E-Auto fahren entschleunigt ungemein... :-)

Die Reichweitenanzeige muss man auch erstmal kennen und "lesen" lernen. Wenn man vollgeladen losfährt, bekommt man eine Reichweite zwischen 185km und teilweise 205km angezeigt, je nach äusseren Bedingungen. Die 205km sind schon lustig, da er ja laut Datenblatt nur max. 190km weit kommt. Wohl eine kleine Reminiszenz der Programmierer an das Softwareteam der Dieselabteilung ;-)
Auf den ersten Kilometern rechnet er dann im Verhältnis 1:3, teilweise 1:4 runter - für einen gefahrenen km zieht er 3 oder 4 ab... Die ersten Male fällt einem da schon die Kinnlade runter. Je weiter man allerdings fährt, desto genauer wird die Anzeige. Im letzten Drittel der "Tankanzeige" und im ECO+ Modus hatte ich auch schon, dass er weniger km abgezogen hat als ich gefahren bin. Also alles Übungssache, denke ich. Wesentlich genauer kann man die eigentliche "Tankanzeige" nutzen. Derzeit schaffe ich pro kleinem Teilstrich 7-8km, ein großer Teilstrich demzufolge 15km. Also bei 120km dürfte definitiv finito sein, das mag ich aber nicht austesten. Für @Knauser mit seinen 126km Pendelweg wird es wohl eng, zumindest im Winter...

Den ersten Werkstattermin gibt es auch schon, die eingebaute Verkehrszeichenerkennung mittels Frontkamera funktioniert nicht zufriedenstellend. Nach den zwei ersten erfolglosen Versuchen, das Problem durch Neukalibrierung der Kamera bzw. mittels Sofwareupdates zu lösen, soll nun die komplette "Informationssteuereinheit" ausgetauscht werden. Alles auf Garantie versteht sich. Die Werkstatt ist recht bemüht, Hol- und Bringservice zur Arbeit kein Problem und das Auto bei Abholung stets voll aufgeladen... Kann mich also bisher nicht beschweren. So wie das Auto mit Hitech und Assistenzkram vollgestopft ist, kann halt auch mal was "suboptimal" funktionieren. Der Werkstattmeister scheint aber ehrgeizig genug zu sein, das Problem lösen zu wollen. Ansonsten wirklich ein tolles Auto und ich genieße jeden Kilometer damit.

Die Fotos dokumentieren eine typische Fahrt bis zur Arbeit (bei 47km) und das erste Teilstück zurück bis zum CCS-Lader (bei 66km). Das letzte Bild zeigt den bisherigen Verbrauch "über alles".


Fortsetzung folgt...

Gruß Der Oppa
Jetta Hybrid seit 03/2014  &  72.000km (74.000km)
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