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Thema: Spritspartipps (2476-mal gelesen)

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  • Jorin 
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Spritspartipps
Machen wir uns nichts vor: die von den Herstellern angegebenen Verbrauchswerte in deren Prospekten und Datenblättern erreicht man nur in Ausnahmefällen, mit einem optimalen Streckenverlauf und bestem Wetter und einer Fahrweise, bei der man nicht mehr davon sprechen kann, dass man im Verkehr mit schwimmt. Man wird zum Verkehrshindernis und zieht sich den Unmut der anderen Verkehrsteilnehmer zu. Dennoch gibt es Möglichkeiten, sich dem niedrigen Herstellerverbrauch ein gutes Stück anzunähern. Im Folgenden möchten wir einige Tipps zum Spritsparen geben. Für konventionell angetriebene Fahrzeuge, aber auch speziell für Hybridfahrzeuge.

Bordcomputer lügen und schönen die Verbräuche, die man mit dem eigenen Fahrzeug zu erzielen scheint. Wenn man den wirklichen, echten Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer seines Fahrzeugs errechnen möchte, kann man sich der Webseite Spritmonitor bedienen. Mit einem dort kostenlos erstellten Benutzerprofil ist es möglich, anhand der Tankquittung und der notierten Gesamtkilometerzahl den tatsächlichen Sprit- oder Stromverbrauch zu ermitteln. Dabei können dort auch Kosten erfasst werden - für die Betankung, den benötigten Strom oder die Wartung und laufende Pflege des Fahrzeugs. Zusätzlich ermittelt Spritmonitor zum Beispiel automatisch die Kosten pro 100 Kilometer oder den CO2-Ausstoss und bietet auch Exportfunktionen an, um die erfassten Daten in anderen Programmen weiter verarbeiten zu können.

1. Kurzstrecken vermeiden

Gerade auf den ersten Hundert Metern verbraucht ein Fahrzeug unverhältnismäßig viel Kraftstoff, da zum Beispiel sämtliche Schmierstoffe noch nicht ihre optimale Betriebstemperatur erreicht haben. Hybridfahrzeuge nutzen zudem während der Warmlaufphase ihren Verbrennungsmotor, um den Katalysator und den Motorkreislauf zu erwärmen. Besser ist es also, bei Kurzstrecken - wenn möglich - das Fahrzeug stehen zu lassen.

2. Unnötigen Ballast entfernen

Jedes Kilogramm Masse, welches in Bewegung gebracht werden muss, kostet Energie. Auch das Abbremsen der einmal in Bewegung gesetzten Masse kostet Energie, die bei Hybridfahrzeugen allerdings wenigstens rekuperiert, also gespeichert und später wieder zur Verfügung gestellt wird. Dies allerdings nicht zu 100%. Es lohnt sich also, mal einen Blick ins Fahrzeug und den Kofferraum zu werfen und nicht benötigtes Gepäck zuhause zu lassen. Dachgepäckboxen oder Fahrradträger sind schlecht für die Aerodynamik und sollten auch zuhause bleiben, wenn sie nicht gebraucht werden.

Im Winter zählt übrigens auch Schnee auf dem Fahrzeug zum unerwünschten Ballast. Außerdem fordert der Gesetzgeber aus guten Gründen das Entfernen von Schnee vor Fahrtantritt.

3. Unnötige Verbraucher ausschalten

Jeder elektrische Verbraucher benötigt Energie. Radios weniger, Klimaanlagen etwas mehr, beheizte Heck- oder Frontscheiben am meisten. Wenn möglich, sollte man diese Verbraucher also nur kurzzeitig oder gar nicht einschalten.

4. Das Fahrzeug in technisch gutem Zustand halten

Wartung und Pflege ist wichtig. An den Bremsscheiben schleifende Bremsbeläge oder zu wenig Luftdruck auf den Reifen - das kostet letzten Endes Energie. Nur mit einem Fahrzeug in gutem technischen Zustand, dazu zählt auch der richtige Reifendruck, kann man Sprit sparen und hat zudem das gute Gefühl, sich auf das eigene Fahrzeug stets verlassen zu können.

5. Vorausschauend fahren

Schlaue Fahrer behalten den Überblick: Frühzeitig vor der roten Ampel bremsen und das Fahrzeug langsam ausrollen lassen schont Bremsen und spart Kraftstoff. Durch ausreichenden Abstand kann man die spritschluckende Fahrweise des Vordermannes ausgleichen. Dabei sollte man die digitale Fahrweise (Vollgas und starkes Bremsen im Wechsel) vermeiden, sie kostet Energie und belastet das Material.

6. Es geht auch langsamer

Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Energie wird benötigt, um das Fahrzeug anzutreiben. Besonders der Luftwiderstand spielt dann eine große Rolle. Verdoppelt man das Tempo, ist die achtfache Menge der zur Bewegung benötigten Energie aufzubringen. Einfach etwas langsamer zu fahren spart also Kraftstoff und schont die Nerven.

7. Start-Stopp-System nutzen

Einige Fahrzeuge bieten ein Start-Stopp-System, um Kraftstoff zu sparen. Dieses System schaltet im Stand den Verbrennungsmotor ab. Meist ist es hierzu notwendig, die Kupplung zu treten oder den Gang heraus zu nehmen. Bei einem Start-Stopp-System wird der Motor nur dann betrieben, wenn es notwendig ist. Bietet das System zudem die Möglichkeit, schon beim Ausrollen den Motor abzuschalten, sollte man diese Möglichkeit auch nutzen, da sich so noch mehr Kraftstoff einsparen lässt. Beachten muss man dann nur, dass keine Motorbremse mehr zur Verfügung steht.

Spezielle Tipps für Hybridfahrzeuge

Um Hybridfahrzeuge besonders sparsam zu bewegen, gibt es weitere Möglichkeiten. Im Gegensatz zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen kann der Fahrer eines Hybridfahrzeugs meist viel bewusster und direkter Einfluss auf die Funktionsweise und den Energiehaushalt seines Fahrzeugs nehmen. Die folgenden Tipps zum Spritsparen zeigen einige der Möglichkeiten auf.

8. EV-Modus während der Warmlaufphase

Den Motorkreislauf mit einem stehenden Fahrzeug auf Betriebstemperatur zu bringen, ist eigentlich nicht besonders effizient. Besser ist dies während der Fahrt möglich. Dennoch versuchen Hybridfahrzeuge, den Motorkreislauf möglichst schnell auf optimale Temperatur zu bringen. Indem man im kalten Zustand den EV-Modus aktiviert, solange man an der roten Ampel oder im Stau steht, kann man in aktiv in diese Warmlaufphase eingreifen. Ob das letzten Endes wirklich Kraftstoff einspart, ist allerdings nicht ganz klar.

9. Pulse and glide nutzen

Wenn auch praktisch hierzulande kaum umsetzbar, kann diese Fahrweise Kraftstoff sparen. Angeblich ist man besonders kraftstoffsparend unterwegs, wenn man bis etwas über die gewünschte Geschwindigkeit beschleunigt und das Fahrzeug dann mit sensiblem Gasfuß so hält, dass keinerlei Energie benötigt wird. Dabei wird das Fahrzeug stetig langsamer, man muss also bald wieder beschleunigen - das Spiel wiederholt sich.

10. Zügig beschleunigen

Bei Hybridfahrzeugen ist ein zügiges Beschleunigen bis zur gewünschten Geschwindigkeit von Vorteil. Nein, nicht Vollgas bis zum Bodenblech. Gemeint ist eine gedrückte Gaspedalstellung von bis zu etwa 75%. Dabei unterstützt der Elektromotor den Verbrennungsmotor und stellt zusätzliche Energie aus der Hybridbatterie zur Verfügung. Bei eher gemächlichem Beschleunigen ist dies nicht unbedingt der Fall. Es spart also Kraftstoff und macht auch noch Spaß, mit einem Hybridfahrzeug flott anzufahren.

11. Besonders sanft und lange bremsen

Bremst man beim Zurollen auf eine rote Ampel besonders sanft und verlängert so den Bremsweg, wird besonders viel Energie zurück gewonnen und in der Hybridbatterie gespeichert.

12. Vorhandenen ECO-Fahrmodus benutzen

Einige Hybridfahrzeuge stellen verschiedene Fahrmodi zur Verfügung, auch einen besonders sparsamen. Die Hersteller nennen diesen meist ECO-Fahrmodus. Hier werden verschiedene Verbraucher in ihrer Stromaufnahme reduziert und oft auch das Ansprechverhalten des Gaspedals geändert, um möglichst wenig Kraftstoff zu verbrauchen. Der ECO-Fahrmodus ist nahezu perfekt geeignet, Kraftstoffkosten einzusparen.

13. Den Streckenverlauf kennen und nutzen

Durch Kenntnis des kommenden Streckenverlaufs ist es möglich, die in der Hybridbatterie gespeicherte Energie möglichst effizient zu nutzen. So kann man zum Beispiel vor einem starken Gefälle die Hybridbatterie durch häufiges rein elektrisches Fahren leeren, da sie durch die Rekuperation (das Zurückgewinnen von Bremsenergie) während dem Gefälle wieder fast vollständig aufgeladen wird. Der überlegte Einsatz des rein elektrischen Fahrmodus (EV-Modus) kann sich ebenfalls positiv auf den Verbrauch auswirken.

Hybridfahrzeuge haben meist einen Verbrauchsvorteil im Überlandverkehr. Wenn möglich, sollte man statt der Autobahn also lieber die Landstraße nutzen, um Kraftstoff zu sparen.

14. Das Gaspedal lupfen

Besonders bei den Hybridfahrzeugen des Toyota-Konzerns hat sich herausgestellt, dass ein kurzes Lupfen des Gaspedals Krafstoff spart. Hat man seine gewünschte Geschwindigkeit erreicht, nimmt man kurz den Fuß vom Gaspedal und stellt ihn dann wieder darauf, um die Geschwindigkeit zu halten. Das Fahrzeug verbraucht nun etwas weniger Kraftstoff, da die Motordrehzahl des Verbrennungsmotors nun geringer ist.

15. Rollwiderstandsoptimierte Reifen

Viele Hersteller von Autoreifen haben inzwischen auch speziell entwickelte Leichtlaufreifen für Hybridfahrzeuge im Portfolio. Diese zeichnen sich durch spezielle, rollwiderstandsoptimierte Profile und besondere Gummimischungen aus.

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